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Dienstag, 28 Juni 2022 14:42

Wal-Alarm in Roscoff

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Wal-Alarm in Roscoff

Von der Ausssichtsplatform des Hafenmeisterbüros war es deutlich zu erkennen: Ein WAL im Hafenbecken ! Knapp unter der Wasseroberfläche schleicht er sich an. Nicht an die Boote, sondern an die Gäste, welche auf der Terasse sitzen. Was will dieser Wal, dessen Schlund von hier deutlich zu erkennen ist ? Menschen fressen ?

Am folgenden Tag war deutlich zu erkennen, dass der Wal wohl zu lange gewartet hat: Er liegt auf dem Trockenen und er ist zwischenzeitlich versteinert. :-))

Gerade nochmal gut gegangen ! Ufff wink

 

 

Blumig und Bunt

Direkt neben der Marina Roscoff befindet sich der Eingang zum botanischen Garten des Stadt – Pardon des Dorfes. Hier haben Sabine und ich eine „Expedition“ gemacht. Ergebnis: Echt sehenswert.

Zum einen war es sehr eindrucksvoll zu beobachten, welche Pflanzen hier im Norden Frankreichs ganzjährig und unbeschadet wachsen. Palmen, Bananen, Kakteen und viele weitere sehr tropische Pflanzen, deren Namen ich weder erinnere noch aussprechen kann :-)).

 

Zu unserer Überraschung fanden wir auch die in unserem Garten gut gedeihende Banane „Musa Basjoo“. Jedoch mit mehreren Metern Wuchshöhe. Beeindruckend ! Bei uns hat „nur“ bis zum zweiten Stockwerk des Hauses gereicht.

Einer der im wahrsten Wortsinn als Höhepunkt zu bezeichnende Platz ist ein Aussichtsfelsen. Ein mühsamer Aufstieg über eine kleine Steintreppe. Die zahlreichen Schilder warnen dringlich vor Rutschgefahr. Am heutigen, staubtrockenen Tag mit strahlend blauem Himmel kein Thema. Bei Regen ist dieser Hinweis sicherlich nicht ganz ohne Grund. Der Aufstieg war mühsam, wird jedoch mit einem grandiosen Überblick über die gesamte Bucht der Gegend belohnt. Natürlich auch mit „Drohnennsicht“ auf die Marina.

Im weiteren Verlauf finden sich auch Wasserpflanzen und eine Koj Zucht. Durchaus sehenswert grosse und farbenfrohe Kojs in den Becken. Alles in Allem war dieser Besuch sein (Eintritts-)Geld wert.

Anschließend ging dann mit einem gut 30 minütigem Fußmarsch über Umwege ins Dorf. Heute (Montag) war zum Glück weniger Trubel als gestern. Daher konnten wir an einem windgeschützten Plätzchen einen Kaffee schlürfen und Menschen beobachten. Es scheint, dass in Frankreich so langsam die Urlaubssaison beginnt. Immer mehr französisch sprechende Familien mit viel zu sommerlicher Garderobe versuchen an windgeschützten Plätzchen Ruhe zu finden. Es bleibt jedoch trotz sonnigem Himmel bei starkem Wind recht schattig hier. Wenn wir 18°C erreichen, dann freuen wir uns bereits. Andererseits finden wir das sehr viel angenehmer als in Deutschlands Tropen zu sitzen. Bei den vielen Telefonaten mit Deutschland hören wir häufig die Menschen über zu heiße tage und Nächte stöhnen. Das Problem haben wir hier nicht !

Windige Zeiten

Das Tief Rebecca scheint tobt sich derzeit über uns aus. Bei über 20kn Wind aus West macht eine Weiterfahrt derzeit wenig Sinn. Wir haben und wir wollen auch keinen Stress und warten daher auf ein passendes Wetterfenster. Das sollte sich vor einigen tagen bereits am Dienstag einstellen. Am Montag fanden wir dieses Fenster jedoch auf Donnerstag verschoben. Nur um einen selbstgesetzten Termin einzuhalten um das Ego zu befriedigen wollen wir jedoch nicht bei 20kn Wind gegen an und prognostizierten 2mtr Wellenhöhe (auch gegen an) auslaufen. Daher verschieben wir unsere Abfahrt derzeit auf Donnerstag oder Freitag.

Ab Samstag spätestens soll sich hier deutliche Wetterberuhigung einstellen. Allerspätestens zu diesem Zeitpunkt können wir problemlos weiter bis Camaret sur Mer – außer es verschiebt sich nochmals. Aber sicherlich nicht um Monate, sondern eher um den einen oder anderen Tag. Dann isses halt so. Geduldiger Skipper hat immer guten Wind !


Nachschlag !

... und es gibt sie doch ... und wir haben die Zentrale gefunden !

foot-in-mouth

Gelesen 100 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28 Juni 2022 15:16