Samstag, 04 September 2021 09:11

... und ists nicht gut, dann ists nicht am Ende (Part 4)

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Freitag

Am heutigen Freitag wollte sich die Yachtwerft melden wie's weiter geht. Gegen Mittag habe ich dann eine Mail (alle anderen Kanäle waren bereits ohne Erfolg) losgeschickt mit der Bitte sich bis spätestens 16:00 zu melden. In Sachen Kommunikation scheinen sowohl die deutsche als auch die französische Partei noch ein wenig Verbesserungspotential zu haben. Um 15:59 erhielten wir dann eine Mail von der Yachtwerft. Inhalt in Kurzform: Wir haben die Wahl zwischen 7 Wochen für Ersatzteile oder 23 Wochen für ein neues Getriebe zu warten, weil DB Moteur die Teile angeblich nicht schneller geliefert bekommt ! Diesen Kundenservice können wir echt weiterempfehlen :-( Danke YANMAR !

Bislang waren die Kosten eines neuen Getriebes (~2K€) immer ein Argument der Yachtwerft keine unnötigen Reparaturen zu machen, da alleine der Arbeitsaufwand die Neuanschaffung übersteigen könnte. Daher stehen sie (so die Aussage am Tel) parat im Notfall ein neues Getriebe in den Kofferraum zu packen und mitsamt einem Techniker hierher zu fahren. Nun, da es soweit zu sein scheint, entwickelt sich das offensichtich zu einem Lippenbekenntnis. Ein neues Getriebe dauert 10 Tage bis Glückstadt, und muss von dort dann durch die Yachtwerft nach Dünkirchen gesendet werden. Also weitere 20 Tage mindestens ! Aber nur, wenn DB Moteur bestätigt, dass das Getriebe getauscht werden muss und und und ...

Da unsere Antriebswelle ohne Getriebe lose im Maschineraum hängt (mit Gurten verklemmt, aber nicht dauerhaft sicher) besteht die Gefahr dass nach Abrutschen der Rumpfabdichtung (=Stopfbuchse) Wasser in grosser Menge ins Schiff kommt. Das bedeutet für uns, wir müssen diese Situation sehr engmaschig kontrollieren. Tag und auch Nachts. Ich hatte der Yachtwerft daher mitgeteilt, dass sich nicht bereit bin die nächsten 2 bis 23 Wochen eine "Stopbuchsenwache" durchzuhalten. Daher muss das Schiff beim vorgeschlagenen Zeitplan an Land - oder aber der Zeitplan ändert sich ... und zwar schnell. Ich gehe davon aus, dass eine, unter diesen Umständen notwendige, französische Kranaktion weit mehr als ein Getriebe finanzieren könnte. Abgesehen von den Folgekosten eines Standplatzes .... by the way: Wir haben immer noch das Problem einer unerfindlichen Alarmmeldung der Maschine. Dauert diese Aktion dann nochmals 23 Wochen ?

Auf diesen Schreck gabs Abends einen Schluck leckeren französischen Weisswein. Gemeinsam mit deutschen Umliegern im Cockpit der BELUGA. Als sich einer der Teilnehmer sehr interessiert an unserer Story zeigte, fand ich heraus, dass er sehr enge Verbindungen zur Redaktion der Zeitschrift YACHT hat. Gerne erzähle ich dieser Zeitschrift welch grandiosen Service ein YANMAR Kunde mit einem weltweiten Servicenetz erleben darf und (hoffentlich nicht) noch erleben wird. Wir beschliessen in Kontakt zu bleiben ...

Fortsetzung folgt ...

 

 

Gelesen 1593 mal Letzte Änderung am Dienstag, 07 September 2021 16:56

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