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Donnerstag, 16 Dezember 2021 12:00

Schöne Weihnacht

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Seit dem 10.10. 2021 liegen wir in Cherbourg fest. Allem Anschein nach werden wir wegen unseres erneuten Antriebsproblems aufgrund der erlebten Dynamik der Lösungbeteilgten (YANMAR und Yachtwerft Glückstadt) frühestens Ende März 2022 wieder hier weg kommen. Das bedeutet nach 7 Wochen Dünkirchen dann 6 Monate Cherbourg wegen wiederholtem Ausfall unseres nagelneuen Antriebs. Dieser wurde im April 2021 von der Yachtwerft in Glückstadt nagelneu eingebaut. Bis dieser in 2022 (hoffentlich) funktioniert, ist das erste Jahr vorbei. Kann auch eine Strategie sein, die Garantiezeit zu entschärfen ... ein Schelm wer Böses denkt.

Aktueller Stand unseres Antriebsproblems

Es existiert ein Gutachten seitens YANMAR. Dieses stellt Berechnungsfehler bei der Auslegung des Antriebs dar. Augenscheinlich ist dieser Berechnungsfehler derart fatal, dass das verwendete Getriebe in kurzer Zeit seine Kupplung abnutzt worauf sich kein Vorwärtsgang mehr einlegen lässt.

Ursache und Wirkung

Der Berechnungsfehler war der Grund unseres Getriebwechsel in Dünkirchen. Dort ging YANMAR allerdings noch von einem Getriebedefekt aus und tauschte dieses gegen ein gleiches Modell. Nach weiteren 40 Betriebsstunden: Erneuter Getriebeschaden in Cherbourg am 10.10.2021. Darauf folgte eine gründliche YANMAR Analyse durch deren Experten. Ein Gutachten zeigt auf, dass durch Einbau eines stärkeren Getriebes und Rücknahme der Schraubensteigung dieser Fehler beseitigt würde. Auch existiert seitens YANMAR ein Angebot wie dieser Berechnungsfehler korrigiert werden kann. Dieses Angebot liegt der Yachtwerft Glückstadt seit Anfang November vor. Seit diesem Zeitpunkt machte die für Berechnung, Planung, Installation und Reparatur verantwortliche Yachtwerft in Glückstadt keine Anstalten Abhilfe zu schaffen.

Die Reparatur kann aufgrund der anstehenden Feiertage frühestens Anfang 2022 stattfinden. Unsere Weiterfahrt muss daher ebenfalls erst bis Frühjahr 2022 warten. Auf dem Atlantik rauschen derweil gewaltige Tiefs durch, welche wir in Cherbourg teilweise sehr intensiv erleben dürfen. Na dann ....

Frankreich im Weihnachts-Modus

Hier in Cherbourg finden - im Gegensatz zu Deutschland - noch Weihnachtsmärkte statt. Allerdings in sehr verhaltenem Modus: Wenig Stände, noch weniger Glühweinstände und zahlreiche Kontrollen in diesen Bereichen. Es ist sehr wichtig den sog. «pass sanitaire» immer parat zu halten. Als «pass sanitaire» gilt unser deutsches Impfzertifikat mit vollständiger Impfung. Na immerhin gilt auch ein deutscher Nachweis im vereinigten Europa.

Cherbourg sieht sehr beschaulich aus. Weihnachtlich illuminiert und geschmückt. Die Kneipen haben offen und die Menschen halten sich sehr gut an die Vorsichtsmassnahmen. In der Innenstadt sieht man fast ausschliesslich Menschen mit Mund-Nasen-Schutz. Vielleciht weils Pflicht ist ? Ists das nicht auch in Deutschland, wo sich dennoch keiner dran hält. Kompliment an die Disziplin der Franzosen ! Hier wirds langsam sehr kalt, nass und trist. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Daher müssen wir in wenigen Tagen Cherbourg und die BELUGA verlassen. Sie wird dann bis März in den Winterschlaf-Modus versetzt. Anfang März ist der geplante Zeitpunkt unserer Rückkehr.

Wir werden in dieser Zeit weniger Blog-Beiträge posten. Wir wünschen Euch allen ein besinnliches Fest und passt auf Euch auf ! Wir wissen nicht, was Ihr Euch gewünscht habt, wir wünschen uns eine Perspektive für unser Weiterkommen in 2022 unterm Christbaum. Haltet uns die Daumen !

Schöne Weihnacht an (fast) alle !

 

Gelesen 666 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 15 Dezember 2021 21:54