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Moored
Dienstag, 09 Juli 2024 08:44

Das organisierte Chaos !

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Am Freitag, dem 5.7.2024 setzen wir morgens um 04:00 vor Zakynthos den Anker. Unser „Long Run“ war zunächst erstmal beendet, das Ziel für 2024 erreicht. Im Laufe des Tages konnten wir dann in den Hafen verlegen.

Unser Eindruck von der Stadt Zakynthos auf der gleichnamigen Insel: Eine sehr nette aber sehr touristische Stadt. In diesem Umfeld dreht sich alles nur um Touristen, Kreuzfahrer und Urlauber. Sowohl was die Sauberkeit der Stadt angeht, als auch das Angebot. Ausschließlich typische Touristenware. Kühlschrankmagnete, angeblich handgearbeitete Textilien, Stoff-Schildkröten, Hüte Mützen und vieles mehr. Selbst der uns sehr bekannte und sehr beliebte Carrefour Supermarkt hat Chips, Flips, Schnellkochware, Sonnencremes aller Länder und viele typisch britisch-amerikanisch-holländische Alkoholika. Zu Preisen, die jeden Griechen schaudern lassen. Durchweg Lebensmittel und andere Waren, die einen Touristen glücklich machen sollen und können. Die Preise rechtfertigen dieses Vorurteil. Für uns ein echter Preis-Schock. Seit vielen Jahren das erste Abendessen für 3 Personen, was die 100€ Marke erreicht. Wohlgemerkt: Außerhalb Deutschlands !!

Am Montag früh lasst uns der Blick von Bord staunen: 3 Kreuzfahrer ankern vor Zakynthos ! Eine Menschentraube wälzt sich auf der Straße hinter der BELUGA in Richtung Stadt. Im Dauertakt fahren die Beiboote der Kreuzfahrer hin und her. Wir glauben die Situation von den Kanaren zu kennen. Stimmt auch soweit … bis auf die griechische Umsetzung. Während auf den Kanaren die Kreuzfahrer an einem speziellen Dock organisiert in Busse und andere Vehikel verladen wurden, herrscht hier das organisierte Chaos. Jeder scheint in den Bus seiner persönlichen Wahl einzusteigen, die Reiseleiter brüllen sich einen Wolf um der Menschenmenge Herr zu werden … etc, etc. Ein Treiben, welchem wir gerne als Zuschauer beiwohnen. Einen Tag später sollten wir dann die Steigerung an unorganisiertem Verhalten erleben dürfen: Das selbe nur mit Italienern ! Nicht nur dass sie sich an keine Regeln halten, sie befolgen auch keinerlei Anweisungen. Stehen Leute lamentierend vor einen Bus. Beschweren sich lautstark dass dieser Bus endlich losfahren möge. Würde der Busfahrer sicherlich gerne, geht aber nicht, weil lautstark lamentierende Italiener davor stehen. Mir fällt das Stoßgebet ein „Herr lass Hirn regnen ...“

Wir lassen uns von Griechen erklären, dass dies normal sei und auf die anstehende Italiener-Saison hinweist. In Italien wir dies als Ferragosto bezeichnet und lässt vermuten, dass sich die einfallenden Italiener ebenso skrupellos verhalten, wie Deutsche in anderen Inseln.

Wir beschliessen daher, dass unsere Zeit, welche bis Dienstag 9.7. gebucht war, dort auch ablaufen wird. Unser neues Ziel ist Messolongi. Dort warten die FRECHDACHS und seine Crew, welche wir nach 2 Jahren endlich wieder treffen wollen. Ein paar Tage später will auch die AZZURRO mit Crew hinzu zu stoßen. Auch sie haben wir seit 2 Jahren nur per Videocall gesehen. Es scheint ein Treffen alter Freunde zu werden. Mehr zu Messolongi gibt’s in einem der nächsten Blogs.



 

 

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Gelesen 33 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Juli 2024 09:10