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Ralph Baumann

Ralph Baumann

Freitag, 29 April 2022 11:24

Erstens kommt es anders ...

... und zweitens als man denkt.

Die Verschiebungen unserer Reparaturtermine werden eher zur Regel als zur Ausnahme. Von Anfang März auf Mitte März auf Anfang April auf Ende April .... und derzeit können wir noch gar keinen Reparaturtermin erkennen. Wie ihr diesem Satz entnehmen könnt: Es ist ein weiteres mal nix passiert. Die Yachtwerft hat sich als Verantwortlicher erklärt, stehen derzeit allerdings fassungslos und auch ideenlos vor dem Problem. Es fehlen noch immer Teile um das neue Getriebe an die bestehende Maschine anzudocken. Es scheint der Yachtwerft in Glückstadt bislang nicht gelungen zu sein alles beisammen zu haben. 

Zwischenzeitlich haben wir den Glauben an Teile der Menschheit aufgegeben. Wir versuchen das Leben in Frankreich zu geniessen. Wir erkunden die Umgebung um Cherbourg. Die Normandie, so nennt sich dieser Teil Frankreichs , hat einiges zu bieten. Museen über Museen ! Die meisten drehen sich um die Engländer. Die Franzosen und die Engländer haben sich wechselseitig erobert und so ist nicht nur an der englischen Südküste, sondern auch an der französischen Nordküste viel zu diesem Thema zu finden. Kriegsgerät, aber auch sehr ähnliche Baustile und Worte. Glücklicherweise jedoch nicht die englische Küche.

Ralph ist hier nicht besonders an Geschichte interessiert, vorallem dann nicht, wenn die Geschichte mit Kämpfen und Toten zu tun hat. Leider haben die meisten Museen (nicht nur in Frakreich) das zum Thema. Von Wikingerspeeren bis zu Bombenfunden: Alles da ! Dennoch finden sich auch für Ralph zahlreiche interessante Details in den Museen. Mehr begeistert Ralph allerdings die Landschaft der Normandie: Viel Grün, viel Natur und sehr gastfreundliche Menschen. Auch als Ausländer ist der Unterschied zwischen Normandie und Cote d'Azur sehr deutlich. Natürlich das Wetter, aber vorallem die Menschen. Mir begegneten die Südfranzosen höflich, aber ein wenig von den Touristen genervt. In der Normandie begegnen uns die Franzosen mit sehr viel Herzlichkeit. Natürlich nicht immer: An den Plätzen an welchen sich viele Kreuzfahrerbusse am einemTag begegnen ... ist aber auch nicht verwunderlich.

Beim Durchgang der Museen stellt Ralph schmunzelnd fest, dass sich vor gar nicht sooooo langer Zeit die Deutschen unter Leitung eines bekannten Österreichers versucht haben ein wenig Abwechslung in die, mit der Zeit langweilig werdenden, englisch-französischen Streitereien zu bringen. Das war genauso unsinnig wie jeder andere Eroberungskrieg dieser Welt. Wie in den meisten Fällen eint ein gemeinsamer Feind die ehemaligen Kontahenten. So konnten wir sehen, mit welchen Erfindungsgeist und Genialität die Franzosen den Engländern halfen vor einem Angriff unserer unrühmlich deutschen Truppe zu fliehen. Zurück auf die Insel "Continent isolated" :-) Oder war das nur die ergriffene Chance die Nachbarn wieder los zu kriegen ?

Zugegeben eine etwas andere Sicht mit Geschichte umzugehen. Aber diese Sichtweise ist weniger Trist und fokusiert manches mal die eigentlichen Gründe für Auseinandersetzung, Kriege oder Christianisierungen sowie Spezialoperationen aller Arten. Macht Einzelner und Gier Aller ! Dies als Grundlage einer Ausstellung bzw. eines Museums öffentlich darzustellen findet Ralph eben nicht sehr hübsch ... um das sehr freundlich zu formulieren. Andererseits stammen sehr viele Erfindungen aus kriegerischen Konflikten und da blüht Ralph wieder auf. Mit welchen einfachen Mitteln und handwerklicher Meisterleistung die Wikinger ihre Boote bauten um damit Paris zu erobern ist beeindruckend. Allerdings die Verwendung der Schiffe dann eher weniger.

Nebenher haben wir nun die beiden Bäder der BELUGA renoviert, vieles ein weiters mal gestrichen, .... was man nicht alles tut um Wartezeiten tot zu schlagen. Aktuell haben wir nach über 9 Monaten des Wartens auf einen funktionierenden Antrieb jegliches Vertrauen in handelnde Personn verloren. Glauben gehört in die Kirche, es zählen nur noch Tatsachen und da gibts leider keine. Weder seitens YANMAR, noch seitens der Yachtwerft in Glückstadt. Anfang März spotteten wir noch, ob wir den Weihnachtsmarkt nochmals sehen werden. Wir wollen diese Eintrittswahrscheinlichkeit auch mit Eigeninitiative versuchen zu senken.

 

 

 

Dienstag, 19 April 2022 13:26

Ostern in Cherbourg

Ostern in Cherbourg (April 2022)

Seit einigen Monaten verbessert sich das Wetter. Von Tag zu Tag wird es wärmer. Regen ist eher die Ausnahme. Starke Winde oder gar Stürme haben wir seit Wochen keine mehr.

Die Stimmung der Menschen verbessert sich mit besserem Wetter ebenfalls täglich. Auch unsere. Die vergangene Osterwoche bot viel skurriles und bizarres. Die Stimmungen in Worte zu fassen fiel und sehr schwer, Daher haben wir beschlossen die Stimmungen auf Video zu bannen.

Du findest dieses Video ebenfalls auf unserem YouTube Kanal

Cherbourg, 2022 | Aufnahmen: Ralph und Sabine | Quelle: ARSNavigar.org | oder auf unserem YouTube Kanal

Weiterführende Links

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Donnerstag, 14 April 2022 19:15

Auch so kanns gehen ....

Bonjour aus Cherbourg,

seit Anfang März sind wir wieder an Bord. Woche für Woche verschiebt sich die Reparatur unseres nagelneuen YANMAR Antriebs, für welche die Yachtwerft in Glückstadt als deutscher YANMAR Partner, Projektierer und Verkäufer verantwortlich zeichnet. Angeblich haben sie ein Getriebe gefunden und wollen dies selbst einbauen. Anscheinend fühlt sich YANMAR nicht mehr dafür zuständig, wenn die Yachtwerft (YANMAR Händler!) selbst ein Getriebe beschafft. Die YANMAR Organisation hatte uns im Februar als Liefertermin "Oktober 2022" genannt. Soviel zur YANMAR Organisation, deren Zusammenarbeit und Kunden-Service. Pardon: Sie nennen sich "Aftersales YANMAR International". Vielleicht ist das Wort "Kunde" bewusst vermieden worden.

Vor einer Woche verliess uns die "Snow Gum" in Richtung Kran. Während der wenigen Tage an Land, war deren Antriebswelle gezogen. Das führte uns zum Verdacht eines Antriebsschadens. Seit gestern liegt sie am Platz neben uns. Heute vormittag hatten wir uns mit den beiden Australiern unterhalten, was sie denn an Land getrieben haben. Antwort: Probleme mit unserem VOLVO Antrieb. Im Gespräch ergab sich, dass VOLVO binnen 1 Tag einen Techniker an Bord hatte, welcher den Schaden befundete und die nötigen Ersatzteile zusammenstellte. Binnes des nächsten Tages waren die Teile für die Reparatur in Cherbourg. Einen Tag später (3ter Tag) schwamm die "Snow Gum" wieder und der Antriebsschaden (neues Getriebe) scheint repariert. Binnen 3 TAGEN ! Auch so kanns gehen aber vermutlich nur bei VOLVO.

Die Analogie bei uns: Nach 7 WOCHEN Dünkirchen liegen wir 2 Tage später In Cherbourg fest. Zwischenzeitlich seit 7 MONATEN. Sollte mich jemand nach meiner Meinung fragen, dann kann ich ihm von YANMAR nur dringend abraten. Mögen die Produkte gut sein, der "Aftersales YANMAR International" der YANMAR Marine aus Almere Holland empfinden wir als Katastrophe. Zwischenzeitlich vermuten wir eine mögliche Blockade- oder Schmoll-Haltung seitens YANMAR, da wir in 2021 zu viel Negatives auf unseren Blogs berichteten. Warum wohl ? ... und wer war wohl die Ursache ?

Nun haben wir mal einen YANMAR und wenn es sich in absehbarem Zeitraum regelt, dann bleiben wir auch dabei. In der Hoffnung, dass wir mit der YANMAR Organisation künftig nicht mehr viel zu tun haben müssen.

Donnerstag, 31 März 2022 09:14

Leben auf dem Schief

Seit gestern, dem 30.3. zeigt der Kanal wieder einmal was er drauf hat. Während Deutschland Ende März hoffentlich einen der letzten Wintereinbrüche diesen Jahres erlebt, haben wir hier ein wenig moderatere Temperaturen mit ordentlich Wind. Im Gegensatz zu den geplanten Temperaturen auf den Kanaren (aktuell ~25°C) erleben wir hier dennoch ca. 6-8°C. Allerdings heute mit ordentlich Wind. In Böen mit knapp 30 Knoten. Da wir in O-W Richtung liegen und der Wind aus N kommt "verneigt" sich die BELUGA vor dem "Seitenwind" und schaukelt auch ganz ordentlich.
Beim Frühstück müssen wir die Tassen "kippsicher" abstellen. Auch empfehlt es sich, die Tassen nicht ganz voll zu machen. Sonst gibts "Fussbad" im Schiff. Da Sabine und ich Kinder der Berge sind haben wir gerlernt "am Hang" zu leben. Glücklicherweise sind bei uns Oberschwaben beide Beine gleich lang. Bei den Alpöhis wird ja gerne mal in Linkshang- und Rechtshang-Kühen und Menschen unterschieden. Der Unterschied: Ein Bein ist länger, um auch am Hang Aufrecht gehen zu können.

Wir erinnern uns an November letzten Jahres. Dort lagen wir an einem sehr viel ungeschützeren Steg, was dadurch mit grossem Geschaukele und mehr Schräglage verbunden war. Leider konnten wir uns damals (wie heute) nicht an einen geeigenteren Liegeplatz verlegen: Antriebslos durch den Tag !

Laut Wetterbericht sollten die Bedingungen bis Freitagabend (1.4.) so bleiben. Das bedeutet für uns: Bordleben bei guten 15° "Schieflage" im Hafen. Vorallem beim Duschen und Händewaschen ist diese Schieflage recht lustig: Du musst Dich "neben" den Brausekopf stellen, um nass zu werden :-)

Wegen der Windrichtung NORD drückt englisches an Wasser an die französische Küste. Das beschert uns ein wenig mehr Hochwasser als sonst. An der neben uns liegenden Aussenmole ist der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser sehr deutlich erkennbar. Heute morgen, als dieses Foto entstand liegen wir für Wind und Welle sehr exponiert. Bis in ein paar Stunden liegen wir wieder "im Loch". Dann sollte der Winddruck auch ein wenig nachlassen. Normalerweise ist der Tidenhub hier bei knapp 6mtr. Derzeit wird der Tidenhub mit deutlich mehr als 6mtr angegeben. Springtide und Windbedingungen arbeiten hierbei "Hand in Hand" und verstärken die Tide ganz ordentlich. Unsere fetten Fender und dicke Leinen lassen uns jedoch gut schlafen.

Schlimmer geht immer !

Über Weihnacht lagen wir in Cherbourg N-S ausgerichtet. Aus gutem Grunde ! Wie Du sicherlich noch weisst gingen NW-Winde mit ca. 100 Knoten (~190km/h) durch den Kanal. Wir waren zwar nicht an Bord, haben aber in der WebCam beobachtet wie es der BELUGA erging. Die 20 Tonnen Lebendgewicht der BELUGA scheinen Vorteile zu haben: Sie ist nicht so leicht aus dem Tritt zu bekommen. Schräglage JA, aber mit moderatem Schaukeln.
Vorallem das Schaukeln bei viel Wind setzt den Fendern enorm zu. Sehr gute Erfahrungen bei diesen Bedingungen haben wir mit Fenderleitern (oder auch Treppenfender genannt) gemacht. Diese sind sehr hoch und gleichen das Geschaukele ganz gut aus. Auch bleiben sie aufgrund ihrer Form bei mehr oder weniger Schräglage immer zwischen Schiff und Steg. Andere Fender geraten bei Schräglage gerne mal unter den Steg und schützen dann nicht mehr. Vorallem bei diesen Bedingungen gilt: Viel hilft viel. Nicht nur wenige Fender, sondern alle Fender zum Schutz zwischen BELUGA und Steg auszubringen half uns unbeschadet über den Winter zu kommen. So handhaben wir das heute auch. Dennoch haben wenige Fender ihr Leben ausgehaucht. Im wahrsten Sinn des Wortes: Sie haben eine "Luft Inkontinenz". Das hatte sie ganz schön geplättet !

Für die Franzosen in Cherbourg scheint das nichts Besonderes. Schiffe auf den Trockenliegeplätzen sind mit Gurten am Boden gesichert. Meist sind die Boote N-S ausgerichtet. Bei einigen schien dies nicht möglich. Dann werden diese Schiffe doppelt und 3-fach gegen Kippen verzurrt und gestützt. Kurzzeitplätze der Landlieger sind alle N-S ausgerichtet und nur für Kurzkieler, Kimmkieler oder Schwert-Träger zulässig. Die BELUGA, mit ihren knapp 5mtr Höhe an Land, kann nur bei passenden Wetterbedingungen kurzzeitig oder im Schutz von Gebäuden für längere Zeit an Land abgestellt werden.

Anbei einige Impressionen aus dem Hafen von Cherbourg:

Mittwoch, 30 März 2022 13:41

Kaum zu glauben, aber wahr !

Anfang März wurden wir von YANMAR informiert, dass die Beschaffung bis Oktober 2022 dauern könnte. Einige Zeit später hat uns die Yachtwerft dann mitgeteilt, dass sie vom 4.4. bis 8.4. bei uns an Bord sein werden. Die Yachtwerft habe selbst ein passendes Getriebe gekauft um es in besagter Woche einzubauen. Unsere Freude war gross.

Am 28.3. (gestern abend) empfangen wir eine Mail von der Yachtwerft, dass die Reparatur doch erst vom 25. bis 28. April (als 3 Wochen später) hier sein könne. Sie haben nicht alle Teile beisammen. Dieser Verlauf spricht für sich ... das braucht keinerlei Kommentar von unserer Seite.

... also beenden wir den heutigen Blog unkommentiert und ohne Worte !

 

 

Sonntag, 20 März 2022 10:28

Eine weitere Woche in Cherbourg

Wir haben eine weitere Woche in Cherbourg ganz gut verbracht. Die Aussicht auf einen funktionierenden Antrieb und die netten Freunde in Cherbourg lassen die Wochen ohne Bewegung leichter ertragen. Nachdem YANMAR sich Anfang März sehr nebulös bezüglich eines Liefertermins geäussert hatte, hat die Yachtwerft zwischenzeitlich ein passendes Getriebe am Markt gefunden. YANMAR wollte den Tausch dieses Getriebes nicht durchführen, da das Getriebe nicht durch sie beschafft wurde. YANMAR selbst hingegen hatte uns vor Wochen mitgeteilt, dass derzeit keine Getriebe (mehr) verfügbar seien. Möglicher Liefertermin Oktober 2022 ! Sie seien jedoch in engem Kontakt mit der ZF um eine baldige Lösung zu erreichen. Das ist zwischenzeitlich knapp einen Monat her; leider haben wir seither nichts mehr von YANMAR gehört. Soviel zur Kundenorientierung der YANMAR Organisation. Wie bereits mehrfach erklärt: Für uns als Kunde zählt einzig das Ergebnis ! und das ist Sch... pardon: unbefriedigend.

Das Tausch-Getriebe soll vom 4.4. bis 8.4. durch Mitarbeiter der Yachtwerft in Cherbourg eingebaut/getauscht werden. Aus den Mails war für uns zu erkennen, dass YANMAR auch den eigenen Händlern gegenüber ebenso hilfreich zur Seite steht wie uns. Die Yachtwerft muss nun alle französischen Aktivitäten wie Krantermine etc selbst organisieren.

Wir sind guter Hoffnung, dass diese Reparatur unser Antriebsproblem lösen sollte: Erhalten wir nun ein hydraulisches Getriebe, was keine Kupplung mehr hat. Da die Kupplung bislang die Schwachstelle darstellte könnte das Problem hierdurch beseitigt sein. Zeitgleich wird die Propellersteigung eine Stufe reduziert. In Summe sollte hierdurch die Last auf den Antrieb soweit reduziert sein, dass wir schadenfrei weiterkommen sollten ... so zumindest das Gutachten seitens YANMAR. Wir hoffen, dass die Ingeneure bei YANMAR ein wenig verlässlicher in Ihrem Handeln sind als deren Kundenservice.

Zu unserem "P0094 Alarm Problem" hatte das besagte Gutachten allerdings keine Aussage. Uns wurde erläutert, dass dieser Fehler nichts mit der Temperatur des Diesels zu tun habe.Was jedoch der Grund ist, oder wie diese Fehlermeldung abgestellt werden könnte wurde uns nicht erklärt. Wir haben im Anschluss einen Selbstversuch gemacht: Eine Stunde Maschine in der Marina laufen lassen. Drehzahl verändert und Dieseltemperatur aufgezeichnet. Unsere Erkenntnis: Die Dieseltemperatur steigt langsam aber unaufhaltsam an. Exakt bei 67°C geht der Alarm an. Wir haben daher einen Dieselkühler beschafft. Vor Weihnacht wollte YANMAR diese Kosten übernehmen. Im Januar dann nicht mehr. Was ist unterm Christbaum passiert ?
YANMAR eben ... konsequente Orientierung am Kunden

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Donnerstag, 17 März 2022 21:22

Cherbourg Tide

Cherbourg Tide

... In einer kurzen Sequenz möchten wir Euch einige Eindrücke des Tidenverlaufes in Cherbourg näher bringen. Die Seehasen im Süden der Republik sind villeicht erstaunt, die Hanseaten mögen mit einem abwertenden Blick drauf schauen. Aber 6 Meter Tidenhub ist ein echtes Wort, oder anders ausgedrückt: Die Höhe eines ansehlichen Hauses. Wir richten die Einäufe des Tages nach der Tide. Ein schwerer Einkaufswagen zu Ebbe-Zeiten wird zur Kraftanstrengung.

Auslieferung schwerer Teile durch die örtlichen Yachtbetriebe erfolgt üblicherweise bei Flut. Der Einbau kann dann später stattfinden. Andererseits werden Schiffe in die Werftbecken bei Flut eingefahren. Bei Ebbe ist das Becken leer. Die Tür wird geschlossen und das Schiff liegt trocken. Für Schiffe jenseits der kranbaren Grösse eine echte Alternative. Einfach und günstig.

Lasse Dich von den Eindrücken verführen.

 

Cherbourg, 2022, Video von Ralph | Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

Weiterführende Links

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Mittwoch, 16 März 2022 23:02

EIn Tag in Cherbourg

Ein Tag in Cherbourg

Seit dem 10. Oktober 2021 liegen wir in Cherbourg fest. Der Grund unser Antrieb. Bei der Auslegung des Antriebs scheint der Yachtwerft in Glückstadt ein Berehcnungsfehler unterlaufen zu sein. Zumindest das war die Aussage von YANMAR. Wenige Tage nach unserer 2ten Havarie sendete YANMAR einen Techniker an Bord um die Ursache zu untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden uns nach Wochen - und dort erst nach Drängen - mitgeteilt.Die YANMAR Ingeneure haben festgestellt, dass die Schraubensteigung zu hoch und das Getriebe (ZF30M) zu schwach sei. Nun ging es "nur" noch drum das Ganze zu korrigieren ... und dann ging das Prooblem los. Kurzum: Du kannst die ganze Story in unserem Blog aus 2021 nachlesen.

Zwischenzeitlich ist es März und wir haben noch immer keinen Antrieb. Mit einer Liegezeit von 5 Monaten kennen wir uns in Cherbourg sehr gut aus, haben erste Freundschaften geschlossen und auch schon einen festen Tagesablauf.

Wir möchten Dich einladen unseren Tagesablauf zu begleiten und einige Eindrücke von Cherbourgh zu bekommen. Herzlich willkommen an Bord der BELUGA in Cherbourgh.

 

Cherbourg, 2022, Video von Ralph | Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

 


Weiterführende Links

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Sonntag, 13 März 2022 16:02

Ham Ham gut ...

In den letzten Tagen stellen wir mehr und mehr Flüchtlinge aus allen Herren Ländern fest. Wir denken dass neben der permanenten Flüchtlingswelle aus/nach UK zwischenzeitlich auch die Ukraine sichtbar wird. Uns fällt hierzu der uralte Sketch "Hamm Hamm gut ?" ein. Da kann sich der eine oder andere "Ur-Deutsche" gerne noch ne Fremdsprachlektion abholen. Hier in Frankreich kann die Hautfarbe eine noch tückischere Falle werden als im verlinkten Sketch.

Die Blauwassergemeinde hier im Hafen setzt sich aus Menschen aller möglichen Länder zusammen. Polen, Russen, Schweden, Deutsche etc, etc. Alle helfen sich gegenseitig. Feindschaften oder Anfeindungen haben wir hier noch nicht erlebt. Manche sind gesprächiger, andere eben nicht so. Das ist wie im normalen Leben :-) Was alle eint ist der sehr grosse und kooperative Zusammenhalt. Zwischenzeitlich macht die sog. "Putin-Tankung" die Reihe. Rundum gehen alle an die Tanke und machen nochmal voll. Bei 1,8€/ltr nicht ganz billig. Einige Motorboot rechnen ihre Tankfüllung in Tonnen, nicht in Liter ! Sie wollen aber voll haben, bevor es keinen Sprit mehr gibt. Das hiesige Pendant zu Klopapapier und Mehl in Deutschland :-)

Wir haben zwischenzeitlich beschlossen mit französchischen Sprachkursen zu beginnen. Sollte uns in Spanien zu einem fliegenden Start verhelfen können, sofern wir (hoffentlich) Spanien noch erreichen. Die beste Art eine Sprache zu lernen ist diese im Land zu sprechen.

Bei unserem täglichen Spaziergang fanden wir ein sehr lustiges Gefährt im Hafen. Ein Modellbauer hat sich ein Kriegsschiff gebaut, was nicht ferngesteuert operiert, sondern mit einer Person im Inneren. Wir fanden das eine sehr witzige Idee und ziehen den Hut vor dieser handwerklichen Leistung. In Fahrt sieht das echt witzig aus. Vielleicht sollten wir den Herren fragen, ob noch 2 bauen könnte. Eines für Herrn Putin und ein weiteres für Herrn Biden. Dann können die beiden ihre grossen Egos auf faire Art vergleichen.

Neben den vielen Tätigkeiten des Tages sind einige Hightlights noch immer Abends zu finden: Das Abendessen ! Zum "running Gag" wird zwischenzeitlich die Frage des Tages: "Was wollen wir heute Abend essen ?" Zwischenzeitlich mit sehr abwechslungsreicher und leichter Küche. Fisch, Fleisch und viel Gemüse. Aufgrund eines neu eröffneten Fischhändlers haben wir aktuell eine eher fischlastige Küche. Vorallem ein Fisch namens "Lotte" (deutsch:Seeteufel) hats und angetan. Dieser Fisch ist nicht ganz billig (ca. 50€/kg) aber eine Wucht auf Räder ! Da der Seeteufel ein sehr festes Fleisch hat, sättigt er auch ausreichend. Vorallem in Kombi mit anderen Fischen (Julienne, Lachs, Kabeljau, ...) oder Meeresfrüchten ergibt sich eine grandiose Geschmackskombi. Wir verwenden sehr viel Orange, Zitrone und Mandarine um den Saucen einen ausgewogenen Geschmack zu verleihen. Ich vermute, dass sich bei diesen Gerichten nicht nur der Gaumen, sondern auch der Ernährungberater freuen könnte. Ersteres ist uns sehr wichtig, zweiteres eher nicht so :-)

Ralph versucht neue Salatdressings bzw. neue Salat zu finden. Gestern sehr gelungen war unser Fischspiess mit Apfel-Lauch Salat. Ein echter Gaumenschmauss. Was Euch erwartet, solltet ihr uns mal besuchen wollen, wollen wir in ein paar Bildern zeigen. Falls ihr interesse an diesen und anderen "Bordrezepten" habt, folgt und gerne in Smuts-Bude.

Samstag, 12 März 2022 07:42

Impressionen aus Cherbourg

Impressionen aus CHERBOURG, Frankreich

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Nachdem unsere Reparatur seitens der "Experten" derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, haben wir die Chance genutzt und das Umfeld mit Fahrrad und zu Fuss erkundet. Die enstandenen Eindrücke hieraus seht ihr hier.

Anmerkungen:

  • Bei dem Hulk im Bild handelt es sich um ein Geschenk unseres Enkels. Der Hulk soll uns helfen bald weiter zu kommen.
  • Wie ihr feststellen könnt, werden Schiffe auf dem Trockenen mit Sicherungsleinen vertäut. Ist hier nicht unbegründet. Im neuen Jahr tobten hier die Stürme mit knapp 200km/h.

Details zu Cherbourg

Cherbourg liegt auf der Halbinsel Cotentin. Im Osten liegt die Landschaft Val de Saire, und im Westen liegt die Landschaft La Hague. Die Marina ist seeseitig gut sichtbar und sehr gut zugänglich sowie geräumig. Es handelt sich um einen der grössten Seehäfen der Franzosen und ist daher sehr gut geschützt.

Der Hafen besitzt eine Aussenmole und mehrere Innenhäfen. Einfahrend Stb ist eine Sperrfläche mit gelben Tonnen markiert. Dort bitte in keinem Fall reinfahren: Ist militärischer Sperrbereich. An diesem Sperrbereich (Stb liegen lassen) vorbei findet ihr die Einfahrt zu Marina. Aufgrund der vielen Schutzmolen liegt man hier einigermassen ruhig. Abhängig vom Platz gibts manchmal Schwell von ein-/ausfahrenden Fischerbooten aus dem tidenfreien Innenhafen. Der Ankunftsplatz (Acceuil oder Visitor Pontoon) ist der hinterste und somit der ruhigste in der Marina, direkt neben dem MarinaOffice. Tanken sehr einfach per EC oder CreditCard möglich. Bei grösseren Mengen empfiehlt es sich, zuvor beim Marinaoffice aufzuschlagen. Dann musst Du nicht nach jeweils 100€ neu beginnen.

In der Marina ist ein Transocean (TO) Stützpunkt. Es ist empfehlenstwert den TO Nachweis beim Checkin auf den Tisch zu legen. Das lässt die ohnehin freundichen Menschen noch freundlicher werden. Das Marinaoffice spricht neben FR auch DE, EN, ES und vieles mehr.

The Dörf

Nach der allzu kreativen Werbekampagne des Landes Baden-Würrtemberg (The Länd) bennen wir die Stadt nun "The Dörf" :-) Im Dörf findest Du alles was das Herz begehrt. Einkaufsmöglichkeiten für Essen, Trinken, Baumarkt, Fisch, Fleisch, Gemüse, ... Empfehlenswert aus unserer Sicht ist ein Besuch am Marktplatz. Dort findest Du einige wissenwerte Läden:

  • Maison de Macaron
    Egal ob Du die Makaronen gerne magst oder nicht, aus unserer Sicht gibts hier die beste Latte Macchiato in ganz Cherbourg. Personal: Superfreundlich und Deutsch sprechend. Unter anderem von Vorteil ist, dass Du direkt daneben gute Einkaufsmöglichkeiten findest ...
  • Fischhändler
    Die sind alle sehr gut, weil täglich frischen Fang. Wir ziehen die Fische der Händler dem Supermarkt vor. Erstens deutlich grössere Auswahl und zweitens besserer Qualität.
  • Gemüsehändler
    Super frisches Gemüse zu fairen Preisen. Immer saisonales Angebot. Somit keine Ware, die eine Weltreise hinter sich brimgen musste.

Anreise / Abreise

Die An- und Abreise von/nach Cherbourg ist sehr einfach. Der relativ überschaubare Bahnhof (2 Gleise) macht lange Suche obsolet. Von hier gehts in ca. 3,5h nach Paris. Von dort in die ganze Welt. Umsteigen in Paris bedingt meist den Wechsel des Bahnhofes, was per Taxi preiswert (~10€) und sehr einfach geht. Es sollte eine Umsteigezeit von ca. 1h eingeplant werden: Je nach Uhrzeit kann die Rushhour zuschlagen. Ankunft der Cherbourg Züge in Bhf "Paris St. Lazard". In Richtung Westen geht meist vom "Gare de Est" weiter. Hier ist eine Stunde gut ausreichend und reicht meist noch für ein Zigi-Päuschen auf dem Vorplatz.

Unserer Empfehlung ist eine Buchung mit möglichst grossen Vorlauf. Das macht die Ticktes günstiger. Ebenfalls empfehlenswert sind Platzreservierungen. Vorallem in COVID Zeiten. Wir buchen generell so weit wir möglich die SNCF Züge. Hier ist der Service super, die Züge sauber und vorallem sehr pünktlich. Du wirst den Unterschied sofort erkennen, wenn Du von SNCF auf DB wechselst.

 

 


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Begriffsdefinitionen http://www.wikipedia.org

 

 

Samstag, 19 Februar 2022 19:22

Neues vom Behörden-Schimmel ...

Wohnsitz und Postadresse in Deutschland

Kreuzer Abteilung

Bei der Kreuzer-Abteilung des deutschen Seglerverbandes haben wir die Kündigung bekommen, u.a. weil wir keine Adresse mehr in Deutschland haben, an welche sie die Rechnung senden können. Wir finden dieses Argument echt logisch bei einer Vereinigung, die sich als Seglerverband versteht :-) Manchmal würde ein Hocker helfen, um bis zum Tellerrand schauen zu können.

Behörden

Die deutschen Behörden, wie z.B. die Bundesnetzagentur, das Schiffsregister können ihren Pflichten nur dann nachkommen, wenn Du einen Wohnsitz ind Deutschland hast. Meist reicht hierfür eine elektronische Adresse wie z.B. CAYA. Hier kannst Du Deine Post weiterleiten und bekommst das ganze elektronisch zugestellt.

Die Bundesnetzagentur vergibt das/die Rufzeichen u.a. für seegehende Yachten. Ohne Deutsche Adresse können sie die regelmässig neue Frequenzzuteilungs-Urkunde und die zugehörige Rechnung nicht zustellen. Zumindest wurde uns das so erklärt. Unsere CAYA Adresse reichte hierfür aus. Das notwendige Orginal kannst Du dann von CAYA an Deine Position nachsenden lassen. Das scheint der Netzagentur nicht möglich.

Ein Highlight im Behördendschungel: Die Ausstellung eines "internationalen Führerscheins" (eigentlich nur eine Übersetzung Deine Führerscheines) ist ohne deutsche Adresse nicht möglich. Zumindest wurde uns das auf dem Amt erklärt. Sie könnten uns das Dokument nicht zustellen. Eine CAYA Adresse ginge hiefür allerdings nicht. Abholung unmöglich wegen Corona. Wofür der Virus alles gut ist ....

Zoll

Bei Ausfuhr von Waren ins Ausland hat man einen Anspruch in DE die Vorsteuer rückerstattet zu bekommen. Der Zoll erklärte uns jedoch, wenn wir keinen Wohnsitz in DE hätten gäbe es auch nichts auszuführen. Daher keine Erstattung der Vorsteuer. Pardon: Wir sind Deutsche mit deutschen Pass. Das schien dem Zöllner egal zu sein. Uns erscheint dies in jedem Fall rechtlich nicht einwandfrei zu sein. Andererseits war es uns zu blöd, uns mit diesem ignoranten Menschen auseinanderzusetzen.

Montag, 28 Februar 2022 12:53

Angekommen in der Blauwasser Community

Nachdem Segeln aktuell nicht geht, surfen wir eben im Netz

Aufgrund der langen Liegezeit hatten wir die Chance ergriffen mit sehr vielen Blauwasser Communities Kontakt aufzunehmen. Es gibt eine eher unübersichtliche Menge an Angeboten im Internet. Unsere Erfahrung sagt dass es egal ist, wie sich das Forum nennt. Wichtig ist, dass Du eine lebendige Gemeinde im jeweiligen Medium findest, dass Fragen und Posts zeitnahe und kompetent beantwortet werden. Es nutzt wenig, wenn Du eine Frage stellst um erst Monate später eine Antwort zu erhalten. Wir haben bei Facebook und WhatsApp als sehr interessante Medien für unterwegs kennengelernt. Speziell bei WhatApp gibts hilfreiche Gruppen der TransOcean (siehe unten). Natürlich findest Du in allen Medien Menschen, die zwar nichts zu sagen haben, dieses Unwissen aber lautstark zum Besten geben. Naja, wie immer eben.

In den meisten dieser Foren stehen 2 Fragen im Vordergrund:

  1. Wo liegt ihr derzeit ?
  2. Wo wollt ihr hin ?

Zu diesen Frage stellt sich für uns persönlich eine für uns interessante Entwiklckung dar. Unser/der BELUGA Standort ändert sich umständehalber seit August 2021 bis heute (März 2022) nicht mehr. Daher ergibt sich schnell die Frage: "Warum liegt ihr denn schon so lange ?" Diese Frage beantworten wir nach kurzer Schilderung mit Verweis auf unseren BLog. Die Zuhörer reagieren durch Kopfschütteln und Fassungslosigkeit. Die Frage "Wie konnte das passieren ?" zu beantworten überlassen wir jedem Einzelnen. Viele Segler äussern sich nach durchlesen unseres Blogs nach wenigen Tagen mit Entsetzen. Meist per Mail. Unser Blog hatte in 2021 über 130.000 Leser. 130Tsd blauwasserinteressierte, die unser Schicksal teilen. Geteiltes Leid ist ja bekanntwerweise auch halbes Leid ... andererseits ... grosse Eigenwerbung für die Verantwortlichen.

Zwischenzeitlich begrenzten sich die Kontaktaufnahmen nicht nur auf die umliegenden und durchreisenden Schiffe, wie noch in Dünkirchen. Wir bekommen täglich zahlreiche Mails von uns bislang unbekannten Blauwasser-Seglern und solchen die sowohl sich, als auch ihr Schiff darauf vorbereiten. Sie haben unsere Story aus unserer Website sowie Kontaktdaten aus Foren, SocialMedia und vom "hören-sagen" bekommen. Sie rufen uns an oder mailen uns. Es geht in vielen Fällen um unseren Antriebsschaden und dessen Behebung. Aber auch um Ausbauerfahrungen, um gute Liegeplätze um Fachbetriebe und vieles mehr. Das Fazit der Gespräche und Mails endet meist mit " ... gut zu wissen ...". Das hilft uns in unserer aktuellen Lage sicher nicht. Sicher aber vielleicht anderen, bestimmte Fehler zu vermeiden. Es erreichen uns täglich Mails aus dem Norden Europas, aber auch aus dem Mittelmeer und Südatlantik. Auch gibts auch in der Schweiz sowie in Österreich eine äusserst rege Blauwasser-Szene.

Mit eingen dieser Menschen haben wir uns während unseres Bodensee Aufenthaltes persönlich getroffen um Erfahrungen auszutauschen. Alle halten uns die Daumen, dass wir bald weiterkommen mögen. So kann eine immer grösser werdende Gruppe hilfreiche Tipps und Tricks bekommen. Unsere Erfahrungen zur Blauwassserszene sind sehr gut. Grosser Zusammenhalt, viel Freundlichkeit, Freundschaft, Emphatie und Hilfsbereitschaft, wenig Egosimus. Attribute, die in heutigen Zeiten auch Anderen gut zu Gesicht stehen würden.

Vereine und Vereinigungen

Die Mitgliedschaft bei TransOcean ist nicht nur sehr hilfreich, sondern in meiner persönlichen Ansicht für Blauwassersegler unverzichtbar. Der TransOcean arbeitet mit sehr vielen Seglervereinigungen zusammen, wenn um Hilfe oder Info für Segler geht. Sie haben interessante Angebote für Segler: Von medizinischen Hilfsmitteln über Ansprechpartner bis hin zu Fortbildungs-Seminaren. Während der COVID Zeit begonnen und derzeit aufgrund des grossen Erfolges weitergeführt wurden sog. "Micro-Seminare". Das sind ZOOM Meetings für Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder zu speziellen Themen, welche in Vorfeld ausgeschrieben werden. Sicher sind nicht alle Seminare für jeden interessant, dafür gibts die Themenliste. Dennoch findet sehr viel Kommunikation zwischen den teilweise 400 bis 500 Teilnehmern starken Seminaren statt. Während und gerne auch nach dem Seminar.

TransOcean ist nicht nur der Einstieg in diese Szene, TransOcean hilft den Blauwasser-Sglern auch mit einer enormen Zahl von Stützpunkten, wenn Hilfe notwendig wird. Auch kannst Du vorab bei den Stützpunktvertretern Details zu Gegend und Marinas erfragen. Das Ganze geht für weniger Geld als ein REEDs kostet. Sicherlich ist TransOcean nicht die "Vollkasko" Lösung aber ein sehr hilfreicher Einstieg in eine längere Auszeit.

Sonntag, 06 März 2022 11:33

Neues von YANMAR

Ein kurzer Blick zurück

Am 10.10.2021 blieben wir mit unserem zweiten Getriebeschaden hier in in Cherbourg liegen. YANMAR sendete eine Expertentruppe, welche der Sache auf den Grund gehen soll. Am 4.11.2021 wurde uns mitgeteilt, dass die Ursache eine falsche Auslegung der Antriebseinheit war. Die Yachtwerft hatte aufgrund von Berechnungsfehlern ein zu schwaches Getriebe (ZF30M) eingebaut, was die schnelle Abnutzung der Kupplung bedeutete. Dieses müsse durch ein leistungfähigeres Modell (ZF25) ersetzt werden, welches hydraulisch sein wird und somit keine Kupplung mehr hat. Die Yachtwerft Glückstadt erklärt sich für die Schadensbehebung verantwortlich. Wir wägten uns in guten Händen.

Da allerdings über Wochen keine Rückmeldung kam nahmen wir Kontakt mit der Yachtwerft auf. Die erklärten uns, dass sie nichts tun werden, bevor die noch offene Rechnung (grossteils der Aufwand für Motoreinbau) bezahlt würde. Leider erfuhren wir erst davon, als wir aktiv Kontakt aufgenommen hatten. In mehreren Telefonaten fanden wir schliesslich eine Einigung dieser offenen Rechnung. Eine für uns wundersame Entwicklung: Erklärte die Yachtwerft noch im September " ... wenns nur am Geld fehlt, dann soll das kein Hinderniss werden. Da werden wir uns sicher einig ...". Im Dezember erklärt uns dieselbe Yachtwerft " ... wir sind ein Handwerksbetrieb und keine Bank ...".

Anfang Dezember teilte uns YANMAR noch mit, dass sie mehrere Getriebe verfügbar hätten. Die Reparatur könne Anfang des Jahres beginnen, sobald die Beauftragung im Hause sei. Die Beauftragung der YANMAR Reparatur wurde uns schliesslich am 20.12.2021 von der Yachtwerft bestätigt. Um keine Zeit zu verlieren, bittet die Yachtwerft a) während der Schadensbehebung an Bord zu sein und b) um ein baldigstes Zeitfenster für die Reparatur. Wir geben der Yachtwerft ein Zeitfernster zwischen Mitte Januar und Mitte Februar bekannt.

Eine Frage der Sichtweise ...

In einem Telefonat mit YANMAR kurz vor Weihnachten erhielt ich eine Beschwerde über meine "ungerechte" Berichterstattung bzgl. YANMAR Europe. YANMAR Europe konstatiert, dass sie gar nichts für die Probleme könnten und daher für die Misere nicht verantwortlich zu machen seien. Kann man so betrachten, muss man aber nicht ! Aus unserer Sicht, nämlich der eines YANMAR Kunden, zählt einzig der Erfolg.
Wir als Kunden erwarten von einer YANMAR Organisation, dass sie die Lager und Händler im Griff behalten. Damit im Sinne des Kunden eine schnellstmögliche und zufriedenstellende Lösung herbeigeführt werden kann. Neben dem für uns enttäuschenden Verlauf des Jahres 2021 und einer katastrophalen Kunden-Kommunikation wurden Absprachen und Zusagen aus 2021 in 2022 plötzlich nicht mehr gehalten.

Die seit November 2021 bekannte Notwendigkeit eines neuen Getriebes ist bis heute (März) noch immer nicht terminierbar. Ist ja erst seit Dezember bestellt, oder ? Im Dezember waren angeblich noch genügend Getriebe bei YANMAR auf Lager.

Der hoffnungsvolle Blick nach vorne

Da wir bis Mitte Februar keine Nachrichten bekamen, nehmen wir Kontakt auf. Unser Wunschtermin: 7.3.2022 ! Zwischenzeitlich fast 6 Monate später ! Da wir erneut keine konkreten Termine bekamen und unsere Erfahrung uns gelehrt hatte "be prepared" fahren wir nach Cherbourg. Befürchtung: Ein Techniker steht mit dem Getriebe vor dem Schiff und ruft an, warum niemand an Bord wäre. Könnten wir dann nicht binnen Minuten auf die BELUGA zurückkehren, dann ginge es bei ihm erst wieder in mehreren Wochen ... so erlebt in Dünkirchen.

Zumindest wollten wir uns an Absprachen halten und reisen Anfang März auf die BELUGA. In den ersten Tagen an Bord erreicht uns eine Mail der Yachtwerft in welcher uns mitgeteilt wird, dass sie noch keinen Termin nennen könnten. In einer beigelegten Mailstafette konnten wir dann lesen, dass YANMAR zwischenzeitlich keine der für uns notwendigen Getriebe mehr verfügbar hat. YANMAR versucht in Telefonaten mit der ZF was zu bewegen, will uns jedoch keine grossen Hoffnungen machen. Getriebe anderer Yachten sind aktuell bereits auf Oktober 2022 verschoben. Wir bekämen jedoch das erste verfügbare Getriebe geliefert.

Im Nachgang müssen wir feststellen, dass die Verweigerungshaltung der Yachtwerft im Dezember uns noch Monate oder Quartale in Cherbourg kosten könnte. Die Beauftragung der Yachtwerft knapp vor Weihnacht kam wahrscheinlich in der für YANMAR weihnachtsfreien Zeit an. Die Beschaffung begann möglicherweise daher erst ab 10.1.2022. Da waren die im Dezember noch vorhandenen Getriebevorräte zwischenzeitlich weg. Immer gut mit Profis zu arbeiten.

So lassen wir es uns aktuell in Cherbourg gut gehen und warten und hoffen ... andere Chancen haben wir leider nicht.

Freitag, 04 März 2022 17:51

Zurück in der Kuhzunft ...

Am 28.2 reisen wir nach Cherbourg um die Beluga wieder hochzufahren. Nach knapp 10 Wochen in der Ferienwohnung der Familie Brendle genossen wir den natURLAUB auf dem Bauernhof. Pferde, Ziegen und Hühner waren unsere Begleitung. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Familie Brendle bedanken. Schnell entschlossen konnten wir die Wohnung buchen. Kurz vor Weihnachten wurden wir sehr freundlich aufgenommen und haben am 17.12.2021 Sonntag nachmittag an der Argen (Bodensee)Die Ferienwohnung in natürlicher Idylle bezogen. In superfreundlicher Athmospähre durften wir die knapp 10 Wochen verbringen. Daher fällt es uns einersteits nicht leicht die FeWo zu verlassen, andererseits ist die BELUGA zwischenzeitlich zu unserer Heimat geworden. Wir freuen uns daher sehr wieder auf "unsere" BELUGA zurückfahren zu dürfen. Einige Tage vor Abreise maile ich die Yachtwerft an. Ich wollte den Termin auf Anfang März (7.3.) bestätigten. Ab 7.3.2022 sollte nach über 8 Wochen die Reparatur unseres Getriebes stattfinden. Wir sind der Meinung, dass 8 Wochen ausreichen sollten, um eines der Getriebe welche vor Weihnachten lt. YANMAR noch in Frankreich verfügbar waren, anliefern zu lassen. Im August / September hatte YANMAR ja bewiesen, dass sie's nicht schneller können. Jeder eben seinen Fähigkeiten entsprechend.

Chaos in der FeWo vor der AbreiseDie Woche vor Abreise geht das grosse Packen los. Die FeWo sieht aus wie hulle ! Ein gewaltiges Durcheinander eben, mit zahlreichen lustigen Diskussionen WAS nun per Post oder per Rucksack nach Cherbourg geht. Nachdem die Hinreise mir einen "super-heavy" Rucksack bescherte (geschätzte 50-60kg; gefühlt: über eine Tonne), will ich auf dem Hinweg nun nicht mehr ganz so schwer tragen.

Am 28.2.20222 um 20 vor 8 geht unser Zug ab Meckenbeuren. Zunächst 2h bis Stuttgart, dann 3h bis Paris, gefolgt von 3,5h bis Cherbourg. Schnell stellen wir fest, dass DB fahren einen grossen Unterhaltungswert hat: Kaum eingestiegen kam die Fahrscheinkontrolle. Kein Problem, alles dabei und in Ordnung. Auf meine Frage ob die Umsteigezeit von 6 Minuten in Ulm angesichts der notorischen Verspätungen der Südbahn zu knapp wäre, kam folgende Antwort: Der Zug in welchen wir in Meckenbeuren eingestiegen sind, kommt nur 6 Minuten vor dem gebuchten ICE an. Wir erleben dann die volle Härte der DB Beamten: Wir erfahren, dass nur eine Verspätung von 20 Minuten einen Zugwechsel möglich machen könnte. Wir hätten ein "Sparticket" (gebucht haben wir ein offizielles Ticket bei der französischen Bahn=SNCF) und hätten eine sog. Zugbindung. Das bedeutet: Wir müssten also wechseln !

Während des Gesprächs fragen die DB-Schaffner den Fahrplan ab. Ergebnis: Unser ICE ab Ulm ist kaputt und kommt gar nicht in Ulm an. Gut dass wir gefragt haben! Daher können wir sitzen bleiben. In Stuttgart haben wir über eine Stunde Zeit umzusteigen. Da machen die paar Minuten nichts aus. So kam die menschliche Seite der Bahnschaffner durch: Wenns nach ihnen ginge, dann könnten wir sitzen bleiben um unseren Zug zu erreichen. Wenige Minuten später kamen die Schaffner nochmals vorbei. Die neue Botschaft: Es gibt einen Ersatzzug. Dieser bedeutet 15 Minuten Umsteigezeit. In Ulm sei ebenfalls Schichtwechsel der Schaffner. Der neue Kollege könnte dann eine Aufpreis von 60€/Person kassieren. In Anbetracht der Tatsache dass die gesamte Reise ein wenig mehr als 120€ kostet, eine stolze Summe. Wir beschliessen dann den Zug in Ulm zu wechseln, da wir einen Aufpreis von 50% für die Strecke Ulm => Stuttgart (1h) nicht bezahlen wollen. Anekdote am Rande: Bei unserem "Sparpaket" würden die Tickets auch dann hinfällig, wenn wir aufgrund einer möglichen DB Verspätung den Anschlusszug nicht erreichen würden. Die Umbuchung geht nur 24h vor Abreise ! Uns kommt der Song von Stefan Raab in den Kopf: "Sänk you for travelling with deutsche Bahn ..."

Wir steigen um. Den Ersatzzug ab Ulm haben wir erreicht. Dieser ist jedoch proppevoll und unsere Sitzplatzreservierungen obsolet. Dennoch haben wir einen netten Platz bekommen. Wir werden Augezeuge eines grandiosen Aufstands im Zug: Viele Menschen haben Aufpreise für Sitzplatzreservierungen bezahlt (leider bei DB gebucht) und können diese nicht wahrnehmen. Reaktion der DB: Es gibt kleine Schokolade Häppchen ... Sänk for travelling with deutsche Bahn !

Ab Stuttgart sitzen wir im ICE, obwohl wir eigentlich einen TGV gebucht hatten. Sitze sind jedoch frei, wie gebucht. Also "keep cool", es geht wieder zurück nach Hause. Ab Paris geht dann alles wie geplant. SNCF hats wohl besser im Griff. In Paris ist mollig warm. Unsere Jacken, welche in good old Germany noch notwendig waren, sind hier eher zu viel. Sonne, Wärme und nette Menschen stimmen uns freundlich: Wir freunen uns bald wieder auf der BELUGA zu sein.

Gegen 18:30 kommen wir ins Cherbourg an. Leichter Regen, aber warm. Ab zum Schiff und .. wieder zu Hause ! Juhu ! Die BELUGA kam sehr gut über de Winter. Keine Probleme. Strom an, Landstrom einstecken, Heizung an. Taschen aufs Schiff und die wichtiste Sachen einräumen. Kurz: ca. eine Stunde nach Ankunft sitzen wir beide im Cockpit und freuen uns, zu Hause zu sein. Wenige Minuten später stelle ich fest, dass ich den Thermostat prüfen sollte: Die BELUGA hat Sauna-Temperatur im Inneren.

 

 

Welcome to Gallien !Welcome to France ... welcome to Gallien !

In einem kleinen gallischen Dorf namens Cherbourg. Normandie können wir zwischenzeitlich sehr empfehlen. Nette Menschen sehr viel schöne Landschaft und leckeres Essen.

Leider haben wir aktuell weder Asterix noch Obelix kennen gelernt, aber ...

 

 

 

Freitag, 18 Februar 2022 06:26

YLENIA und ZEYNAP besuchen uns am See ...

Das neue Jahr beginnt, wie das alte Jahr endete: Die Tiefs geben sich die Klinke in die Hand. Was allerdings am Bodensee als Sturm ankam, war im Norden des Landes zum Orkan geworden. Die beiden Tiefs, welche zwischen 16.2. und 20.2. über Deutschland zogen, wurden mit YLENIA und ZEYNAP bezeichnet. Die Landratten unter uns können sich bei dieser Erfahrung vielleicht vorstellen, was Orkan bedeutet. Viel Wind und noch mehr Wasser. 

Die Segler unter uns wissen, was dies bedeutet: Lebensgefahr auf See. Nicht nur der Wind, sondern vielmehr die Wassermassen in den Wellen werden zum Problem. Ich habe an der Südwest Spitze Irlands die prognostizierte sog. signifikante Wellenhöhe eingeblendet. Am 18.2.2022 wurde diese mit 11,8 mtr also knapp 12 mtr angegeben.

Kleiner Exkurs: Was ist eine Angabe "signifikante Wellenöhe"

Die signifikante Wellenhöhe wird in der Meereskunde und Meteorologie verwendet und beschreibt statistisch eine Wellenhöhe als arithmetisches Mittel aus dem höchsten Drittel der Wellen.

Eine Beobachtung erfolgt hierbei für ein bestimmtes Seegebiet und eine bestimmte Beobachtungszeit, zum Beispiel über 20 Minuten. Die Beobachtungen erfolgen üblicherweise mit Messbojen. Als Formelzeichen ist H1/3 gebräuchlich. Bei Annahme eines Rayleigh-verteilten Seegangs wird diese Wellenhöhe von 13,5 % aller Wellen überschritten. Deshalb spricht der Segler davon, dass jede 7te Welle (~14%) höher ist. Die ursprüngliche Definition wurde von Walter Munk im Jahr 1944 aufgestellt und legte jene Wellenhöhe zugrunde, die ein „geübter Beobachter“ als maßgebende Wellenhöhe schätzen würde. In unserem Beispiel bei YLENIA und ZEYNEP wurde am SW-Ende Irlands der H1/3 Wert mit 11,8 mtr angegeben. Einzelne dieser Wellen sind nicht nur höher, sondern  können bis mehr als dem Doppeltem des H1/3 Wertes anwachsen, in diesem Fall somit auch mal über 20mtr werden. Diese Wellen gerne auch werden als Feakwave bezeichnet. Um Dir einen Vergleich zu geben: Der Aussichts- oder Moleturm des Hafens in Friedrichshafen ist 20mtr hoch. Sicherlich kannst Du Dr vorstellen, was passieren würde, wenn der Bodensee in der Lage wäre solche Wellen zu produzieren. Mit orkanartigen Winden wäre dies am Bodensee prinzipiell möglich. Aufgrund der Topologie und der Grösse des Bodensees ist allerdings die Wirkdauer des Windes zu kurz um solch enorme Wellen zu produzieren ... zumindest aktuell :-)

Braucht kein Mensch ... wir hoffen dass die Yachtwerft Glückstadt die Firma YANMAR überreden kann, die notwendigen Reparaturen bald abgeschlossen zu haben. Alle Beteiligten stehen bereit. Lediglich YANMAR bekommt (noch) kein Getriebe her. Ist ja auch erst seit 6 Monaten bekannt, dass ein solches Getriebe notwendig wird. Vielleicht liegt ja noch ein passendes Exemplar beim YANMAR Partner in Dünkirchen. 

Nach 7 Wochen in Dünkirchen erleben wir bis heute 6 MONATE Liegezeit in Cherbourg !

Wir lieben es, mit Profis zu arbeiten ! - Wer solche Profis kennt, kann sich gerne bei uns melden.


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Titelbild https://www.design4disaster.org/disasters-2/natural-disasters/freak-waves/
Wetterbilder https://www.windy.com/

 

 

Samstag, 12 Februar 2022 10:13

Countdown läuft ...

So langsam wirds Zeit ...

Seit Ende Dezember sind wir in einer Ferienwohnung am Bodensee. Der Plan war, mit der Familie Weihnachten auf den Kanaren zu verbringen ... aus bekannten Gründen war uns das leider nicht möglich. Wir hatten daher beschlossen die Zeit in der ohnehin nichts passiert wenigestens dann im Kreise der Familie zu verbringen, wenngleich leider ohne Kanaren.

Nicht nur wir, auch die Natur scheint so langsam Frülingsgefühle zu entwickeln. Nachts noch kalt, entwickeln sich die Temperaturen über Tag so langsam in die richtige Richtung.

Am 25.1. 2022 liess und die Yachtwerft wissen, dass die Repeartur beauftragt sei. Sobald Termine bekannt wären, würden sie uns informieren. Bis heute, den 12.2. 2022 sind offentsichtlich noch keine Termine bekannt ... zumindest uns noch nicht. Naja, warum hätte sich an diesem Vorgehen der (Nicht-)Kommunikation auch was ändern sollen :-((

Ab März werden wir wieder auf der BELUGA zuhause sein. Sabine und ich freuen uns schon drauf ! Es kribbelt wieder. Wir wollen aufs Wasser, denn Meer geht immer ! In diesem Jahr wollen wir die sensationelle Zeit von 7 Tagen auf See signifikant überschreiten. Leider liegts nicht an uns. Wir vertrauen auf die bislang so erfolgreichen Fachleute. Vielleicht klappt es in diesem Jahr.

Wir werden in bekannter Weise berichten.

Bis dahin .... einige Eindrücke vom Bodensee !

Simple Picture Slideshow:
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Sonntag, 12 Dezember 2021 12:46

freudige Endzeitstimmung

Nachdem im Hause YANMAR so gar nichts läuft überlegen wir uns in wenigen Tagen auf den Weg an den Bodensee machen. YANMAR muss auf die Yachtwerft Glückstadt warten, da die Yachtwerft Glückstadt laut Gutachten verantwortlich für unsere fast 200 tägigen Zwangsstopp zu sein scheint. Sie müssten YANMAR mit der Reparatur beauftragen. Die Yachtwerft machte allerdings bislang keine Anstalten, unsere Misere zu beheben. Zwischenzeitlich ist der 12.12.2021 und in wenigen Tagen macht YANMAR bis Mitte Januar den Laden dicht. Wir werden an dieser Stelle berichten, wie es im neuen Jahr weitergehen soll.

Sollte die Yachtwerft weiterhin nichts unternemen, haben wir beschlossen über Weihnachten zur Familie zu fahren, statt hier die Zeit sinnlos tot zu schlagen. An Bord herrscht freudige "Endzeitstimmung". Die BELUGA muss winterfest gemacht werden, notwendige Utensilien eingepackt und Geschenke besorgt werden. So verbringen wir unsere Tage in Cherbourg um möglichst alle(s) beisammen zu haben, wenn wir abreisen. Wir werden mit dem Zug von Cherbourg über Paris nach Strasbourg fahren. Dort holt uns Tiziano mit seiner frisch erworbenen Pappe ab. Ich sage nur: Harry hol schon mal den Wagen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch alle eine "stade=ruhige Zeit" und ein besinnliches Weihnachtsfest mit 5G. Geduscht, Geimpft, Genesen, Gesättigt und Gespannt auf das Jahr 2022 !

Bleibt Gesund und uns gewogen ....

Sabine & Ralph
von Bord der BELUGA

Donnerstag, 16 Dezember 2021 12:00

Schöne Weihnacht

Seit dem 10.10. 2021 liegen wir in Cherbourg fest. Allem Anschein nach werden wir wegen unseres erneuten Antriebsproblems aufgrund der erlebten Dynamik der Lösungbeteilgten (YANMAR und Yachtwerft Glückstadt) frühestens Ende März 2022 wieder hier weg kommen. Das bedeutet nach 7 Wochen Dünkirchen dann 6 Monate Cherbourg wegen wiederholtem Ausfall unseres nagelneuen Antriebs. Dieser wurde im April 2021 von der Yachtwerft in Glückstadt nagelneu eingebaut. Bis dieser in 2022 (hoffentlich) funktioniert, ist das erste Jahr vorbei. Kann auch eine Strategie sein, die Garantiezeit zu entschärfen ... ein Schelm wer Böses denkt.

Aktueller Stand unseres Antriebsproblems

Es existiert ein Gutachten seitens YANMAR. Dieses stellt Berechnungsfehler bei der Auslegung des Antriebs dar. Augenscheinlich ist dieser Berechnungsfehler derart fatal, dass das verwendete Getriebe in kurzer Zeit seine Kupplung abnutzt worauf sich kein Vorwärtsgang mehr einlegen lässt.

Ursache und Wirkung

Der Berechnungsfehler war der Grund unseres Getriebwechsel in Dünkirchen. Dort ging YANMAR allerdings noch von einem Getriebedefekt aus und tauschte dieses gegen ein gleiches Modell. Nach weiteren 40 Betriebsstunden: Erneuter Getriebeschaden in Cherbourg am 10.10.2021. Darauf folgte eine gründliche YANMAR Analyse durch deren Experten. Ein Gutachten zeigt auf, dass durch Einbau eines stärkeren Getriebes und Rücknahme der Schraubensteigung dieser Fehler beseitigt würde. Auch existiert seitens YANMAR ein Angebot wie dieser Berechnungsfehler korrigiert werden kann. Dieses Angebot liegt der Yachtwerft Glückstadt seit Anfang November vor. Seit diesem Zeitpunkt machte die für Berechnung, Planung, Installation und Reparatur verantwortliche Yachtwerft in Glückstadt keine Anstalten Abhilfe zu schaffen.

Die Reparatur kann aufgrund der anstehenden Feiertage frühestens Anfang 2022 stattfinden. Unsere Weiterfahrt muss daher ebenfalls erst bis Frühjahr 2022 warten. Auf dem Atlantik rauschen derweil gewaltige Tiefs durch, welche wir in Cherbourg teilweise sehr intensiv erleben dürfen. Na dann ....

Frankreich im Weihnachts-Modus

Hier in Cherbourg finden - im Gegensatz zu Deutschland - noch Weihnachtsmärkte statt. Allerdings in sehr verhaltenem Modus: Wenig Stände, noch weniger Glühweinstände und zahlreiche Kontrollen in diesen Bereichen. Es ist sehr wichtig den sog. «pass sanitaire» immer parat zu halten. Als «pass sanitaire» gilt unser deutsches Impfzertifikat mit vollständiger Impfung. Na immerhin gilt auch ein deutscher Nachweis im vereinigten Europa.

Cherbourg sieht sehr beschaulich aus. Weihnachtlich illuminiert und geschmückt. Die Kneipen haben offen und die Menschen halten sich sehr gut an die Vorsichtsmassnahmen. In der Innenstadt sieht man fast ausschliesslich Menschen mit Mund-Nasen-Schutz. Vielleciht weils Pflicht ist ? Ists das nicht auch in Deutschland, wo sich dennoch keiner dran hält. Kompliment an die Disziplin der Franzosen ! Hier wirds langsam sehr kalt, nass und trist. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Daher müssen wir in wenigen Tagen Cherbourg und die BELUGA verlassen. Sie wird dann bis März in den Winterschlaf-Modus versetzt. Anfang März ist der geplante Zeitpunkt unserer Rückkehr.

Wir werden in dieser Zeit weniger Blog-Beiträge posten. Wir wünschen Euch allen ein besinnliches Fest und passt auf Euch auf ! Wir wissen nicht, was Ihr Euch gewünscht habt, wir wünschen uns eine Perspektive für unser Weiterkommen in 2022 unterm Christbaum. Haltet uns die Daumen !

Schöne Weihnacht an (fast) alle !

 

Samstag, 27 November 2021 10:30

Orkan in Cherbourg

Orkanartike Boen rauschen durch Cherbourg. Ralph, als früher Vogel , ist seit einiger Zeit wach. Er erweitert das Bordnetz um einige Funktionen. Plötzlich um 10:00 herrscht Aufruhr am Steg. In Böen hat unsere Windex bereits mehrfach über 50kn Wind (TWS=True Wind Speed) angezeigt. Der Maximalwert habe ich um kurz vor 07:00 mit 56kn beobachtet. Das sind deutlich über 100km/h. Da haben selbst die französischen Schafe keine Locken mehr :-)

Eine wenige Plätze neben uns liegende Nauticat 32 hat die Vorleinen abgerissen und treibt, nur noch mit einer Leine am Steg, im Hafenbecken. Sollte diese Leine auch noch brechen, dann geht die NC32 auf unbemannten Kollisionskurs mit den Schiffen des Nachbarstegs. Das Marinapersonal taucht mit Dinghy auf, um die NC32 wieder auf ihren Platz zu schubsen. Mehrere umliegende Yachties stehen am Steg um zu helfen. Alle mit sehr guten Ratschlägen. Da die Marina-Jungs und die Yachties ziemlich hilflos erscheinen, habe ich eine ordentlich dicke Leine von der BELUGA geholt. Das Dinghy bringt die NC32 in Position und einer der Yachtis steigt über. Nimmt den dicken Festmacher und belegt diesen auf der Bugklampe. Danach gemeinschaftliches "Seilziehen". Wenige Minuten später lag die NC32 wieder fest am Steg. Nicht optimal aber sicher. Am Nachmittag kam der Eigner. Ich hatte ihm den Hergang erklärt. Aus Dankbarkeit brachte uns der Eigner wenige Minuten später seinen selbstgemachten Apfelsaft, Pralinen und eine Flasche Rotwein. Als er sich auf eine gefährliche Art versuchte meine Leine gegen seine eigenen zu tauschen bat ich ihn, dies erst zu tun, wenn der Wind geeigent dafür sei. Wenn unsere Leine nicht mehr benötigt wird, dann aufs Deck der BELUGA legen. Wir sind noch ein paar Wochen hier. Ich bat ihn keine lebensgefährlichen Aktionen zu unternehmen. Mit sehr viel Dankbarkeit nahm er diese Botschaft an und lies unserer Leinen an Ort und Stelle.

Die Biskaya zeigt sich, wie im Winter zu erwarten, von ihrer leistungsfähigsten Seite. Heute werden Wellen über 7mtr und Windstärken mit über 40kn - in Böen mit bis zu 62kn - vorausgesagt. Orkan ist angesagt, es wird Winter in der Biskaya.
Wir sitzen in Cherbourg in unserem schaukelnden Untergrund und überlegen wie wie wir wohl unsere Ferienwohnung ab Dezember empfinden werden: Keine Schaukelei, kein spürbarer Wind. Wir machen uns wir mit 23°C Innentemperatur ein wenig "Süden". Kuschelig warm. Die Heizung läuft seit Wochen völlig zuverlässig und gibt uns mollige Wärme. Tag und Nacht.

Unser Wetter von heute wird das Wetter der nächsten Tage in Deutschland werden. Auch dort wirds so langsam Winter. Wird auch Zeit, schliesslich machen wir morgen das erste Türchen auf unserem Weihnachtskalender auf.

Um dem Geschaukel ein wenig zu entkommen, beschliessen wir ins Städtchen zu gehen. Dabei haben wir den Unterschied der starken Gezeitenunterschiede nochmals plastisch wahrgenommen. Hier liegt ein Dock, welches von Zeit zu Zeit leer und manchmal auch voll ist. Wie Du dem nebenstehenden Bild entnehmen kannst sind die Unterschiede ziemich deutlich.

So haben wir uns in unser Kaffee gesetzt, Macaronen genossen und ein bisschen französisch gesprochen. Viele Menschen in Cherbourg scheinen englisch zu sprechen. Manche sogar deutsch. So haben wir zwischenzeitlich Franzosen kennengelernt, mit denen wir uns in französisch unterhalten und von ihnen deutsche Antworten bekommen. So hat jeder was davon und Spass machts auch noch.

Weihnachtlich windige Grüsse aus Cherbourg, bis zum nächsten Blog ...

 

Freitag, 26 November 2021 10:00

... traumhafte Aussichten

... nicht alle Träume sind hübsch.

Auch Alpträume sind Träume. Dieser Traum hatte mich verständlicherweise hochschrecken lassen. utzt aber leider nix. Die Unfähigkeit und Arroganz der YANMARs hats immerhin schon ganz weit vorne ins Internet geschafft. Noch weiter vorne ist der YANMAR Angelshop. Wenn das so weiter geht, muss ich mir überlegen, ob ich der Yachtwerft auch noch zu Berühmtheit verhelfen will. Es gibt zwischenzeitlich einige grosse Vereinignugen, bei denen unsere Story unter den Mitgliedern kreist. Kleine Schritte, grosse Wirkung.

So lassen wirs uns gut gehen an Bord. Wir haben die Herausforderung "Essen wir Gott in Frankreich" angenomen und beantwortet

Wie ihr seht gibts härtere Schicksale - zumindest aus kulnarischer Sicht - als das Bordleben. Winterliche Küche mit Buletten, Geschnetzeltem und dazu Kürbisse aller Arten und das satt. Selbstverständlich auch frisches Brot und frischer Hefezopf.

Die ersten Winterstürme starten zwischenzeitlich. Diese Woche hatten wir eine Nacht mit über 40kn Wind aus Nord: direkte Breitseite. Das war dann die ware "Fender Erpressung". Einer hat sogar aufgegeben. Der war platt von diesem Eindruck. Trotz Pumpen bleib ihm die Luft weg. Am Dienstag und Mittwoch war einigermassen gutes Wetter. So konnten wir die BELUGA winterfest machen: Auf Deck abräumen, Genua in der Persenning verstauen, Dinghy reinholen, etc, etc. Alles was nicht noch gebraucht werden wird, wandert in einen winterfesten Stauraum. Die Heizung brummt und macht es uns mollig warm im Schiff.

... und manche Träume sind schön genug geträumt zu werden !

Zwischenzeitlich haben wir auch eine bezahlbare FeWo am See gefunden. Lange Suche, grosse Preisvorstellungen und viele Telefonate. Manchmal liegt die Lösung jedoch sehr nahe. So auch bei diesem Thema. Freunde haben einige FeWo's aber an diese hatten wir leider nicht gedacht. Eine Überwinterung auf der BELUGA ohne Antrieb macht jedoch keinen Sinn. Zwischenzeitlich ist unserer Bereitschaft auszuharren, bis sich vielleicht einer der beiden Grössen bemüssigt fühlt etwas zu tun, nicht mehr vorhanden. Die beiden Angelshops YANMAR und die Yachtwerft Glückstadt hatten bislang 2 Monate Zeit verstreichen lassen.  Sie werden die BELUGA Schlüssel bei der Marina finden. Den Rest kennen sie ja bestens. Vermurkst haben sie's ja auch bekommen. Nun schaffen sie's vielleicht auch wieder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen. Sonst werden es andere schaffen. Daher versetzen wir die BELUGA in Winterschlaf und machen uns bald auf in die Heimat.

Aber dis dahn vergehen noch einige Wochen und diese Woche habe wir vor zu geniessen !

PS: Es gibt die ersten Weihnachtsbäume in Cherbourg und auch die Weihnachtsmärkte werden emsig aufgebaut. Wir schauen am Wochenende mal vorbei, wenns das Wetter zulässt.

Wir werden weiter berichten.

Dienstag, 16 November 2021 15:29

207 Tage Antrieb - 7 Tage Bewegung

Dienstag 16. November

Wir hatten der Yachtwerft in den letzten Tagen mitgeteilt, dass wir ab Ende November die BELUGA in Richtung Heimat verlassen werden um mit Familie Weihnacht zu feiern. Wir hatten sie gebeten dies doch bitte binnen Tagen zu bestätigen. Sie mögen uns ebenfalls mitteilen, ob bei der Nachbesserung des Getriebes - falls nach unserer Abreise - ein Mitarbeiter der Yachtwerft hier in Cherbourg vor Ort sein will oder eben nicht. Die Probefahrt sollte mehr als 40 Stunden umfassen. Dies war bislang die maximale Standzeit der bisherigen Getriebe. Diese Probefahrt kann zwischenzeitlich, wetterbedingt ohnehin erst im März stattfinden können.

Heute erreicht uns ein Schreiben der Yachtwerft in dem sie uns erklären, dass sie keine Bank seien und wir gefälligst zuvor unsere offene Rechnung zahlen sollen. Diese offene Rechnung besteht die zum grössten Teil aus der Installation des Antriebs. Der Antrieb ist seit 7 Monaten in der BELUGA und hat noch nie wie angeboten funktioniert. Fahren konnten wir in diesen 207 Tagen nur 7 Tage ! Wir verstehen das Schreiben als Schlag ins Gesicht. Ich kann die Yachtwerft wärmstens aufgrund ihres fairen Umgangs mit ihren Kunden empfehlen. Allerdings nicht meinen Freunden. Nach dem Zahlungseingang, erklärt uns die Yachtwerft Glückstadt, geht es nochmals 4 Wochen, bis eine 1 wöchige Reparaturzeit stattfindet. Heute ist der 16te November. Das bedeutet, dass eine Reparatur vor Weihnachten ist nicht mehr möglich. Natürlich erwartet die Yachtwerft in ihrem Schreiben ebenfalls, dass wir ausharren bis das Ganze stattfinden kann. Offensichtlich scheint es der Yachtwerft sch*egal zu sein, wie unser Weihnachten aussieht - Hauptsache ihr Weinachten wird gut.

Die Yachtwerft erklärt uns dass sie sich als Opfer sehen, da sie nach bestem Wissen und Gewissen vorgegangen seien - so die Begründung. Sie können sich nicht erklären, wie das alles passieren kann. YANMAR hatte die Situation untersucht und das Problem erklärt und eine Lösung vorgeschlagen. Das Motto der Zukunft lautet: Antrieb ist Bewegung, Bewegung ist Antrieb. Das Ergebnis der bisherigen Umsetzung durch die Yachtwerft Glückstadt und YANMAR seht ihr in folgendem Bild.

Samstag 20. November

Wie erwartet ist diese Woche nichts an unserem Antrieb vorangegangen.

In Dünkirchen hatte sich YANMAR um unser zweites Getriebe gekümmert. Die Organisation war ne echte Katastrophe, aber in der 6ten Woche war alles wieder heile.

Zwischenzeitlich kümmert sich die Yachtwerft Glückstadt als deutscher Vertragspartner auf eigenen Wunsch um unser Problem. Wir gehen in die 7te Woche und haben noch nicht mal Eingkeit, wer für diese Garantieleistung verantwortlich ist. Ein neuer Höhepunkt auf unserer Reise. Wir versuchen das Beste draus zu machen und überlegen ein BGB als Weinachtsgeschenk nach Glückstadt zu senden, haben diesen Plan jedoch gegen einen anderen Plan getauscht.

Mehr hierzu später ...

Freitag, 12 November 2021 10:00

HighTide - LowTide

Dienstag

Gangway kurz vor NiedrigwasserDas Neueste was wir heute vormittag berichten können ist die Tatsache, dass es Hochwasser und Niedrigwasser auch in Cherbourg gibt. Das Ganze derzeit mit 6 Meter Tidenhub. Das ist ganz schön viel, wie Du den Bildern rechts und links entnehmen kannst. Gestern noch Mühe nicht vom Bollerwagen nach unten gezogen zu werden und heute gehts eben raus.

Seitens YANMAR gibts - wie erwartet - keine Neuigkeiten. Seitens der Yachtwerft ebenfalls nicht. Sabine und ich befürchten, dass wir die 7 Wochen von Dünkirchen nochmals topen werden. Gegen Nachmittag kommen Mails an. Zunächst von der Yachtwerft mit der Aufforderung viele Bilder von Getriebe und Motor zu machen. Am besten mit Zollstock im Bild. Danach von YANMAR, mit der Bitte mitzuteilen, wann ein Techniker an Bord kommen kann um diverse Messungen zu machen. Ist doch immer hilfreich wenn man sich vorher abstimmt ... zumindest besser wärs. Wir verabreden uns mit YANMAR auf morgen früh gegen 09:30. Dann kann der Techniker seine Messungen machen. Ist mir lieber, weil ich nicht Teil des Problems werden möchte. Am Schluss fehlt ein Millimeter und daran will ich nicht schuld sein. Daher: Macht Euren Sch... doch selbst.

Sabine und ich haben zwischenzeitlich beschlossen bei der noch immer unklaren Terminsituation ab Ende November mit dem TGV nach Hause zu fahren. Selbst wenn wir vor der Heimfahrt noch ein neues Getriebe bekommen sollten, können wir den Antrieb nicht mehr testen. Wir haben gelernt, dass eine Testfahrt frühestens nach mindestens 40 Betriebsstunden aussagekräftig wird. Leider ist am aktuellen Standort eine Bewegung über 40h nicht ungefährlich möglich ist. Das Wetters in dieser Jahreszeit und das Revier um Cherbourg macht eine 40 stündige Probefahrt unter Umständen lebensgefährlich. Speziell dann wenn der Antrieb nicht funktionieren sollte. Südlich die Biskaya, bei der aktuell Wellenhöhen bis 6mtr angesagt werden. Nördlich mehrere Verkehrstrennungsgebiete der Berufsschifffahrt, bei denen ein Maschinenproblem zur Kollision führen kann. Nach Westen ist bei der aktuellen Westwindlage kein Vorankommen, nach Osten (zurück) wollen wir nicht, da keine YANMAR Infrastruktur. Daher haben wir die Möglichkeit einer Weiterfahrt zwischenzeitlich leider begraben müssen. Wir werden die BELUGA demnächst in Cherbourg bis März einmieten müssen. Bietet uns dann die Möglichkeit Weihnachten am Bodensee zu geniessen. Mit Kinder und Enkel. Ist auch schön. Schöner wäre allerdings das Ganze auf den Kanaren zu erleben wie geplant.

Donnerstag

Die Yachtwerft aus Glückstadt hat sich gemeldet. Sie nehmen die Sache in die Hand ! Leider lässt sich keiner der Verantwortlichen, weder YANMAR noch die Yachtwerft auf einen Termin festlegen. Die BELUGA soll aus dem Wasser gehen und ein neues hydraulisches Getriebe der ZF bekommen, da dieses wohl einiges stärker und robuster sei. Ich habe der Yachtwerft mitgeteilt, dass dies eine gute Idee sei. Für mich scheint die Aussage seitens YANMAR sehr eindeutig auf eine falsche Auslegung des Antriebs seitens der Yachtwerft hinzudeuten. Möglicherweise köntne ein kräftigeres Getriebe dann wirklich die Lösung bringen. Jedoch halte ich mich vornehm aus dieser Diskussion raus. Da hats genügen studierte Ingeneure, die das besser wissen sollten.

Sollte diese 2te Nachbesserung allerdings erneut in die Hose gehen, dann werden wir unseren YANMAR durch ein anderes Fabrikat (z.b. VOLVO) ersetzen. Da sich derzeit wie beschrieben keiner zu zeitlichen Aussagen hinreissen lässt, teilen wir der Yachtwerft mit, dass wir ab Ende November im Zug sitzen werden und nach Hause fahren. Der Yachtwerft steht dann frei einen Mitarbeiter von Glückstadt nach Cherbourg zu senden um die ganze Aktion zu steuern. Wir sind jedenfalls ab dann weg und lassen den Schlüssel im Marina-Office.

Wir beabsichtigen gegen Ende Februar wieder zurück zu sein. Ab März wollen wir weiter in Richtung Kanaren. Mit knapp einem Jahr Verspätung. Sollte bis dahin der Antrieb noch immer nicht korrekt arbeiten, dann werden wir direkt beim örtlichen VOLVO Händler vorstellig. Da uns eine Probefahrt derzeit nicht mehr möglich ist, kann diese ebenfalls erst im März stattfinden.

Freitag

Bislang hat sich noch niemand darauf gemeldet. Warum auch ? Kunden sollten sich nicht so wichtig nehmen. Es gibts schliesslich noch anderes zu tun. Auch für uns. Wir planen derzeit unseren Rücksturz in die Heimat am Bodensee. Uns reicht dieser Komödienstadel seitens Yachtwerft und YANMAR. Noch kein einziger Termin wurde von einer der beiden Parteien gehalten, geschweige dann eine Entschuldigung ausgesprochen. 

Wir organisieren Zugtickets, Ferienwohnung und vieles mehr. Von Tag zu Tag machen wir die BELUGA winterfest, wo immer dies möglich ist. Cherbourg zeigt sich versöhnlich und sorgt dafür, dass uns die Sonne anstrahlt. So geht unsere 5te Woche in Cherbourg zu Ende ... mal sehen wie's weitergeht.

Wir werden berichten ...

Samstag, 06 November 2021 19:00

La Rade de Cherbourg

Samstag

Heute haben wir drauf verzichtet, neue Lcksschichten aufzubringen. Die letzte Schicht von gestern war noch nicht ganz trocken. Es weihnachtet eben auch hier. So haben wir wieder Runden durch Cherbourg gedreht. Ih findet einige Eindrücke von den verschiedenen Hafanbecken des Cherbourger Hafens in den Bildern. Dieser Hafen ist echt beeindruckend. Ich habe bezüglich der geschichte der Stadt Cherbourg einiges aus Wiklipedia zusammengestellt und lasse Euch mit dem Text und meinen Bildern ein wenig Fernweh spüren. 

Der französische Begriff Rade de Cherbourg (deutsch Reede von Cherbourg) steht für den gesamten Hafen von Cherbourg-en-Cotentin. Zu ihm gehören mehrere über Jahrhunderte ausgebaute Häfen und die jahrhundertelang größte künstliche Reede der Welt (heute Katar), bestehend aus innerer und äußerer Reede (Petite und Grande Rade). Heute auf Platz 2 der weltweit größten Reeden. Der Hafen ist als Marinebasis und Fährhafen nach Irland bedeutend.

Die Hafenanlagen am Ärmelkanal sind der Kernstadt Cherbourgs (heute durch Erweiterungen Cherbourg-en-Cotentin) vorgelagert und umfassen eine Fläche von ungefähr 1500 Hektar. Die im 18. Jahrhundert ausgebaute künstliche Reede von Cherbourg umfasst neben der Marinebasis einen Handels-, Fischerei-, Fähr- und Yachthafen (Port de Plaisance). Lange, insbesondere zur Zeit des Passagierdampfer, war er als Überseehafen neben Southampton Ausgangspunkt der Nordamerikapassagen. Der Luxusdampfer Titanic begann seine Jungfernfahrt nach New York am 10. April 1911, von Southampton kommend, hier als letztem Hafen auf dem Kontinent. Per extra gebautem und hier stationiertem Tenderschiff im Design der Reederei, der Nomadic, gab es einen Passagier- und Frachtwechsel. 22 Personen hatten nur die Kanalpassage gebucht. Am 11. April ankerte die Titanic gegen Mittag noch einmal vor Queenstown in Irland, wo hauptsächlich Auswanderer in die Dritte Klasse zustiegen. Nur sieben Passagiere mit Reiseziel Irland gingen von Bord. Am 15. kam es zu der bekannten katastrophalen Eisberg-Kollision.

Die Reede von Cherbourg konnte im Jahr 1944 vom deutschen Militär nicht vollkommen zerstört werden. Nach heftigen Gefechten kann sie und die Stadt am 26. Juni 1944 von den Alliierten eingenommen und befreit werden. Bereits nach 15 Tagen Räumarbeiten in den Hafenbecken beginnt deren Nutzung für die Invasion. Cherbourg bleibt bis zum Kriegsende der strategisch wichtigste Versorgungshafen für die Truppen im Westen Europas. Das Museum im Fort du Roule – musée de la Libération erinnert an die Abläufe im Zweiten Weltkrieg (auf dem 117 m hohen Berg von Cherbourg).

Hier im Hafen kann man die Geschichte "spüren". Überall neben den modernen Gebäuden sind geschichtliche Bauwerke und Monumente zu finden. Auch hat eine Stiftung ein traditionelles Fischerboot hierim Hafen liegen. Der enorm hohe Bug verrrät die begründete Angst der Fischer vor den Welllen des Ärmelkanals. Aktuell haben wir eine Tidenhub von knapp 6 Meter. Das ist echt beeindruckend, wenn Du auf dem Weg zum Einkauf plötzlich die Fischerboote, welche vor kurzen noch neben Dir lagen, zwischenzeitlich in den Tiefen des Hafens verschwinden. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, welche Strömungen dies im Ärmelkanal verursacht. Für alle Landratten unter uns: 2 mal am Tag ist der zweite Stock Deines Gebäudes überflutet. Die Bewohner des dritten Stockk bekommen dann ebenfalls nasse Füsse.

Auf unserem Weg hatten wir in der Nordsee stolze 4kn Strömung. Auf der Elbe zwischen 4kn und 5kn, auf dem Weg nach Cherbourg auch schon mal 7kn oder fast 8kn erlebt. Um die Ecke am Cap de la Haque ist das für alle SSS Besitzer bekannte Alderney Race (die Strömung von Alderney). Dieses Strömung schafft auch gerne mal gute 2stellige Strömungsgeschwindigkeiten. Hoffentlich in die richtige Riachtung. Im Anhang kannst Du auf dem Video erkennen, was es bedeutet bei Ebbe mit dem Getränkeeinkauf auf den Steg zurück zu kehren. Rutschfeste Schuhe sind sehr empfehlenswert.

In Summe begeistert uns die Normandie durchaus. Sehr nette Leute, sehr viel Geschichte und trotz hoher Breite noch angenehme Temperaturen. Zumindest den Umständen entsprechend angenehm. Eigentlich wollten wir aktuell auf Madeira sein. Das sind dann nochmals völlig andere Temperaturen. Aber: Hätte, hätte Fahrradkette. Ich möchte an dieser Stelle das unsägliche "YANMAR Fass" nicht schon wieder aufmachen.

So langsam müssen wir überegen wie wir zeitlich mit der Situation umegehen wollen. Die bevorzugte Idee wäre, nach erfolgter Reparatur unseres Antriebs die Biskaya zu queren um im Norden Spaniens zu lieen. Ist ein wenig wärmer und vorallem wüssten wir, ob der Antrieb nach der 3ten Revision zuverlässig arbeitet. Ist dies der Fall, können wir von dort aus überlegen ob wir einen Fastpath auf die Kanaren machen wollen, oder die BELUGA liegen lassen, über Weinachten zu unseren Kindern und Enkel fahren/fliegen. Während dieser Zeit kann der Schaden am Schanzkleid repariert werden. Leider haben wir jedes Vertrauen in Werften verloren und wollen dies eigentlich nicht unbeaufsichtigt machen. Sollte sich aber kein entsprechendes Wetterfenster einstellen, so lassen wir die BELUGA hier im geschützten Hafen von Cherbourg liegen. Die Wetterfenster werden in dieser Jahreszeit zunhemend kleiner=kürzer. Aktuell jagt ein Ex-Hurricane den nächsten. Wellenhöhen von über 3 Meter sind inder Biskaya in dieser Zeit keine Seltenheit. Wir hatten in den letten Wochen auch schon Prognosen von über 8 Meter Wellenhöhe gesehen.

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 05 November 2021 09:21

Die Neue an Bord

Freitag

Seit gestern Abend ist eine Neue an Bord.

Keine Sorge, meine "Alte" ist immer noch da  und das soll auch so bleiben !

Die Neue ist eine Brotmaschine, die uns das Brotbacken ein wenig erleichtert. Nicht dass das Brot in Frankreich schlecht wäre, aber leider finden wir wenig Roggen- bzw. Vollkornbrot. Daher haben wir uns entschlossen uns einen Backautomaten zuzulegen. Passt in der Pantry noch gut neben den Thermomix :-) War im Angebot und wer kann zu Schnäppchen schon NEIN sagen :-) Gesagt getan, gekauft haben wir gestern Abend die Neue in Betrieb genommen und uns auch gleich ein Test-Brot gebacken. Nach dem Motto "vom Leichten zum Schweren" halten wir uns an die Anleitung: Das erste Brot sollte ein Weissbrot werden. Also Zutaten rein, Backprogramm wählen und warten. Heute morgen haben wir uns dann ein sehr leckeres selbstgebackenes Brot zum Frühstück gegönnt. Wir arbeiten eben auch in dieser Disziplin "Gott in Frankreich" zu schlagen. Es scheint wir sind auf einem guten Weg :-)

Gut gestärkt mit einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns an die Arbeit. Die letzte Lage EPIFANES Hartholzlacköl geht heute auf den vorlichen Teil des Steuerbord Schanzkleides. Dann haben wir die fürs erste notwendige Schichtstärke erreicht. Langsam wird hierfür immer enger, da die Temeperaturen deutlich sinken und die Regenhäufigkeit und -mengen steigen. Die aktuelle Windrichtung ist nördlich. Das Wetter kommt also aus England und die Queen scheint den Warmen Regen selbst zu brauchen. Hier ists dann nur noch viel, nass und kalt. Aber genug der Beschwerde :-) Heute scheint ein guter Tag zu werden. Die Sonne bereits am Morgen um 09:00. Das macht Laune !

Wir haben einen Link auf eine WebCam aus Cherbourg bekommen. Klicke hier und Du kannst die BELUGA finden. Flüchten können wir ja nicht :-) oder :-( Mit etwas Glück und etwas Geschick kannst Du uns bei der Arbeit beobachten. Leider kannst Du uns kein leckeres deutsches Bier senden. Gibt ne riesen Sauerei wenn das Mail bei uns ankommt :-))

Seit heute scheint sich ebenfalls ein neuer Lösungsweg seitens YANMAR abzuzeichnen. Wie bereits berichtet, gehts für VOLVO Kunden nur wenige Stunden bis sehr wenige Tage. YANMAR Kunden müssen hierfür Wochen und Monate mitbringen. Aber immerhin noch in diesem Jahrtausend scheint ich eine Lösung anzubahnen: Wir bekommen ein stärkeres Getriebe. Ein hydraulisches ZF25 Getriebe. Hierfür muss die BELUGA aus dem Wasser. der Motor neu gelagert werden und der Propeller neu eingestellt werden. Ansonsten bleibt alles beim Alten ?!! Leider antwortet keiner der Beteiligten auf die Frage WANN mit einer Antwort. Heute 15:00 sollte die Yachtwerft eine technische und zeitliche Planung bekanntgeben. Natürlich nichts gehört !

Wir hatten das bereits befürchtet, dass ich keiner zu einer zeitlichen Antwort breitschlagen lässt. YANMAR muss man sich eben leisten mögen. Masochismus ist eher hilfreich. Am besten nur, wenn man seeeeehr viel Zeit hat. Wir hatten uns überlegt, das Dinghy aufzublasen und in den Kreuzfahrerhafen nebenan zu fahren um schöne Bilder zu machen. Geht aber nicht, da keiner weiss wanns losgeht. Wir unser Dinghy allerdings nicht wegen weniger Stunden Nutzung aufblasen. Dauert eben auch seine Zeit. Eben diese Zeit ist weder mit der Yachtwerft in Glückstadt noch mit YANMAR planbar. Ist eben immer gut, wenn man berechenbare Partner hat. So beschäftigen wir uns mit Hausmeisteraufgaben: "Hausmeister Krause und sin Fru" schleifen und streichen die Hölzer der BELUGA. Ist, wegen der vielen Schichten, eine mehrtägige Aufgabe. Beim aktuellen Wetter auch ausführbar. Einige Eindrücke unseres Wirkens findest Du hier. 

Donnerstag, 04 November 2021 22:00

Antrieb ist Bewegung: Bewegung ist Antrieb.

Donnerstag

Aktuell ist Donnerstag 12:00. Immer noch keinerlei Info von YANMAR zu finden. Mehrere Mails, Anrufe auf den diversen AB's mit Bitte um Rückruf, alles unbeantwortet. Ein zwischenzeitlich gewohntes Armutszeugnis der YANMAR Marine und des YANMAR Kundenservice. Wer immer über einen neuen Antrieb für sein Schiff nachdenkt, sollte sich unsere Blogs aufmerksam durchlesen. Neben bittterer Enttäuschung über einen solchen Weltkonzern, kannst Du die Einstellung der YANMAR zu seinen Kunden selbst erkennen. Sollte nicht allzu schwer fallen. Das Titelbild könnte Dir hierbei helfen. Antrieb ist Bewegung: Bewegung ist Antrieb. YANMAR ist ... Algen am Wasserpass, festgewachsenes Schiff ! Dynamik einer Weinbergschnecke und Flexibilität einer Eisenbahnschwelle. Gepaart mit der Ingoranz, den Kunden nicht mal zu informieren ist das eine echte Empfehlung für YANMAR ! So eine Sch..  darf nicht passieren. Wir sind zwischenzeitlich beim dritten Getriebe mit exakt dem gleichen Vorgehen wie in Dünkirchen: Inkompetenz und Arroganz dem Kunden gegenüber.

Vor wenigen Tagen wurde eine französische Yacht in die Marina geschleppt. Hatten wohl ebenfalls Motorprobleme. Nach einer Stunde war der VOLVO Mechaniker auf dem Schiff und reparierte. Beim Versuch erneut loszufahren hatten die Franzosen wohl ein weiteres Problem entdeckt. Obwohl zwischenzeitlich Sonntag, kam ein VOLVO Monteur vorbei. 1 Stunde später konnte die Yacht die Marina verlassen. Leider ist uns nicht bekennt, welche Probleme die Herrschaften hatten, aber alleine die Reaktionszeiten sprechen Bände ! VOLVo spricht von Stunden, YANMAR von Monaten.

Zwischenzeitlich haben wir, wie bereits beschrieben, eine elektronische Aufgabenliste. Diese pflegen wir derzeit fleissig mit Dingen, welche wir noch machen wollen. Auch arbeiten wir diese - soweit möglich - auch ab. Den "Innendienst" haben wir zwischenzeitlich weitgehend durch. Einzelne Aufgaben arbeiten wir langsam ab, um nicht zu schnell fertig zu werden.

Heute ist - dank des trockenen Wetters - wieder mal ein ausgedehnter Spazier- und Erkundungsgang dran. Sabine und ich machen uns auf den Weg Cherbourg zu erkunden. Unter anderem haben wir festgestellt, dass es hier einen ALDI und einen LIDL gibt. Skuril. Das wollen wir uns anschauen. Endlich haben wir in Frankreich einen Laden gefunden, bei dem es bayrische Weisswürste und Hendlmeier Senf gibt :-) Wir lassen sie im Regal ...

Zurück vom Spaziergang. Siehe da ! Ein Wunder ! YANMAR hat meine Mailanfrage beantwortet ! Sie hätten wohl eine Lösung erarbeitet. Die Lösung umsetzen wird die Yachtwerft in Glückstadt ? Begründung: Wegen des deutschen Rechts muss die Yachtwerft das tun - so YANMAR. Ich solle mich an die Yachtwerft wenden ? Was ist denn nun los ? Bislang ist die Yachtwerft massiv durch YANMAR ausgebremst worden.

Sofort die Yachtwerft angemailt und um die Darstellung der Lösung (Technik und Zeitplan) gebeten. Ich fordere eine Umsetzung bis 12.11.2021. Immerhin kostete uns die Sch.. Situation bereits fast 4 Monate ! Zwischenzeitlich liegen wir auch schon wieder seit 4 Wochen hier in Cherbourg. Wie Du auf dem Titelbild erkennen kannst: Es läuft. Leider nur beim Bewuchs, beim allen anderen läuft vermutlich nur die Nase :-) Leider läuft in unserem Maschinenraum leider seit 7.8. nicht viel. Aufgrund der immer bescheidener werdenden Wetterfenster müssen wir uns zwischenzeitlich beeilen - daher 12.11. als spätester Termin. Ich finde die Yachtwerft hatte in 10 Wochen (zwischen Ende April und Mitte Juli) genügend Zeit das damals bereits bekannte Antriebsproblem in Ruhe zu beheben. Jetzt ist der Zapfen ab ! Auf ein YANMAR-Yachtwerft-Kompetenz-PingPong hab ich echt keinen Bock. Nicht bei der Vorgeschichte !

Wir werden weiter berichten ...

 

Dienstag, 02 November 2021 10:56

Ein Tag für Hausaufgaben

Am Montag feiert Frankreich Halloween. Heute ist Feiertag. Starker Regen und einstellige Temperaturen verhindern unseren Plan das Schanzkleid ein weiteres mal zu streichen. Daher haben wir Zeit - mehr als wir wollten. Ausgehen macht keinen Sinn: ganz Frankreich ist in den Kneipen, da wollen wir nicht auch noch reindrängeln. Aus Coronagründen und auch weil es sehr voll werden könnte.

Bereits gestern stellten wir fest, dass unsere Dusche kaum noch Druck auf der Warmwasserleitung hat. Da kalt duschen für uns als bekennende Warmduscher keine Option ist, montieren wir die Mischbatterie in der Dusche ab. Entkalken ist der erste Schritt. Nach ca. 2 Stunden im Entkalkungsbad versucht Ralph den Durchgang zu testen. Leider immer noch zu wenig. Da scheint irgendetwas drin zu stecken. Daher Gefummel mit Drähtchen und Stöckchen. Wird langsam besser. Nach vielen Versuchen macht es BLOPP und ein kleines rotes gummiartiges Teilchen verlässt die Duscharmatur im Strahl. Danach strömt das Wasser wie es soll. Alles wieder montieren und Probeduschen ! Eine Wohltat. Der Druck und die Temperatur entsprechen den Erwartungen. Juhu ! Hausmeister Krause und sin Fru waren erfolgreich !

Da wir von Zeit zu Zeit Dinge entdecken, die wir "mal machen" sollten und dies mit regelmässiger Sicherheit im Laufe der Zeit vergessen, hat Ralph beschlossen die Zeit zu nutzen eine weitere App fürs Bordnetz zu entwickeln. Geduscht, gesagt und getan, die App ist am Abend fertig und wird mit ersten Aufgaben befüllt. Ab heute ist die Ausrede: Habe ich leider vergessen nicht mehr gültig. War das nun ein Eigentor ?

Unsere Hoffnung ist nun dass wir weniger von dem vergessen, was wir mal im Auge hatten zu tun. Wie ihr sehen könnt, sind derzeit viel Malerarbeiten agesagt. In der Hoffnung, dass es weiterhin warm und trocken genug bleibt. Da YANMAR bekanntermassen auf sich warten lässt, befürchten wir mehr als ausreichend Zeit dafür zu haben. Andererseits erhält dies den sehr guten Zustand der BELUGA. Wenn andere ebenso sorgfältig arbeiten, dann haben wir gute Chancen auch noch weiter zu kommen ... und nicht nur ein wenig weiter, sondern dorthin, wo wir aktuell sein wollen: Auf Madeira !

Bis dahin: Kopf hoch ! Wird scho wern sagt Frau Kern !

Montag, 01 November 2021 08:52

86 - 51 - 7 -21

Leider keine Modelmaße !

Seit 86 Tagen sind wir mit der BELUGA zwischenzeitlich unterwegs. Am 7.8.2021 starteten wir in Glückstadt in der Elbe. Der Weg führte uns über Helgoland nach Den Helder. Vor Ramsgate mussten wir den Weg nach A Coruna abbrechen um in Dünkirchen unsere Probleme mit dem von der Yachtwerft in Glückstadt eingebauten Antrieb beheben zu lassen. Der Vorwärtsgang liess sich immer schlechter einlegen. Als wir in Dünkirchen lagen, ging der Vorwärtgang überhaupt nicht mehr rein. Diagnose: Getriebeschaden aufgrund abgenutzen Kupplungslamellen (nach 100 Betriebsstunden). Die ganze Story findest Du in unseren Blogs sehr detailliert. Während dieser absurden Vorgehensweise wird YANMAR bei uns nur noch als Angelshop bezeichnet. Als Sinnbild für ignorante Kommunikation und arrogantem Umgang mit den Problemen und den Kunden.


In Dünkirchen lagen wir dann geschlagene 51 Tage an einem Liegeplatz der alles andere als geeignet war so lange zu liegen: Die Fischerboote legen morgens um 03:00 mit viel Getöse ab. Die Hydraulikaggregate lärmen ab diesem Zeitpunkt auf Hochtouren. Danach gehts mit Vollgas aus dem Hafen auf Fang. Die Wellen laufen merklich in den Hafen und sorgen so für "Hochseefeeling". Die lange Liegezeit ist YANMAR geschuldet. Die kamen mit ihrem Kundenservice nicht in die Puschen. Tag um Tag verzögert sich die Lieferung des Getriebes. Der Versuch den YANMAR Servicedealer zu wechseln endete in einem Fiasko und verzögerte die ganza Sache nochmals. Eine unendliche und unsägliche Geschichte gleichermassen.


Ganze 7 Tage war die BELUGA seit dem 7.8.2021 in der Lage voran zu kommen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir hatten uns im Vertrauen auf eine grosse Marke "was richtig Gutes" ausgesucht. War wohl ein Griff ins Klo.  Muss man damit rechnen, wenn man einen YANMAR Antrieb hat, weniger als 10% der Zeit fahren zu können? 90% der Zeit gibt uns YANMAR die Chance Land uns Leute kennen zu lernen ... NEIN, tun sie nicht ! Da YANMAR keinerlei zeitliche Planung, aber wohl ein viel zu grosses Ego hat, besteht jederzeit die Möglichkeit, dass ein YANMAR Techniker vor dem Schiff steht, klopft und etwas arbeiten will. Ist keiner zu Hause, so verschwindet dieser wieder. Angeblich wegen hoher Auslastung kommt er frühestens Wochen später wieder.


Seit dem 10.10.2021 liegen wir in Cherbourg. Zwischenzeitlich mehr als 21 Tage. Noch immer ist allerdings kein Ende in Sicht. YANMAR hat sich verkrochen und will mit seinen Ingeneuren die Daten und Fakten untersuchen, welche sie vor 2 Wochen ! an Bord erhoben hatten. Offensichtlich scheint diese Statistik eine Weltfirma wie YANMAR nicht wirklich zu beeindrucken. Die aktuelle (mir bekannte) Faktenlage stellt sich aktuell wie folgt dar: YANMAR behauptet dass der Propeller von der Yachtwerft falsch eingestellt worden wäre. Dieser hätte zu viel Steigung und erzeuge so zu viel Druck auf das Getriebe. Das lasse die Kupplungslamellen überlasten (zuletzt nach 40 Betriebsstunden). Daher muss der Propeller (Maxprop Classic) durch eine Krankaktion im Rahmen des Getriebetausches entsprechend neu eingestellt werden. YANMAR hatte festgestellt, dass die Maschine noch nie mit der Maximaldrehzahl von 3200rpm unterwegs war. Mit steigender Drehzahl nehmen die Vibrationen im Schiff zu. Das ist zwar immer so, aber nicht immer so stark. Das könnte auch begründen, warum wir bei einer mehrstündigen Fahrt mit 2400rpm den Ropecutter auf der Welle losgerüttelt hatten. Was unseren Zwischenstopp in Boulogne sur Mer begründete. Der Haftentaucher hatte dies dort festgestellt und den Ropecutter neu befestigt.

Die Yachtwerft erklärte mir, dass sie sich dies nicht erklären können, wurde das Ganze doch von mehreren Experten gerechnet. Soviel zu Ingeneuren, Theorie und Praxis. Offensichtlich ist das ZF Getriebe zusätzlich derart knapp berechnet, dass eine an der Obergrenze berechnete Steigung vom Getriebe nicht bewältigt werden kann und bereits nach 40 Betriebsstunden kaputt ist. Da scheint sich wohl ein Kaufmann im Hause YANMAR zu Gunsten der Kosten durchgesetzt zu haben ? Was allerdings an einem 3ten Getriebe günstiger sein soll, erklärt sich mir nicht. Abgesehen von der Tatsache, dass wir lautstark unsere Story erzählen. Wer mich heute nach YANMAR fragt, bekommt von mir die Antwort: Lass die Finger weg, die Produkte sind nicht ausgereift und/oder geeignet. Diese Bemerkungen sind auf diversen Foren bereits zu finden. Ob das unterm Strich aufgeht ? Nach all den Fakten und Erkenntnissen scheint es YANMAR noch immer nicht eilig zu haben die Misstände zu lösen.

Daher sind wir an diesem Halloween Wochenende noch immer in Cherbourg. Wetter ist katastrophal: Regen, Wind und Kalt. Es wird eben langsam auch hier Winter. Also ist auch heute ein Ausflug eher nicht angesagt.

 

 

 

 

Donnerstag, 28 Oktober 2021 12:33

Joyeux Noël ..

Donnerstag

So langsam weihnachtet es sehr in Cherbourg. Leider können wir unsere BELUGA nicht sehr lange am Stück verlassen. YANMAR antwortet auf keinerlei Mails bzgl. zeitlichem Ablauf. Daher könnte jederzeit ein YANMAR Mensch vor der BELUGA stehen und behaupten "Jetzt wollte ich arbeiten. Da keiner da ist komm ich dann in 2 Wochen wieder". Dieser Gefahr wollen wir uns nicht aussetzen, schliesslich haben wir das YANMAR-WerksAngler-Team (YWAT) zwischenzeitlich kennen lernen dürfen. Kürzere (Einkaufs-) Touren erlauben wir uns jedoch selbstverständlich. Anbei einige Eindrücke hiervon.

Das sehr gute Wetter haben wir heute genutzt, um das Steuerbord Schanzkleid ein wenig zu überarbeiten. Seit der Wasserung in 2019 hatten die Hölzer keinen Lack mehr gesehen. Eigentlich sollte jährlich eine neue Lage drauf. Hatte aber in den letzten Jahren nicht wirklich gereicht: Im Sommer wollten wir segeln und im Winter ists zu kalt für die Farbe. Hier in Cherbourg hatten wir die letzten Tage regelmässig über 16°C und da ging das super. Also Hölzer anschleifen, vom Wasser mitgenommene Stellen ausbessern und dann neuen Lack aufbringen. Den achteren Teil haben wir die letzten Tage bereits überarbeitet. Dort sind 4 neue Schichten drauf. Der vordere Teil des Schanzkleides beginnt heute. Jeden Tag eine neue Schicht. Sollte also am Sonntag mit 4 Schichten fertig sein. Sofern das Wetter mitspielt.

Hier in der Marina findet derzeit ein Matchrace Grad 1 Event, die Weltmeisterschaft der Damen, statt. Ein echter Hingucker .. nicht nur die Damen, sondern auch deren Fähigkeiten mit den J80 Booten bei deutlich mehr als 15kn Wind umzugehen. Die Veranstalter haben eine "Partymeile" aufgebaut. Allerdings sind während des Tages die Stände zu. Auch eine Videoleinwand oder vergleichbares ist (bislang) nicht zu sehen. Die Matchrace Szene fristet leider in noch grösseres Schattendasein, als die Segelei insgesamt. Analog zu anderen Sportarten sind die Formate für Frauen noch weniger beachtet. Leider ! Verdient hätten es die Damen allemal. Sehenswerte Manöver und Matches finden hier während des Tages im Hafenbereich statt.

Mittwoch, 27 Oktober 2021 08:44

Whow !

Mittwoch

Heute habe ich mal Zeit gefunden ein wenig Administration unserer Systeme zu machen. Unter anderem schaue ich mir auch ganz gerne mal die Besucherstatistik an. Einerseits um Dir zu zeigen, dass diese zu 100% anonymisiert ist, andererseits um eine Entwicklung der Besucherzahl zu sehen. Bereits im 2ten Jahr haben wir mehr als 200 Tsd Besucher pro Jahr. Dieses Jahr bereits im Oktober ! Aufgrund der Mehrsprachigkeit scheinen auch die Hitraten vorallem aus englisch- und französisch-sprachigen Ländern derzeit zu steigen. Vielen Dank an unsere Leser (oder sagt man: Follower ?). Wir freuen und sehr, dass Du  uns die Treue hältst und uns regelmässig im Internet besuchst. Wenn Euch gefällt was wir berichten, dann erzählt das gerne weiter ! Wir freuen uns sehr über jeden Besucher !
PS: Refresh klicken um die Zahlen hochzutreiben hilft übrigends nicht. Jeder Besucher wird nur einmal gezählt - unabhängig wie lange er sich auf der ARSNavigar Webiste aufhält.

Wir sind seit einigen Jahren Mitglied bei Transocean. Einer Gemeinschaft von Blauwasserseglern und solchen die es noch werden wollen. Vielleicht auch solchen, die nur davon träumen wollen ? Auf jeden Fall ist dieser Verein eine sehr empfehlenswerte Vereinigung. Für einen sehr moderaten Mitgliedsbeitrag bekommst Du hier sehr viel Unterstützung. Die weltweiten Stützpunkte helfen uns, dass wir uns vor Ort besser zurecht finden. Können im Vorfeld bereits Fragen stellen und Empfehlungen einholen. Von Leuten die vor Ort wohnen. Auch nehmen wir sehr viele Schiffe wahr, die einen Transocean Stander unter der Saling fahren. Ein immer willkommener Grund ins Gespräch zu kommen. Für jeden Blauwassersegler eine super hilfreiche Vereinigung, auf die keiner verzichten sollte. Die 60,--€ Jahresgebühr sind hierfür sicher nicht zuviel verlangt.

Coronabedingt hat die Transocean im letzten Jahr sogenannte Microseminare begonnen. Das sind virtuelle Treffen, die via Zoom stattfinden. Im letzten Jahr hatten wir einige davon besucht. Die Transocean fand immer sehr kompetente Referenten und ansprechende Themen. Die Teilnehmerzahlen von über hundert Teilnehmern pro Seminar spricht hierbei eine eigene Sprache. Heute Abend ist das "Losseglertreffen" der Transocean. Wir haben teilgenommen und den mehr als 100 Teilnehmern über unser "Schicksal" mit unserer Maschine, Propeller & Co samt den Verantwortlichen und deren Unfähigkeit incl. deren "Organisationtalent" berichtet. Eine wirkungsvolle Werbung mit Breitenwirkung für die Verantwortllichen.

Nach getaner Arbeit genehmigen wir uns einen Stadtbummel um neue Ecken von Cherbourg zu finden. Die klare Botschaft: "Von draussen vom Walde, da komme ich her und muss Euch berichten, es weihnachtet sehr."  Lasst Euch von den heutigen Bilder bei Traumwetter gerne beeindrucken. Aber einen Christbaumverkäufer haben wir immer noch nicht gefunden.

In alter Tradition hüllt sich unser Angelverein YANMAR zwischenzeitlich wieder in absolutes Schweigen ! Ich hatte die letzten Tage wiederholt Mails an die handelnden YANMAR Mitarbeiter geschrieben um eine ungefähre Zeitplanung zu erhalten. Bis heute ohne jede Rückmeldung. Wir überlegen derzeit wie wir mit diesem Sachverhalt umgehen sollen. Eine Option der Überlegung könnte eine Breitenwirkung über soziale Medien (sehr nachhaltig), Presse (sehr wirksam) und Foren zu erzielen. Die Namen der Verantworltichen sollen hierbei sichtabr am "Pranger" stehen. Wir werden drüber nachdenken.

 

 

Dienstag, 26 Oktober 2021 00:00

So langsam wirds besser und besser ...

Dienstag

Wir haben zwischenzeitlich in unserem Cockpit die Lackschicht Nr.4 aufgebracht, eine Aussensteckdose für unsere Hafen-WLAN Antenne montiert und unser Steuerbord Schanzkleid überabeitet, geschiffen und gestrichen. Eigentlich Arbeiten fürs Winterlager. Das scheint bei uns in diesem Jahr (nocht) nicht Kanaren zu lauten. An sich haben wir hier in Cherbourg fast ideale Voraussetzugen: Es ist warm genug, ein wenig Südwind, ein langer Steg, aber derzeit auch leider immer wieder Regen.

Am Montag hatten wir eine Aussensteckdose für unsere mobile Hafen-WLAN Empfangs-Antenne (kurz: Travelconnect) montiert. Hierbei wird ein Netzwerkkabel montiert. War eine riesen Fädelei bis das drin war ... und sich herausstellte dass es dann gar nicht geht. Heute war der Kabeltausch dran. CAT 7 statt CAT5. Wir haben den Stecker des defekten Kabels abgezwickt und verwenden das defekte Kabel als Einzugsdraht für das neue Kabel. Gesagt, getan ! Leider rührt sich das alte Kabel auf dem ersten Meter kein Stück. Also hinter die Verkleidung sehen ... und siehe da: Wir haben es am Montag erfolgreich geschafft, nach dem Zufallsprinzip ein 3mm dickes Kabel mit einer Spax so zu erwischen, dass die Schraube mittendruch geht, alle Aderen trifft und das ohne dass das Kabel abrutscht ! Grosse Leistung ! Hätte man das so geplant wärs ein riesen Akt geworden ... so eben eine späte Erklärung warum das Kabel plötzlich nicht mehr funktionierte. Neues Kabel, neues Gück ! und arbeitet auf Anhieb. Hurra !

Natürlich wäre es uns lieber diese Arbeiten bei 25°C statt bei 15°C zu machen. Aber hätte, hätte ... Fahrradkette ... hätte uns auch schlimmer treffen können. Beispielsweise wenn wir die nördliche Variante unserer Strecke gewählt hätten: Zuerst Norwegen - Island - Grönland .... und das bei der erlebsten Zuverlässigkeit unserer Maschine und dem YANMAR-WerksAngler-Team (YWAT) im Hintergrund. Bei der aktuell bestehenden Wetterlage wäre das sicherlich gar kein Spass !

Leider rührt sich bei unserem YWAT zwischenzeitlich nichts mehr. Keine Antwort auf Mails ! Vor wenigen Tagen hatten wir noch regen Mailverkehr. Warum so plötzlich nichts mehr ?

Da drängen sich fundamentale Fragen :-) auf:

  • Gibts Mailserver von ZF ?
  • Ist dieser Mailserver bei YANMAR kaputt ?
  • Hat das Internet in Holland zuviel Steigung, wie unsere Schraube ?
  • Macht das YWAT einen Angelausflug nach Dünkirchen um unser altes Getriebe aufzuarbeiten ?
  • oder sind die YANMARs schon kollektiv im Winterschlaf ?

Der örtliche YANMAR erklärt mir, dass er auch nichts Neues wüsste. Bevor er was tun könne benötige er Anweisungen von YANMAR ... und diese lassen auf sich warten ... YWAT-Angelshop eben.

Wir glauben hier ein Muster zu erkennen - über was man bei Langeweile so alles nachdenkt ? Am Anfang der Schadensmeldung sorgt der YANMAR Service für mächtig Wirbel. Da ist - gefühlt - ganz YANMAR auf den Beinen.  Anrufe an Bord, Mails noch und nöcher, ... Mögliches Ziel dieses Aktionismus: Herausfinden, dass Kunde selbst schuld ist ? Dann wäre das Problem für YANMAR sofort gelöst. Den Kunden hängen zu lassen scheint ja normal zu sein. Zumindest geben solche Lösungen eine gute Lösungsquote für die nächste Prämienzahlung der Mitarbeiter. Ist das Problem jedoch unglücklicherweise auch noch ein Garantiefall, dann herrscht Ratlosigkeit. Sobald es im Anschluss um die Organisation der Lösung geht, kehrt eine absolute Ruhe ein. Die nächste Prämie in Gefahr ? Es scheint mir die YWAT spielen "Beamtenmikado": Wer sich zuerst bewegt, hat verloren und wird zum Schuldigen !

Genug Polemik: Wir haben erfahren, dass sich derzeit einige Ingeneure im Hause YANMAR und im Hause ZF mit unserem Problem beschäftigen. Zu welchem Ergebnis die Jungs kommen werden - und vor allem in welchem Zeitraum eine Lösung geplant ist, hatte ich heute angefragt. Also schon wieder eine Mail, die das Beamtenmikado des YWAT empfindlich stören könnte.

So langsam wirds ... hoffentlich nicht den alten Mustern aus Dünkirchen folgen. Petri Heil ...

Montag, 25 Oktober 2021 18:10

I geh Farbe und lacke ..

Montag

Übers Wochenende hatten wir die Hölzer im Cockpit geschliffen, abgeklebt und neu gestrichen. Bei dem verwendeten Lack, EPIFANES Hartholz Lacköl, benötigen wir jedoch viele Schichten. Wichtig hierbei - so haben wir festgestellt - ist es die einzelnen Schichten gut trocknen zu lassen. Nass in Nass ist hierbei keine Empfehlung. Wir hatten das mit unserer Schiebetür am Pilothouse versucht. Trocknungszeit über ein Jahr ! Ergebnis: Nicht hübsch, weil fließt.

Daher gibt es eine Schicht Farbe pro Tag. Trocknungszeit ja nach Temperatur zwischen 12 und 20 Stunden. Mit Schichten zu sparen ist aber auch kein guter Rat. Dann kann Wasser bei Stößen eindringen, weil die Farbschicht zu dünn und somit nicht dehnbar genug ist. Daher: Viele Schichten (mindestens 6) erzeugen eine UV stabile und sehr dehnbare Beschichtung des Holzes. Auch für längere Zeit !

Nach ausgiebigem Frühstück machen wir uns auf unseren Rundwanderweg: Erst die YANMARs, dann Kaffee und dann Einkauf. So machen wir uns auf die Socken. Der YANMAR Dealer wolle letzten Mittwoch bereits einen Dieselkühler einbauen. Dies soll nun diesen Mittwoch passieren - es gibt eben solche und solche. Leider wusste auch er nichts Neues über die YANMAR Terminplanung.

Auf dem Weg zum Einkauf wird meine Weissagung wahr: Weihnachtsschmuck in den Straßen von Cherbourg. Nur Chrsitbäume haben wir hier noch nicht gesehen. Wir hoffen noch immer dass YANMAR den geschätzten Plan mit Donnerstag und Freitag dieser Woche hinbekommt. Dann könnten wir nächste Woche tatsächlich den Sprung nach Süden schaffen. Es sieht derzeit so aus, als würde sich ein Fenster auftun. Würde uns sehr freuen ! Aber dennoch gehen wir in den örtlichen Supermarkt. Diesmal mit dem Bollerwagen und kaufen reichlich Getränke und Essen ein. Ganz wichtig ist hierbei ein Schäufele (Flache Schweineschulter). In dieser Weihnachtszeit gibst demnächst Sauerkraut und Schäufele. Mit Kartoffel-Butternut-Püree und Apfel im Kraut ! Sabine konkurriert bzgl. Essen mit Gott in Frankreich. So wie es an Bord riecht, sollte Sabine den Wettbewerb gewinnen. Man könnte da auch "Badisches Schäufele an Apfelkraut auf einem Bett aus Kartoffel-Kürbispürree" draus machen und 28,50€ verlangen. Wir lassen den Titel weg und putzen der Taller leer.

Mahlzeit bis morgen !

Montag, 25 Oktober 2021 00:00

Das Geheimnis zu langweilen ...

...  besteht darin, rechtzeitig nichts zu vergessen :-)

Nachdem wir am Freitag per Mail mitgeteilt bekamen, dass YANMAR "in sich gehen" will um zu beraten wie es weitergeht, haben wir am Wochenende frei. Wir hegen begründete Hoffnung, dass YANMAR auf die Angelshop Nummer verzichten wird. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass irgendwas hierbei schnell geht. Bei einem Besuch in unserem U-Ship Laden (gleichzeitig auch YANMAR Techniker) erfuhren wir, dass man derzeit drüber nachdachte, am Donnerstag/Freitag auszukranen. Aber, wie wir aus Dünkirchen wissen: YANMAR dachte, Gott lachte ! Wir hoffen jedoch, dass es diesmal auch eintritt.

So haben wir am Samstag ein Kabel eingezogen, um unsere Hafen-WLAN Antenne hübscher anschliessen zu können. Bei der aktuellen Kabelführung kollidiert das Kabel mit dem Niedergang und dem Steckschott. Gibt immer Gefummel und wenns mal nicht klappt, droht das Kabel abgequetscht zu werden. Wir waren auch fast erfolgreich. Kabel drin, alle Verkleidungen wieder montiert, erster selbstbewusster Test: Negativ. Diagnose: Kabel defekt ! Sch... Neues Kabel bestellt. Kommt am Dienstag und wird dann getauscht. Sollte hoffentlich einfacher gehen, da der "Zugdraht" in Form des defekten Kabels ja schon liegt.

Am Sonntag dann grosse Abklebe Aktion im Cockpit. Wenn schon Langeweile droht, dann beginnen wir ab heute mit EPIFANES Lacköl gegen zu wirken. So beschliessen wir, die Hölzer unseres Cockpits zu schleifen und neu zu lackieren. Die eine oder andere Stelle hatte während der Zeit ohne Kuchenbude ein wenig Wasser abbekommen und daher Flecken. Auch mussten wir für die Buchse unseres neuen Anschlusses der Hafen-WLAN Antenne ohnehin bohren. Dann geht das alles in Einem. So haben wir am Sonntag geschliffen und gekratzt, geklebt und lackiert. Zumindest eine erste Lackschicht ist drauf. Mindestens 3 Schichten werden noch folgen. Das passt dann ganz gut, dass wir uns Donnerstag/Freitag für YANMAR freihalten können. Auch das Wetter macht weitgehend mit. Hat zwar ein bisschen Wind, der stört jedoch gar nicht. Die vereinzelten Wolken bringen keinen Regen (zumindest bislang) und die Temperatur ist auch im Rahmen. Also LOS !

Panorama der Marina in CherbourgGegen Abend beginnt es dann zu regnen. Wir beschliessen daher, den Abend mit James Bond, Brotzeit und bester selbstgemachter Aioli zu verbringen. Sehr lecker und durchaus geeignet, auch gossen Vampiren ordentlich gegenhalten zu können. Empfehlung: Sollten beide essen, was wir auch tun.

Viele Grüsse von einen sehr geruhsamen Wochenende !

 

 

Donnerstag, 21 Oktober 2021 00:00

Eine Erkenntnis von heute ...

... kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.

Donnerstag

Heute 13:30 will der YANMAR Techniker an Bord erscheinen. Seine sich selbst gestellte Aufgabe ist die Analyse der Einbausituation. Er will in diesem ersten Schritt notwendige Massnahmen erkennen und im Anschluss dann einleiten.

Sehr pünktlich erscheint der YANMAR Experte mit Techniker dann an Bord der BELUGA. Wir empfangen ihn sehr freundlich und besprechen bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarette in Cockpit die Anamnese. WAS passierte in der Vergangenheit, in WELCHEN Abständen, WIE wurde es bemerkt, ...

Sehr fundierte Fragen zeigen mir, dass sich der YANMAR Experte sehr gut vorbereitet hatte und ebefalls sehr gut auskennt. Im Anschluss gings mit dem Notebook in den Maschinenraum. Im Gegensatz zu dem Herren, welche in Glückstadt mit dem Notebook im Maschinenraum hantierte, scheint dieser YANMAR Experte sich sehr wohl auszukennen. Nach dem Auslesen der Maschine war unser Fahrverhalten absoult gläsern dargestellt. Welche Drehzahlen wurden bevorzugt, welches Lastprofil hat die Maschine, wieviel Stunden hat die Maschine insgesamt und wieviel davon seit die Yachtwerft übergeben hat. Alles detailliert abrufbar.

Erste Erkenntnisse: Die Maximale Drehzahl von 3200rpm wurde noch nie erreicht. 2700rpm ist max. erreicht worden. Die von der Maschine gemessenen Temperaturen aller möglichen Medien scheinen alle im Rahmen. Vieles deutet auf eine zu hohe Propellersteigung hin. Die Propellerdaten wurden von YANMAR erneut gerechnet. Scheinen im Rahmen, wenngleich am oberen Limit zu sein. Danach testet der YANMAR Experte nochmals das Getriebe. Schaltung direkt am Getriebe, Züge sind entkoppelt. Maschine aus, Gänge rasten hörbar ein. Vorwärts wie Rückwärts. Maschine an, Rückwärts geht, Vorwärts kuppelt nicht ein.

Die Erkenntnisse des YANMAR Experten:

  • Getriebe muss in jedem Fall gewechselt werden. Die Steigung des Prop zumindest eine Stufe flacher werden. Das will er jedoch nochmals mit YANMAR im Nachgang klären, nachdem die YANMAR Ingeneure die Logdaten der Maschine ausgewertet haben. Aufgrund der aufgezeichneten Leistungsdaten versucht YANMAR Rückschlüsse auf ein mögliches Getriebeproblem ziehen. In diese Untersuchung wird angeblich auch ZF eingebunden. Hierfür muss die BELUGA an Land gehen.
  • Der Dieselkühler wird zu unserem P0094 Proplem hilfreiche Dienste leisten. Die Filterelemente der SEPAR Filter sollten höchstwahscheinlich entnommen werden. Anscheinend ist ein Filter vor den YANMAR Filtern eine absolutes "no go". Nachdem er sich die Filteranlage angeschaut hatte, meinte er, dass er sich nicht vorstellen könne, dass dies die Ursache sei. Dennoch gilt bei YANMAR, dass Filter vor der Maschine - egal wie hilfreich - aus Prinzip verboten seien. Wir sind so verblieben, dass die Doppelfilteranlage bleibt, jedoch die Papierfilter-Elemente entnommen werden. So kann die Doppelfilteranlage bleiben. Denn auch in seinen Augen scheint es sinnvoll, sehen zu können, wie der Sprit ausssieht. Daran kann man Verschmutzung und Farbe des Sprits besser beurteilen.

Er will sich morgen (Freitag) wieder bei uns melden ! Dann wird er wissen, wann ein Getriebe hier sein kann, und wann die Arbeiten stattfinden können. Er sprciht von einer grossen Wahrscheinlichkeit, dass dies nächste Woche sein könnte.

Mit diesen guten Nachrichten gehen Sabine und ich zur Nahrungsbeschaffung über. Einige Kleinigkeiten fürs nahende Wochenende, etwas Gemüse und noch Brot. Wir beschliessen auf dem Heimweg dann zum Essen zu gehen oder zumindest in ein Kaffee. Nach erfolgtem Einkauf regnet es wie ab. So lassen wir das Kaffee und das Essen gehen einfach sausen und freuen uns auf einen riesen Teller Jägerspätzle (Spätzle mit Pilzen).

Unsere Erkenntnis des Tages: Schwaben on Tour:

  • Ohne Getriebe, geht.
  • Ohne Wind, geht auch
  • Ohne Spätze, geht gar nicht !

Viele Grüsse auch Cherbourg und bleibt uns gewogen !

Wir werden berichten ...

 

Mittwoch, 20 Oktober 2021 15:27

7 Wochen Dünkirchen

7 Wochen Dünkirchen (wir üben uns in Geduld)

Am 28.4.2021 nimmt die Yachtwerft in Glückstadt die von ihr als YANMAR Partner verkaufte Antriebseinheit, einen YANMAR 4JH110 Motor mit einem ZF30M Getriebe in Betrieb. Nach ersten Versuchen stellt sich eine hackelige Schaltung der alten Maschine als Problem dar. Mal gehen die Gänge rein, mal nicht. Manchmal auch nicht gerne wieder raus, manchmal klappen die Gangwechsel auch ganz gut. Anfang Mai verlässt Ralph die Werft um den Umzug aufs Schiff vorzubereiten. Die Werft bekommt den Auftrag, das Schaltungsproblem nochmals zu überarbeiten und die Maschine für die Abreise Mitte Juli fertig zu machen.

Ende Juli machen wir noch einen Kurztrip in den Cityhafen von Hamburg un von dort aus nach Helgoland. Auf dem Rückweg bekommen wir einen Alarm von der Maschine. Eine Fehlersuche ergab nichts und nach erneutem Start war der Fehler weg, kam aber sehr schnell wieder. Beim Einlauf in Glückstadt ging der Vorwärtsgang nicht mehr rein. Daher legen wir Rückwärts an. Die Yachtwerft bessert nach. Am 7. August reisen wir dann aus Glückstadt ab, mit dem Ziel A Coruna in Spanien. Auf dem weiteren Weg stellt sich die Schaltung erneut als sehr unzuverlässig raus.

Am 18.8. brechen wir ab und laufen Dünkirchen an. Dort liegen wir 7 Wochen um ein neues Getriebe auf Garantie zu erhalten. Präventiv erneuern wir die Züge, die Schaltmimik zur Umschaltung der beiden Steuerstände erneuert und sogar, den Morse Controller am Aussen­steuerstand. Die Schaltung funktionierte in Dünkirchen leichtgängig und zuverlässig. Hebel bewegen und sofort war der Gang eingelegt ! So verlassen wir Dünkirchen am 8.10. im Laufe des Vormittags

Am 10.10. Nachmittags brechen wir erneut ab und laufen Cherbourgh an. Dort liegen wir nun seit 10.10.2021 und warten auf eine Lösung seitens YANMAR. YANMAR will einen Techniker vorbei schicken, welcher die gesamte Installation der Maschine und des Getriebes überprüfen wird.

Dieser Film umfassst die Zeit in Dünkirchen. Die späteren Ergeignisse werden wir in einem separaten Film zusammen fassen.

Glückstadt, 2018, Video von Ralph | Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

 


Weiterführende Links

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Mittwoch, 20 Oktober 2021 09:06

Whow da regt sich was ...

Mittwoch

Heute soll unser Dieselkühler eingebaut werden. Der Techniker, welcher vor einigen Tagen hier war wird heute wieder da sein. Als wir den Dieselkühler vor wenigen Tagen bestellten erklärte YANMAR uns, dass dies eigentlich nicht notwendig sei. Die Dieselerwärmung käme von unseren vielen Filtern vor der Maschine. Ich hatte jedoch hier im Hafen Selbstversuche unternommen und festgestellt, dass nicht nur die Maschine den Dieseltank erwärmt, sondern auch die Standheizung. Laufen beide gehts schneller. Läuft nur die Heizung kühlt alles weitgehend ab, bis der nächste Heizzyklus beginnt. "Weitgehend" bedeutet in diesem Zusammenhang eine sehr langsame Erwärmung. So waren meine Beobachtungen die ich ingeneurmässig in Zahlen und Messwerten mit YANMAR geteilt hatte.

Am Montag, als wir unserer fast täglichen YANMAR Besuch tätigten wurde uns erklärt, dass dieser Dieselkühler wohl eine wichtige Rolle einnehmen würde. Daher installieren sie diesen am Mittwoch Vormittag. Meine Arbeit scheint überzeugt zu haben. Am Donnerstag Nachmittag will ein YANMAR Experte auf der BELUGA erste Analysen unserer Installation durchführen, so erfahren wir heute in einer Mail, die gestern ca 21:00 abgesendet wurde. Hut ab und vielen Dank für diesen Einsatz an dieser Stelle an YANMAR ! Heute erfahren wir, dass der Techniker gegen 13:30 an Bord sein will. Wir freuen uns und bestätigen den Termin. Seine Ergebnisse entscheiden dann wie es weitergehen soll. Einig sind wir uns, dass ein Getriebewechsel alle 40 Stunden nicht die Zukunft sein wird. Das ist doch auch schon mal was. Auch gibts in Cherbourg anscheinend keine YANMAR Angelshops, wie in Dünkirchen. Die machen hier alle einen sehr kompetenten und verlässlichen Eindruck ... und Angeln hat keiner im Angebot.

Zwischenzeitlich ist es 12:30 und der Dieselkühler ist noch immer nicht im Schiff. Wir warten auf den Techniker seit 09:00. Er wollte am Vormittag da sein. Mal sehen was sich da noch so ergibt. Bis 21:00 war keiner da. Weder eMail noch Anruf - einfach keiner da ! Wir bleiben gespannt wie sich die Sache morgen am Donnerstag entwickelt. Vielleicht gibts ja ne plausible Erklärung ?!!?

Das Wetter zeigt heute, was die Normadie zu bieten hat: Starkwind (>40kn Wind) und Regen im Wechsel. Eigentlich nur leichter Regen. Unsere LEWMAR Luken, welche 2018 von der Yachtwerft in Glückstadt eingebaut wurden tropfen dennoch kräftig und munter. Alle neu eingebauten Luken sind undicht - und das sind ALLE Decksluken der BELUGA ! Es tropft derart stark dass wir Eimer unter die Scharniere hängen müssen, um die Suppe nicht zu verwässern :-) Wie ein alter Handwerkerspruch so sagt: "Wenn es in die Suppe hagelt, ist das Dach wohl schlecht genagelt". Die Yachtwerft teilte mir vor Wochen bereits mit, dass es eine Lösung seitens LEWMAR hierfür gäbe. Wahrscheinlich kam einer von beiden, oder doch beide ? wohl noch nicht dazu, mir die Ersatzteile zuzusenden. Ist ja erst Ende Oktober :-(( sind ja noch 7 Wochen bis zu den Geschenken unterm Baum.

Am späten Nachmittag suchen wir nochmals den örtlichen Suoermarkt heim. Dort finden wir sehr leckeres Suppenfleisch. Wir beschliessen, dass dies eine gute Idee in der aktuellen Vorweihnachtszeit sein kann. So nehmen wir zwei geeigente Stücke Suppenfleisch, Suppengemüse und weiteres "Zubehör" mit. Zwischen den Eimern unter den Decksluken kannst Du unserern XXXL Suppentopf sehen. Hier enstehen ca. 2 ltr Suppe vom Feinsten. Viel Gemüse und ein Butternut Kürbis verleihen der Suppe eine runden Geschmack. Was uns neu war, ist ein Rettich im Suppengemüse Paket. Passt geschmacklich aber sehr gut. Eben Essen wie Gott in Frankreich auf der BELUGA - den Wettbewerb gewinnen wir !

In der Nacht dreht der Sturm nochmals richtig auf. Orkanböen peitschen durch Cherbourgs Marina. Der Südwind ist ablandig und zieht uns vom Steg weg. Wenigstens die Fender haben heute Nacht frei :-) Die BELUGA zerrt ordentlich an den Leinen. Da dieser Stum mit Ansagen war, haben wir ausreichend Leinen am Steg. Auch in ausreichender Stärke. Die BELUGA ruckt streckenweise sehr hart ein. Wir machen - am Steg festgemacht - ordentlich Lage in der Koje. Sabine hat über Stunden Mühe Schlaf zu finden. Gegen 03:00 lässt der Sturm ein wenig nach und wir schlafen heute aus, kommt der YANMAR Experte erst um 13:30.

Aufräumen mit eigenen Vorurteilen

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich mindestens eins meiner Vorurteile begraben sollte. Ich denke ich muss meine Einstellung gegenüber der französischen Handwerkermentalität etwas differenzieren. Hatten wir in Jahren in Marseille wahrgenommen dass dort eine ausgeprägte „Manjana Mentalität“ herrscht, so stellen wir hier im Norden das absolute Gegenteil fest. Du fragst Dich, woran wir das festmachen: Der Ausbau unserer alten Maschine dauerte in Marseille mit den Werft Handwerkern über 3 Tage. Der Einbau mit der deutschen Fachfirma über 4 Stunden. Hier haben wir noch weitere ähnliche Beispiele erlebt.

Hier im Norden Frankreichs dauert es eine Weile, bis die Handwerker sicher sind, dass die Arbeit „ihrer würdig“ ist, was bedeutet, dass sie Zeitverschwendung vermeiden wollen. Wenn dann noch klar ist, wer die Zeche zahlt, dann gehts mit sehr viel Elan, Sachverstand, Kompetenz und sehr pünktlich (auf Französisch +/- 1h) zur Sache. Das ist zumindest mein aktueller Eindruck. In manchen Bereichen kann sich sogar der eine oder andere deutsche Handwerker eine Scheibe abschneiden.

So freue ich mich, zumindest dieses Vorurteil über französische Handwerkermentalität feierlich über Bord werfen zu können.

 

Dienstag, 19 Oktober 2021 16:12

... Hausmeister Krause und Frau

Montag

Am Montag beginnen wir mangels der YANMAR Info WANN es mit WEM weitergehen soll, die ersten Winschen zu fetten. Nach ausgiebigem Frühstück (bis 14:00) demontieren wir die erste Mastwinch. Die quietscht bereits sehr verdächtig bei der Nutzung. Daher beschliessen wir diese zu demontieren. Befund: Am Fett bzw. Öl kanns in keinem Fall liegen. Was nicht vorhanden ist, kann auch keine Fehlerquelle darstellen :-)

So beschliessen wir die gesamte Winch zu demontieren, säubern, fetten und wieder zusammen zu bauen. Kaum 2 Stunden später haben wir unsere Bb Mastwinch (46er Andersen Winch) wieder sauber, und dreckfrei. Leider ist eine Feder der Sperrklinken gebrochen. So beschliesen wir das Angenehme mit dem Nützliche zu verbinden. Wir gehe in den naheliegenden U-Ship und besorgen uns neue Federn. Danach gehts Brot kaufen.

Montags einkaufen ist in Frankreich eine echte Aufgabe: Sonntags haben viele Läden bis Mittags offen. Aber Montag haben alle geschlossen. Wirte, Läden und der Rest der Stadt. Montag scheint der Sonntag der Franzosen zu sein. So stapfen wir am Montag Nachmittag durch Cherbourg, suchen einen Bäcker und setzen uns in ein Kaffee. Dort habe ich den schechtesten Kaffee meines Lebens getrunken. Motto: "Darf man in so viel heisses Wasser so wenig Kaffee zugeben ?" Blümchen Kaffee: Wenn man die Blümchen am Boden der Tasse problemlos erkennen kann.

Dienstag

Unsere Ersatzteile für die Winchen lassen uns heute in Aktivismus aufbrechen. Wir säubern und fetten alle 3 Mastwinchen. Beginn um 11:00, Ende 16:00. Unser Vorgänger scheint das alte Motto "Viel hilft viel" ausgelebt zu haben. Sehr viel Fett in den Winschen. In jeder Winch anderes Fett - oder eben auch mal keines. Manche liessen sich gut reinigen, andere eher nicht. Nun haben wir am Mast 3 Winchen, die klingen wie neu: Leises klicken und leichte Drehungen.

YANMAR scheint sich auch heute in Schweigen zu hüllen. Daher beschliessen wir nun im Hafenkaffee einen Kaffee zu trinken. Haben wir uns verdient.

Freitag

Die Kommunikation mit YANMAR scheint diesmal ein wenig fixer zu gehen als in Dünkirchen. Zumindest scheinen hier ein paar Wissende einige Fragen zu stellen, welche darauf hindeuten, dass im Hintergrund was passiert. Wir beantworten die Fragen gemäss unseren Wahrnehmungen. Nach einiger solcher Mails bekommen wir die Nachricht, dass ein Vertreter der YANMAR France hier vor Ort aufschlagen wird um die gesamte Installation zu prüfen, ein neues Getriebe einzubauen, in Betrieb zu nehmen und abzunehmen. YANMAR wollte auf meinen Vorschlag am geplanten Zielort (max 40h Laufzeit) gleich ein neues Getriebe zu hinterlegen nicht weiter eingehen :-) Nachdem es bei YANMAR keine Getriebe im 12er Pack gibt, sind wir uns schnell einig, dass die gesamte Auslegung und Installation der Maschine überprüft werden muss. Das soll durch eben diesen Vertreter der YANMAR France erfolgen.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Experte nicht nur einen Firmware-Upgrade aufspielt und dann mit den Worten "Sollte jetzt wieder gehen" verschwindet, wie das in Glückstadt, im Nachgang betrachtet, wohl der Fall war. Damals ahnte allerdings noch keiner, welche Folgen dies haben sollte. Hinterher ist man eben immer schlauer. Aber noch schlauer möchte ich diesbezüglich eigentlich gar nicht mehr werden.

Da wir hier noch ein paar Tage oder mglw. auch Wochen liegen werden, haben wir uns nach Firmen umgeschaut, welche in dieser Zeit unser Schanzkleid reparieren können. Dieses war uns in Dünkirchen während eines Einkaufs beschädigt worden. Seit Mittwoch warten wir auf ein Angebot einer ansässigen Werft, die unser Schanzkleid wieder in Schuss bringen will. Sehr pünktlich erschien der Chef. Selbst ein amibitionierter Hochsee-Regattasegler. Dieser schien sehr schnell zu erkennen, WAS zu tun ist und vorallem WIE und WOMIT. Leider sei er derzeit mit einigen Booten sehr beschäftigt, welche Anfang November auf eine Transatlantik Regatta starten. Daher braucht er Zeit um die Arbeiten zu terminieren, erklärte er uns. Das Angebot könnte daher wenige Tage dauern. Bis heute haben wir noch kein Angebot erhalten - zumindestens soweit ist auf ihn Verlass.

Da wir heute keine Lust hatten, wieder an der BELUGA zu arbeiten beschliessen wir einen Stadtbummel in Cherbourgh zu machen. Ist eine echt sehenwerte Stadt. Sehr schöne alte Häuserzeilen, leider teilweise dem Verfall preisgegeben. Gepaart mit neuen Häusern und Marktplätzen voll mit Händlern, welche lokale Produkte wie Gemüse, Fleich und Fisch anbieten. Für das tägliche Leben scheint hier bestens gesorgt zu sein. Alles befindet sich in Laufweite. Daher werden wir unsere Bordfahrräder zunächst verstaut lassen.

Natürlich sind hier auch die grossen Supermärkte vertreten. In einem sehr nahe gelegenen Carrefour gehen wir proviantieren. Dort finden wir neben den Dingen des täglichen Lebens auch echt lustige Waren gefunden, wie ihr den Bildern entnehmen könnt. Ralph, als begeisterter Bierliebhaber stellt fest, dass Franzosen die Aufgabe des Bieres wohl anders definieren als Deutsche - zumindestens als Süddeutsche: Es ist fast kein Bier zu finden, welches unter 6% Alkohol zu haben ist. Manche sogar mit 8% und mehr. Häufig belgische Biere. In allen möglichen und unmöglichen Geschmacksarten: Kirsche, Minze, Malz, Rauch, ... und Farben: Blond, Kupfer, Schwarz und klar, ... Wenn ich mir was zum Dröhnen suche, dann käme ich zuletzt auf Bier. Nicht so die Franzosen.

Also suche ich mir ein französisches "Leichtbier" mit max. 5% Alkohol (drunter ist eh nichts zu kriegen) und ohne Geschmacksbeigabe. So lande ich bei Bier aus dem Elsass, nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Da lobe ich mir die Nähe zu Deutschland. Mit unserem Einkauf im Wagen trollen wir uns zu einem der umliegenden Kaffees. Schliesslich brauchen wir auch in Cherbourgh ein Stammkaffee. Ein geeigenter Kandidat zu diesem Thema ist direkt am Ausgang unseres Steges. Dieses Kaffee hat derzeit eine Favoritenrolle. Während wir weiter verträumte Gässchen bestaunen stellen wir fest, dass unser - eigentlich lustig gemeinter - Christbaum nicht mehr weit entfernt sein kann. Die ersten Häuserzeilen tragen bereits Weihnachtsschmuck.

Am Abend gibts leckere "Caprese a la casa", französische Tomaten mit italienischer Mozzarella und etwas griechischem Ziegenkäse. Auch unsere Küche scheint internationaler zu werden. Im Anschluss schauen wir uns den Film "DUNKERK" an. Eine Empfehlung unserer Tochter Tina. Sie meinte, dass dies eine sehr gute Ergänzung zu unserem Aufenthaltsort Dünkirchen sei. Zumindestens ein paar Wochen zuvor, als sie die Empfehlung aussprach traf dies noch zu. Wir stellen fest, dass dieser Film auch in Cherbourgh noch gut zu sehen ist :-)

Empfehlungen zu medialen Technik an dieser Stelle:

In nahezu allen französischen Häfen gibts ein leistungsfähiges WLAN. Einen Internetzugang stellen wir über einen sog. "Travelconnector" - einer Empfehlung des Händler "WLAN-Shop 24" aus Hamburg - her. Sehr einfach zu montieren, kann man mit dieser "Antenne" eine Verbindung via Hafen-WLAN zum Internet herstellen. Bei diesem System kann sogar die Leistungsfähigkeit der Antenne entsprechend dem Abstand und der Empfangsstärke eingestellt werden. Läuft zwischenzeitlich sehr gut und sehr stabil. Wir bleiben daher immer in unserem Bordnetz angemeldet. Solange die "Travelconnector" aktiv ist, schaltet unsere Fritzbox 6890 von LTE auf diese WLAN Verbindung um. Eine 2te Fritzbox, stellt als DSL Router die Internetverbindung her. So haben wir keine grossen Konfigurationen zu beachten und befinden uns hinter den beiden Fritzboxen, die eine Firewall haben, auch einigermassen gut geschützt. Vor Auslaufen kann die gesamte HafenWLAN Technik via Bordnetz abgeschaltet werden. Die zentrale Fritzbox schaltet dann wieder - ohne weiteres Zutun - auf LTE um.

Dies hat sich bislang als sehr hilfreich für uns dargestellt. Die Kommunikation mit YANMAR erfolgt fast ausschliesslich per Mail. Die letzten Tage und Wochen hatten grosse Telefonieanbieter wie die deutsche TELEKOM, T-Mobile, ... mit Netzausfällen zu kämpfen. Internet in Frankreich ging jedoch. Unser Bordtelefon arbeitet über Internet Telefonie mit SIPGate. Somit bleiben wir immer telefonisch erreichbar, auch wenn die Handies keine Verbindung mehr herstellen können. Auch in diesem Themenbereich scheint Redundanz wichtig. Solltest Du einen Anruf von uns bekommen, bei dem die Telefonnummer +49 7542 ... erscheint, dann bitte nicht wundern. Egal wo in der Welt wir uns befinden haben wir die selbe Telefonnummer. Hat in der Vergangenheit zur einen oder anderen lustigen Verwirrung beigetragen :-)

Was wir ebenfalls feststellen durften war, dass "Funklöcher" im französischen Mobilfunk so gut wie gar nicht zu finden sind. Ich spreche hier von unseren unfreiwillig langen Aufenthalten an Land in urbanen Gebieten. Aber auch in urbanen Gebieten schaffen es deutsche Mobilfunkanbieter zahlreiche Funklöcher zu etablieren. Auch während unserer Überfahrt von Dünkirchen bis Cherbourgh hatten wir Mobilfunkempfang an Stellen, an denen wir das nie vermuteten. Möglichweise hat das auch mit den vielen "Boatpeople" zu tun, die nahezu täglich von Rettungsorganisationen in grosser Zahl aus dem englischen Kanal gefischt werden. Grosse schwarze Schlauchboote, welche mit ca. der 3-4 fachen Menge Menschen besetzt sind als zugelassen.

Für den abendlichen TV-Empfang nutzen wir diese Lösung um via Fire TV Stick oder Notebook die Nachrichten von zu Hause zu sehen. Leider scheint das Liveprogramm im Ausland nicht zugänglich. "Aus rechtlichen Gründen ist diese Sendung nicht zu empfangen ..." ist dann zu lesen. Meist schauen wir uns dann die jüngste vergangene Nachrichtensendung an. Reicht üblicherweise ganz gut. Zumindest stellen wir fest, dass das södersche CDU Mobing nicht häufiger ist, als Nachrichtensendungen ausgestrahlt werden. Solltest Du aber auf Live-TV nicht verzichten zu wollen, dann kannst Du Dich über einen deutschen VPN Anbieter ins Internet bewegen lassen. Dann geht auch Live-TV. Schien uns jedoch zu aufwändig und dadurch zu fehleranfällig.

 

 

 

 

Mittwoch, 13 Oktober 2021 22:06

Stadtbummel in Cherbourg

Mittwoch

Nachdem wir heute zunächst die Holzteile unseres Schanzkleids ein wenig auf Vordermann brachten, beschliessen wir einen Stadtbummel zu machen. Auch müssen wir uns ein neues Kaffee suchen. Zahlreiche Mails werden mit YANMAR ausgetauscht, aber einen Lösungstermin gibts noch nicht. Schliesslich müssen wir uns ein neues Kaffee suchen, einen Supermarkt und für den Fall der Fälle auch einen Christbaumverkäufer :-)

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei all denen bedanken, die uns diese Aufenthalte ermöglicht haben. Ihr habt uns zwischenzeitlich fast ein halbes Jahr unseres Leben gestohlen. Danke dafür!

Im Licht der untergehenden Sonne sehen wir die weiss strahlende MSC Seaview im Hafen von Cherbourg liegen. Eine beachtliche Bettenburg. Freunde von uns nennen diese Schiff gerne auch "Brutkasten". In Anspielung auf angebliche Verhaltensweisen der Kreuzfahrtpassagiere. Wenn man bedenkt, dass das grosse Gebäude im Vordergrund eine stolze Werfthalle der Wehrmacht war, in der stolze Schiffe gebaut wurden welche einen Krieg gewinnen sollten. Die MSC Seaview als Kreuzfahrer überragt dieses Gebäude heutzutage um einige Stockwerke.
Betrachtet man dann die Rauchfahne der Kamine, kann man sich vorstellen, warum so manche Stadt ihre Probleme mit den Kreuzfahrtschiffen hat. So mancher Einwohner hat die Nase voll davon. Hier in der Normandie bringen die Touristen jedoch wichtiges Geld in die Stadt. Man hat offensichtlich Prioritäten gesetzt.

Ansonsten sind wir beide beeindruckt von der alten Gebäudestubstanz. Richtig schöne alte Gebäude. Auch eine Kirche liegt direkt hinter unserer Marina. Getrennt durch einen Park. Sofort fällt uns bei dieser Architektur der Film bzw. das Buch "Säulen der Erde" ein. Ähnlicher Baustil. Auch sind bei dieser Kirche die diversen Bauabschnitte geltungsssüchtiger Kirchenfürsten deutlich erkennbar.

Dieser alte Baustil trifft in Cherbourg auf moderne Architektur, welche teilweise direkt als Gebäudeerweiterung dran gebaut wurde. In manchen Fällen eher gelungen, in anderen auch nicht.

Was natürlich in keiner guten französischen Stadt fehlen darf, ist der reitende Napoleon. Liberté, Égalité, Fraternité wird in der Neuzeit ergänzt mit Mobilité. Was die ganzen Kreuzfahrer erklärt. Als Schwabe würde ich noch einen Vierten dranhängen: "Stinkt ganz schee". Den Kreuzfahrer riecht man bei der heutigen Windrichtung in der gesamten Stadt ... und die Jungs haben die Maschinen noch gar nicht gestartet.

Da kann unsere WEBASTO Heizung im wahrsten Sinn des Wortes nicht dagegen anstinken.

In Erwartung eines dritten Getriebes auf den ersten 140 Betriebsstunden unserer Maschine gehen wir schön Essen. Danch ein Absacker und dann ab ins Bett.

 

Dienstag, 12 Oktober 2021 17:27

Murmeltier ist hier !

Heute morgen sehe ich eine Mail von meinen Anglerfreunden, dem YANMAR Europe Kundenservice. In der Umgebung ist ein YANMAR Master Dealer angesiedelt. Dieser kontaktiert uns und teilt uns mit, dass gegen 14:00 ein Monteur vorbei kommt. Eigentlich wollten wir zu diesem Zeitpunkt abfahren. Hatten wir das nicht schonmal ? Anderer Ort, gleiches Vorgehen. Wenigstens darauf ist Verlass.

Sabine und ich hatten während des Frühstücks im Logbuch nachgesehen und ein wenig in der Erinnerung gekramt. Hierbei fallen uns folgende Zusammenhänge auf:

  • Das erste Getriebeproblem trat mit ca. 40 Betriebsstunden, bei der Einfahrt in den Hafen von Glückstadt, auf. Kein Vorwärtsgang. Danach hat die Yachtwerft ca. 3 Stunden die Züge neu eingestellt. Zunächst erfolgreich. Bei der Abfahrt 2 Tage später wollte der Vorwärtsgang schon wieder nicht mehr. Ruckeln an der Schaltung dann gings. Dieses Phänomen hat sich in der folgenden Zeit verstärkt.
  • Am 18.8. laufen wir mit ca. 100 Betriebstunden auf der Maschine in Dünkirchen ein, weil das Getriebe gar keinen Vorwärtsgang mehr einlegt.
  • Nach 6 Wochen warten auf ein neues Getriebe, Austausch der gesamten Kabelage und auch der Schaltmimik sowie der Morse Regler geht alles wieder wie ne Eins.
  • Ca. 40 Betriebsstunden später sind wir in Cherburg und das Ganze beginnt von Vorne. Die Monteure (sehr freundlich und hilfsbereit) kommen an Bord, tauschen die Filter, weil sie nur den P0094 Fehler beheben wollten. YANMAR Kommunikation eben ! Danach empfehlen sie, wir sollen einige Runden im Hafen drehen um die Temperaturentwicklung zu beobachten. Ich erklären Ihnen, dass wir ein kleines Problem damit haben, dieses Programm ohne Vorwärtsgang zu absolvieren.
  • Schaltung prüfen: Erste Rückmeldung: Die Züge sind das Problem und müssen neu eingestellt werden! .. und täglich grüsst das Murmeltier. Ich erkläre den beiden Herren dass sie sich diesen Aufwand sparen können, da die neuen Züge, Morse-Controller etc. vor ca. 40 Betriebsstunden noch perfekt funktionierten. Dass wir diese Entwicklung bereits hinter uns haben und das Problem beim Getriebe liegen muss.
  • Der Monteur kuppelt die Züge ab um mir zu beweisen, dass es die Züge sind. Manuell bedient, kuppelt das Getriebe mit ausgeschaltetem Motor problemlos ...klack deutlich hörbar ... Vorwärts wie Rückwärts. Maschine geht an, Rückwärts geht, Vorwärts nicht mehr. Jetzt scheinen sie mir zu glauben.
  • Zwischenzeitlich bin ich mir sicher, dass es an den alten Zügen nicht gelegen haben kann. Dies hatte die Yachtwerft unserem Anwalt erwiedert. Der Kunde wollte keinen Austausch. Das hat sich die Yachtwerft wohl ein bisschen zu einfach gemacht.
  • Der hiesige Ansprechpartner setzt sich mit DB Moteur ins Benehmen und sucht eine Lösung. Fand ich sehr nett, dass er meine Interessen in französisch vertritt. DB Moteur scheint beeindruckt ob der sensationellen Lebenszeit des Getriebes. Aufgrund der ihnen bekannten Vorgeschichte versprechen sie, sich mit ZF in Verbindung zu setzen und eine Lösung zu suchen.
  • Die problematische Fueltemp hat sich während der vielen Gang Einlegversuche (in Summe weniger als 30 Minuten Laufzeit) um 17°C erhöht. Das beeindruckt auch die Monteure. Sie fragen ob ich vielleicht eine Leine in der Schraube habe. Nachdem in Boulogne der Taucher den seitens Yachtwerft unzulänglich befestigten Ropecutter erneut befestigte, kann ich das mit Sicherheit verneinen. Sie wollen sich mit YANMAR kurzschliessen und gemeinsam YANMAR Europe, YANMAR Masterdealer vor Ort und die Monteure eine Lösung für uns finden. Ich rege an, über einen anderen Hersteller als ZF beim möglicherweise anstehenden Getriebetausch nachzudenken. Ist für mich nicht so hilfreich, wenn Getriebe angeboten werden, die nicht mehr als 40 Betriebsstunden halten !
  • DB Moteur überlegt ob es sinnvoll sein kann nach Cherbourg zu fahren.
  • Die hiesigen YANMAR's erklären dass ein Getriebewechsel an Land stattfinden muss. Was mir die wochenlange Stopfbuchsenwache ersparen kann. Hätte ich sicherlich auch nicht nochmals akzeptiert.

In Summe ist unser Wetterfenster schon wieder geschlossen. Wir werden bei den aktuell perfekten Windverhältnissen nicht mehr auslaufen können. In ein paar Tagen ist Süd- bis Westwind in der Biskaya angesagt. Streckenweise mit 5++mtr Wellenhöhe. Das braucht kein Mensch. Zumindest wir wollen das nicht haben. So beschliessen wir heute nach Cherbourg zu gehen und nach Christbaumverkäufern zu suchen.

Falls jemand meine Meinung über die Zuverlässigkeit von YANMAR Equipment wissen möchte ... besser nicht. Schimpfworte und Schmähungen sind nichts fürs Internet .. und unter Anglern macht man das auch nicht - in der Öffentlichkeit.

So schliesse ich meinen heutigen Blog mit einem 3-fachen Petri-Heil !

Montag, 11 Oktober 2021 16:15

... Punxsutawney Phil

Heute wollen wir mit ablaufendem Wasser gegen 14:00 auslaufen. Ziel wieder mal A Coruna ! Wir haben zwischenzeitlich nach Dünkirchen mit Getriebewechsel und Boulogne sur Mer mit klöterndem Ropecutter so viele Tage verloren, dass die Reserve für unser kleines Biskaya-Fenster nahezu aufgebraucht ist. So starten wir die Maschine um 14:02 und wollen ablegen. Leinen los und ... kein Vorwärtgang mehr ! Das Getriebe legt schon wieder keinen Vorwärtsgang mehr ein. Punxsutawney Phil ?

Nur zur Erinnerung: Mitte April hatten wir die selben Probleme wie heute. Die Vorgabe an die Yachtwerft war es, im Zeitraum zwichen Ende April und Mitte July (10 Wochen !) die Schaltungsprobleme zu beseitigen. Heute haben wir den 11. Oktober ! und unsere Schaltung funktioniert noch immer nicht ! Der Unterschied: 6 Monate sind vergangen. Zwischenzeitlich scheint es nicht mehr das Problem der Werft zu sein ?!?!? Aus unserer Sicht eine üble Nummer ! Scheinbar aus Sicht der Yachtwerft: Mach nix und lass den Kunden hängen ! Irgenwann gibt er vielleicht auf !

Aus gemachter Erfahrung geht a) eine Meldung ins YANMAR Anglernetz und b) eine Mail an den YANMAR Europe Service mit dem wir bislang schon sehr gute Erfahrug gemacht haben. Zumindest in der Disziplin "Geduld". In CC gleich an den Anwalt. Ich habe YANMAR hierbei mitgeteilt, dass wir morgen fahren müssen und er eine Lösung bis morgen 14:00 finden muss. Knappe Stunde nach der Mail erhalte ich eine Antwort von Roel. Der Ansprechpartner des YANMAR Europe-Service mit dem grossen Organisationstalent und ausgepägten Kenntnissen der Anglershops im YANMAR Netzwerk. Er will unseren Liegeplatz und Kontaktinformationen, damit uns ein Ansprechpartner der YANMAR France kontaktieren kann. Zwischenzeitlich ists 16:00. Ich gehe von einem Kontakt am heutigen Tage nicht mehr aus. Schaun wir mal ...

Bis heute abend 21:00 hat sich niemand gemeldet. Der Angelshop macht wahrscheinlich gegen 17:00 spätestens zu. Daher sind wir gespannt auf morgen.

So machen wir einen Rundgang durch Cherbourgh. Wir suchen vorwiegend nach Kaffees und Christbaumständen :-) Unsere Befürchtung ist dass wir hier ein "Dünkirchen II" erleben. Bei der bisher erlebten Dynamik der YANMAR Organisation nicht ganz abwegig. Andererseits sind wir nicht bereit selbst Hand an zu legen. Am Ende kommt YANMAR kommt mit der Aussage "... selbst gebastelt, Garantie verwirkt ...". Daher sollen die sich um ihren Sch... selbst kümmern. Petri heil !

Fortsetzung folgt ..

Sonntag, 10 Oktober 2021 19:07

Zwangsstopp die Dritte !

Wie von der Wetterwelt prognostiziert kommt gegen Abend Wind auf. Zunächst darf die Maschine mithelfen. Die Maschine bleibt an … und läuft bis jetzt ganz gut. Die Dieseltemperatur steigt sehr moderat an. Aber sie steigt. Gegen 06:00 morgens geht der P0094 Alarm wieder an. Dieseltemperatur bei 67°. Der Monteur in Frankreich meinte zwar dass alles bis 72° im Normalbereich ist und keinen Fehler verursachen sollte, unsere Angelshop-Maschine allerdings behauptet eben was anderes. Also Gross setzen und segeln. Wind ist ja (noch) da. Bis ca. 10:00 laufen wir unter Segel mit 6-7 kn. Frühstück bei Stille und Wind. Das macht Laune ! Ab dann setzt der Gegenstrom ein. Mit 5kn ganz ordentlich und wir nehmen die Maschine zuhilfe (mit 25% Last) um nicht rückwärts zu segeln. Der Spuck soll noch bis ca. 15:00 halten. Dann haben wir auch unseren Wegpunkt vor Guernsey erreicht und legen Brest an. Noch ca. 140NM dann geht’s in die Biskaya.

Soviel zur Theorie: Praktisch hält die Maschine nur etwa 2h Stunden durch, dann geht der P0094 Alarm wieder los. Die Maschine stoppt danach dann von selbst. Obwohl im Handbuch steht, dass eine Weiterfahrt mit mässiger Drehzahl möglich wäre. Ist sie auch, aber nur für wenige Minuten. Der YANMAR Europe Service-Experte hatte mir erklärt, dass dieser Fehler problemlos auch bis zu den Kanaren warten könne. Nur man muss eben dahin kommen mit einer YANMAR Maschine. Und genau da liegt das Problem ! Das Ding läuft einmalig kaum mehr als 12h am Stück. Dann nur noch in kurzen Perioden (1-2h). Erst hupt es, dann steht sie hin. Egal wo Du dich befindest und wie sehr Du auf sie angewiesen bist. Mit unserer Angelshop-Maschine bedeutet das: Ohne Wind haste ein Problem. Wie wir aus Dünkirchen wissen ist bei YANMAR die Devise „Haste ein Problem mit YANMAR, dann haste ein richtiges Problem !“. So müssen wir erneut abdrehen. Diesmal nach Cherbourgh. Sollte unter Segeln bis zum Hafen klappen.

Wenige Meilen vor Cherbourgh wollen wir uns beim Hafenmeister per VHF anmelden. Also Funke an, Kanal 09 wählen und funken. Mit drücken des Trägers ist die gesamte Navigation aus. Schiff dunkel ! Wie geht das nun ? Alles wieder hochfahren. Sabine steuert bis der Autopilot wieder da ist. Wenige Minuten später segelt die BELUGA wieder wie sie soll. Funkgerät kaputt ? Nun dann versuchen wir es vom Innensteuerstand. Träger drücken ... und wieder ist alles aus. Wieder kein Strom mehr im Schiff. Sollte es hierbei Zusammenhänge geben ? Vielleicht der Klabautermann ? oder doch der Elektriker ?

Im Hafen von Cherbourgh fest, machen wir uns auf die Fehlersuche. Verbrauch ist enorm hoch. Die Batterie wird mit 50A++ entladen. Normal sind 15A-20A (mit WEBASTO). Egal welcher Verbraucher hier dazukommt, bricht die Verbraucherspannung ein und das Stromnetz baut sich neu auf. Wer verbraucht hier so viel ??? Nach einiger Suche kamen wir dem Bösewicht auf die Schliche. Während der Nacht haben wir ein 12V PKW-Scheibenheizer, der vor Beschlagen schützen soll, angeschaltet. Leider war uns nicht kar, dass dieser Heizer mit 35A++ mehr als doppelt soviel verbraucht als die gesamte BELUGA ... und das war wohl zuviel des Guten. Heizer aus .. und alles ist wieder in Ordnung. Na zumindest ist dieses Problem gelöst. Dann bleibt nur noch der Angelshop .. pardon, die YANMAR Maschine. Dort gehen wir morgen beim YANMAR Dealer im Hafen vorbei und fragen, ob er eine Idee hierzu hat, welche in weniger als 7 Wochen umsetzbar wäre.

Nach jahrelangen sehr guten Erfahrungen mit YANMAR könnte ich mir vorstellen, dass ein Praktiker mit Erfahrung durch ein paar Kleinigkeiten diesen Missstand abstellen könnte. Nur finden muss man diesen Praktiker eben. Leider habe ich diesen noch nicht gefunden. Weder bei der Yachtwerft in Glückstadt, noch bei YANMAR ... und so suchen wir auch morgen ...

Wir werden berichten ...

Samstag, 09 Oktober 2021 19:05

Ziel: A Coruna (schon wieder mal)

Heute morgen beim Hafenmeister angemeldet und nach einem Hafentaucher gefragt. Binnen 30 min war dieser da. Taucht und stellt fest, dass sich der Ropecutter gelöst hat und auf der Welle nach vorne rutschte. Danach klöterte dieser munter vor sich hin. Mit einem Hammer hat er diesen wieder auf seine Position gehämmert und fest gemacht. Nicht eine Leine war das Problem, sondern der Leinenschneider (Ropecutter) ! Binnen 20 Minuten war er fertig und zog wieder ab. Kosten 55€.

Um 11:00 gehen wir mit der Schleussenöffnung raus. Ziel: A Coruna (schon wieder mal). Die Maschine wird nicht mehr als 1800 rpm befeuert. Das sind ca. 25% Last. Wir hoffen dass dies unser P0094 Problem löst bzw. hinauszögert.

 

Freitag, 08 Oktober 2021 18:59

Erneuter Zwangs-Stopp

Heute morgens starteten wie wie geplant um 08:00 in Dünkirchen. Erst zur Tanke, dann gings los. Mit über 9kn folgen wir dem Fahrwasser in Richtung Calais. Gegen 14:00 drehen wir ab in den Süden. Wir müssen gegen die Strömung mehr als 5kn anlaufen. Teilweise bleiben wir knapp unter der 4kn Marke. Gegen 15:00 kommt Wind auf. Wie angesagt aus N mit ca. 10kn. In Böen sogar bis zu 13kn. Was ne Böe -:). Aber der Wind hilft sehr wirkungsvoll gegen die Strömung anzuhalten.

Kurz vor 16:00 klopft es plötzlich lautstark von der Antriebswelle. Nicht schon wieder unser Getriebe oder gar die Maschine. Sabine hatte gerade geschlafen als das Klopfen immer heftiger wird. Blick in die Maschine: Alles sieht gut aus. Das kann eigentlich nur was in der Schraube sein. Drehzahl runter. Klopfen wird weniger. Die üblichen Tricks mit Rückwärtsfahrt etc. hilft leider nichts. Auch unser Ropecutter, der eigentlich genau das verhindern sollte hat nicht geholfen. Tauchen im Ärmelkanal bei 5kn Strom lassen wir dann lieber bleiben.

Also schon wieder abdrehen. Ziel Boulogne sur Mer ist der nächste Fluchthafen. Maschine geht aus, den Rest machen die Segel. Da wir abdrehen segeln wir halben Wind mit 4-5kn Geschwindigkeit ! Eigentlich ist nur die Richtung falsch. Der Rest würde passen. Um 18:00 liegen wir im Innenhafen von Boulogne sur Mer. Erster Tauchversuch. Leider ist das Wasser so trübe, ölig und so wenig Tageslicht, dass wir es bei diesem Versuch lassen.

Mittwoch, 06 Oktober 2021 12:02

Die BELUGA wieder on Tour ...

Mittwoch

Heute dreht der Wind nochmals richtig auf und zeigt was er kann ... und der kann echt was ! Über 40kn Wind im Hafen, in Böen auch gerne deutlich mehr. Aufgrund der Schräglage und des Einruckens gehen die ersten ungesicherten Schubladen auf. Aber kein Problem, die wichtigsten Schubladen wurden bereits vor Wochen von "Hausmeister Krause" verstärkt und die Sicherungen halten mehr als gut. Insiderwitz: Selbst der Thermomix bleibt wo er ist: In der Schublade :-)

Die heutigen Wetterprognosen sagen teilweise weniger Wind an, als dies gestern noch der Fall war. Zumindest über die Richtung sind sich die Prognosen einig: N bis NE. Idealer Wind für unsere Strecke. Das bedeutet für uns der Abfahrttermin bleibt auf Freitag morgen. Sicherheitshalber vollgetankt. Für uns bedeutet das, wir können die BELLUGA seefest machen. Maschinenraum wieder einräumen, Zeug wegstauen, letzte Wäsche waschen etc, etc ...

Donnerstag

Die BELUGA wird bereit gemacht für die Abreise morgen früh. Freitag 08:00 ist noch immer der Plan. Die Windstärke wird etwas besser vorhergesagt als gestern noch. Da wir noch einiges kontrollieren, korrigieren , stauen und abfahrbereit machen wollen fangen wir bereits heute damit an. Sabine macht noch "nen Kessel Buntes". Ralph kontrolliert die Dieselfilter, die Ölstände, dichtet den Ankerkasten erneut ab, Frischwasser auffüllen, ... eben was man so macht bevor man losfährt. Das Ganze geht - in bewährt entspannter Vorgehensweise - bis ca. 16:00. Dann nochmals in die Stadt. Brot kaufen, Gemüse und auch zum Metzger. Danach ins Kaffee um "au revoir" zu sagen. Vom YANMAR Service Dealer (pardon: Angelshop) verabschieden wir uns lieber nicht. Abfahrt ist also vorbereitet! Morgen früh dann losmachen, tanken und raus hier. Im englischen Kanal soll uns anfänglich eher sehr wenig Wind begegenen. Ab Freitag Nachmittag sagen die Prognosen dann bis durch die Biskaya sehr guten segelbarem raumen bis halbem Wind voraus.

Am Ziel in Spanien (ja nach unserer Verfassung ist A Coruna oder Vigo als Ziel geplant) erwarten uns dann Begegnungen mit Orcas in Spanien und Portugalhoffentlich nur freundliche Orcas. Bei unserem Bootsnamen sollten wir davon ausgehen dürfen :-) Bist Du interessiert an weiteren Informationen zu den aktuellen Orca Attacken vor der spanischen und portugiesischen Küste, dann klicke hier. Dieser Link bringt Dich auf die Seite der spanischen Walforscher, die diesem Thema derzeit zum Schutz von Mensch und Tier mit hohem Aufwand nachgehen.

Der Abend klingt bei einem schönen Essen in einem der umliegenden Restaurants aus. Gibt nicht sehr viele gute Restaurants, aber dennoch einige davon haben wir gefunden. Hat auch seine Vorteile wenn man länger an einem Ort bleibt. Allerdings wirds in Dünkirchen schon seeehr mächtig Herbst. Nachts ist die Standheizung Gold wert. Tagsüber gehts dann grad noch so. Ausser es weht so gewaltig, wie es das gestern tat. Heute ist de Nordsee wie geölt - spiegelglatt. Eigentlich wollten wir am Donnerstag 22:00 losfahren. Wäre jedoch ne Dieselstrecke geworden. Immer vor dem Windfeld herdieseln. An dieser Stelle sind wir dankbar auf die Empfehlung der WetterWelt gehört zu haben und erst am Freitag früh zu fahren.

Wir verabschieden uns zunächst mal für ein paar Tage. Wir rechnen mit 6-7 Tage für die ca. 700 Seemeilen. Mit dem Christbaum in Dünkirchen scheint es daher nichts mehr zu werden. Zum Glück ! Auf See ist bloggen nicht möglich. Sobald wir jedoch wieder an Land sind, werden wir über die gesamte Reise berichten. Es bleibt spannend ... und ihr bleibt uns hoffentlich gewogen :-)

Frei nach "Hannes und der Bürgermeister" : Bis bald an dieser Stelle mit Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle !

Der Orca Flüsterer

Sehenswerte Bilder mit einem Ranger der sich Orcas zu Freunden gemacht hat.

 

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Mittwoch, 06 Oktober 2021 10:58

Clearance for Take Off

Montag

Unsere BELUGA rennt wieder wie ne Eins. Nun bereiten wir unsere Abfahrt vor. Offensichtlich benötigen wir schliesslich doch keinen Christbaum in Dünkirchen. Sabines Bruder wollte uns für diesen Fall einen Oberschwäbischen Christbaum nach Dünkirchen schicken, wenns denn nötig würde :-) meinte er in einem Telefonat. Vielen Dank fürs Angebot, aber uns wäre ein Christbaum auf den Kanaren lieber, zur Not auch einen spanischen :-)

Laut aktueller Wetterprgnose könnten wir frühestens am Mittwoche Nacht (gegen 22:00) losfahren. Dann hätten wir noch ein paar Stunden moderaten Gegenwind und am Donnerstag vormittag dreht der Wind auf NE bis E und schiebt uns durch den Kanal. Dennoch fragen wir um Hilfe bei der Suche nach einem Startfenster bei Wetterwelt an.

Wir proviantieren schonmal, solange das Wetter noch einigermassen trocken bleibt. Für unsere Überfahrt nach A Coruna rechnen wir mit 6 Tagen (~700NM). So lange sollten die Vorräte (Diesel, Wasser, Essen und Getränke) auch locker reichen. Trinkwasser können wir unterwegs mit dem Watermaker erzeugen. Beim Rest wirds ein wenig komplizierter, oder gibts ein "Sail'In" in der Biskaya ? :-)) Sieht man doch das "Restaurant zum goldenen Bogen" auch sonst an allen möglichen (und teilweise auch unmöglichen) Plätzen mit ihren Angeboten :-) Wir werden die Augen offen halten und berichten :-))

Ich habe beim Gang durch den Supermarkt entdecken dürfen, dass offensichtlich französische Männer in Sachen Blumengeschenke ähnliche Probleme haben wie die deutschen Männer. Hier gibt es Orchideen in der "Alzheimer" Version. Nicht nur am Valentinstag. Mein Französisch ist nocht besonders, aber ich hab die Beschriftung zumindest so interpretiert :-) Eine echt gute Idee ! In einem solchen Blumengeschenk stecken mindestens 2 Botschaften.

Zweimal (einmal Essen, einmal Getränke) mit schweren Schätzen beladen kehren wir zur BELUGA zurück. Freezer voll, Getränkekühler und -bilge voll. Bestens ! Also nichts wie nochmals los in unser Stammcaffee. Die Chefin fragte vor einigen Wochen "Ein Bier ?" und meine Antwort war "What else !". Da sie kein Englisch spricht kam eine lebhafte Diskussion mit den anwesenden Franzosen auf, was "What else" auf französisch heissen mag ? "Quoi dotre" war die einhellige Übersetzung. Daher auch heute auf  heute wieder auf ihr fragendes Gesicht "Quoi dotre". Zwischenzeitlich der running Gag in "unserem" Kaffee. Sabine und ich sind die "Quoi dotres". Was bedeutet: Einmal Caffee creme und ein grosses Pelforth Bier.

Dienstag

Heute ist recht ungemütlich. Knapp 30kn Wind von achtern. Beim Segeln gar nicht so schlecht, ist das im Hafen recht ungemütlich. Hier kommt sogar Welle im Hafen auf. Der Wind frischt im Laufe des Tages auf ... und zwar mächtig ! Die Nacht wird eher unruhig. Ab und an quitschen Festmacherleinen, rucken heftig ein und die von achter anlaufende Welle klatscht teilweise sehr heftig direkt unter unserer Koje  unters Heck. Schlafen mal anders. Gegen 03:00 wirds ein wenig ruhiger. Der Wind flaut von über 40kn auf leicht unter 30kn ab. Da sich die Windrichtung dreht, rucken die Leinen nicht mehr ein. Alles palletti.

Laut heutiger Wetterprgnose könnten wir frühestens am Donnerstag abend losfahren, da der W-Wind noch länger anhält als gestern vorher gesagt. Die Empfehlung der Wetterwelt war es am Freitag zu fahren, dann hätten wir weniger Flaute und könnten die gsamte Strecke gut durchsegeln. Allerdings unterscheiden sich die Wetterprognosen diesbezüglich noch ein wenig. Wir beschliessen der Wetterwelt mehr zu vertrauen als anderen und verlegen unsere Abfahrt auf Freitag früh 08:00. Das teilen wir der Wetterwelt auch so mit und lassen uns eine ausführliche Beratung zukommen.

Wie man eine Slipanlage und einen Portalkran kombinieren kann, durften wir im Hafen begutachten. Von 2h vor HW bis 2h nach HW wird gekrant. Maximal 2mtr Tiefgang. Das Schiff fährt, was der Tiefgang hergibt und der Kran versenkt sich soweit möglich (daher max. 2mtr). Anschliessend Gurte hoch und nach oben und rückwärts aus dem Wasser fahren. Der Kranoperator versenkt den Kran bis er (fast) nasse Füsse bekommt. Einfach und dennoch wirkungsvoll. Scheint auch wegen der bei Ebbe abtrocknenden Algen keine rutschige Fahrbahn zu sein. Ich kann mir bei deutschen Abnahmebehörden / BG's eine solch pragmatische Möglichkeit allerdings nicht mehr vorstellen. Aber so gehts wohl seit Jahren. Die fortwährenden Kranaktionen zeigen dennoch deutlich: Es ist Herbst in Dünkirchen !

 

 

Samstag, 02 Oktober 2021 15:37

Die unendliche Geschichte (Finale)

Mittwoch

Wie angesagt erscheint der Monteur. Kaum haben wir das halbe Schiff zerlegt, schon sind die neuen Schaltzüge drin. Danach werden die Züge justiert und schon steigt die Spannung ins nahezu Unermessliche ! Ist nun wieder alles gut ? Antwort: NEIN. Die neuen Züge haben zwar eine wenig leichtgängigere Schaltung erzeugt, die Gänge werden nun auch einigermassen eingelegt (so hatten wir das in Glückstadt auch schon mehrfach hinbekommen) aber das Zusammenspiel der beiden Steuerungen und Gänge einzulegen klappt noch immer wie vorher. Mal gehts, mal nicht - Status Quo des alten Getriebes mit den alten Zügen erfolgreich erreicht .-) Daran scheint es wohl nicht gelegen zu haben.

Donnerstag

Sabines GeburtstagskuchenNachdem wir Anfang des Monats unseren 40ten Hochzeitstag im schönen Dünkirchen feiern durften, feiere ich heute mit Sabine gemeinsam ihren 60ten ! Herzlichen Glückwunsch. Den hatten wir auf den Azoren geplant zu feiern. Gemeinsam mit Tina und Markus. Leider konnte das Dank unseres Getriebedisasters nicht stattfinden. Wir schaffen es auch zu zweit ein würdiges Fest draus machen. Seit heute habe ich ein "Sweet little Sixty" an meiner Seite ... und bin sehr stolz drauf mit dieser Frau all die vergangenen ... und hoffentlich noch viele künftige ... Jahre erleben zu dürfen !

HAPPY BIRTHDAY Sabine !

Freitag

Regen, Regen, Regen ...

Ralph nutzt die Zeit seinen "Hausmeister Krause" Aufgaben nachzukommen. Bei dem zu erwartenden Wetter und der Strecke: Heizung reinigen. Brauchte unsere WEBSATO bislang ein wenig häufiger als alle anderen. Verrusste bislang recht ordernlich. Heute ? Nachdem Ralph diese Aufgabe vor einigen Monaten bei deutlich negativen Minusgraden wöchentlich üben durfte gehts auch recht flott. Grosse Verwunderung. Die Steuerung der Heizung scheint deutliche Verbesserung gebracht zu haben. Keine nennenswerte Verrussung mehr im Brennraum ! So solls sein. Vielen Dank an dieser Stelle an die Firma Schlüter & Söhne. Die sehr hilfreichen Tipps über die Eigenarten dieser Heizung habe ich in meiner Steuerung berücksichtigt. Bei der Gelegenheit auch gleich den Dieselfilter gewechselt und schon wirds wieder mollig warm in der BELUGA.

Ausreichend Zeit und mollige Bedingungen um unser Iridium Telefon in Betrieb zu nehmen. Telefon geht schon länger, aber Wetterdaten und Mailservice muss noch eingerichtet werden. Kaum 10GB Anleitungen runtergeladen und gelesen, schon kann man anfangen. Ich mache nun schon länger IT und alles was ich hier sehe und lese kommt mir sehr bekannt vor. Vorallem aus den 80er und 90er Jahren. Nur die Stecker sind neu. Alles USB. Allerdings die guten alten, welche seit mehreren Jahren kaum mehr zu finden sind. Dennoch stelle ich fest, dass "Dino-Kenntnisse" auch von Vorteil sind. Wer serielle Kommunikation (9-pol D-Sub Stecker) kennt, fühlt sich bei iRIDIUM gleich zu Hause. Treiber hier und Update da, schon gehts los. Mit der rasenden Geschwindigkeit eines Akkustikkopplers. Eben wie in den 90ern. Ich bin überrascht, dass Windows 10 damit klar kommt. Gegen 18:00 gehts dann ! Zur Belohnung bereitet Sabine Spaghetti "Vorarlberg" zu. Mit Käse-Sahnesosse aus Zwiebel und Rasskäse ! Echt lecker !

Samstag

Es regnet auch heute bereits ab 09:00. Nicht viel aber dauerhaft. Das erste Jubeln des Tages betrifft den Wetterbericht. Es soll sich ab Mittwoch ein Hochdrucksystem aufbauen. Mit E bzw. NE Winden ! Whow dieses Hoch nehmen wir doch gerne mit ! Hoffentlich bleiben die Vorhersagen so. Sicher noch besser wäre, wenn das Wetter dann auch so wird, wie die Vorhersagen dies beschreiben. Wir würden uns sehr drüber freuen. Am Mittwoch früh starten, würde der Wind von hier bis A Coruna reichen. Dort würden wir dann am Montag ankommen. Dann wäre zumindest ein sehr grosser Stein von unserem Herzen gefallen. Wir wollen dies weiter im Auge behalten.

Donnerstag, 30 September 2021 10:49

Die undendliche Geschichte (Finale)

Mittwoch

Wie angesagt erscheint der Monteur. Kaum haben wir das halbe Schiff zerlegt, schon sind die neuen Schaltzüge drin. Danach werden die Züge justiert und schon steigt die Spannung ins nahezu Unermessliche ! Ist nun wieder alles gut ? Antwort: NEIN. Die neuen Züge haben zwar eine wenig leichtgängigere Schaltung erzeugt, die Gänge werden nun auch einigermassen eingelegt (das hatten wir in Glückstadt auch schon mehrfach so hinbekommen) aber das Zusammenspiel der beiden Steuerungen und Gänge einzulegen klappt noch immer nicht fehlerfrei. Mal gehts, mal nicht - Status Quo des alten Getriebes mit den alten Zügen. In einer sehr konstruktiven Art und Weise wurden wir über die Ursachen und deren Lösungen von unserem Monteur beraten. Auf seine sehr kompetente Art schlug er uns eine Lösung vor, welcher wir dann auch zustimmen konnten. In keinem Fall wollen wir jedoch eine elektrische Steuerung für welche er zunächts plädierte. Auf meine Anmerkung die elektrische Steuerung tauscht die mechanischen Probleme durch elektrische Probleme kam ihm ein Grinsen ins Gesicht. Daher bleiben wir grundsätzlich bei einer mechanischen Steuerung. Wir wollen uns das jedoch nochmals durch den Kopf gehen lassen und verabreden uns auf morgen früh bei DB Moteurs.

Donnerstag

08:00 Ein erneuter Besuch bei DB Moteurs. Die vorgeschlagene Lösung wird uns erklärt und wir stimmen dem Umbau zu. Dieser wird am Samstag vormittag stattfinden - so der Plan. Da sich DB Moteurs bislang als sehr zuverlässig auszeichnete sind wir zuversichtlich. Dann sollte alles so funktionieren, dass wir auch zu zweit Anleger fahren können, ohne zu beten und ohne einen dritten Mann im Maschinenraum um Gänge einzulegen :-))

Sabines GeburtstagskuchenNachdem wir Anfang des Monats unseren 40ten Hochzeitstag im schönen Dünkirchen feiern durften, feiere ich heute mit Sabine gemeinsam ihren 60ten ! Herzlichen Glückwunsch. Den hatten wir auf den Azoren geplant zu feiern. Gemeinsam mit Tochter und Mann. Leider konnte das Dank unserer Getriebedisasters nicht stattfinden. Wir werden auch zu zweit ein würdiges Fest draus machen. Seit heute habe ich ein "Sweet little sixty" an meiner Seite ... und bin sehr stolz drauf mit dieser Frau all die vergangenen ... und hoffentlich noch viele künftige ... Jahre erleben zu dürfen !

HAPPY BIRTHDAY Sabine !

Samstag

Der Monteur schlägt mit dem neuen Teilen auf auf.

Dienstag, 28 September 2021 10:25

Die undendliche Geschichte (Part x-1)

Dienstag

Es wird Herbst in Frankreich. Seit gestern nachmittag läuft die Standheizung. Nachts springt die Heizung ein- oder auch zweimal an. Unter Tags eher nicht. Zwischenzeitlich scheint die Heizung - dank meiner Steuerung - auch zuverlässig zu schalten und zu laufen. Keine zigfachen AN/AUS Tiraden, welche die Heizung in der Vergangenheit stark verrussen liessen. Gestern stand der Wind mit 30kn und mehr genau auf den Auspuff. Das hatte ab und an die Folge, dass es nach Abgas roch. Vorallem im Cockpit, manchmal auch im Pilothouse. Je nachdem wo und wie stark die Böen einfallen. Ab und an war Lüften angesagt. Ging soweit jedoch ganz brauchbar. Auch wird das Trinkwasser deutlich wärmer, was Ralph zu einer sehr ausgiebigen heissen Dusche nutzen durfte.

Wegen meiner senilen Bettflucht hatte ich heute morgen Zeit gefunden mir was für diesen Fall der Geruchsbelästigung zu überlegen. Doch bevor ich eine aufwändige Konstruktion betreibe war erstmal ein Versuch angesagt. Also: Schätzeisen raus und Durchmesser des Auspuffs feststellen. Bei 55mm Aussendurchmesser war die Frage: "Wo finden wir an Bord gute DIY Teilchen für einen Prototypen ?" Antwort: "In der Kühlbox !"COLAMIN am Auspuff der BELUGA Standheizung
Eine unserer 0,33ml Coladosen passt (fast) genau drauf. Das bedeutet Opfer bringen: Kurzerhand eine solche Dose (Opfer=ohne Rumzusatz) leergemacht, zugesägt und geformt. So entstand unser neuer COLAMIN (Zusammensetzung aus "COLA" und "KAMIN"). Noch bevor Sabine das Frühstück servierte war der COLAMIN fertig. Also Heizung einschalten und ausprobieren. Der COLAMIN scheint bislang gut zu arbeiten. Durch entsprechende Drehung kann der COLAMIN auf die jeweilige Windrichtung eingestellt werden. Kein Geruch mehr im Cockpit und/oder Pilothouse, Löppt ! und, wie die Norddeutschen sagen, "Nicht fummeln wenns löppt !". So geht der COLAMIN auf die "Erprobungsstrecke". Bewährt sich die Konstruktion, dann werden wir uns jemanden suchen, der das Ganze aus massivem Edelstahl herstellt. Ein wenig formverändert und wahrscheinlich ohne Coca-Cola Aufdruck :-) "Bluewater means repairing your boat in exotic places" gilt anscheinend für schwäbische Tüftler umso mehr - auch wenn der "place" Dünkirchen nicht zwingend "exotic" sein mag. So bringen wir die BELUGA jeden Tag ein wenig näher zu unserer Perfektion.

Die MiniTransat ist in der Biskaya gestartet. Die WebSite beschreibt das Thema Wetter der Biskaya wie folgt:

Entstehung eines Sturmtiefs / Hurrikanes mit 89kn WindNach der Startverschiebung um einen Tag wegen einer durchziehenden Front wurde am Montag noch einmal um eineinhalb Stunden verschoben. „Die Teilnehmer werden bei Nordwest mit 18 bis 25 Knoten in See stechen. Der Wind lässt im Laufe des Nachmittags allmählich nach und stabilisiert sich am Abend auf etwa 15 Knoten“, erklärt Christian Dumard, der Meteorologe der Regatta. Anspruchsvoll wird es dann schnell: „Die Passage der Biskaya wird voraussichtlich nicht so einfach sein“, so Dumard.

Eine erste Front soll in der Nacht von Dienstag bis Mittwoch über das Feld hinwegziehen – 35 Knoten Wind und chaotische See erwarten die Mini-Segler dann. Anschließend gilt es, so Dumard, einen Winddreher nach Nordwesten zu nutzen, um einen südlicheren Kurs entlang der spanischen Küste zwischen Kap Ortegal und Kap Finisterre einzuschlagen.

Gut, dass wir als geduldige Skipper die Zeit haben auf unser Wetterfenster warten zu können. Wie ihr nebenstehendem Bild entnehmen könnt, ist vom N-Atlantik wieder ein Sturmtief unterwegs. Mit bis zu 89kn Windgeschwindigekit und Bergen von Wellen. Das lassen wir noch durch und dann gehts los :-)) hoffentlich !

Montag, 27 September 2021 15:18

Die undendliche Geschichte (Part x-2)

Sonntag

Kaum ist nach wochenlangem Warten auf den YANMAR Angelshop unser Getriebe drin, schon besuchen uns die Ex-Hurrikanes nach und nach. Heute haben wir die ersten Vorboten: Strahlend blauen Himmel und wunderschönes Wetter mit feuchtwarmer Luft. Moderate Winde aus der selben Richtung in welche wir fahren wollen. Losfahren ist also nicht sinnvoll. Ab Montag sollen die ersten Sturmtiefs im englischen Kanal eintreffen. Warten wirs also ab ! So haben wir heute Zeit genug uns um die Restlichen der tausend Kleinigkeiten auch noch zu kümmern. Watermaker spülen, Rückschlagventile einbauen, Scharniere nachziehen .... und last but not least auch noch ausreichend Zeit für ein Bierchen zwischendurch. Grosse Freude auf die zweite Nacht bei der ich endlich wieder durchschlafen kann ... und das mache ich auch ! Allerdings scheint der Wahlsonntag auch bis tief in die Nacht spannend genug erst spät damit zu beginnen.

Heute konnten wir auch den Druckschalter unserer DOMETIC Druckwasserpumpe reparieren. Der integrierte Druckschalter wollte die Pumpe nicht mehr einschalten. Mit wackeln gings manchmal, manchmal aber auch nicht. Jedoch wollte weder Sabine noch ich so duschen: eingeseift an der Pumpe wackeln :-)) Soweit musste es dann doch nicht kommen.
Wir haben für jeden der beiden Trinkwassertanks eine separate Pumpe. Also Pumpe umschalten und die defekt Pumpe ausbauen. Diesen Teil der Übung hatten wir bereits am Mittwoch erledigt. Der Grund des Ausfalls: Der Druckschalter soll im drucklosen Zustand den elektrischen Kontakt zwischen 12V Versorgung und dem Pumpenmotor einschalten (NC) und bei Erreichen des Zieldrucks wieder abschalten. Einschalten wollte unser Schalter allerdings nicht mehr. Also das Gehäuse des Druckschalters von der Pumpe abschrauben und begutachten a) woran das liegen kann und b) was da noch zu reparieren ist. Also gut, Druckschalter als Ersatzteil aus dem Dometic-Programm suchen. Nachdem diese Pumpe aus 2019 ist, gibt es dieses "veraltete" Pumpenmodell natürlich nicht mehr und daher gibt es für derart "alte" Pumpen auch keine Erstzteile mehr. Aber für den Vorzugspreis von 95€ (statt 150€) könnte ich das neue Modell erwerben. Das alte Modell fliegt halt dann raus, weil kaputt und auch schon soooo alt :-(( Soweit solls aber nicht kommen ! Ich will hierbei über Themen wie Nachhaltigkeit bei DOMETIC nicht nachdenken. Scheint das Marketing bereits gemacht zuhaben, das sollte ausreichen um ein grünes Mäntelchen zeigen zu können.

Den Druckschalter zerlegt trifft mich schier der Schlag! Die Schaltfunktion wird von einem Microschalter aus der Möbelindustrie bewältigt. Von wassergeschützt ist dieses Teilchen Lichtjahre entfernt. IP00 steht sogar drauf. Das bedeutet gegen nichts und niemanden geschützt. Sollte selbst DOMETIC lesen können. Es scheinen jedoch die Druckschalter aller Hersteller so gebaut. Die Druckschalter meiner 30 Jahr alten Trinkwasserpumpe war noch vergossen und geht bis heute noch wie ne Eins, obwohl damals keiner mit Nachhaltigkeit und grünen Mäntelchen geworben hatte. Ein Schelm wer hinter grünen Mäntelchen Böses vermutet.

Da ich diese Microschalter aus dem Möbelbau kenne, sollte ein Lieferant zu finden sein. Bei den üblichen Verdächtigen finde ich als Hersteller unter anderem auch die Firma "ZF". Nach meiner ZF-Getriebe Erfahrung suche ich mir einen Hersteller der möglichst nicht ZF heißt. Am Ende ist noch ein Getriebe drin :-) Ich finde allerdings bei Amazon denselben Schalter, den DOMETIC verbaut für 8€ pro 5 Stück. Da es sich hierbei voraussichtlich um Chinaprodukte handelt bestelle ich erstmal 10 Stück für ca. 16€. Am Samstag nachmittag zugestellt, war heute der Tag der Wahrheit. Eingebaut und geht sofort ! Von deutschen und/oder europäischen Produkten habe ich seit ZF Getrieben nachvollziehbar erstmal genug. Ich habe diese Qualitätsware "Made in Germany" derzeit eher als umetikettierte Chinaware zum vielfachen Preis, oder wie meine WEBASTO Heizung als gut beworbene aber undurchdachte Lösung für den 15fachen Preis (2500€ statt 170€) bei einem Bruchteil der Funktionen kennen gelernt. Nun können wir anhand unserer neuen günstigen Microschalter austesten wie sich diese Chinakracher schlagen. Wenn wir im Schnitt von einer Haltbarkeit von 1-1,5 Jahre pro Schalter ausgehen, sollte uns dieser Vorrat einmal rund um Amerika ausreichen :-) Wir werden berichten.

Montag

Heute langer "Bundestagswahl-Schlaf" ... also bis 08:00. Nach dem Frühstück kommt der angekündigte Besuch vorbei: Das erste Sturmtief ! Morgens mit Regen und danach mit Wind. Altes Sprichwort sagt: "Kommt erst der Regen, dann der Wind, reff die Segel ein geschwind". So kams dann auch: Wir liegen heute bei über 30kn Wind auf den Mors - zum Glück im Hafen. In Böen auch gerne mal bis knapp 40kn. Diesmal ohne spektakuläre Welle. Losfahren am vergangenen WoEnde wäre also kein guter Rat gewesen. Hatten wir auch nicht vor. Wir sind ja schliesslich geduldig ... geworden. Danke auf diesem Weg an unseren Lieblings-Angelshop :-((

Die Biskaya zeigt sich mit über 6mtr Welle als ein Seegebiet in dem man derzeit nicht unbedingt sein möchte. Leider müssen wir dort aber noch durch. Also weiterhin geduldiges Warten, nur diesmal auf das Wetter. Hätte die letzten 6 Wochen so schön sein können, aber hätte hätte Fahrradkette. Danke auf diesem Weg nochmals an unseren Lieblings-Angelshop :-(( Wir bauen auf die gute Wetterberatung der WetterWelt und das Glück der Fleissigen :-))
WetterWelt haben wir als frühesten Abfahrtstermin den 1. Oktober genannt. Dort sollten unsere Besucher dann alle vorerst mal durch sein ... bevor die Neuen kommen. Geduld muss man echt lernen wenn man aus einem beruflichen Umfeld kommt wie ich, in welchem Fehler und Verzögerungen nicht toleriert wurden. Wie ich von Bert, einem Segler der TransOcean, gelernt habe: "Ein geduldiger Skipper hat immer guten Wind". Also üben wir uns weiter in Geduld und warten auf gutes Wetter :-)) 

Gegen 14:00 sind die Wolken allesamt weggeblasen und Sonne scheint. Echt schön hier in Dünkirchen ... wir denken schon wieder über Christbäume in Dünkirchen nach und machen eine erste Einladungsliste fürs Fest. Unser Lieblings-Angelshop steht als Begünstigter ganz oben auf dieser Liste ! In der Sitzordnung zum Festmahl neben Lepra-, Pocken- und Pestkranken. Da wir nicht nachtragend sind, sollen doch alle was vom Fest der Freude haben :-)) Danke auf diesem Weg an unseren Lieblings-Angelshop :-((

Fortsetzung folgt ...

 

Freitag, 24 September 2021 11:46

... nicht schon wieder ein Licht ...

Freitag

Bei einem unserer zwischenzeitlich täglichen Besuche bei DB Moteurs erfuhren wir, dass im allerbesten Falle bereits heute nachmittag ein Monteur vorbeikommen könnte. Wenns ihm dann noch reicht. Ansonsten sicher am Samstag vormittag ab 09:00. Vor Wochen hätten wir über eine solche Nachricht gejubelt und uns sehr gefreut. Nachdem jedoch mehrere solcher oder ähnlicher Nachrichten ohne Bescheid bzw. Zu- oder Abzusagen sämtlich erfolglos verstrichen sind, können wir uns hier mit dem Jubel "zurückhalten". Im Gegenteil: Wir witzeln, dass es wahrscheinlicher wird einen Weihnachtsbaum in Dünkirchen kaufen zu müssen als dass ein solches Versprechen eintritt. Der YANMAR Europe "Angelsportverein" hat sich bislang durch Unglaubwürdigkeit und Unfähigkeit ausgezeichnet. Ist DB Moteurs etwas verlässlicher ? Seit mehr als einer Woche kommuniziert YANMAR gar nicht mehr mit uns. Was ich als konsequentes Handeln beschreiben würde: Kunde ist sauer, ein Missgeschick nach dem nächsten, worauf Kunde noch sauerer geworden, zwischenzeitlich mit Anwalt droht. Spätestens jetzt kann ich meine Talente als YANMAR Kundenservice beweisen: Kopf in den Sand und warten ! Ist das der gewünschte YANMAR Kundenservice ?

Aber wollen wir mal nicht so negativ sein und warten gespannt ab. Handelt es sich bei diesem Versprechen doch schliesslich um DB Moteurs. Die waren bislang einigermassen zuverlässig. Für den unwahrscheinlichen Fall dass tatsächlich bereits am Freitag Nachmittag ein Monteur vor dem Schiff steht, wollen wir nicht durch Abwesenheit glänzen. So beschliessen wir heute auf der BELUGA zu bleiben.

Samstag

Ein Wunder tritt ein ! Kurz nach 09:00 taucht jener Monteur auf, welcher das Getriebe bereits entnommen und befundet hatte. Mitsamt einem Getriebe, Werkzeug und Zubehör ! Whoow ! Auf DB Moteurs scheint Verlass zu sein. So beginnt der Monteur den Einbau des Getriebes und gegen 12:00 brummt auch unser YANMAR wieder. Ich zwicke mich, ob das nun nochmals ein Traum sein sollte ? Kaum wartet man 6 Wochen schon gehts ! Der Monteur bemerkte beim Vorbereiten, dass ein Motorfundament gar nicht angezogen war. Das hat er bei der Gelegenheit auch noch gleich korrigiert. Beim Einbau des Getriebes war der kritische Punkt beim Anflanschen der Welle ans Getriebe. Muss doch die Welle wieder ins Schiff gezogen werden, was die Wellen-Dichtung streckt und somit öffnet = undicht macht. Ein grosser Schluck des Atlantiks kommt ins Schiff und die Welle war auf dem Getriebe. Nachdem die Pumpen wieder schwiegen starten wir die Maschine. Gänge gehen rein und raus. Vorwärts wie Rückwärts. Grosse Freude im Hause BELUGA ! Das Licht schien tatsächlich das Ende des Tunnels gewesen zu sein.

Leider können wir wegen der Wetterverhältnisse in den kommenden Tagen denoch nicht ablegen. Wind aus West. Teilweise sogar mit über 30kn angesagt. In der Biskay mit über 5 mtr Welle! Das wollen wir uns nicht antun. Wir hatten gestern bereits Wetterberatung bei Wetterwelt beauftragt. Die werden uns sicherlich ein gutes Startfenster vorschlagen. Allerdings erst nach dem 1.10. solange braucht der Ex-Hurrikan bis er hier vorbeigezogen ist und solange bleiben wir noch hier ... und suchen Christbäume :-)

Nach diesem sehr erfreulichen Tage haben wir uns einen Ausflug nach Dünkirchen gegönnt. Dabei durften wir einer französischen "Anti-Corona" Demo beiwohnen. Ganze 40 verlorene Personen (max) versuchen mit Megafon und viel Trara auf sich aufmerksam zu machen. Die 3 begleitenden Polizisten machten einen eher gelangweilten Eindruck. Nach ca. 30 Minuten war das Trara vorbei. Ich lästere: Gleich kommt ein Bus und bringt die Leute zurück ins Heim :-)) Ein Bus kam und lud die Leute ein. Wohin er fuhr weiss ich nicht.

Na endlich die BELUGA ist wieder fahrbereit. Leider ca. 5 Wochen zu spät, denn das Wetter wird unsere nächste Aufgabe .. es bleibt spannend.

Fortsetzung folgt ....

Donnerstag, 23 September 2021 11:24

Mitja

Mija, an Bord der Inbegriff für "Murks"

Wir haben in den alten Logbüchern der Erstbesitzer vieles an interessanten Informationen und Details gefunden. Was sich wie ein roter Faden durchzog war Mitja. Er schien sowas wie der Bootsmann der damaligen "MARION" zu sein. Jedes Jahr im Herbst war nachzulesen, was unser Vorbesitzer an Aufgaben für Mitja hatte. Diese wurden über Winter durch Mitja ausgeführt und im Frühjahr stolz vorgezeigt. Im Laufe der Saison ist nachzulesen dass alle diese Aufgaben nicht richtig oder manchmal gar nicht ausgeführt wurden. So hatten die Besitzer der Marion die Notwendigkeit diese Aufgaben unterwegs bei Fachleuten erledigen zu lassen, oder teilweise selbst zu erledigen. Was auch erfolgreich passierte. Im Herbst gabs dann neue Aufgaben für Mitja und ... siehe oben !

Highlights aus unserer Mitja Kiste:

  • Klospülung geht nur, wenn zuvor die Navigationsinstrumente eingeschaltet wurden.
    Wir hassen "Stromdiebe", kleine Clipse mit denen man Leitungen anzapfen kann.
  • Membranpumpe repariert. Leider wurde die Membran vergessen einzusetzen.
    Pumpe entleert sich somit ins Schiff.
  • etc..

Aus diesem Grund haben wir das Wort "Mitja" als Inbegriff für Murks verwendet. Wir möchten uns im Voraus bei allen Menschen die diesen Namen tragen entschuldigen. Bei der Bordverwenndung des Wortes "Mitja" ist nicht der Namensträger sondern die Art der Ausführung gemeint. Auch wir selbst haben uns mehrfach ertappt "Mitja" zu sein.

Dienstag, 21 September 2021 19:21

Another day in Paradise ...

Dienstag

Paradise: Blick nach W auf die Industriekulisse11:00 Besuch bei DB Moteur dem YANMAR Händler und ZF Center. Getriebe ist immer noch da ! Hurra ! Aber leider keine Monteure, welche dieses einbauen können. DB Moteurs will sich melden, wenn sie heute Abend mit ihren Monteuren gesprochen haben. Unser Fazit in der zwischenzeitlich 6ten Woche in Dünkirchen: Sollte jemand der Leser über intensive Selbstfindung nachdenken, können wir ihm YANMAR wärmstens empfhehlen. Man hat hierbei die seltene Chance, ohne jeglichen störenden Kontakt zur Aussenwelt in unbekanntem Gebiet zu sich selbst zu finden. In tagelanger Stille und völliger Selbständigkeit darf man das YANAMR Netzwerk inkliusive lustiger Angelshops kennenlernen. Ein Erlebnis, das man micht jeden Tag geboten bekommt !

Heute mittag war "Essen wie Gott in Frankreich" angesagt. Wir haben ein sehr ruhiges Kaffee in Dünkirchen gefunden, welches auf dem Weg zwischen BELUGA und Bäcker liegt. Hatte bislang leider immer zu. Heute nun mal offen ! Da gehen wir heute Paradise: Blick nach S auf die Fischreiflotte, die morgens ab 03:00 lautstark agiertmal rein. Mittagskarte mit "Filet Mignon". Lecker ! Dazu gibts Fritten und Salat. Hört sich gut an ... war auch gut. Ich vermute allerdings, dass das Filet statt "Mignon" eher "Min Jung" hätte heissen sollen. Das Filet schien mehrfach die weisse Fahne gehoben zu haben und dem Koch zugerufen "Min Jung, Gnade, ich gebe auf !". In den heutigen Zeiten soll ja "gut durch" en vogue sein, aber sooo gut ? Wenn Gott das in Frankreich so haben will ! Der Rest war echt lecker, kann aber gegen unsere Bordküche nicht anstinken. Zumindest waren Sabine und ich uns darüber einig.

Mittwoch

Heute morgen um 07:30 steht ein Monteur vor dem Schiff. Mit Getriebe unterm Arm. Montiert das Getriebe, findet die Ursachen der anderen Fehler auf Anhieb und kann diese direkt beseitigen. Ersatzteile hatte er bereits alle dabei. Um 12:00 ist die BELUGA wieder abfahrtbereit ! Gerade wollte ich JUHU rufen, da bin ich aufgewacht. Das Ganze war leider nur ein Traum. Wenngleich ein schöner !

Bedrohlich Lage in der Pantry !

ALARM: Abfall in der Essenqualität der Bordküche ! Heute wollen wir Gemüse "sous vide" machen und dazu Garnelen nach mediteraner Art. Alles beim Händler in sehr guter Qualität eingekauft. Danach - natürlich - noch ein Käffchen in der Stadt. Das machte die Rückkehr ein wenig später als geplant. Alles sous vide verpacken und rein in den Topf. 45min bei 60° sollten sowhl für den Blumen- als auch für den Rosenkohl reichen. 10Min vor Schluss knurrten unsere Mägen derart, dass wir beschlossen an dieser Stelle sei das auch schon ausreichend. Ein verhängnisvoller Trugschluss ! Der Blumenkohl war sehr knackig und gerade so essbar, der Rosenkohl war eher "nicht mehr ganz roh". Von gegart war der Rosenkohl noch Lichjahre entfernt. Der Smut (Ralph) befürchtet, dass Gott mit den Franzosen aufholen könnte ! Bedrohlich Lage auf höchstem Niveau :-))

Fortsetzung folgt ...

 

Montag, 20 September 2021 10:16

... und täglich grüsst ....

Montag

Heute habe ich mit Anwälten telefoniert. Einige gute Telefonate dabei, aber auch Anwälte welche im Internet recht vollmundig Werbung machen, sich aber dann - warum auch immer - nicht mehr melden. Meine Erkenntnis: YANMAR ist überall. Um 15:00 bei unserem Hoffnungsträger DB Moteurs. Tatsächlich das Getriebe ist im Hause DB Moteurs. Bezahlung der Tauschaktion ist dank der Mail der Yachtwerft geklärt - YANMAR hat sich hier noch immer nicht diesbezüglich bei DB Moteurs gemeldet ! Das scheint sich noch immer durchzuziehen wie ein roter Faden: Recht markige Sprüche, grosse Versprechungen und weder Kompetenz noch Durchsetzungvermögen. Angelshop eben !

Ich habe DB Moteur gebeten bei der Einplanung des heute Nachmittag angekommenen Getriebes meine Situation (seit Wochen keinen durchgehenden Schlaf) zu berücksichtigen und diese Woche noch einzubauen und fertig zu machen. Morgen soll ich verständigt werden, wann genau der Einbau passieren soll. Wäre am Samstag gegen Mitternacht ein gutes Wetterfenster um bis Cherbourgh zu kommen. Diese Wetterfenster werden sehr schnell weniger. Durch die Biskaya wirds immer gefährlicher aufgrund der Herbststürme, welche durchziehen. Das scheint YANMAR ziemlich am A... vorbei zu gehen. Gehts doch "nur" um Kunden, die bereits bezahlt haben. Mein innerer "Reichsparteitag" der letzten beiden Wochen: Auf Nachfrage warum ich hier so lange liege habe ich bereitwillig von Kompetenz und Dursetzungfähigkeit der YANMAR Service Organisation erzählt, von Angelshops und verlässlichen Versprechungen. Mindestens 4 Schiffe (über 15 mtr), wobei 2 davon Motorboote mit mehr als 2x350PS, haben beschlossen die Re-Motorisierung im folgenden Winter mit VOLVO oder anderen zu machen. Das Theater wollen sie sich nicht antun. Nutzt mir zwar nichts, aber Rache ist dennoch süss. Der Wassersportmarkt ist eben ein Tratschmarkt. Mal kurz in Summe knapp ne halbe Million (Aussage der Eigner) an die Konkurrenz verschenkt. Gratuliere YANMAR, verdient "gewonnen" ! Ich jedenfalls mach gerne weiter "Werbung" für Euch !

Wie bereits erwähnt: Vertrieb=Umsatz, Service=Image. Verhältnis Umsatz:Image = 1:4.

Fortsetzung folgt ...

Samstag, 18 September 2021 19:55

Relax to the max

Samstag

Heute war, mangels Getriebe und anderen Dingen eher nicht viel los. Seeeeehr gemütliches Frühstück oder aber Brunch bis 13:00.Ein wunderbarer Tag meine Raspberry Pi Probleme nochmals anzugehen. Nach vielem Nachlesen habe ich die Kabel im verdacht. So verwende ich ein einstellbares  Netzteil, welches mir eine deustche Seglerin (Saskia) vor wenigen Tagen empfohlen und weitergegeben hatte. Echtes Teamwork unter Seglern. Alles einstellbar, Spannung und Strom bis max. 6A. Das sollte dem Raspi hoffentlich reichen. Alles aufgebaut, eingestellt und los gehts ... und siehe da, mein Raspi hat nur noch seeeehr seltene Drops. Und nur unter Last. Die CPU Spannung welche der Raspi so anzeigt steigt von 0,821V auf 0,8500V. Scheint auszureichen und rennt sogar mit USB Laufwerken problemlos.

Danach gehen wir mit dem Fahrrad auf Tour nach Dünkirchen. Brot kaufen und dann ins Kaffee. Dort trafen wir seit Tagen einen sehr netten Franzosen, der hier "zu hause" scheint. Dieser war in der Nacht zwischen Freitag und heute am Steg vor uns gelegen. Er lebt ebenfalls auf seinem Schiff. Wir hatten einen sehr netten Plausch und ich Angelunterricht. Heute trafen wir ihn wieder im Stammkaffee. Ein sehr herzliches Willkommen. Macht uns langsam Angst. Werden wir doch noch Weihnachten in Dünkirchen verbringen ?

Wenns schon nichts zu tun gibt, dann essen wir halt gut. Heute gabs einen seeehr leckeren Salat mit einem Nest aus Pilzen. Das ist lecker !! Mein Hausarzt empfahl mir eindringlich eine sogenannte Mittelmeerdiät. Diese werde ich heute besonders ernst nehmen und mir einen trockenen Weisswein dazu aufmachen. Diäten finde ich gut. Von manchen mache ich auch mal gerne mehrere, da ich von einer alleine nicht satt werde  :-))

 

Sonntag

Wegen aktuellem Bordstress sehen wir uns kaum in der Lage diesem standzuhalten :-)) Wir haben in unserer aktuellen Situation die Zeit genommen darüber nachzudenken was wäre, wenn wir noch im Berufsleben stehen würden und wenige Wochen Urlaub hätten. Wir gehen aktuell in die 6te Woche Liegezeit in Dünkirchen. mindestens 3 Wochen aufkosten der YANMAR Unorganisiertheit. Das würde mglw. bedeuten unbezahlten Urlaub nehmen zu müssen, weil YANMAR einen Angelshop beliefert ! Echt bitter ! Wir werden abwarten was der Anwalt rät. So beschliessen wir lieber ein üppiges Frühstück zu uns zu nehmen. Heute gibts "Pochiertes Ei auf einem Salzkartoffelnest". Schmeckt echt lecker, sättigt jedochganz ordentlich. Wenn schon seglerisch nix geht, dann wenigstens kulinarisch.

Aus lauter Verzweiflung hat Ralph die Kamera im Maschinenraum neu angebracht. So sehen wir künftig nicht nur graue Kisten, sondern auch unsere Instrumente , die Heizung und den Motor. Dies verlief zu seiner Überraschung sehr einfach und war deshalb schnell erledigt. Also kümmern wir us um die Trinkwasserpumpe des Bb Tanks, die seit Neuestem nicht mehr einschalten will. Kurzerhand demontiert zeigt sich das Problem: Der Mikroschalter der DOMETIC PP1217 scheint defekt. Er sollte normalerweise eingeschaltet sein, isser aber nicht. Wackeln hilft ... manchmal gehts. Diese Art der Schalter werden meines Wissens im Möbelbau verwendet und haben aus meiner Sicht mit Feuchtigkeit (IP00="Undicht") auf Dauer grosse Probleme. Die Installationsempfehlung sagt: Pumpemmotor kann horizontal oder vertikal, wenn aber vertikal, dann Motor nach oben ! Somit bedeutet dies: Schalter nach unten ! Wenn also irgendwelche Feuchtigkeit entsteht, kommt diese immer beim IP00-Schalter vorbei. Eine Frage der Zeit ... offensichtlich scheinen jedoch alle Hersteller (mglw. gibts da nur Einen "für alle") mit diesem "Leichtmatrosenschalter" zu arbeiten. Das Teilchen kostet weniger als 4€ und so überlegen wir uns gleich mehrere zusenden zu lassen. Anekdote am Rande: Auch ZF scheint diese Schalter herzustellen. Im Hinblick auf unsere Getriebeerfahrung haben wir Marquart Schalter ausgewählt.

Fortsetzung folgt wie immer ...

Freitag

Wir dürfen täglich neue Höhepunkte im Leben eines YANMAR Besitzers erleben ! So auch heute. Wir setzen uns um 16:00 aufs Fahrrad und düsen - vorbei am YANMAR Angelshop ... pardon: YANMAR Netzwerk - zu DB Moteurs um zu fragen wie es unserem Getriebe denn so geht. Haben wir ja bislang nichts gehört und fürchten einen Monteur, der unverhofft vor dem Schiff steht, keiner da und dann wieder geht. Bei DB Moteurs erklärt man uns, sie hätten die Bestätigung dass das Getriebe auf einem LKW der Firma TNT sei, aber angekommen sei das Ganze noch nicht. Tracking gäbs wohl auch nicht. Frühestens Montag ab 15:00 sei damit zu rechnen. Wir hoffen, dass es nicht im südlichen China einen weiteren Angelshop im YANMAR Netzwerk gibt. Bei diesem Verlauf ... wer weiss ?

Da diese Jungs von DB Moteurs so gar nichts dafür können halte ich mich mit Schreikrämpfen zurück und nehme das Ganz so zur Kennntnis. Wir wundern uns jedoch, warum eine Weltfirma wie YANMAR es nicht schafft, bei 6 Tagebn Versandverspätung dann eine Overnight Zustellung zu beauftragen. Sabine und Ich haben den Eindruck, dass ein YANMAR Kunde dieser Firma komplett am A..sch vorbei geht sobald er bestellt hat. Vielleicht sollte man YANMAR mitteilen was der Zusammenhang zwischen Umsatz und Image ist: Vrtrieb = Umsatz, Service = Image. Heute kein Service, Morgen kein Umsatz. Ein Aufstieg geht erfahrungsgemäss mühsam, der Fall geht deutlich schneller! Um kurz nach 18:00 geht meine Mail wie angekündigt an YANMAR und die Yachtwerft raus, dass ich ab Montag einen Anwalt einschalten werde um die weitere Vorgehensweise zu kommunizieren. Eine weitere gestohlende Woche und ein Kasperle Theater hoch 20 !

Ein solches Mass an Unfähigkeit haben wir echt noch nicht erlebt. Die schaffen es nicht mal nach 6 Tagen Versandverspätung (Freitag war von YANMAR Europe zugesagt. Mittwoch gings bei YANMAR France raus) eine Expresslieferung zu organsieren. Zum Glück geht das Getriebe nicht an den Angelshop .. pardon .. YANMAR Service Dealer ! Oder ?? Naja wissen kann man es bei den Profis nicht wirklich. Geschweige denn eine Info an den Kunden zu senden, dass sich was verspätet und wenn ja um wieviel. Was für ein leistungsfähiges YANMAR Netzwerk. Immer wieder ein Spass mit solchen Profis zu arbeiten !

PS: Erlebte Anekdote aus einem vereinten Europa: Wir hatten die Aufgabe eine vergessene Sonnebrille zum Bodensee zu schicken. Gut verpackt in einem wattierten Umschlag, welcher in ein kleines Päckchen gepackt wurde. Sabine hat sich dabei echt Mühe gegeben. Auf dem Postamt erfahren wir, dass man Päckchen in Frankreich ohne französische Wohnadresse jedoch nicht versenden kann. Welcome to Europe ! Also haben wir den wattierten Umschlag aus dem geschützen Päckchen rausgekramt. Eine französische Postlerin hat uns dabei liebevoll geholfen. Als sie den wattierten Umschlag sah, sagte sie: Das kann ich so wie es ist auch so verschicken - ohne Wohnadresse in Frankreich ?!? Beim nächsten Päckchen schreiben wir uns eine beliebige Adresse (Bäcker, Metzger, Hotel ...) auf und verwenden diese als einheimische Adresse. Kontrolliert wird das nämlich nicht. Was für ein Unsinn ! Welcome to Europe. Hauptsache, die Biegung der Bananen ist einheitlich !

Heute Brotzeit, zwei Viertel Rose und dann Bettenhausen und Federnball ! ... und somit beginnt ein weiteres völlig nutzloses YANMAR Wochenende in Dünkirchen. Wer einer Reise tut, der kann ewas erzählen. Wer einen YANMAR kauft geniesst Abenteuerurlaub und kann deutlich mehr erzählen ! 

Fortsetzung folgt ...

Freitag, 17 September 2021 12:01

Die Mischung machts ...

Donnerstag

Nachdem der Mittwoch ohne Rückmeldung verging haben wir am Donnerstag beschlossen das als solches benannte "YANMAR Netzwerk" (in unserem Fall NORD YACHTING) zu besuchen. Also: Hingeradelt und geklingelt ! Ein  sehr freundlicher Franzose öffnet. Er spricht fliessend englisch und erklärt uns, dass es sich bei NORD YACHT um einen Online-Angelshop handelt. Er habe seit Anfang des Jahres keine Mechaniker mehr und von einem Getriebe im Zulauf wisse er nichts. Er scheint über unsere Frage ebenso verblüfft, wie wir über seine Antwort ! Tri Tra Trallala der Kasperle ist wieder da ...

Da sich NORD YACHTING in unmittelbarer Nähe zu den bewährten DB Moteurs befindet beschliessen wir kurzerhand dort mal anzuklopfen. Dort wurde uns erklärt dass sie ein Lieferavis für unser Getriebe erhalten hätten. Dieses hat YANMAR France am Mittwoch (YANMAR Europe versicherte uns hoch und heilig den Versand am Montag) auf den Weg gebracht! Sobald das Getriebe bei ihnen sei, werden sie uns verständigen und schnellstmöglichen Einbau veranlassen. Was immer schnellstmöglich bedeutet ... allerdings zeichnete sich DB Moteurs bislang als kompetent und zuverlässig aus. Daher glauben wir Denen ein bisschen mehr als Anderen. Skepsis bleibt. Kurz vor Ende des Gesprächs wurde uns dann noch offeriert, dass es DB Moteurs nicht klar sei, wer diese Aktion zahlen wird und die Rechnung daher an uns gehen müsse. WAAAAAT ?
Liebes YANMAR Netzwerk: Wir lieben es mit Profis zu arbeiten ...

Nach Rücksprache mit der Yachtwerft haben diese sofort eine Kostenzusage an DB Moteurs gesendet. Ich sendete die Aufgaben, welche mit YANMAR bislang kommuniziert wurden. Diese Liste wurde sogar von YANMAR näher detailliert. In der Hoffnung dass DB Moteur für die gestellten 3 Aufgaben

  1. Getriebeeinbau und Inbetriebnahme
  2. Fehler "P0094" beheben
  3. Erwärmung des Diesels

eine Lösung finden, welche in weniger als 5 Wochen abgeschlossen werden kann. Mein Ultimatum gegen YANMAR läuft: Freitag 18:00 ! Wir finden uns in berühmter Gesellschaft mit Bill Murray: Und täglich grüßt das Murmeltier ...

So langsam tun wir uns schwer, dieses angeblich so leistungsfähige YANMAR Netzwerk (dieser Begriff stammt übrigens von YANMAR) noch einigermassen ernst zu nehmen. Wir sehen das Ganze eher als Kasperleverein an, bei dem die Linke nicht weiss was die Rechte tut. Eine leistungsfähige Mischung aus unorganisiert, arrogant und dilettantisch. Bei unserer Rückkehr erreicht uns eine Mail vom YANMAR "Kundendienst" in welchem erklärt wird, dass Murphys Law zugeschlagen habe ... ich erwiedere das Mail nicht mehr, die Zeit bis zum Ultimatum läuft ! Der Anwalt steht parat ...

So schliessen wir den Tag mit einer Einkaufsrunde bei unserem Gemüsehändler und Bäcker ab. Wir machen uns ausgiebig über YANMAR lustig und versuchen die Stimmung hoch zu halten. Am Abend geniesen wir eine sehr leckere Pilzpfanne mit Spätzle. Schliesslich sind wir ja Schwaben und welcher Schwabe braucht Nudeln ! Ein wunderschöner Sonnenuntergang bei 20°C schliesst unseren Tag versöhnlich ab.

So verabschieden wir den Tag mit einem "Tri Tra Trallala der Kasperle ist wieder da ..."

Fortsetzung folgt ...

Mittwoch, 15 September 2021 11:21

... ein Wechselbad der Gefühle

Dienstag

Aus gemachter Erfahrung meinere Berufsjahre verfasste ich frühmorgens eine Mail in der ich das am Montag Besprochene und vorallem das von mir Verstandene nochmals zusammengefasst habe. Diese Mail geht an YANMAR Service und Yachtwerft. Sabine und ich fahren gegen 16:00 zu DB Moteur um zu fragen ob den das Getriebe bereits geliefert wurde. Antwort: NEIN !
Anschliessend telefoniere ich mit der Yachtwerft ob es zu meiner Mail noch Fragen gibt. Dort durfte ich erfahren, dass YANMAR bereits eine Antwort schickte in welcher sie mein Verständnis des Telefonats von Montag kommentieren und korrigieren. Da mir diese Mail nicht bekannt war, leitete die Yachtwerft diese freudlicherweise an mich weiter. War auch sofort da. Bislang ist mir unklar warum das Original von YANMAR nie bei uns ankam. Ein Schelm wer Böses denkt ...

Unter anderem war hier zu lesen, dass nicht DB Moteur das Getriebe einbauen wird, sondern Nord Yachting. Häää, klang am TEL aber anders ? Dort war dann ebenfalls zu lesen, dass der Fehler "P0094" welcher im Telefonat noch problemlos auf den Kanaren behoben werden konnte weil angeblich unkritisch, unbedingt von Nord Yachting behoben werden muss ! Aha, doch nicht so unkritisch ? Sei angeblich ein Sensorfehler. Noch einer ? War doch der Öldruck beim Einbau bereits ein Sensorfehler ! Wird dieser Sensorfehler dann auch per Firmware(FW)-Upgrade behoben, wie dies in Glückstadt durch einen YANMAR Servicedealer bereits behoben wurde ? O-Ton: "Jetzt geht wahrscheinlich ! Nix mehr Fehler, weil Firmware neu !". Ich erkante sofort: Hier spricht geballte Erfahrung und Kompetenz. Als der YANMAR Experte mitteilte dass er eine Meldung beim Auslesen sah, diese aber nach der FW-Aktualisierung nicht mehr wiederfinde bin ich mir sicher: Hier sind echte Experten am Werk !

Die Klarstellung zu meiner Mail-Zusammenfassung lautete:

... I asked them to ship the gearbox directly to OUR service partner Nord Yachting in Dunkirk and they will install and adjust and teh gearbox should probably arrive on Wednesday. Do note that we are not able to control the shipment when we put this in hands of DHL.

Neben anderen Relativierungen war dann am Ende des Textes die Anmerkung zu finden ...

... As mentioned we are trying to get the boat ready but this is also depending on the availability of our service dealer. 

Meine Leseweise: YANMAR kann die Lieferung durch DHL nicht kontrollieren. Vielleicht sollten sie einfach mal bei AMAZON nachfragen wie's geht ? Andererseits beauftragen sie ausschliesslich IHRE Servicedealer. Soweit Verständlich. Jedoch WAS der Servicedealer draus macht und vorallem WANN, scheint in IHREM YANMAR Netzwerk nicht steuerbar. Auch hier dominert Erfahrung und Kompetenz ! Echte Experten zu erleben ist nicht immer ein Vergnügen :-(( ...

Zu diesem Zeitunkt ist mir dann der Kragen geplatzt ! Ich habe YANMAR und der Yachtwerft in einer Antwortmail mitgeteilt, ...

a) dass es mir Sch..egal ist WER das Getriebe einbaut und die Fehler beseitigt. Wenn YANMAR meint sie haben einen ausreichend kompetenten und verfügbaren Servicepartner, dann kann auch dieser die Aufgaben lösen. Hauptsache: Er löst die gestellten Aufgaben ALLE in der zugesagten Zeit (O-Ton am TEL: bis spätestens Freitag könnt ihr wieder los). Zugesagt wurde am Wochenende mit der BELUGA abfahrbereit zu sein !

b) wenn die BELUGA bis Freitag Nachmittag nicht in der Lage ist ihre Reise fortzustetzen, kann die Yachtwerft als deutscher Vertragspartner und YANMAR in Folge den Rest mit unserem Anwalt besprechen. Mglw läuft das dann auf Alternative 2 raus ? Jedenfalls hab ich die Schnauze voll von dieser Mischung aus LMAA, Unfähigkeit und Arroganz.

So bleibt die Spannung bis Freitag erhalten, ob derzeit die Lok oder der Ausgang am Ende des Tunnels auftaucht. Sollte mich jemand nach einer Empfehlung für eine neue Maschine fragen (und das tun einige hier am Steg) dann kommt bei meinen Antworten YANMAR als Empfehlung eher nicht vor - dieser name dient eher als Abschreckung ! YANMAR bewirbt sich gerade #1 Kandidat auf unserer VUP Liste zu werden. Noch vor WEBASTO und das soll was heissen. Da muss man sich "seinen besten Fähigkeiten entsprechend bemühen" :-)

Fortsetzung folgt ...

Montag, 13 September 2021 19:25

... schon wieder ein helles Licht

WoEnde

Nachdem die vergangene Woche dynamisch begonnen hatte und YANMAR innerhalb kurzer Zeit den Sachverhalt klärte und ein neues Getriebe organisierte passierte aus meiner Sicht danach erstaunlich wenig. Keine Versandnachricht, keine Einbautermin ??? Mein lieber Schorsch, ich glaub ich riech den Braten ....

Daher hatte ich am Sonntag gemeinsam mit Sabine unsere Optionen durchgedacht. Diese fasste ich dann in einer Mail an YANMAR und die Yachtwerft zusammen um Kosten, Termine und Maßnahmen der für uns sichtbaren Alternativen darzustellen. Zusammengefasst sehen wir folgende Alternativen:

  1. Wir segeln weiter benötigen aber Wettercoaching durch Wetterprofis der Wetterwelt in Kiel. Mussten wir doch die letzten 5 Wochen zuschauen, wie bestes Wetter ohne uns vorbei zieht. Zwischenzeitlich sind die Ex-Hurricanes auf dem Atlantik spürbar und wir müssen die Biskay queren.  Profiwetter braucht aber ca. 2 Wochen Vorbereitungs- und Analysezeit. Das bringt uns von Mitte September schon auf Anfang Oktber. Daher muss eine Entscheidung JETZT Fallen. Erst geduldig auf das Getriebe warten und danach zu planen schiebt die Reise durch die Biskaya dann auf Ende Oktober. Da möchte allerdings keiner mehr freiwilig durch die Biskaya.
    Eine Enstcheidung muss aus diesen genannten Zeitgründen daher kommende Woche (15.9.2021) fallen !
  2. Wenn der 15.9.2021 noch kein Getriebe bringen sollte, dann werden wir eine Verlegung der BELUGA an Land veranlassen. Dort bleibt sie dann bis Ende März, wenn die Biskaya wieder ungefährdet gequert werden kann. Sabine und ich werden dann im Hotel wohnen, da der Aufenthalt auf sogeannten "a sec" Schiffen nur für Arbeiten am Schiff jedoh nicht zum Wohnen erlaubt ist. By the way: Auf hiesigen Stand-Plätzen wohnt keiner freiwillig.  Das scheint die zweifelsfrei teuerste der beiden Alternativen und auch diejenige welche wir am wenigsten bevorzugen. Aber ....

So haben wir unsere Erkenntnisse YANMAR und der Yachtwerft am Sonntag per Mail zukommen lassen und um ein Telefonat am Montag gebeten um die aktelle Lage zu besprechen.

Montag

Das Telefonat fand statt und war sehr informativ. Unser Getriebe sei am Montag Vormittag auf die Reise gegangen, um am Dienstag beim Händler vor Ort zu sein und am Mittwoch eingebaut zu werden. Juhu gute Nachrichten ! ... allein, ich bleibe skeptisch. Dennoch steruern wir offensichtlich auf die bevorzugte Alternative 1 zu, was uns sehr freut. Inwieweit Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen werden wir berichten. Leider beginnt aktuell dann auch die erste Westwindphase der Saison. Ich füge ein Bild bei was da derzeit auf uns zusteuert:

Das gelbe Boot ist nicht unsere aktuelle Position (Gott bewahre), sondern eine zeitliche Simulation eines möglichen "hoffentlich nicht Szenarios". Es soll darstellen, was ich zuvor meinte als ich "das will keiner" sagte. Übrigends dieser lila Knödel wird unser Wetter die nächsten Tage in Europa bestimmen wollen. Lazy Larry !

Wenns läuft, dann läufts eben ...

Freitag, 10 September 2021 07:04

So lazy ist Larry gar nicht

Donnerstag

Nachdem Warten zum Programm wurde, haben wir heute spät und gut gefrühstückt. Wie der Wetterbericht vorhersagte wird es sich im Laufe des Vormittags eintrüben. Das hat es auch gemacht ... und zwar binnen weniger Minuten gings von sonnig über bewölkt in einen heftigen Wolkenbruch über. Das mit Mash bestückte Cockpit wurde schnell noch mit dichten Wänden zugemacht und schon gings los.

 

Das aktuelle Entertainment-Programm unseres Wetters verdanken wir Hurricane Larry der aktuell auf den Bermudas vorbeischauen möchte. Seine Vorhut kündigt sich bei uns an. Er selbst - oder was dann davon noch übrig ist - soll uns kommende Woche besuchen. Laut Wetterbericht geht sein Besuch mit westlichen Winden ( Südseite des Tiefs ) bis Ende nächster Woche. Danach setzt sich der "Hausherr" das Azorenhoch langsam wieder durch. Mit diesen Aussichten - derzeit ohnehin nicht fahren zu können - wartet es sichs viel entspannter.

 

Das heutige Wolkenbruch-Spektakel dauerte 20 Minuten. Der Rest des Tages blieb dann trocken und sonnig. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei der Firma Lewmar für die durchweg undichten Luken bedanken. Bei ausnahmslos allen Luken tropfen die Scharniere. Bei manchen auch die Riegel. Das macht dem Fensterprogramm "Ocean" alle Ehre. Wir überlegten uns, ob wir das möglicherweise falsch verstanden hätten, ob Lewmar die Luken deswegen "Ocean" nennt, weil sie für diesen Zweck ungeeignet sind. Hätten wir vielleicht die Modellreihe "Indoor" nehmen sollen :-) oder war nur die Übersetzung dieses britischen Qualitätsproduktes der Fehler ? Diese Luken werden wir auch noch dicht bekommen ... im Laufe der Zeit. Andererseits ist es sehr ärgerlich wenn man nennenswert viel Geld an eine Firma bezahlt, die eine solche Glanzleistung abliefert. Es war es uns daher ein Vergnügen, die Firma Lewmar in unsere Empfehlungsliste der vermeidbaren Produkte aufzunehmen: unsere VUP Liste.

Bei einem schönen Fussmarsch haben wir - so meinen wir - die letzten uns unbekannten Viertel Dünkirchens auch noch erkundet. Nachdem Ralphs HP Netzteil abgeraucht ist, hat er sich dort gleich ein neues und leistungfähigeres Netzteil zugelegt. Obligatorischer Besuch in einem Kaffee und dann zurück zum Schiff. Abendessen ruft !

Zurück am Schiff war alles in Ordnung. Dicht von oben und unten, keine Alarmmeldungen, ... was für ein Zustand. Unsere Basteleien der letzten Tage scheinen sich auszuzahlen. Die BELUGA schnurrt wie ein Kätzchen und läuft zwischenzeitlich völlig fehlerfrei und durch Sabines Tuning-Massnahmen sehr funktionell. Selbst unser Bordweb (Raspberry Pi 4) scheint seinen Dienst wieder klaglos zu verrichten. Ich hab nach meinem Aufruf der Hilfe von seeehr vielen Menschen sehr gute Anregungen bekommen.Vielen Dank an alle Supporter !

Ich bin (fast) allen Tipps nachgegangen und habe folgendes festgestellt:

  • Ausgangspunkt
    • Wir betreiben ein Bordnetzwerk.
    • Hierfür gibt es einen Zugangspunkt, welcher via http:// sehr schlechte Antwortzeiten lieferte
    • Dahinter steckt ein Raspberry Pi4 (RPi 4) mit ...
    • ... SAMBA Server mit MySQL und WEB Services
    • ... 4TB Festplatte über USB3 mit SAMBA Freigaben
    • dieser Server verliert ca. 20% der PING Pakete (no response / timeout)
    • daher ist die Response der WEB Services bei bis zu 20sec (eher Lieferfrist als Antwortzeit)
  • Der Raspberry Pi 4 braucht einiges mehr an Energie als sein Vorgänger (RPi 3B+)
    • offiziell verbraucht der RPi4 2,4A bei 5,2V
    • ich gehe bei Last allerdings von etwas mehr (2,8-3A) aus
  • Das USB Netzteil aus Amazons asiatischer Glückskeks-Abteilung (3A) scheint immer am Limit gearbeitet zu haben
    • offiziell war das Limit 5,2V bei 3A
    • ich denke bei 3A Leistungsanforderung bleiben vielleicht noch 4,8V übrig, was nur bei bei asiatischer Glückskeks-Auslegung ausreicht
    • das original Raspberry 230V-Netzteil des RPi3 funktionierte bei der Entwicklung völlig problemlos
  • Nachdem ich den Chinakracher gegen ein an Bord vorhandenes Produkt (8A) austauschte gings besser
  • Beim angeschlossenen Custard Pi Relaisboard die Stromversorgung getrennt
    • Relaisboard und RPi haben nun eigene Stromversorgungen
    • Die Relais zu halten sollte der Chinakracher ganz gut hinbekommen
  • Anschliessend den Überwachungsservice (WatchDog) gestoppt
    • Dieser überwacht RPi CPU-Temp und schaltet Lüfter AN/AUS
    • Nach Stopp ist eine deutliche Verbesserung eingetreten !

Seit dem Stop des WatchDog Service sind nur noch selten Drops von IP Paketen (ping) zu erkennen. Zwischenzeitlich ist eine 20minütige PUTTY Session wieder ohne Abbruch möglich. Ich vermute dass der WatchDog kurzeitig soviel Leistung forderte, dass der Chinakracher mit Energienachschub überfordert war. Aufgrund der Architektur wirken sich Spannungsschwankungen beim RPi vorallem auf Netzadapter und USB-Interface aus. So erkläre ich zumindest die vielen IP-Drops. So lazy ist auch dieser Larry zwischenzeitlich nicht mehr, da zwischenzeitlich weniger Leistungsanforderung bei mehr Netzteil-Leistung. Das scheint deutlich besser zu laufen.

Meine Empfehlung an die Beeren-Entwickler wäre: Bei der ansprechenden Leistung des RPi4 sollte hier entweder eine Anforderung mit mehr als 3A auf den Specs stehen oder wahlweise eine 12V Stromversorgung, dann kann der RPi4 aus dem Vollen schöpfen. Im Zusammenhang mit dem Erlebten werde ich die anderen 5 Beeren nochmals prüfen müssen. Ich werde berichten.

 

Donnerstag, 09 September 2021 08:40

... die unendliche Geschichte (Part 1)

Mittwoch

Heute ist ein extrem wichtigerTag: Unser Enkel Tizi, der mit uns bis Dunkerque segelte, hat heute seinen 17ten Geburtstag. Da müssen wir als erste Handlung des Tages gratulieren. Was wir dann per Video mit viel Freude machen ! In diesem Videonat war auch sein jüngerer Bruder Emilio zu sehen. Mundbewegungen aber kein Ton. Ist die Verbindung eingebrochen ? NEIN, scherzhaft stelllen wir fest, dass Tizi zwischenzeitlich die Mute Taste bei seinem Bruder gefunden hat. Doch nach wenigen Sekunden legt das Energiebündel Emilio wieder in alter Gewohnheit los. War ne echt gute Idee um die Grosseltern auf diese Art aufs Glatteis zu führen !

So machen wir uns heute über die tausend Kleinigkeiten her, welche wir noch machen wollen. In gewohnter "Bordhektik": Nicht ohne gutes und ausgiebiges Frühstück mit einem kleinen "Besprechnungskäffchen" und anschliessendem "Nun gehts los"-Käffchen. Stress pur eben !

Wasserspiele mit dem Watermaker

Die Membranen des AquaTec Watermakers sind seit der Lieferung konserviert und halten in diesem Zustand recht lange durch - solange sie nicht austrocknen. Diesen Zustand haben wir maximal in die Länge gezogen indem wir die Membranen so lang als möglich verschlossen hielten, müssen die Membranen nach Inbetriebnahme spätestens alle 2 Wochen gespült werden. Das wollten wir erst dann starten, wenn wir auf dem Schiff leben und keine längeren unbeaufsichtigten Liegezeiten anstehen. Deswegen: Einbau im Februar und Inbetriebnahme im August. Zwischenzeitlich brauchen wir ja auch mal Wasser für die Tanks. Den Funktionstest (ohne französisches Hafenwasser) haben wir heute gemacht. Frischwasser gibts hier in ausreichender Menge wenige Meter neben der BELUGA. Also einschalten, Trinkwasserzulauf öffnen und warten. Das Warten blieb kurz, schon spritzt der Seewasservorfilter. Sch... wer hat das installiert ?! Kleinlaut stelle ich fest: die Watermaker Installation ist vollständig von mir. Na dann wars ja gar nicht so schlimm :-) Wasserzulauf stop und Filter richtig zudrehen. Schon gehts weiter.
Erwartungsgemäss lecken die Feinfilter mit 20 und 5 mikron ebenfalls. Der Eine, weil er nur 2 Gewindegänge aufgesetzt war, der Andere weil nicht fest genug zugedreht. Aber alles kein Problem, sondern eher Anlaufprobleme die sich sehr schnell beheben lassen. Kurz drauf blubbert unser Auslass am Waschbecken - und nur der ! Hurra der Rest ist dicht. So lassen wir das System erstmal laufen, spülen und entlüften. Zeit für ein "war doch gar ncht so schlimm" Käffchen. Nach ca. 30 Minuten des Betriebes ausschliesslich mit der Förderpumpe waren die Blasen weg. Das System scheint nun entlüftet. Also die Hochdruckpumpe zuschalten um aus französischem Trinkwasser deutsches Trinkwasser zu machen. Kaum an steigt der Druck und steigt und steigt ... am Druckregler war nichts aufzuhalten ... plötzlich ein lauter Knall ! Ein Schlauch war geplatzt ! Nur welcher ? Die Suche ergab, dass der Zulauf zur Konservierung das Problem war. Dort sollte jedoch das Wasser gar nicht hin ???
Des Rätsels Lösung war ein falsch beschrifteter 3-Wege Hahn für die Brine (Abwasser). Wer hat das nochmal installiert ? ... kaum den Hahn umgestellt (PS: auch die Beschriftung :-) ) schon gehts wieder. Das deutsche Wasser sprudelt munter aus dem Kontrollauslauf des Waschbeckens und das französische (Brine) geht aussenbords - so solls sein ! Den Druck noch ein bisschen höher und unser Druckwasserpumpe hört nicht mehr auf zu förden. 19-30 l/min bestes Trinkwasser laufen durch die Anlage in die Nordsee. Und das weitere 30 Minuten lang. Man könnte hier von Verschwendung reden, wenn man nicht wüsste was das Konservierungsmittel anrichtet: Mindestens einen Dünnpfiff der allerfeinsten Sorte ! Daher lieber einmalig ein bisschen "Verschwenden" und dafür nachhaltig ein sauberes System, das feinstes Trinkwasser produziert.

Man sollte meinen ein Segelboot kann auch ohne ...

Sicherlich hast Du beim Lesen des Titels festgestellt, dass eine unendliche Geschichte nicht unterteilt werden kann. Deshalb macht ein Part1 einer unendlichen Geschichte gar keinen Sinn. Apropos gar kein Sinn: Auch Douglas Adams hat fünf Teile in einer Trilogie "Per Anhalter durch die Galaxis" veröffentlicht auch dieses Werk macht keinen Sinn. Auch YANMAR hatte bislang das Zeug für lange literarische Ergüsse ohne Sinn=>Wirkungsgrad. Nachdem wir gestern einen Lichtblick in Sachen Getriebelieferzeit und -einbau hatten, wird dieser sinnhafte Lichtblick heute nochmals bestätigt. YANMAR antwortet auf meine Frage wie lange es denn dauern kann, mit der Mail: "... binnen einer Woche ...". Das hört sich doch mal besser an als das "... kann ich nicht sagen ..." der letzten Wochen. Nun warten wir ab, wie lange eine YANMAR Woche gehen mag. "YANMAR Woche" was soll das denn sein ? Naja, sicher kennst Du die Microsoft Sekunde. Diese läuft, wenn Dein Dateimanager 30 Minuten lange statiert, dass er in ca. einer Sekunde fertig wäre. Zeit ist eben relativ :-) Auf See relativ kurz, an Land (speziell ohne Getriebe) kann die zeit seeeehr lang werden. Daher rufen wir die Heiligen der Stadt Dünkirchen an. Wenns hilft ...

Fortsetzung folgt ...

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