Ralph Baumann

Ralph Baumann

Montag, 23 August 2021 18:47

Am Ende wird alles gut (Part 5)...

Montag

Zeit für das geplante Telefonat mit der Werft in Glückstadt. Die Werft hat bis zum Zeitpunkt des Telefonats bereits alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Klärung und Behebung einzuleiten. Vielen Dank dafür. Das Ergebnis meiner Tests am Sonntag (nämlich Vorwärtsgang geht nun gar nicht mehr rein) habe ich mit der Werft besprochen. Meine Recherchen haben ergeben, dass dieses Vorwärtsgangproblem auch bei anderen Besitzern der ZF Getriebe vorzukommen scheint. In vielen Fällen war entweder falsches Getriebeöl oder ein falscher Level die Lösung. Das wäre die am einfachsten zu behebende Möglichkeit. Könnte jedoch auch ein Problem der Schaltklaue oder ein Getriebeschaden sein, so zumindest die Aussage von YANMAR und will das einen Fachmann das Getriebe begutachtet. Danach werden die notwendigen Folgeaktionen festgelegt.

Dienstag

Heute morgen hat uns unser Enkel Tiziano in Richtung Heimat verlassen. Fast 4 Wochen auf der BELUGA haben ihn zu einem sehr verlässlichen Crewmitglied gemacht. Knoten gehen blind, die Systeme an Bord fest im Griff und Steuern klappt auch sehr gut. Danke für die schöne Zeit und bis bald auf den Kanaren.  Dünkirchen 0700 starten und um 1100 in Strassburg - und das alles sehr pünktlich. ca. 600km Strecke in 4h ist ein Wort ! Da sollte sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe abschneiden (siehe Mittwoch). Bereits am frühen Nachmittag konnten wir ihn von Zuhause per Duo in bester Laune sprechen. Vielen Dank noch für Deine Teilnahme Tiziano, wir sind echt sehr stolz auf Dich !

Wir waren, nach Absprache mit der Werft, bei der Firma DB Moteur in Dünkirchen und haben diesen unser Problem geschildert. Die Auslastung der Servicetechniker scheint jedoch enorm. "Kann bis zu 3 Wochen dauern" war die Aussicht. Aufgrund unserer Bitte einen Fachmann zu entsenden, der zumindest die weniger zeitaufwändige Begutachtung durchführt erhielten wir eine Nummer eines Technikers, der jedoch erst kommenden Montag (30.8.) aus dem Urlaub kommt. Techniker aus dem nahen Belgien dürfen unglücklicherweise in Frankreich nicht tätig werden. Soweit zum vereinigten Europa mit offenen Grenzen. Anspruch und gelebte Wirklichkeit scheinen hier auch noch ein wenige auseinander zu gehen. Naja, Geduld ist eben eine Tugend ...

Fortsetzung folgt ...

Sonntag, 22 August 2021 11:19

Am Ende wird alles gut (Part 4)...

Heute, Sonntag lief nicht viel in Sachen Problemlösungen. Daher widmete ich mich mal selbst, um mich dem Problem mit der Schaltung zu nähern. Zwischenzeitlich geht der Vorwärtsgang gar nicht mehr rein. Rückwärts geht wie ne eins. Aber wer will schon rückwärts über den Atlantik :-)Wir hatten bislang das Schaltgestänge im Verdacht. Dieses wurde druch die Werft vor der Abfahrt novhmalsd Re-Vidiert da bei der Einfahrt in den Glückstädter Aussenhafen der Vorwärtsgang erstmalig nivht mehr rein wollte. 2h Neu-Justage dann ging wieder alles. Beim Anleger in Den Helder gings wieder los, war aber am nächsten Morgen nicht mehr reproduzierbar. Beim Ableger in Den Helder ging wiedermal kein Vorwärtsgang rein, Danach gings mit Rütteln an der Schaktkullise wieder.

Ich hab daher mal alle Züge abmontiert und direkt am Getriebe geschaltet. Ergebnis: Gang Vorwärtsgang einlegen ist eher Glücksache, Rückwärts geht immer. Da dies eher ein Getriebeproblem zu sein scheint als ein Problem mit dem Gestänge beschliesse cih an dieser Stelle meine "Forschungen" abzubrechen. Ich werde ich mit der Yachtwerft Glückstadt als deutscher Ansprechpartner die Sachlage evaluieren. Anonsten gibnt es nur zu berichten, dass der Gestank brenneneder Elektronik weitestgehend aus dem Maschinenraum raus ist.

So haben wir einen sehr schönen und entspannten Tag in Dünkirchen verbracht. Hadern wollen wir sicherlich nicht: Bringt uns auch nicht weiter, löst keines der Probleme welche wir haben und versetzt uns dadurch nur noch in negative Stimmung, welche ja völlig unnötig wäre. Ausser der berichteten Dinge funktionieret die BELUGA bestens (=99% Erfolgsquote :-) ) und darüber freuen wir uns sehr. Ist besser für die Stimmung.

Am Montag werden wir uns um das Getriebe und die Maschine kümmern dann wird auch das in Ordnung kommen .... gut Ding will eben Weile haben.

Fortsetzung folgt ...

Samstag, 21 August 2021 08:54

Am Ende wird alles gut (Part 3)...

Heute haben wir den 21.8.2021. Unser Schanzkleid hat einen mächtigen Schaden und zu unserer Maschine gibts vor Montag nichts Neues von der Yachtwerft. Das Wetter ist zwischenzeitlich gut, die Sonne scheint, die Menschen freundlich und jede Menge Hafenkino. Also ist alles Bestens !?

Der Hafenmeister hat seine Kontakte durchtelefoniert um einen Holzwerker für uns zu finden, welcher unseren Schaden reparieren könnte. Leider bislang noch ohne Erfolg. Alle haben die Auftragsbücher voll und keine Zeit für uns.

Wir haben heute das Getriebe Thema nochmals in Eigenregie angegangen. Der Grund für die fehlenden Gänge scheint die Einstellung der Hebel an Schaltkulisse und Getriebe zu sein: Der Vorwärtsgang geht im kalten Zustand gerade so rein, wird das Getriebeöl dünnner dann halt nicht mehr. In einer 2 stündigen "Vorwärts - Rückwärts" Session testen wir unsere neue Schaltkulisse und deren längere Hebel. Nach vielen Versuchen stellen wir fest: Der Hebel am Getriebe muss eine Raste nach hinten gedreht werden. Das bedeutet eine weitere mehrstündige Feinjustage. Dazu haben wir aber heute keinen Bock mehr und beenden die Arbeiten des Tages.

Morgen ist ja auch noch ein Tag. Dort wollen wir das Ganze nochmals neu justieren. Also alle ab ins Cockpit und ein Feierabendbierchen öffnen. Beim anschliessenden Plausch über Gott, die Welt und unser Abendessen stellen wir "Schwimmbadgeruch" fest. Dieser wird immer intensiver. Wo kommt das denn her ? Hantiert hier jemand mit Chlor oder Schwefel ???

Bei unserer etwas schaukeligen Überfahrt kam einige male Wasser über. Soweit kein Thema. Leider scheinen die LEWMAR Luken allesamt nicht ganz dicht zu schliessen. Unter jeder Luke finden sich Wasserspuren. Scheint wohl eher für Schönwettersegler geeignet. Für einen Yachtausrüster wie LEWMAR eine echt stolze Leistung, derartigen Bockmist zu verkaufen. Keine Ahnung wie gut die anderen Marken sind. LEWMAR kann ich leider nicht weiterempfehlen.

Marina von Dunkerque 17:53 - ALAAAAARM !

Unsere Rauchmelder gehen runter. Im Pilothouse und auch im Maschinenraum. Das bedeutet dass wir - bevor wir die Feuerlöscher auslösen - erstmal schauen wo es denn genau brennt. Die Bordnetzkkamera zeigt dichten weissen Rauch aber kein Feuer im Maschinenraum. Die Nase sagt Elektrobrand statt Schwimmbadgeruch. Daher werden wir in den Maschinenraum reinschauen. Beim Öffnen der Tür ist die Quelle schnell entdeckt: Der Bilgenschalter der Firma "Quick" ist feuerrot und scheint gerade durchzubrennen. Neben der Tatsache, dass dieser sich bislang bereits durch sehr viel Unzuverlässigkeit in Sachen Auslösung auszeichnete ist das der Höhepunkt ! FINGER WEG VON QUICK PRODUKTEN ! zumindest von Bilgenschalter. Das scheint echter Schund. Wenn dann ein Bilgenschalter auch noch abfackelt, dann ist das Mass der Dinge überschritten. Wären wir nicht an Bord gewesen, hätte das gesamte Schiff abfackeln können. Der 20A Schalter scheint die 3,5A Leistung des Pümpchens wohl nicht verkraften ... spricht echt Bände über die Ernsthaftigkeit mit der man bei QUICK die Sache entwickelt.

Wir werden alle 3 vorhandenen Quick Schalter ohne Zögern entsorgen. Übrigens: Quick scheint eine Marke von Philippi zu sein. Eine gewisse Sicherheit stellt sich ein, dass diese Schalter die einzigen Philippi Produke an Bord der BELUGA sind. Die Elektronik an Bord ist von Mastervolt und lief bislang tadellos. Also: Stromversorgung des Schalters getrennt, hellrote Fläche am Schalter wird dunkel. Bilgenblower angeschaltet und nach 20 Minuten ist alles wieder in Ordnung. Dem Rauchmelder sei Dank, dass wir dies rechtzeitig entdecken und bekämpfen können. Wir beschliessen die nächsten Tage eine VIP und VUP Liste zu erstellen. Die VUP Liste soll alle Marken enthalten, vor deren Kauf wir aus unseren gemachten Erfahrungen dringend warnen möchten weil gefährlich, nicht durchdacht oder in einer anderen Form nicht für den Bordeinsatz geeignet sind. Unsere Top Favoriten bislang: WEBASTO, LEWMAR und seit heute QUICK !

Marina von Dunkerque 18:00 - Regen

Der idealer Zeitpunkt zu duschen und danach das Abendessen zu geniessen. Heute gibts schwäbischen Kartoffelsalat und Steaks bzw. Grillkäse für unsere Vegetarier.

Ein weiterer unterhaltsamer Tag geht zu Ende.

 

Fortsetzung folgt ...

 

 

 

 

Samstag, 21 August 2021 08:40

Am Ende wird alles gut (Part 2)...

Heute konnten alle mal wieder richtig ausschlafen. Landfest in Dünkirchen. Wir frühstücken spät aber dafür reichlich. Kontaktaufnahme mit der Yachtwerft in Glückstadt (YWG). Noch immer in Betriebsferien. Daher ein wenig langsamere Reaktionen. Aber immerhin ! Wir erreichen Mitarbeiter, die uns freundlicherweise aus ihrem Urlaubsdomizil antworten. Da dieses Domizil ebenfalls segelt ... jedoch auf der Ostsee ... scheint dies ein wenig aufwändig.

Also beschliessen wir unserer Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen. Aus der Zeit in Marseille haben wir einige Waren aus dem Carrefour noch in bester Erinnerung. Tiziano sucht sich die leckeren "Chipolatas" (Würstchen) und einen speziellen Multivitaminsaft. Sabine und ich kaufen Waren für Spaghetti mit Gorgonzola-Sosse ein. Ab 18:00 sind wir zurück auf dem Schiff und ab 20:00 sitzen alle am Tisch. Ich freue mich über das Lob für mein sehr leckeres Essen. Ein Glas Rotwein ... und geniessen !

Leider kam bislang noch kein Kontakt mit der YWG zustande. Ich beschliesse daher eine Mail an die Werft mit Beschreibung der Situation zu schicken.
Kurzfassung:

  • Maschine geht nach spätestens ~60 Minuten auf Alarm (Tinitusgefahr)
    Alarm P0094 = laut Handbuch: "möglicherweise ist die Hochdruckleistung undicht"
    keine Verunreinigung im Maschinenraum, klingt daher nicht ganz plausibel. Piept aber wie verrrückt
  • Es geht der Rück-/Vorwärtsgang nur eher zufällig rein. Eine Person steht im Maschinenraum und hämmert auf die Schaltung ein, bis der Gang sich vielleicht gnädig zeigt rein zu gehen.
    Wir hatten sehr viele An- und Ableger mit sehr brenzligen Situationen. Kannst Dir ja sicher vorstellen, wenn beim Anleger der Rückwärtsgang nicht mehr einlegt, oder umgekehrt
  • Allem Anschein nach scheinen alle Luken undicht zu sein. Bei überkommendem Wasser tropft es in Strömen von praktisch allen Luken
    Vielen Dank an dieser Stelle an die Sch...Firma LEWMAR.

... doch der Genuss des guten Essens war leider nur von kurzer Dauer. Rolf bemerkte auf dem Weg zu seinem Lieblingsplatz im Klüver, dass wir während unserer Abwesenheit gerammt wurden. Das hölzerne Schanzkleid fehlt auf ca. 4 mtr. Schrauben stehen vor, Einschlagsspuren sind sichtbar. Das muss im Laufe unseres Einkaufs zwischen 15:00 und 18:00 passiert sein. Am Vormittag hatten wir noch Wäsche aufgehängt, da war alles noch da. Morgen zum Hafenmeister ..

Wenns läuft, dann läufts ...

Fortsetzung folgt ...

Samstag, 21 August 2021 08:05

Am Ende wird alles gut (Part 1)...

Am 18.8. 2021 ging die BELUGA wieder auf Fahrt. Start im holländischen Den Helder. Beim Ablegen ein kleiner Schock, alle Leinen sind los, Wind von vorn mit 18kn und der Vorwärtsgang lässt sich nicht einlegen. Glücklicherweise war der Hafenmeister gerade auf dem Steg und konnte uns einfangen. Klopfen, Schieben, Rütteln am Schaltgestänge half schliesslich den Vorwärtsgang einzulegen. Nächster Stopp: Tankstelle Den Helder. Strecke: 50mtr. "Wird der Rückwärtsgang reingehen oder krachen wir gegen den Steg ?" waren die Gedanken, welche mir als Skipper durch den Kopf gehen. Aber alles ging gut. Dank der 22 Tonnen Gewicht der BELUGA kann man auch bei Wind ganz gut langsam manövrieren ... und der Rückwärtsgang ging diesmal rein. In Summe eine echte Scheiß-Situation !

Wir haben allerdings beschlossen, dass wir beim angesagten Wetterfenster ab der englischen Südküste sehr viel segeln können. Dann würde das Drama erst wieder in La Coruna beginnen. 5 Tage Zeit das Drama zu vermeiden ... wir beschliessen daher Volltanken und Losfahren. Um 16:00 haben wir den Hafen von Den Helder verlassen. Ziel: La Coruna ! Aufgrund der zeitlichen Vorgaben unserer Mitsegler müssen wir spätestens am Mittwoch, dem 25.8. in La Coruna sein um die Folgetermine nicht zu gefährden. Daher beschliessen wir am Freitag, dem 20.8. einen Meilenstein vor Cherbourgh zu setzen. Haben wir diesen Punkt rechtzeitig oder früher erreicht, dann segeln wir weiter, wenn nicht laufen wir Cherbourgh an um die Crew rechtzeitig zu den Verpflichtungen von Bord und nach Hause zu bringen. Es sollte jedoch ganz anders kommen ....

... am 19.8. - kurz vor Dover - piept unsere Maschine wieder auf. Wie bereits vor Tagen in Brunsbüttel. Damals wollten wir eh nach Glückstadt, wo die Yachtwerft - trotz Betriebsferien - einen Yanmar-"Spezialisten" organisierte. Dieser las den Fehlerspeicher aus und konnte eine Meldung erkennen. Danach startete er einen Firmwareupgrade. Ich als Softwerker kenne dieses Vorgehen. Hat aber leider keinen guten Beigeschmack nach dem Motto "Wenn ich schon keine Ahnung habe wo der Fehler liegt, dann mache ich geschäftige Hektik". Die Meldung des Fehlerspeichers liess sich übrigends nicht ermitteln. Der Yanmar-Spezialist konnte auch mit telefonischer Unterstützug die Meldung nicht mehr ausfindig machen. "Im Büro geht das dann" ... ich solle die Meldung per Mail erhalten. (Heute, 21.8., warte ich noch immer auf diese Mail).

... aber zurück zu Dover: Wir hatten auf dem Weg ins Verkehrstrennunggebiet (VTG, oder englisch VTS) auf die südliche "Fahrbahn" genau am besten Zeitpunkt eine deutliches Piepen der Maschine. ALAAAAAARM ! Die Maschine zeigt am Panel "P0094", das Handbuch sagt: "Sie haben möglicherweise ein Leck in der Hochdruckleitung". Oh Nein, diese Sauerei wollte ich eigentlich gar nicht sehen. Dennoch Maschinenraum auf und reinschauen ... alles Blitzesauber ? Ich beschliesse uns erstmal aus dem Weg zu bringen. Wir setzen Segel. Der Wind steht gut, mit Vollzeug und wenig Höhe segeln wir flott dahin. Bei 7 bis 9 Knoten über Grund ist alles im grünen Bereich.

Gegen Spätnachmittag schläft der Wind ein, wir wecken die Maschine wieder auf, nachdem wir zuvor vergeblich nach möglichen Ursachen suchten. Schnurrt wie ein Kätzchen. So haben wir sie lieben gelernt. Nach einigen Stunden Arbeit weckt uns die Maschine wieder mit obiger Meldung. Die Abstände zwischen den Alarmen scheinen immer kürzer zu werden. Nach kurzer Beratung waren wir uns alle einig: So wollen wir nicht bis La Coruna fahren. Also Abbruch an dieser Stelle ! Kurzer Funk mit der UK Verkehrsleitung und wir haben die Freigabe, die zwischenzeitlich 2 VTGs in nicht vorschriftsmässigem Winkel zu kreuzen - unter Segel. Der Wind ist zwischenzeitlich wieder gut. Wir laufen bei prächtiger Geschwindigkeit und halbem Wind mit 7-9kn in Richtung Dünkirchen. Dort machten wir gegen 22:00 fest. Hier bleiben wir erstmal bis der Fehler der Maschine behoben ist. Zwischenzeitlich fehlt ein Crewmitglied beim Anleger, weil dieser im Maschinenraum die Gänge auf Zuruf einlegt.

Fortsetzung folgt ...

Dienstag, 17 August 2021 10:59

Achterbahn für Fortgeschrittene ...

... am 15. August legen wir auf Helgoland um 10:00 morgens bei ca. 16°C ab. An dieser Stelle sei angemerkt: Wir sollten Hochsommer haben ! Der Plan war rechtzeitig bevor die Nordsee mit ihren Möglichkeiten glänzt und eine angesagte 4,5m Welle produziert wollen wir südlich von Ijmuiden das Ganze hinter uns lassen. So gehts in Rauschefahrt (der neue Yanmar muss richtig ran) in Richtung Holland. In der Nacht besucht uns ein Tief nach dem Nächsten. Immer mit 20kn Wind auf die Nase ! Na danke dafür !

Gegen 06:00 biegen wir ins VTG Vlieland ein. Endlich Südkurs ! Mache die Rechnung aber nie ohne den Wirt: Ab 06:30 dreht Aiolos ebenfalls auf. Wind aus West mit 25-30kn. Sein Kumpel Rasmus, der für Wellen zuständige Gott ebefalls auf. Mit 3 bis 4 mtr Welle von der Seite macht Segeln sehr begrenzt viel Spass. Im Laufe des Tages drehen die Jungs dann so richtig auf. Über 35kn Wind und Welle enstprechend. Die Wetteraussichten vermitteln keine Besserung. Daher beschliessen wir den nächten EU Hafen (Die UK's können bleiben wo sie sind :-) anzulaufen. Dies hebt die Stimmung an Bord schlagartig, lässt einige Mägen wieder bessern und schont das Material deutlich. Wir beschliessen den Rest des Sturms im Hafen von Den Helder abzuwettern. Gegen 14:00 liegen wir dann auf Den Helder fest. Alle müde, glücklich und hungrig.

Schiff fertig machen, aufräumen, ab in die Hafenkneipe. Die Gastronomie des königlichen Yachtclubs war übrigens echt lecker. Danach ab ins Bett, weil Kohlehydrate echt müde machen. Was bislang selten war, aber heute notwenig wurde: Ab 20:00 war die gesamte Crew im Bett und träumte von gutem Wetter. Na dann, gute Nacht ....

 

 

 

 

 

 

 

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Samstag, 14 August 2021 12:26

Hausmeister auf Helgoland

Basteln mit R&R ist angesagt !

Die Crew geht shoppen: Nahrung und Getränke, Klamotten und mehr. Alles chico. Rolf unf Ralph packen die Werkzeugkisten aus.
Bei einem Käffchen besprechen wir die Prioliste des Tages:

  1. Bilgepumpe(n) sollen auch laufen, wenn die Tür zu ist tongue-out
  2. Trinkwassersystem reparieren
  3. Überprüfung der Vorschiffstoilette
  4. Watermaker in Betrieb nehmen

Rolfs Aufgabe, die Überprüfung der Pumpen und Schläuche der Nasszelle im Vorschiff konnten mit sehr positivem Ergebnis abgeschlossen werden: Alles dicht und funktioniert. Ralph hatte dann die Aufgaben im Maschinenraum (1, 2, 4) gegen Spätnachmittag abgeschlossen. Dank der andauernd gebückten Haltung mit etwas "Ücken".

Danach gehts in die "Bunte Kuh" auf ein lecker Essen. Gegen 21:00 mussten wir das Lokal verlassen, da es zwischenzeitlich derart kalt wurde, dass wir befürchten mussten auf den Stühlen festzufrieren. Auf dem Heimweg bekamen wir einen Anruf vom Bodensee. Alle halbnackt und lautstark unter Hitze stöhnend. Wie ungerecht die Welt doch sein kann cry

Kurzer Sundowner und ab in die Heiha, bevor die Eiszeit kommt.
Morgen ist unser letzer Tag auf Helgoland, danach gehts ab in den Süden.

Samstag, 14 August 2021 11:33

Wasser ! Alles in die Boote, wir sinken !

... naja so schlimm  wars dann auch nicht, aber erschrocken sind wir dennoch !

Von Mittwoch auf Donnerstag warten wir in der City Marina in Cuxhaven auf unseren Einfahrservice. Netter Platz im Päckchen auf einer schönen Linssen. Alles easy.

Bei einem routinemässigen Besuch im Maschinenraum am Mittwoch stand die gesamte Bilge unter Wasser. Sinken wir jetzt ? Wenn JA, warum ? Das alles sind Gedanken, welche Dir in diesem Moment durch den Kopf gehen. Aber Eins nach dem Anderen.  Zur Analyse der Situation habe ich erstmal eine Geschmacksprobe (Finger ins klare Wasser und abschlecken) gemacht. Süsswasser ! Entwarnung !
Grund: Ein abgeplatzer Schlauch unserer Trinkwasserversorgung.

Bei der Gelegenheit hatte ich dann festgestellt, dass a) der Schwimmerschalter selbst schwimmt und dass b) die Pumpen so verkabelt sind, dass sie nur bei geöffneter Tür auslösen ???? Was für ein Unsinn ! Falsch angeklemmt. Wer war das ? Ralph outet sich als der verantwortliche Elektriker. Naja Shit happens ! Da im Rahmen dieser Inspektion ohnehin die Türe auf war, liessen wir diese offen und mussten das gute Trinkwasser leider in die Elbe pumpen. Die Entscheidung: Sinken oder Trinken oder Schlauch wieder aufsetzen, diesmal jedoch mit 2 Schlauchschellen befestigen. Passt ! Kleiner Fisch ....

Am Morgen darauf nochmals Kontrollblick in den Maschinenraum: Türe auf und Bilgepumpe geht schon wieder los. Was zum Teufel ... Zwischenzeitlich ist unser Einfahrservice dran. Daher müssen die weiteren Aktivitäten warten. Bilge leer, Trinkwasserpumpen aus. Erstmal Ruhe ! Nach Motorservice gehts dann nach Helgoland. Dort kümmern wir uns um die ganze Geschichte in aller Ruhe. Einen Basteltag ! ... aber Türe bleibt offen, wegen der Bilgepumpen :-)

Am Donnerstag um 16:00 geht die Klappbrücke "Cuxhaven Lock" auf. Mit ablaufendem Wasser und einer spiegelglatten Nordsee ging die Überfahrt recht flott. Um 21:00 waren wir im Päckchen fest. Bei einem Glas Wein liessen wir diesen schönen Tag ausklingen. Morgen ist Shopping- und Basteltag !

Mittwoch, 11 August 2021 18:33

... and finally it goes loose :-)

Nachdem wir eine sehr schöne Woche mit Familie in Hamburg und auf Helgoland verbracht hatten kehrten wir planmässig wieder nach Glückstadt zurück. Der Törn verlief für alle sehr schön ... bis Brunsbüttel. Dort behauptete die BELUGA:  Bei uns piept's !

Unser nagelneuer YANMAR geht auf "Safe Mode" und hupte wie bekloppt. Beim Bergen der Segel für einen Wartungsstopp flog dann auch noch die Sicherung der Segelwinch. Daher Kreise segeln bis die Sicherung gewechselt war. Segel bergen und vor Anker dann die Maschine untersuchen. Um ehrlich zu sein, konnten wir keine Fehler finden. Will die Maschine nicht von Glückstadt weg und hat einen eigenen Willen ? Könnte man fast meinen ?!

Auf dem Weg nach Glückstadt wurden wir wegen unserer Fahrmanöver von der WaschPo angehalten. Die Frage war "Wie kommt ihr auf die Idee vor Brunsbüttel im Schleussengebiet zu ankern ?" Wir erklärten was passierte. Die WaschPo konnte das dann doch verstehen und bot uns "Begleitschutz" an, damit dies nicht zur Gewohnheit wird und auch um heil nach Glückstadt zu kommen.

Kaum sicher in Glückstadt angekommen geht kein Vorwärtsgang mehr rein. Hat die BELUGA auch ein Eigenleben ? Nach Anruf bei der Werft waren (trotz Betriebsurlaub) sehr schnell helfende Hände auf der BELUGA. Vielen Dank nochmals für Euren Einsatz, Jungs ! Ralf hatte dann im Kopfstand in der Maschine die Kabellage neu justiert und: Alles geht wieder! Am Dienstag kam dann der Motordoktor von YANMAR. Fast wie beim echten Arzt: Alles untersucht - mehrere "Hmmm" und "ach so" waren zu hören. Dann wurde die Elektronik neu geflasht. Auf die Frage, was das Problem war: "Weiß ich auch nicht so genau, aber mit neuer Firmware sollte es weg sein". Flösst nicht gerade Vertrauen ein, aber es stellte sich heraus, das Problem ist bei Yanmar bekannt.

Nachdem dann alles wieder neu geflasht war (die Maschine, die Mannschaft und die Biervorräte) brachen wir am Mittwoch auf. Nächster Stopp: 50h Einfahrservice der Maschine. Den wollen wir in Cuxhaven machen. Mit YANMAR CUX telefoniert, Termin vereinbart und los gehts. 08:00 am Mittwoch morgen !

So verliessen wir am Dienstag gegen 15:30 Glückstadt mit derm Vorsatz, diesen sehr schönen Ort für lange Zeit nicht mehr wieder zu sehen. Nicht weil es uns dort nicht gefallen hat - ganz im Gegenteil ! Wir starten auf unsere CIRCAMERICA-Tour. Auf dem Weg reservierten wir unseren Liegeplatz in Cuxhaven telefonisch. Doch wir durften erfahren, dass alle Plätze in den Häfen von Holländern belegt sind. Daher ein früher Stopp im Binnenhafen Brunsbüttel ! Die Schleuse ist immer wieder ein Erlebnis. Nicht nur beim Rein- sondern vorallem beim Raus.

Am nächsten Morgen (Mittwoch) dann früh raus. Ziel 08:00 in CUX. Die Schleuse macht uns jedoch einen groben Strich durch die Rechnung. Fast 2h Wartezeit bis zum Schleusen und siehe da: Cuxhaven haben wir dann auch schon um 10:00 erreicht. Die Monteure sind bereits alle fleissig, aber leider auf anderen Schiffen. Daher Einfahrservice am Donnerstag um 08:00. Na dann schaun wir mal ...

An Bord ist die Stimmung noch immer exzellent. Die Schaltung funktioniert noch immer nicht zuverlässig. Durch eine DIY-Reparatur haben wir den Innensteuerstand nun zur sicheren Bank gemacht. Am Aussensteuerstand arbeiten wir noch. Als Besatzung biste hat nich nur Seemann, sondern auch Hausmeister ...

in diesem Sinne bis bald und Ahoi von der BELUGA

 

Mittwoch, 28 Juli 2021 20:26

Das harte Leben auf See ....

... fordert alles von Seeleuten wie uns beiden.

Alles am Platz ! Hurra !!!
Nach tagelangem Ein-, Aus- und Umräumen haben wir nun unseren Hausstand in einem ersten Wurf verstaut. Ergebnis: Wir finden nix mehr :-) aber wir wissen dass wir das Gesuchte an Bord haben. Allerdings werden die Suchaktionen immer weniger. Auch haben wir einige "Schätzchen" beim aufräumen gefunden: Artikel welche wir in den Jahren 2016 und 2017 für wichtig erachteten, kauften und an Bord brachten. Das meiste davon nützlich, aber immer wieder fragen wir uns wofür wir diesen Sch... eingekauft haben.

Stärkung tut Not

Nachdem wir nun 2 Wochen damit beschäftigt waren Dinge zu räumen und wir zwischenzeitlich echt geschafft sind ahben wir beschlossen uns nochmals für diese grandiose Leistung (unsere persönlich Einschätzung) zu belohnen. Freezer auf, argentinisches Filet raus, einen Blumenkohl dazu und los gehts. Wie Du sehen kannst bedeutet das Leiden auf sehr hohem Niveau. Beefer included wink Neben dem "spartanischen" Leben an Bord lassen wir uns das stehts gut gehen. Kulinarisch kann Ralph sich austoben ... und er tut es. Täglich gutes Essen. Ralph bewirbt sich neben seiner Rolle als Skiper auch in der Rolle als Smutje. Der Smut ist einer der wichtigsten Personen an Bord. Stimmt das Essen niht, ist die Stimmung an Bord ganz unten. Andersrum prktizieren wir das an Bord. Lieber gut Essen als gut arbeiten laughing.

 

 

 

Die erste Crew droht mit Ankunft

Unsere Tochter mit Family kommt um mit uns die allerste Tour zu segeln. Wir freuen uns sehr auf die Vier. Ziel soll Helgoland sein. Pünktlich zu deren Ankunft geht das Wetter von 27° auf 19° zurück. Das wär eigentlich nicht wirklich schlimm, aber der Wetterbericht und der Himmel drohen mit einem Tiefdruckgebiet. Was bedeutet das für uns: Um nach Helgoland zu kommen müssen wir ab der Elbemündung NW Kurs halten. Das Tief bringt aber NW Wind. Also genau auf die Nase und das mit 6Bft in Böen 9Bft angesagt. Braucht kein Mensch !
Also beschliessen wir zunächst nach HH zu fahren. Da ist NW sehr gut. SA und SO soll Regen und Sch...Wetter sein. Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für was gut ist. Wir reservieren einen Platz im Citysporthafen HH. Legen uns vor die Elphie und lassen den Herrgott einen netten Mann sein ... wie der Schwabe sagt.

Das Wetter: Perfekt für Miniaturwunderland (5 Gehminuten) und/oder Maritimes Museum (8 Gehminuten) oder Portugiesenviertel ( 3 Gehminuten). Also alles vor Ort. Leider ist das Wasser ziemlich dreckig und ab morgens wenn die Hafenrundfahrten losfahren ein wenig schaukelig. Aber die BELUGA hält mit ihren 20 Tonnen ganz gut dagegen. Dieser Hafen ist immer einen Besuch wert !

 

Montag, 26 Juli 2021 08:46

The Ocean is calling ...

Nach einer Woche voller Kleinigkeiten haben wir am Sonntag unsere Waschmaschine in Betrieb genommen. Ziel war es einmal Probewaschen (95°, ohne Wäsche) um festzustellen, ob alles dicht ist. Wir fanden Sonntag wäre der genau richtige Tag, da es gegen Nachmittag zu regnen beginnen sollte. Nicht so heiß aber hell.

Alles angeschlossen und los gehts .... nach wenige Sekunden die erste Wasserspur zu erkennen ! WHAAA, welche Leitung ist undicht. Kurz bevor wir die Waschmaschne rausheben wollen (voller Wasser = 60Kg) entdeckte Ralph, dass das Wasser vom Gehäuse abtropft. Schreck noch grösser ! WHAAAAA Sollte unsere schöne Waschmaschine vielleicht beim Transport beschädigt worden sein ?

Antwort: NEIN, alles wird gut. Lediglich das Flusensieb war nicht ganz zugedreht. Kaum gedreht, alles wieder dicht. Also Waschmaschine an und Zeit für ein Käffchen auf dem Achterdeck.

Von der Sonne erschlagen

Der Süden Deutschlands tendiert dazu dem Norden regnerisches Wetter zuzuschreiben. Das können wir auch in den ganzen Jahren unseres Refits nicht bestätigen. In 2021 ist es jedoch eher umgedreht. Wir werden hier im Norden von der Sonne erschlagen. Der Süden droht abzusaufen ... verkehrte Welt ? und an allem ist die Antifa schuld ? Ach so, der ist ja gar nicht mehr Präsident der USA. Wer könnten denn sonst dran Schuld sein ? Wir werden auf unserer Inselumrundung versuchen Antworten zu finden. Jedoch heute, am Sonntag werden wir bei 27°C und strahlender Sonne auf unserer BELUGA gegrillt. Watt ne Hitze !

Nach ca. 2h Probewaschen - die Waschmaschine riecht zwischenzeitlich Aprilfrisch - geht Sabine dann an die Wäsche. Keine Sorge, niemand geht Sabine an die Wäsche, sondern Sabine macht "Kessel Buntes". Aber selbst mit Wäsche ist die Maschine fast nicht zu hören. Sehr angenehm, wir warten aufs Schleudern. Aber selbst Schleudern findet nahezu geräuschlos statt, wir beiden habens jedenfalls nicht bemerkt. Kurz darauf piept es, Watt is datt nu ? Die Maschine ist fertig. Danach noch ein bisschen aufhängen und Restfeuchte raustrocknen. Gehts super über Nacht im Cockpit. Stört niemanden, ist gut durchlüftet und auch bei Regen wäre das kein Problem. Ach ja, der Regen ist dieses Jahr ja im Süden zuhaus.

In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende ...

... sondern eine Delfintherapie

Das erste enstpannte Frühstück an Bord. Nachdem wir vorgestern am 14.7. am Bodensee losfuhren und am 15.7. um 07:00 ankamen waren wir echt gerädert. 2 Stunden Schlaf, dann Mndschutz rein und weiter gehts ... Transporter ausräumen. Im Schiff siehts aus wie nach einem Bombenangriff. Sabine fragt sich wie gross der Ponton sein solte, der all unsere Habseligkeiten fassen kann foot-in-mouth

Gestern, am 16.7. konnten wir ein wenig den Fuß vom Gas nehmen: Ausschlafen, spätes und ausgedehntes Frühstück. Danach gings wieder los. Kisten und Taschen ausräumen. Alles rein in die BELUGA ... allein unsere 6 Gewürzregale aus dem "IKEA Fachmakrkt" sind notwendig um die Gewürze unterzubringen. Du magst Dir nun überlegen: Weniger Gewürze ? ... ganz blöde Idee, sagt Ralphs Motto "Das Leben ist vieeeel zu kurz um schlecht zu essen". Daher müssen die Gewürze und das komplette Küchenzubehör alles rein. Spätzlepresse inclusive (geht für Schwaben nicht ohne), Sodastream, Thermomix und vieles mehr ...

Auch Sabine kann ihre Schwerpunkte bislang (fast) alle unterbringen. Das Bad ist voll, die Schränke drohen zu platzen wink und alle paar Minuten haben wir  Schmunzelaktionen bei der Unterbringung von Dingen. "Wer hat uns das denn eingepackt ?" Leider waren wir die einzigen, die den Transporter geladen hatten.

Die Fahrräder haben wir noch aus dem Lager zum Schiff gebracht. Wir müssen ja noch proviantieren ... mit dem neuen Anhänger fürs Fahrrad. Diesmal ein Einachser. Die bislang verwendeten 4 rädrigen Bollerwagen welche uns Amazon sehr pünktlich lieferte, sehen allesamt gut aus, taugen aber für diesen Zweck überhaupt nicht. Rosten und verloren ihre Räder in weniger als einer Saison.

Heute, am Samstag ist unser erster entspannter Tag. Hausmeister Krause ...pardon: Ralph muß noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, dann ists aber auch WoEnde. Wir bekommen Besuch ! Am Samstag freuen wir uns sehr auf Petra und Thomas, am Sonntag auf Sigrid und Rolf. Also: Immer was geboten hier an Bord !

Wir sind nicht alleine !

Wir haben einige unserer Nebenlieger kennengelernt. Einer aus München, ein Schleswig Holsteiner aus Nürnberg, mit Beziehungen nach Langenargen. Schweizer hats hier auch einige, auch ein Neuseeländer aus Deutschland, etc, etc ... Eine echt sehr nette und bunte Gemeinschaft an Menschen.

Das Mittelmeer kann nicht weit weg sein ?

Als wir vor wenigen Tagen am Bodensee losfuhren haben wir strömenden Regen und 13°C erlebt. Sch.. kalt und nass. nach circa 50km Fahrt trockneten die Strassen ab und kurz darauf waren diese traocken ... bis Glückstadt. Hier im "regnerischen Norden" erleben wir aktuell 25°C strahlenden azurblauen Himmel und ein leichtes Windchen. Ein absoluter Traum. So kennen wir Mittelmeerwetter ... von wegen regnerisch und trübe ! wir überlegen uns ob wir wirklich gen Süden fahren sollen undecided oder doch in Glückstadt bleiben. Bei dem Wetter. Wir entschliessen uns: Sicher ist Sicher ! Spanien wir kommen cool

 

Dienstag, 29 Juni 2021 15:45

... gelebte Sueben

kleiner geschichtlicher Exkurs

Die Bezeichnung Sueben bezieht sich auf eine germanische Stammesgruppe, die einst im Nordosten der Germania magna an der Ostsee bis zu den deutschen Mittelgebirgen lebte. In römischen Quellen wurde nach den Sueben die Ostsee als „Mare Suebicum“ benannt. Viele germanische Stämme legten Wert darauf, als suebisch betrachtet zu werden. Etymologisch leitet sich vom Wort „Sueben“ der spätere Name der Schwaben ab. Der Name aller im Lauf der Zeit als Schwaben bezeichneten Gebiete und Volksgruppen geht auf einen germanischen Stamm zurück, der im 3. Jahrhundert von der Elbe her den heutigen Südwesten des deutschen Sprachgebiets besiedelt hatte und dessen Angehörige von den Römern seit dem 5. Jahrhundert als Suevi bezeichnet wurden. Die Archäologie ordnet diese Sueben dem elbgermanischen Kulturkreis zu. Etymologisch leitet sich der Begriff eventuell von „schweifen“ her (über lateinisch suevia), was auf einen nomadischen Ursprung der Urschwaben hindeuten könnte.

zurück zu unseren Wurzelncool ...

Wir haben nun unsere wunderschöne FeWo für die letzten 4 Wochen als landlebende Spezies bezogen. Wunderschön in Brochenzell gelegen wurde der einstige Stall geschmackvoll und mit viel Liebe zu einer FeWo umgestaltet. Kategorie: Empfehlenswert.

Von Termin zu Termin eilend: Essen gehn, Amt besuchen, ... die letzten Aktionen vor dem Absprung. Mit dem derzeit erlebten "Streß" müssen wir als angehende Renterner umgehen lernen. Wir haben zwar noch ein paar Jährchen Zeit, aber mit Renteneintritt müssen wir a) immer in Hektik sein, b) überall vordrängeln um dann an der Kasse den Geldbeutel nicht zu finden und c) Einkaufen immer nur am Samstag nachmittag. Du wirst verstehen, dass dies ein wenig Übung erfordert. Wir arbeiten dran.

Am 14.6. machen wir am Bodensee die Flatter ... auf die BELUGA. Ab diesem Zeitpunkt werden wir als "Wassernomaden" weiterleben. Eben als Sueben oder auch Elbgermanen. Wahrscheinlich sogar die einzigen Elbgermanen, welche die ursprüngliche schwäbische Sprache fließend sprechen und - zumindest zeitweise - in Glückstadt an der Elbe leben. War übrigens auch für uns neu, dass schwäbisch ein norddeutscher Dialekt von der Elbe sein soll winkJo heilix blechle, so ischs noch au. Falls Du Dir nicht ganz sicher bist, ob Du nun als jahrelang in Norddeutschland lebender noch ausreichend Elbgermanen-Gene hast, oder als Süddeutscher die Schwabengene noch ausreichen, haben wir Dir diese kleine Schwaben-Schnell-Test (SST) beigefügt.

  • Mädlemoischmaschmost Mostmuschmega Maschmostmaschmi
  • Schelladse it a seelara schella, selle Schella schellat it, schellat se liabr an sellera Schella, selle Schella sechellet

Die Aufgabe ist diese vollständigen und bedeutungsschwangeren Sätze aussprechen, verstehen und deuten zu können. Viel Erfolg und gutes Gelingen hierbei. Aber eigentlich ist das völlig logisch, dass Schwaben sich in Ostsee UND Bodensee finden. Ist doch die Ostsee und der Bodensee an ihrer tiefsten Stelle gleich nass. Wußtest Du das schon ? Wenn JA: RESPEKT ! Wenn NEIN: Gut dass es uns Schwaben gibt ...embarassed

Sabine und ich bleiben furchtlose und treue Schwabenwink, welche ihr an der nebenstehenden Flagge im Masttop erkennen werdet. (Mglw. in etwas weniger patriotischer Version).

Viel Erfolg und bis bald ...

 


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Begriff "Sueben" http://www.wikipedia.org

 

Samstag, 12 Juni 2021 09:51

watt'n Feedback

eurer Feedback hat uns umgehauen ...

Bevor die große Ausräumaktion in der Wohnung begann hatte ich unseren Zeitplan auf unserer Website überarbeitet. Kostete mich 3 Tage meines Lebens cry, da die alte Planung so nicht mehr passte, Corona neue Anforderungen hat, Länder wie Frankreich oder Holland  wegen Corona nicht mahr als sicher gelten etc ... ein Mordsarbeit.

Am Sonntagabend war dann der erste Wurf soweit eingepflegt und ich vor lauter Tabellen mit Zeiten, Dauern und Meilen durch den Wind. Am nächsten Morgen traute ich meinen Augen nicht: Mein Freund Rolf hatte die Überarbeitung bereits bemerkt und sich mit Sigrid gelich auf den ersten Törn eingebucht. Das stand so in seinem Mail. Whow !

Mit derart aufmerksamen Followern hatte ich nicht gerechnet ! Umso freudiger öffnete ich die WebSite um Rolfs Buchung zu akzeptieren. Da traf mich fast der Schlag: Nicht nur Rolf, sondern einige unserer Freunde hatten meine Überarbeitung ebenfalls bemerkt und sich ebenfalls eingebucht. Fazit: Wir sind derzeit bsi Ende Januar regelmässig mit Freunden unterwegs. Das erfüllt uns mit Stolz und Freude ! Solche Freunde sind echt was wert ! DANKE an Euch und willkommen anBord !

 

Samstag, 12 Juni 2021 09:30

Juhu, das Ende naht !

Juhu, das Ende naht winkcool!

Bei uns macht sich langsam aber sicher Endzeitstimung breit. Nicht negativ, sondern eher positiv und mit großer Freude.

Dennoch haben Sabine und ich ein weinendes und ein lachendes Auge.. Einerseits verlassen wir die vertraute Umgebung. Die Kinder und Enkel in Steinwurf Entfernung. Alles Chico ! Andererseits freuen wir uns über die Zeit, welche uns bevorsteht. Wehmut und Freude mischt sich .... manchmal dominiert das Eine, manchmal das Andere.

Wir denken dass dies normal ist und bald vergehen wird.

 

Die letzten Tage jedoch führen uns unsere Planung nochmals deutlich vor Augen:

  • Wir haben keine Verkehrsmittel mehr. Unser Auto wurde verkauft, die Fahrräder sind bei unseren Töchtern. Dennoch haben wir keine Not. Alle in unserer Umgebung helfen, wo imer sie helfen können. Wir bekommen Autos geliehen, Fahrräder zur Nutzung .... uns fehlts an nix. Aber dennoch alles ist weg !
  • Auf der Gemeinde haben wir die neuen Ausweise abgeholt. Bei der Gelegenheit unseren Wohnsitz abgemeldet. "Ohne Wohnsitz in Deutschland". Sind wir nun Obdachlos ? bekommen wir jetzt vielleicht auch  auch noch Stütze ? ... Antwort: Natürlich nicht ! Diesen Vorgang hatten wir bereits ein Jahr davor mit fachkundiger Beratung unseres Bürgeramtes diskutiert und festgelegt. Aber jetzt ist es soweit ! Seltsames Gefühl ... das ist jetzt echt !
  • Wir haben unsere Wohnng auf Ende Juni gekündigt und sind aktuell dabei diese auszuräumen. Zigmal diskutiert und eigentlich durchgeplant, aber wenns dann soweit ist, dann fühlt sich das seltsam an. Gegenstände welche wir behalten wollen werden eingelagert, andere an Freunde und Bekannte verschenkt, weitere über die eBucht verhökert un der Rest wandert auf den Müll. Zwischenzeitlich hatten wir einen Transportponton notwendig um alles mitzunehmen, was auf den ersten Hieb notwendig erschien. Als wir jedoch den Berg sahen, beschlossen wir auf einen Ponton zu verzichten - zumal die Segeleigenschaften deutlich besser werden - und nochmals alles durchzugehen um uns auf die wirklich notwendigen Dinge zu beschränken.
  • Wir geben die nächsten Tage die Dinge bei unserer Arbeitgebern zurück. Keine Telko mehr, kein Homeoffice (wo auch ??) ... Juhu und Schade um den Kontakt mit den Kollegen. Einige davon - zwischenzeitlich gute Freunde - habe sich bereits bei uns angemeldet. Wir werden uns sicher nicht ganz aus den Augen verleiren.

Nachdem all diese Maßnahmen den Abschied zur Wirklichkeit werden lassen hatte Sabine für einen Moment eine Bluesphase. Mehr als Verständlich ! Ich freue mich tierisch auf die neue Umgebung, habe aber ebenfalls eine Träne im Auge. Wir verlassen unsere Komfortzone. Sabine derzeit noch mit Skepsis, ich konzentriere mich darauf den Übergang in die neue Komfortzone so angenehm wie möglich zu machen. Nachdem wir ähnliche Phasen schon mehrfach in unserem Leben erfolgreich gemeistert haben, sind wir zuversichtlich dass dies auch hier klappen wird. Ich bin mir sicher dass schon bald Sabines Blues zum Rock'n Roll wird. Spätestens wenn wir auf der BELUGA eingezogen sind.

Das Feedback welches wir derzeit von Familie und Freunden bekommen lässt unser weinendes Auge immer kleiner und unser lachendes Auge immer grösser werden. Danke dafür an alle.

 

... to be continued ...

 

... die Arbeiten sind beendet, nun steht dem Vergnügen nicht mehr im Weg !

Die Arbeiten an der BELUGA sind mehr als erfolgreich abgeschlossen. Nicht nur die selbstgestellten Pflichtaufgaben, sondern auch die "kann" Aufgaben und manches mehr sind erledigt !
Das Schiff ist eingerichtet und eingeräumt. Alle Rumpfarbeiten sind abgeschlossen. Die Maschine ist drin und "verkabelt". Das Unterwasserschiff ist frisch gestrichen. Die Sicherheitsausrüstung ist (über-) komplett, etc, etc, etc, etc ...

Die BELUGA ist zwischenzeitlich ein echte klasse Schiff geworden. Ausgereift, luxoriös und aufs Wesentliche begrenzt.

Sorgenkinder als Chance ...

Das grosse Sorgenkind von Ralph war die Heizung. Die WEBASTO DBW  wurde zum "Feindbild". Sie fiel immer dann aus, wenns besonders kalt wurde. Auch dann bevorzugt mitten inn der Nacht. Sch ... Heizung ! Aber alles ist für etwas gut ! Die WEBASTO DBW wird für teuer Geld ohne sinnvolle Steuerung geliefert. Das bedeutet, dass die Heizung - einmal angelaufen - bullert bis die Schwarte raucht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ralph konnte am Ausgang der Heizung Wassertemperaturen vorn 93°C messen, dann hat er den Heizvorgang manuell beendet. Möglicherweise hätte die Heizung sich selbst verbrannt undecided. Zwischenzeitlich hat Ralph die gesamte Heizungsanlage mit eigener Steuerung versehen, welche die WEBASTO Standheizung um Funktionen erweitert, welche meine Nachbar auf dem Nebenschiff bei seiner Chinaversion alle serienmässig geliefert bekam ... und das für 30% des Preises. Quality made in Germany hat halt ihren Preis cry

Das Gute daran ist, dass die neue Steuerung das gesamte Heizungssystem wesentlich effizienter nutzt. Bestehende Wärme im System wird noch genutzt wenn die Heizung bereits seit langem aus ist. Die Einschaltzyklen werden zur Schonung der teuren und daher empfindlichen Heizung zeitlich gestreckt und und und ...
Zwischenzeitlich ist Dank ... oder Trotz ... WEBASTO eine sehr gut funktionierende Heizungsanlage entstanden, welche wahrscheinlich auch noch deutlich effizienter arbeitet als WEBASTO das jemals hinbekommen hätte. Jedenfalls wenn WEBASTO Steuerungen genauso sorgfältig ausführt als sie das mit ihren Heizungen ausführen. Nicht vorzustellen was alles hätte in der Zeit noch gemacht werden können, wenn ich eine Chinavariante eingebaut hätte. Ich wüsste gar nicht, was ich mit all dem Geld und der Zeit hätte anfangen sollen wink

Zurück in die Zukunft ...

... im Mai gehts "leider" nochmals zurück in die Heimat. Wohungsauflösung, neue Reisepässe und Impfung sind die Highlights welche Sabine und Ralph abarbeiten dürfen. Um die Wohnungsauflösung machen wir uns keine Sorgen .. läuft !

Im Jahre 2019 hatten wir uns auf der Gemeinde erkundigt, was alles zu tun ist vor dem Start. Die sehr gute Empfehlung: Bei 7 Jahren Reisezeit lasst Euch neue Reisepässe machen. Wenn dann gleich mit extra Seiten für Stempel. Das Ganze reicht 4 Wochen vor Start um möglichst frische Papiere zu haben. Nun sind wir (8 Wochen vor dem Start) auf der Gemeinde und haben die besprochenen Papiere beantragt. Antwort: Dank CORONA kann das aber 4-6 Monate dauern ! Ich frage mich, was hat CORONA mit Reisepässen zu tun ? Liegt der Grund vielleicht an der so erfolgreich kommunizierten Digitalisierung der Behörden ? Nach Einführung der FAX Geräte geht nichts mehr ? Die Brieftauben sind aber schon verkauft .... oder war Digitalisierung anders gemeint ?

Ähnlich stellt sich die Impfsituation für Ralph dar: In Schlwesig-Holstein kann Ralph sich nicht impfen lassen, da die "Prio-Gruppe 3" hier noch nicht dran ist.  Baden-Württemberg impft seit Anfang April auch die Gruppe 3. Ralph kann sich aber nicht anmelden, da FN und RV immer am selben oder maximal einen Tag in der Zukunft Termine vergeben. Kontakt mit meinem Hausarzt war sehr positiv. Er musste mir jedoch erklären, dass er mit 5 Impfdosen die Woche eine nennenswerte Mange Menschen vor mir stehen sieht. Daher: Warteliste !
Wenn Ralph Anfang Mai zurück kommt könnte die Priorisierung für Baden-Württemberg bereits aufgehoben werden/sein. Dann wird die Warteschlange noch länger ! Und das kombiniert mit der Tatsache, dass über 60 nur AstraZeneca verimpft wird. Nichts gegen den Impfstoff. Allerdings geht das Ganze bei diesem Impfstoff 3 Monate bis zum Abschluss! Dann wäre es August bis Ralph seine Zweitimpfung hat. Solange Ferienwohnung oder eine kurze Rückreise von Spanien nach DE hierfür ?? Was ist mit dem Wetterfenster für die Reise ??? Das wird echter Luxus wer sich eine so teure Impfung leisten mag !

Ralph hat daher beschlossen - im Gegensatz zu manchen Behörden in Bürokratien - modernere Medien als Brieftauben und FAX Geräte zu nutzen. Mittels Impfradar konnte Ralph einen Termin mit Biontec Impfstoff für den 13ten Mai in Rot am See buchen. Die Zweitimpfung ist dann im Juni. Alles paletti für Ralph. Erstimpfung vor Sabine und Zweitimpfung ebenfalls. Aus Umweltgesichtspunkten ist das jedoch ein völliger Unsinn. Pro Impfung 500km mit dem Autofahrt. bahn scheidet leider aus: CORONA. Wenn unser Bürokratien das so haben will, dann bitte ! Man will sich ja als braver und folgsamer Bürger zeigen wink. Sabine hatte es ein wenig enfacher. Da sie berufsbedingt vorrücken durfte wurde sie bereits im April geimpft. VIP Behandlung für systemrelevante Berufe. Die Zweitimpfung mit AstraZeneca erfolgt dann Mitte Juli. Nicht schön aber geht noch. Das ist dann auch schon unser Abreisetermin aufs Schiff.

.. Appetit auf die Zukunft !

Solltest Du beim lesen meiner Zeilen ein wenige Frust oder Sarkasmus zu lesen glauben ... hast Du recht ! Allerdings geht mir das Ganze sowas von am verlängerten Steißbein vorbei. Bei dem Ausblick !

Die Zahl des Tages ist die 2

Es sind noch 2 Monate, 2 Wochen und 2 Tage vom Tag der Rückreise in die Heimat, bis zum Start ! Bei der Aussicht kann einen nichts erschüttern.

Mit großen Interesse verfolgen Sabine und Ralph den Widerspruch zwischen dem was unsere Politiker über die große Errungenschaften Ihres Wirkens und der gelebten Realität. Zur "Ehrenrettung" sei jedoch gesagt, dass über 30 Jahre Mißwirtschaft nicht in 2 Jahren revidiert werden können. Voallem dann nicht, wenn "Team-Partisanen" die Produktivität durch Egotrips torpedieren. Es bleibt spannend zu beobachten wird, wie die nächsten Wahlen ausgehen werden ?!?!

Wie ein Seemanns-Spruch sagt: Zu zahlst immer an die Piraten ! Entweder an diejenigen mit oder diejenigen ohne Uniform !

In diesem Sinne, bleibt aufrecht und gesund !

 

Mittwoch, 07 April 2021 19:05

Sie ist deutlich zu sehen ...

... die Startflagge am Horizont !

Nach langen Wochen harter Arbeit siehen wir die Startflagge langsam immer näher kommen. Stand heute noch ca. 3 Montae !

Nach Fertigstellung der neuen Pantry, der Integration eines AquaTec Watermakers in der BELUGA, nach Kontrolle und Justage der Automatisierung, Abdichtung der Heizung und des Trinkwassersystems und EInbau eines UV-Trinkwasser Entkeimers scheint ist das Schönste an alle dem: Es funktioniert alles !

Zwischenzeitlich haben wir die Muse und auch die Zeit uns um die finalen Notwendigkeiten zu kümmern: IRIDIUM, persönliche Markierungbojen, EPIRB und Bücherregale. Die Einräumstrategie der Küche, der Stauplan etc .... alles Dinge, weche auf einen hohen Entwicklungsstand und eine finale Ausrüstungsituation hin deutet ... oder für Schwaben:

... die ersten gelungenen Hefezöpfe sind vertilgt
... Linsen mit Spätzle sind gelungen
... Kässpätzle
... das eigen gebackene Brot ist vertilgt

die Welt scheint in Ordnung.

Der Motor kommt in kW15 (nächste Woche) in die BELUGA, wird in der Folge eingerichtet, angeschlossen und elekrifiziert. Angeblich ist der Träger hergestellt unde derzeit beim Pulverbschichten. Also auch dort ein Ende in Sicht .. mehr hierzu folgt noch die nächsten Tage. Es sind noch ziemlich genau 3 Monate bis es los geht. Wir freuen uns sehr auf unseren Start ... nun haben wir noch genau 1 Kriterium !

... die Impfung !

... und da waren sie wirder, unsere 3 Probleme !

=> die deutsche Bürokratie (Anruf beim Amt: "Melden Sie sich über 116117.de an." Das geht nicht, da dieses Portal nicht mal eie Qualifizierung zulässt ohne Impfstoff)
=> die scheinbare Unendlichkeit unserer älteren Mitbürger
=>

 

Mittwoch, 24 März 2021 05:00

... SIE taucht auf !

... die Zielflagge kommt langsam in Sicht !

Wie bislang hat sich Ralph der Nerd einen Projektplan erstellt um die Zeit zwischen Januar und Juni effektiv und effizient zu nutzen. Neben 1000 Kleinigkeiten waren die großen Aufgaben eine Erweiterug der Pantry, ein Watermaker und die neue Maschine. Die ersten beiden Punkte sind soweit fertig gestellt. Das ergibt Zeit für die 1000 Kleinigkeiten, um welche sich Ralph nun in aller Ruhe kümmern kann.

Die Maschine stand schonmal in der BELUGA um die Trägerkonstruktion festzulegen und auszumessen. Nachdem der erste "Probeträger" zwischenzeitlich angeliefert wurde, hatte die Yachtwerft die "Feinheiten" festgelegt und markiert. Nun geht das Ganze zur finalen Herstellung, Pulverbeschichtung und wieder zurück für den Einbau. Zieltermin: Noch vor Ostern wollte die Yachtwerft die Maschine in der BELUGA aufgestellt haben. Die Abschlussarbeiten finden danach statt: Motor zur Welle ausrichten, Elektro anschliessen Prop-Steigung einstellen, ... also noch genug zu tun. Als "Berufsoptimist" sieht Ralph nur noch diese letzte Aufgabe !

Dennoch sind wir uns bewußt, dass die alte Rennfahrer Regel auch hier gilt: The Bullshit stops, when the flag drops !

Sonntag, 14 März 2021 09:05

... ist sch* kalt im Norden

Während der Arbeiten an der BELUGA durfte Ralph den kältesten Winter seit langer zeit im Norden erleben.

WEBASTO die große Enttäuschung ...

Es begann mit Schneefall, dauerte ca. 3 Wochen an und beinhaltete mehrere Nächte mit zweistelligen Minusgraden. Wäre alles halb so schlimm, würde die Standheizng der BELUGA arbeiten. Das war allerdings nicht möglich, da die Umbauarbeiten unter anderem auch die Heizung betrafen. Nachdem wir im Jahr zuvor einen enormen Betrag für die Reparatur ausgegeben hatten durften wir erfahren, dass wir zu wenig Wasser im System hätten und einen Puffertank benötigen. Diesen hatten wir Anfang Januar bei Bukh bestellt. Er ließ leider auf sich warten. Das Risiko die selbe Reparatur nochmals zu erleben wollten nicht eingehen. Informatioen zu Lieferzeit kamen seitens Bukh nutr auf Nachfrage. Standardantwort: WEBASTO hat noch immer nicht geliefert. Mitte März - zwischenzeitlich alles wieder warm - kam der Puffertank überraschend an. Von Bukh hatten wir entgegen deren Zusage leider nichts zuvor gehört.

Die Krönung stellte jedoch der Puffertank dar: Ein normaler 30 ltr Tank, wie er vielfach zu haben ist, mit einer Art Füllwatte umhüllt und mit handgenähtem Stoff einfachst ummantelt. Diese wird mit einem viel zu langen Reißverschluß abnhembar. Das wäre allerding nicht nötig gewesen, da diese Lieferung so lose zusammenhält, dass der wehende Wind das Ganz bereits entüllte. Eine echte Sch.. leistung für viel Geld. DANKE WEBASTO !yell

Das Ergebnis ist sehr zufiedenstellend ... trotz WEBASTO !

Nachdem die Standheizung gemäß den sehr kompetenten Ratschlägen der Firma Schlüter & Söhne verbessert wurde war das Ergebnis supergut ! Die zwischenzeitlich verbesserte Heizung macht eine wohlige Wärme im gesamten Schiff. Wie haben wir das erreicht ?

Eingebaut ist eine WEBASTO DBW2016 mit 16 kW Heizleistung. Das Problem war, dass die Heizung permanent ein- und nach wenigen Minuten wieder ausschaltet. Warum ? Die Temperatursteuerung der WEBASTO ist unzulänglich. In Summe ist die Heizung eher zu groß (für Glückstadt) ausgelegt. Da wir aber die Nordwestpassage auf unserer Route haben, wollten wir ausreichend vorsorgen. Dieses Setup hatte so ca. 20 ltr Inhalt

Gewählt wurde eine wasserbasierte Heizung, da Wasser einfacher temperiert im Schiff transportiert werden kann als Luft. Die alte Heizung war als Lufheizung ausgelegt, fürs Mittelmeer sicher ausreichend, mehr jedoch nicht: In der Mitte wars warm und im Achterschiff wie im Vorschiff wars kalt. Allerdings macht warme Luft schneller warm. Wir haben daher eine Kombi aus beidem gewählt: Die DBW2016 macht warmes Wasser. Dieses wird zu den MADEIRAs geführt. Diese machen direkt vor Ort aus warmem Wasser wieder warme Luft (Luft-Wärmetauscher). Eine MADEIRA im Vorschiff (8kW) und eine im Achterschiff (8kW) sowie ein im Pilothouse (4kW) sind jeweils thermostatgesteuert. Maximale Schlauchlänge unter 2 mtr.

In der neuen Pantry wurde eine geräuschfreie konvektionsbasierte Sockelleistenheizung installiert. Zusätzlich ein Handtuchheizkörper welcher unsere möglicherweise nassen Klamotten wieder trocknet. Dieser Umbau vergrössert die Wassermerge im System um weitere ca. 10 ltr auf 30 ltr.

Apropos Geräusch

Alle Verbindungen sind mit Kühlerschläuchen ausgeführt. Feste Rohre sind vibrationsempfindlich und sehr stark schallübertragend. Der kritsche Punkt ist die Umwälzpumpe. Diese läuft sehr lange und brummt als drehendes Teil konstruktionsbedingt, wens feste Verbindungen gibt.

Die Arbeit von WEBASTO nochmals gemacht

Um die etwas "suboptimale" Steuerung der WEBASTO DBW2016 anzupassen wurden Thermsotaten an der Heizungsverteilung angebracht. Die DBW erreicht eine Wassertemperatur von ca. 90°C was viel zu hoch ist.  Deshalb haben wir eine Vorlauftemperatur Überwachung und -steuerung. Bei milden Gegenden kann die Vorlauftemp etwas geringer ausfallen als in kalten Gegenden.

Das System wurde durch einen 30 ltr Puffertank erweitert. Das bedeutet wir haben im Endausbau die Wassermenge von 20 auf 60ltr erhöht. Dadurch muß der Brenner deutlich länger laufen (was ihm viel lieber ist als häufiges Einschalten).War die Laufzeit am Anfang bei ca. 3-5 Minuten, läuft die Heizung nun 30 Minuten Vollgas bis alles warm ist.

Ein Raumthermostat schaltet die Heizung entsprechend der Innentemperatur AN bzw. aus, wenns warm genug ist. Dieser ist in der Nähe der Konvektionsheizkörper angebracht, da diese am lägsten Wärme abgeben. Stellt dieser genügend Wärme fest, dann schaltet er den Brenner ab. Dieser fährt runter und würde die Umwälzpumpe abschalten. Um die Restwärme im System zu nutzen und sicherzustellen, dass die Aufheizzeit wieder lange genug ist, habe ich ein Nachlaufrelais zwischengeschaltet. Das bewirkt eine Heizwirkung, welche fast eine Stunde länger anhält als der Brenner läuft.

Die MADEIRAs im Vorschiff, Pilothouse und Achtern sind ebenfalls temperaturgesteuert und schalten bei kommender Wärme selbst ein und wenn Wasser wieder kühler wird wieder ab.

Fazit

  • Es ist nicht besonders hilfreich eine Standheizung überzudimensionieren, da die Heizungen mit vielen EIN-/AUS-Schalt Vorgängen stark verrußen.
  • Die WEBASTO DBW Serie hat eine Überhitzungschutz, der gerne mal durchbrennt. Das bedeutet ein neues Teil einsetzen. Mein Vorschlag: ein 10er Set mitzunehmen. ca. 60€ pro Stück da freut sich WEBASTO. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
  • Die Auslegung einer wasserbasierten Standheizung auf einem Schiff ist ein komplexerer Zusammenhang als es auf den ersten Hieb aussieht. Frage einen Fachmann ... z.B. Firma Schlüter & Söhne 
  • Die notwendigen technischen Komponenten einer Wasserheizung nehmen nennenswert Platz im Maschinenraum ein.
  • Die Steuerung der WEBASTO DBW2016 ist unzulänglich und führt ohne Eingriff zur Selbstzerstörung. Auch hier ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Hätte ich die Wahl nochmal zu beginnen würde ich auf WEBASTO verzichten. Ich hatte unterstellt mit einer Marke wie WEBASTO auch eine gewisse Qualität zu erhalten. Hier wurde ich enttäuscht. Daher würde auf dem Brenner sicherlich nicht mehr WEBASTO stehen. Ich hoffe die MADEIRAs sind hier ein weig besser, kauft WEBASTO anscheinend die gazen Komponenten (vielleicht glich mitsamt der Firma) auf der ganzen Welt zusammen. Von passend ist das allerdings weit weg.

Sonntag, 14 März 2021 08:17

Endspurt zum Start

Die Startflagge ist in Sichtweite !

Die letzten Aktionen vor dem großen Start ! Der Start ist immer noch auf Juli geplant.

Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Besonders der Ersatz unserer Maschine steht im Vordergrund. Aber auch der Umbau der Sitzecke, sowie der Eibau eines Watermankers. Das sollten in Kürze die Höhepunkte gewesen sein ... 

Ralph verlagert sich hierfür in Richtung Norden auf die BELUGA, Sabine löst derzeit den Hausstand auf.

Die erweiterte Pantry ...

Die Pantry ist bei Nautcat klassich an Backbord. Vielleicht sind Nauticat Besitzer eher Restaurantgänger oder Pizzabesteller ? wir wissen es nicht. Sicher ist nur: Die Nauticat Pantry ist selbst für EINEN Koch zu klein. Geschweige es wollen noch Crewmitglieder helfen. Andererseits befindet sich gegenüber - an Steuerbord - eine Sitzecke welche keiner wirklich nutzen möchte. Es war daher sehr naheliegend diese Situation zu nutzen: Aus der Sitzecke wird eine Pantryerweiterung ....

 Vorher

Nauticat schaffte hier eine hübsche Sitzecke, welche von den ursprünglichen Eignern als Fernsehecke genutzt wurde. Hierfür war ein TV im Küchenhochschrank eingebaut. Natürlich ein Röhrengerät !

Diese Sitzecke konnte durch Absenken des Tisches zu einem breiten Bett umgebaut werden. Vermutlich wurde dieser Bereich jedoch nur als Sitzecke genutzt, war Tisch nur noch mit thermischen und chemischen Tricks vom Sockel zu trennen. Stauraum in den Sitzbereichen war nur begranzt nutzbar, weil nich sehr hoch.

Der eingebaute ENGEL Freezer verrichtete seinen lautstarken Dienst nur sehr unbefriedigend. Wahrscheinlich ebenfalls aus den 80ern hatte der Freezer auch schon das Meiste hinter sich.

 


 

 

 

 

 

Nachher

Aus einer hübschen Sitzecke mit begrenzten Staumöglichkeiten wurde eine Erweiterung der Pantry. Auch eine Erweiterung der Heizung wurde hierbei integriert. Alle Fächer sind als Vollauszug ausgeführt und können ordentlich viel HappiHappi beinhalten.

Die Ecken sind bei bei einer U-Form sehr schwer nutzbar. Wir haben daher in beide Ecken jeweils eine Kühlbox integriert. Das brachte uns einen weitere Freezer und einen separaten Getränkekühlschrank.

Eine Tropfmulde sichert die Möglichkeit auch mal das Waschwasser loszuwerden ohne die viel zu enge Pantry zu benötigen.

 

 

 

Sonntag, 28 Februar 2021 16:35

The FinalCut - Part 1

The FinalCut - Part 1

Wenige Monate bevor es losgeht machen sich Sabine, Ralph und die BELUGA fir für die Reise. Die BELUGA soll noch einige Optimierungen erhalten. Hier gehört der Umbau der Sitzzgruppe neben der viel zu kleinen Pantry. Aus dieser Sitzgruppe entsteht eine Erweiterung der bestehenden Pantry:

  • Mehr Platz für die Küchenutensilien
  • Einen Getränkekühlschrank
  • Einen tropentauglichen Freezer als Toplader
  • Konvektionsflächen als Heizung. Speziell einen Badheizkörper zur Trocknung von Badehandtüchern oder Klamotten, wenn mal etwas nasser werden sollte.

Hierzu uwrde im Zeitraum zwischen Anfang Januar und Mitte Februar die Sitzecke umgebaut. Ausgerechnet in einer Zeit in welcher sich ein arktisches Hoch mit all seiner Kälte über Schleswig Holstein einnistet. Die Standheizung kann erst in Betrieb genommen werden, wenn der Heizkörper installiert ist.

Mit den an Bord befindlichen Elektroheizern konnten welcheselweise wenige Räume warm gehalten werden. Allerding waren hier 15°C Raumtemeratur schon eher mollig. Morgen aufwachen und seinen Atem in der Luft kondensieren sehen waren eher der Normalszustand. Gegen Ende Januar konnte dann die Hezung laufen.

Leider war es der Firma Bukh in Bremen nicht möglich den notwendigen und Anfang Dezember bvestellten WEBASTO Puffertank zu liefern. Bis Ende Februar war dieser noch immer nicht geliefert worden. Dieser Service ist echte Sch.... und nicht wirklich empfehlenswert. Na denn .. dennoch überlebt.

Nach Abschluss des parts 1 gehts an die Gewerke

a) Trinkwasser: Hier soll einen UV Wasserreinigeung installiert werden und
b) Einbaudiesel: Der eue Yanmar 4H110 muss noch inistalliert werden. Im Idealfall bevotr der "Einkran-Wahnsinn" beginnt und all Werftmitarbeiter ausgelastet sind.

Nu denn ...

... ich werde Euch auf diesem Weg auf dem Laufenden halten.

Glückstadt, September 2020, Video von Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

 


Weiterführende Links

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Mittwoch, 03 Februar 2021 07:31

Hör mal wer da hämmert ...

Erstens kommt es anders und zweitens ...

Nachdem es nun in den Endspurt der Vorbereitungen geht, wirds nochmals geschäftig an Bord. Ralph hatte während der Testfahrten der letzten beiden Jahren Aufgaben gesammelt und in Reihe gebracht. Frei nach der alten Weißheit: Planung bedeutet Zufall durch Irrtum zu ersetzen. Es entsand ein Aufgaben- und Terminplan, welche die Arbeiten und deren Reihenfolge beschreibt. Ein Schwerpunkt ist der Umbau der Sitzecke zur Erweiterung der Pantry. Mehr hierzu weiter unten. Die Umgebungsbedingungen im Norden Deutschlands waren jedoch völlig anders anls gedacht. Eine stabile Hochdrucklage treibt kalte Luft aus der Arktis in den Norden Deutschlands während der Süden nach heftigen Schneefällen nun troische Warmluft erlebt. Ralph erlebt in der BELUGA -10° Aussentemperatur und freut sich über "mollige" 15° im Innenbereich - Saine erlebt inm Süden 14° Plus und Vögel die in den Frühlingsmodus übergehen.

Endspurt vor dem Start

Die  geplante Aufgabe war es, die Umbaumaßnahmen des Pantry Bereiches vorzunehmen. Aus der Sitzecke soll nun eine Arbeitsfläche für die Pantry entstehen. Zwei Kühlboxen sollen die schwer zugänglichen Ecken füllen. Anbei findet ihr eine Bilderserie der Veränderung.

Bereits während der ersten tage zeigte das norddeutsche Wetter was es drauf hat.

Während Sabine und Ralph noch drüber nachdenken, ob die Tour COVID bedingt im Uhrzeigersinn oder  doch lieber gegen den Uhrzeigersinn - über Norwegen und >Island durch die Nordwest Passage - starten soll. Einen ersten Eindruck eines Winters in Norwegen ist nun zum ulltarif in Glückstadt zu haben. Nachdem die sch... WEBASTO Heizung nach 109 Minuten "Dauerbetrieb" schon wieder mal streikte dachte Ralph drüber nach das Ganze zu WEBASTO nach München zu fahren und WEBASTO den Sch... zurück zu bringen !

Eine derartige Zuverlässigkeit kann im arktischen Winter lebensbedrohlich sein ! DANKE WEBASTO

Unter diesen Umgebungsbedingungen gibts in der internen Skala Bonuspunkte.

Die an Bord befindlichen 2 Elektrolüfter laufen auf Vollgas. Schlgartig: Ruhe !

ALARM ALARM ! Warum gehen die Lüfter nicht mehr  ?

Die Suche nach dem Übeltäter ergab das Ladegrät der Verbraucherbatterien ! Während die Heizer den zur Verfügung stehenden Stromverbrauch fast vollständig in Anspruch nehmen, mussbeispielsweise  zum Kaffee kochen einer der Lüfter ausgeschaltet werden. Mit einem selbständig einschaltenden Ladegerät hatte keiner gerechnet. as war unserer Borsicherung zu viel. Gut zu wissen !

Dann alle Ladegeräte einfach ausschlten: Auch keine gute Idee ! Nach einigen Tagen waren alle drei Batterien ganz unten. Das bedeutet einen Tag lang frieren .. oder schneller arbeiten. Zwischenzeitlich habe ich ein zweites Elektrokabel an Bord un kann die Heizer und die Ladageräte trennen. Dieser Zustand muss dann wohl so bleiben bis entweder das Wetter wärmer wird oder die sch.. WEBASTO vielleicht dann doch mehr als 10 Minuten dzurchhalten kann.

 

 

 

 

 

 

Rückbau der alten Einrichtung

Die alte Sitzgruppe wurde bis auf einen Sockel rückgebaut. Dieser Sockel muss stehen bleiben, da die Bodenplatten nicht weiter reichen. Der Sockel wird am Ende die Heimat der Heizkollektoren.

In präzisen Wandmalereien werden die wichtigesten Kontouren der neuen Einrichtung angezeichnet. Dieses dient im Anschluß als Orientierung beim Zuschnitt der neuen Module.

Einpassen der neuen Einrichtungsmodule

Die neuen Module sind derart konstruiert und gebaut, dass die Einrichtung mit weniger Schraubenverbindungen gelöst werden kann und die gesamte Pantryfläche zu Wartungszwecken abgebaut werden kann. Das passierte während des Baus auch merhfach.

Einbau der Kühlboxen

Die in jeder Küche schwer nutzbaren Ecken werden entweder mit aufwändigen Drehbeschlägen genutz, eine Krabbelgrube oder wie bei uns als Platz für eine Kühlbox. Die 2 Kühlboxen (BI41 von INDEL WEBASTO)  sind sognannte Combi boxen. Das bedeutet die beden Boxen können kühlen und freezen. Eine der beiden Boxen ist als Getränkekühlschran gedacht. Deshalb hatten wir hier auf eine tropenfähige Kühlung verzeichtet. Die vordere der beiden Boxen ist mit einem wassergekühlten Kompressor auch für Tropeneinstz geeignet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 16 Oktober 2020 10:10

Das Kamel geht durch Nadelöhr - Teil 2

Wie bringt man ein Kamel durchs Nadelöhr ?  => leider auch als TEIL 2

Am 6.8.2020 verließ die BELUGA den Innenhafen von Glückstadt um mit der Flut den City Sportboothafen Hambug (CSH) gegen 21:00 zu erreichen. Die BELUGA erreichte mit eine FüG von ca. 5,5kn das Fahrwasser ELBE, kreuzte dieses und folgte dem Fahrwasser in Richtung Hamburg entlang der rechten Fahrwasserbegrenzung.

Nach ca. 3 Stunden war Stade passiert und das vorausliegende Fahrwasser würde sich bei Lühesand verengen. Von achtern kam das Containerschiff die „CMA CGM Georg Forster“ auf. Ein Containerschiff mit 398mtr Länge und 55mtr Breite. Geplant war Lühnesand zu passieren um danach ausreichend Abstand zur Tiefwasserrinne herzustellen und die Georg Forster passieren zu lassen.

Bevor die Enge des Hafens in HH erreicht werden sollte überprüfte ich daher nochmals die Technik.

  • Beim Passieren einer Fahrwassertonne konnte ich die korrekte Position des GPS prüfen.
  • Die Maschine lief bei üblichen 1000 rpm mit einer Geschwindigkeit von ca. 8kn über Grund. Schnell genug, um sparsam das Ziel zu erreichen.
  • Die Motortemperatur konnte mit 80-90°C abgelesen werden.
  • Die Öldrücke waren ebenfalls im Normalbereich.

Der Autopilot hatte zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Steuer und steuerte auf einen bereits früher genutzten Wegpunkt zu. Ich hielt mich auf dem Vorschiff auf und erklärte meinem Mitsegler den weiteren Verlauf des Fahrwasser bis Hamburg, als die BELUGA plötzlich „schlingerte“. Ich ging von besonders starken Verwirbelungen durch Stömung aus. Unmittelbar darauf veränderte sich der Ton der Maschine, an Deck waren leichte Vibrationen spürbar. Ich warf meinen Blick sofort auf den Auspuff, der noch immer Kühlwasser ausspuckte. Die Drehzahl der Maschine fiel ein wenig ab, erholte sich aber sofort wieder.

Die ausführliche Beschreibung dieser Havarie findest Du in diesem Beitrag

Am Freitag, dem 7.8.2020 wurde von Firma Fink&Bliese (Timo Fink) festgestellt, dass die Maschine fest ist. Ein manuelles Drehen des Motors war auch mit großem Kraftaufwand nicht mehr möglich. Daher mußte die Maschine erneut ausgebaut werden und die Teilinstandsetzung muß nun um eine Grundinstandsetzung erweitert werden. Diese ließen wir in 2015 weg, da die Vitaldaten wie z.B. die Kompression war zu diesem Zeitpunkt sehr gut und bedurfte keine weitere Aktionen.

Wir hoffen, nach dieser Reparatur nun alle Schwachstellen der Maschine erneuert zu haben. Das schien uns zumindest zum heutigen Zeotpunkt die wirtschaftlichste Lösung. Wir hoffen hier richtig zu liegen.

 

Glückstadt, September 2020, Video von Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

 


Weiterführende Links

...

Dienstag, 06 Oktober 2020 22:35

Ein Loch ist im Eimer ...

Die Havarie

   

Die Maschine

Der FORD 2725E SP135 der BELUGA in ihrem "Körbchen". Sie brachte uns vom Marseille bis nach Glückstadt-

In den Jahren 2019 und 2020 fuhren wir in der Nordsee und der Ostsse einiges an Stunden drauf ... zuverlässig und leise und sparsam.

  • Die Maschine ist eine FORD Lehman 2725E SP135.
    Ein Modell was mir bislang durch Robustheit bekannt ist
  • Die Maschine der BELUGA wurde 2015 im Hause Fink&Bliese generalüberholt.
  • Diese Maschine brachte die BELUGA im Jahre 20216 von Marseille bis Glückstadt mit einem Maschinenanteil von ca. 80% und sehr rauhen Bedingungen.
  • Während der Refitphase wurde die Maschine von Fink&Bliese bis zur Wasserung konserviert und 2019 in Betrieb genommen.
  • In der Saison 2019 und 2020 hatte die Maschine über 300 Betriebsstunden ohne Probleme bewältigt.
  • Es konnte bislang weder Kühlwasser- noch Ölverbrauch festgestellt werden.
  • Die Welle wurde von der Yachtwerft Glückstadt vor der Wasserung in 2019 neu gelagert. Die Ausrichtung der Maschine wurde hierbei überprüft und ein Leinenschneider montiert.
  • Auf der Welle ist seit Anfang ein MaxProp Verstellpropeller installiert. Dieser wurde beibehalten und von der Yachtwerft Glückstadt fachmännisch montiert.
  • Sämtliche Kundendienste wurden von Fachbetrieben durchgeführt
   

Die Havarie

Am 6.8.2020 verließ die BELUGA den Innenhafen von Glückstadt um mit der Flut den City Sportboothafen Hambug (CSH) gegen 21:00 zu erreichen. Das Tor öffnete gegen 15:30. Die BELUGA passierte dieses als erste und verließ unmittelbar den Hafen von Glückstadt.

Die BELUGA erreichte mit eine FüG von ca. 5,5kn das Fahrwasser ELBE, kreuzte dieses und folgte dem Fahrwasser in Richtung Hamburg entlang der rechten Fahrwasserbegrenzung.

Nach ca. 3 Stunden war Stade passiert und das vorausliegende Fahrwasser würde sich bei Lühesand verengen. Von achtern kam das Containerschiff die „CMA CGM Georg Forster“ auf. Ein Containerschiff mit 398mtr Länge und 55mtr Breite. Geplant war Lühnesand zu passieren um danach ausreichend Abstand zur Tiefwasserrinne herzustellen und die Georg Forster passieren zu lassen.

Bevor die Enge des Hafens in HH erreicht werden sollte überprüfte ich daher nochmals die Technik.

  • Beim Passieren einer Fahrwassertonne konnte ich die korrekte Position des GPS prüfen.
  • Die Maschine lief bei üblichen 1000 rpm mit einer Geschwindigkeit von ca. 8kn über Grund. Schnell genug, um sparsam das Ziel zu erreichen.
  • Die Motortemperatur konnte mit 80-90°C abgelesen werden.
  • Die Öldrücke waren ebenfalls im Normalbereich.

Der Autopilot hatte zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Steuer und steuerte auf einen bereits früher genutzten Wegpunkt zu. Ich hielt mich auf dem Vorschiff auf und erklärte meinem Mitsegler den weiteren Verlauf des Fahrwasser bis Hamburg, als die BELUGA plötzlich „schlingerte“. Ich ging von besonders starken Verwirbelungen durch Stömung aus.

 

Unmittelbar darauf veränderte sich der Ton der Maschine, an Deck waren leichte Vibrationen spürbar. Ich warf meinen Blick sofort auf den Auspuff, der noch immer Kühlwasser ausspuckte. Die Drehzahl der Maschine fiel ein wenig ab, erholte sich aber sofort wieder. PUNKT 1

Ich ging daher von möglichen Verunreinigungen im Diesel aus und begab mich zur Maschine. Die BELUGA ist mit einer SEPAR Doppelfilter Anlage ausgrüstet und kann im Falle von Filterproblemen im laufenden Betrieb umgeschaltet werden. Die Glasbehälter der Filter zeigten sauberen Diesel. Beide Dieseltanks wurden Mitte Juni 2020 auf Helgoland frisch gefüllt Die Filtereinstellung wurde daher belassen.

Ich konnte an der Maschine auch keine Auffälligkeiten (Öl- oder Wasserdampf, Geruch,...) feststellen. Mit einer berührungslosen Messung der Temperaturen wurde am inneren Kühlkreislauf 86°C und am Auspuffausgang 52° gemessen. Wegen Unauffälligkeit verließ ich den Maschinenraum und ging ich daher zurück zum Aussensteuer.

Die Drehzahl fiel erneut deutlich ab, deshalb kuppelte ich aus. Der Motor ging aus und ließ sich nicht mehr starten = der Anlasser drehte sich nicht mehr. „Klack, ohne brumm“. Bei diesem Anlassversuch konnte ein deutlicher Spannungsabfall (ähnlich einem Kurzschluß) beobachtet werden. Ich unterließ daher weitere Suche nach möglichen Ursachen und begab mich zum Aussensteuer, da das Containerschiff zwischenzeitlich sehr nahe kam und wir manövrierunfähig im Fahrwasser trieben. Nahe Punkt 2.

Ich setzte einen PAN-PAN ab und meldete meine Manövrierunfähigkeit um eine Kollision mit dem zwischenzeitlich sehr nahe kommenden (400mtr) Containerschiff zu vermeiden. Zeitgleich setzen wir Segel und konnten uns gezielt (bei ca. 1 Bft) aus dem Fahrwasser bringen. Da die BELUGA (mit 22to Gewicht) keine guten Segeleigenschaften besitzt, halsten wir unter Genua mehrfach am Fahrwasserrand und begannen währenddessen das Groß zu setzen. Die Insel Lühesand kam dabei ebenfalls recht nahe. PUNKT 2

Nachdem das Containerschiff passierte segelten wir zum N-lichen Elbufer. Dort waren etwas bessere Winde erkennbar und mehr Raum für Manöver. PUNKT 3: Ein vorbeifahrendes RIB schleppte uns von dort zum Yachthafen Hamburg in Wedel in dem wir ohne weitere Schäden sicher anlegen und liegen konnten.

Am Freitag, dem 7.8.2020 wurde von Firma Fink&Bliese (Timo Fink) festgestellt, dass die Maschine fest ist. Ein manuelles Drehen des Motors war auch mit großem Kraftaufwand nicht mehr möglich.

Herz-Operation

In einer fünfeinhalbstündigen Aktion mit Gabelstapler, Traverse und viel Feingefühl für 600Kg Gewicht seitens des Werft Operators, erblickt unser Motor wieder das Tageslicht. Schweißtreibende Millimeterarbeit vom Ausfädeln aus dem Bauch über das vorsichte „Hindurch- oder Vorbeibewegen“ an Decksaufbauten, Luken und Niedergang, bis das Teil endlich über die Reling geschwenkt zum Boden manövriert wird.

Wem jetzt 5 ½ Stunden viel vorkommen, dem sei gesagt, dass wir in Frankreich beim Einsetzen des Motors noch das zusätzliche kommunikative Problem mit deutsch- englisch und französischen Werkstattvokabular hatten, und volle drei Tage für die adäquate Aktion brauchten.

Nun ist unser „Herzstück“ jedenfalls in Berkenthin bei Fink & Bliese in der Werkstatt. Beeindruckend, wenn "Henry Ford" plötzlich, wie in einer Explorer Zeichnung in Einzelteile zerstückelt, ausgebreitet auf dem Boden verteilt umherliegt. Was das sonst kompakte Teil plötzlich für Platz beansprucht! Doch nun sind die heimtückischen Schäden sichtbar.

Der Befund

Nachdem die Maschine entnommen und bei Fink & Bliese in der Werkstatt zerlegt wurde zeigte sich die wahre Ursache: Ein gebrochener Ventilsitz !

Der Laie sagt sich. Prima, nur einer ! Der Fachmann erklärte jedoch, dass man in einem solchen fall nicht umhin kommt alle 6 Kolben auszuwechseln. Einem Schwaben fällt das schwer. Sind die anderen 5 doch noch fast wie neu wink

Nu denn ...

Zum weiteren Vorgehen findest Du weiter unten in diesem Beitrag nioch mehr

    

Eine Frage des Standpunktes ...

um die Maschine zu entnehmen muss dieser durch die seitliche Schiebetür. Dies erfolgt per Stapler. Da am aktuellen Stanndplatz der untergrund zu uneben war, hat die Yachtwerft unsere BELUGA kurzerhand quer vor der Halle geparkt. Dort findet sich ein topfebener Untergrund. Perfekt für das Vorhaben !

So haben wir die Yachtwerft in Glückstadt auch bislang erlebt: Mit dem nötigen Pragmatismus zu effizienten, zielführenden Lösungen.

Natürlich haben wir von den Zuschauern Kommentare wie " ... mit stehemdem Mast passt die aber da nicht rein ..." oder "... habt ihr da nicht was vergessen ? " bekommen. Alle mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht.

Wie man sieht, in ganz entspannter Atmosphäre.

 


 

Kommst Du da sofort raus !

Kaum am Platz gings auch schon los ! Die Kabel, Schläuche und andere Verbdindungen zwischen Maschine und Schiff hatte Timo, von Fink&Bliese bereits abgeklemmt. Daher konnten wir beide uns auf die Kettenkräne, die Maschine und deren "Bergung" konzentrieren.

In kleinen Schritten hoben wir den 600 Kg Koloss langsam aus seinem Arbeitsplatz. Zentimeter für Zentimeter. Die Maschine muss hierbei mit dem Getriebe zuerst angehoben werden. Auf Höhe des Pilothouses wird diese dann um 90° in Richtung Ausgang gedreht. In diesem Zustand können dann die Bodenbretter des Pilothouses wieder eingesetzt werden. Die Maschine wird darauf abgesetzt und für das "Ausfädeln" umgespannt.


Das Ganze mit der nötigen Vorsicht. Denn 600 Kg auf einem Zeh machen ordentlich Aua und beenden den Tag mit Krankenhaus. Das darf auf keinen Fall passieren. Deshalb haben Ralph und Timo in kleinen und kontrollierbaren Schritten die Maschine von Ihrem Arbeitsplatz im Bauch der BELUGA zunächst in Pilothouse menövriert.


 
 

Kaum im Pilothouse angekommen, aufgepallt und gesichert, wurde die Maschine am Stapler befestigt. In sehr langsamer und umsichtiger fahrt fädelt
dann die ganze Fuhre langsam rückwärts aus.

Man sollte es nicht glauben, aber das "Kamel passt durch dieses Nadelöhr". So wird auch der Titel des Videos lauten, welches die ganze Aktion in bildern festhält und auf unserer Mediathek zu finden sein wird.

Alles in allem sprechen wir hier von einer Aktion bei der 600 Kg mit sehr vielen abstehenden Teilen nur um weniger Zentimeter genau durch den Ausgang passen. Eine Aktion, welche wir in Frankreich bereits hinter uns gebracht hatten. Dort dauerte die ganze Aktion ca. 3 Tage !

 

Kaum raus aus der Tür hatte der Stapler der Yachtwerft die ganze Last.

Dank der professionellen Fähigkeiten an den Hebeln des Staplers konnte auch dieser Teil ohne Zwischenfälle zu Ende gebracht werden. Wie oben erwähnt, dauerte diese Aktion in Marseile ca 3 Tage. Die gemachten Erfahrungen, der profesionelle und lösungsorienterite Einsatz aller Beteiligten ermöglichte es uns, das Ganze in ca. 5 Stunden druchzuführen.

   

Vielen Dank nochmals an dieser Stelle für den professionellen Einsatz aller Beteilgten.

Allen voran die Yachtwerft in Glückstadt und die Firma Fink&Bliese, die es sich nicht hat nehmen lassen, diese Aktion zur Chefsache zu machen !

 

Quo Vadis Machina ?

Nach langen Diskussionen über die weitere Vorgehensweise habe wir uns entschlossen das gute Stück zu reparieren. Eine neue Maschine würde das doppelte bis dreifache an Kosten bedeutet. Hätte  den Vorteil einer besseren Ersatzteilsituation, aber mögliche Probleme im Drehmomentverlauf.

Die Reparatur bedeutet, dass wir die Teilinstandsetzung aus 2015 nun zur Grundinstandsetzung erweitern ... hätten wir das mal gleich gemacht ?!? Hätte, Hätte Fahrradkette ...

Was zwischenzeitlich sichtbar wird – diese Entscheidung war absolut die Richtige!

Nun wird alles komplett überholt und wenn wir dann zu unserer großen Segeltour aufbrechen, werden wir bis auf das nie planbare Restrisiko von spontanen Schäden, zumindest unseren Motor betreffend, mit gutem Gewissen starten.

Nachdem die Maschine dann auch den letzten Teil erneuert bekommt, sollte nun hoffentlich nichts mehr passieren ... ist ja dann alles einmal erneuert. Die Maschine wurde auf ca. 2500 Betriebstunden (fast neu wink ) geschätzt und sollte daher auch noch viele Jahre durchhalten können. Einziges Manko an dieser Lösung: FORD Industriemotoren stellt keine Ersatzteile mehr her. Ersatzteile zu finden ist daher nicht ganz einfach.

Solltest Du interesse habe unsere Ersatzteilsuche zu unterstützen, so würde uns das sehr freuen. Hilfreiche Links, Kontakte oder Adressen jedereit gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ... vielen Dank im Voraus !

Der Plan

Grundsaniert und frisch überlackiert muss er im Februar 2021 zurück an seinen vorgesehenen Arbeitsplatz.

Das „Einpflanzen des generalüberholten Organs und verschließen der Wunde“ übernehmen dann wieder die Schiffbauprofis der Yachtwerft gemeinsam mit den Motrorendoktoren von Fink&Bliese.

Via Gabelstapler ect. dieselbe Aktion in umgekehrter Richtung, zurück in den Bauch unseres Schiffes. Bis letztlich alle lebenswichtigen „Arterien und Leitungen“ wieder angeschlossen sind und das letzte Bodenbrett und alles was sonst noch im Vorfeld der „OP“ aus dem Weg geräumt werden musste wieder an seinem Platz ist, liegen noch ein paar arbeitsreiche Stunden vor uns, aber der Weg ist das Ziel!

 

hier das Video zum Ausbau der Maschine

 


Fortsetzung folgt ...


weitere "Impressionen" unseres Patienten

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Donnerstag, 17 September 2020 10:19

Börteboote

 
Wichtige Information
 

Börteboot

Auf den ersten Blick einem schlichten Ruderboot nicht unähnlich, gibt es schiffsbautechnisch gewaltige Unterschiede. Sie sind hochseetüchtig, ca.10m lang, 3m breit, und haben 1m Tiefgang. Da sie ursprünglich in reiner Handarbeit aus massiver, gebogen –gewachsener Eiche gefertigt wurden, 8t Eigengewicht haben und heutzutage rund 250 000 € kosten, gibt es jedoch keine Neuanfertigungen mehr, sondern nur noch liebevoll mit historischem Bewusstsein betriebenen Bestandschutz.

Ein Börteboot bietet 40-50 Personen Platz, wird aber auch zum Fischen und Hochseeangeln benutzt. Unfallstatistisch gilt es als das sicherste Verkehrsmittel Deutschlands! Diese Börte-Boote sind schiffsbautechnisch kleine Wunder und laut Aussage unseres hiesigen Steuermanns bis 10 Windstärken seefest. Auf Helgoland haben sie seit über 200 Jahren Tradition. Wegen der Tide und fehlender Hafenanlagen konnten früher die Schiffe nicht direkt anlegen, weshalb das Ausbooten und Überholen der Tagesgäste sowie sämtlicher Waren jahrzehntelang mit den Börtebooten im ständigen Pendelbetrieb erledigt wurde. Inzwischen gibt es einen Anlegekai für die Schnellfähre, den auch die Ausflugsschiffe nutzen können, dazu den Sportboothafen und einen separaten Kai für alles was mit den Arbeiten am nahegelegenen Offshor- Windpark zu tun.

Die Kurverwaltung kämpft trotzdem für die Erhaltung der historischen Variante der Anlandung und Überholung via Börteboot, um die Tradition zu bewahren und auch ein paar Arbeitsplätze zu erhalten.Während die Boote in den Anfangsjahren oft nur mit Riemen gepullt wurden, sind sie heute mit moderneren schweren Dieselmotoren ausgerüstet und erreichen leicht Rumpfgeschwindigkeit. Ihre Bauweise ist für Holzboote eine Besonderheit – während die oberen Plankengänge (meist die vier oberen, vom Süllrand nach unten gezählt) in Klinkerbauweise erstellt sind, ist das darunter befindliche Unterwasserschiff in Karweelbeplankung gebaut.

Der Typ des Börtebootes wurde ab 1952 gebaut, die meisten davon in der  Hatecke Werft in Freiburg/Elbe, die sich seit 1861 generationsübergreifend dem Bau von Holzschiffen verschrieben hat. Von etwa 200 „Serienbooten- in Einzelfertigung“ sind noch 46 in Betrieb, davon rund um Helgoland noch achtzehn. Jedes Jahr im August findet aus Anlass der Wiederaufnahme des Anlandungsdienstes der Seegemeinde, nach der Evakuierung und Wiederbesiedlung der Deutschen im 2. Weltkrieg, eine Börte-Motorboot-Regatta statt. Der Termin hat sich inzwischen zum touristischen Event entwickelt, da man Tagesgästen gegen einen kleinen Obulus die Chance gibt bei der Regatta mitzufahren. Eingeteilt in drei Gruppen, zwischen 43 und 180 PS, starten die behäbigen Boote laut knatternd und stampfend vom Landungssteg aus ihren Dreieckskurs Richtung Hafeneinfahrt, vorbei an der Nachbarinsel Düne und zurück zum Anleger. Bis zu 25 Personen können pro Boot zusätzlich mitfahren, denn bei 8t Eigengewicht und 130 PS haben ein paar Kilo mehr oder weniger an Bord, keinen Einfluss auf den Zieldurchlauf.2023 steht das 70 jährige Jubiläum dieser Regatta an, das als großes Fest geplant ist.

     

 

 
Freitag, 14 August 2020 16:02

Petersilie

BELUGA's Bordrezepte

 

Pflegeanleitung

 

Erdbeschaffenheit Humuserde
Gießanleitung feucht halten, keine nassen Füße
Lichtbedarf halbschattig
   

Zusatzinfo


 

 

Freitag, 24 Juli 2020 07:49

Der Universaladapter für Wassersportler

Der Universaladapter für Wassersportler !

Sicherlich ist Dir die Situation bekannt: Kaum in der Marina fest beginnt ein Adapter-Alptraum. 230V DIN Stecker, Schuko Stecker, CE Norm, Wasseranschluss mit 3/4", Gardena oder andere Anschlüsse.

Um all diesen Imponderabilien den Garaus zu machen, haben wir den ultimativen und beliebig erweiterbaren Universaladapterwinkentwickelt. Diesen möchten wir Dir in diesem Video mit einem deutlichen Schmunzeln vorstellen.

Über Anregungen zu Erweiterungsempfehlungen würden wir uns sehr freuen. Teile Deine Ideen mit uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

Glückstadt, 2018, Video von Ralph | Quelle: ARSNavigar.org

 

Dienstag, 14 Januar 2020 19:10

Quell- und Brühstück

BELUGA's Bordrezepte

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: keine. Ruhezeit: ca. 36 Std.

Quellstück und Brühstück sind zwei Vorstufen der Teigbereitung, die ohne Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig angesetzt werden.
Dabei wird ein aus Getreide (Backschrot, Vollkornschrot oder auch Mehl) und Wasser bestehendes Gemisch zum Vorquellen für mehrere Stunden oder über Nacht angesetzt.
Dadurch kann die im Teig insgesamt gebundene Wassermenge erhöht werden.


Die Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • die harten Getreideschalen werden weich und verquellen gut
  • die Teigausbeute erhöht sich
  • die Krume der fertigen Brote ist elastisch sowie gut schnitt- und streichfähig
  • die Frischhaltung der Brote wird verlängert

Beim Brühstück werden im Teig auch enzymatische Vorgänge in Gang gesetzt (Bildung von Maltose), die letztlich auch zu einer gewollten Geschmacksänderung führen können.

Wenn Du Brötchen oder Toasts verwendest, dann diese im Vorfeld hart werden lassen und danach fein mahlen. Gerne den Thermomix oder ähnliche Mixer verwenden.

Unterschiede zwischen Quell- und Brühstück
  Quellstück   Brühstück
Zubereitung Teigtemperatur 20–30 °C   Wassertemperatur 70–100 °C
  Teigausbeute 200   Teigausbeute 200–250
  Stehzeit 10–20 Stunden   Stehzeit 1–3 Stunden

Hinweise bei Stehzeiten über 15 Stunden muss die
Teigtemperatur unter 25 °C liegen
  kürzere Stehzeiten bedeuten höhere
Wassertemperaturen und höhere Teigausbeute

Brühstück

Für ein Brühstück werden die festen Bestandteile im Verhältnis von ca. 1 : 1 bis 1 : 3 mit kochendem Wasser vermischt und mindestens 2-6 Stunden quellen gelassen.
Eine noch optimalere und im Hobbybäckerbetrieb zeitlich passendere Variante ist das Verquellen über 8-12 Stunden bei 6-8°C im Kühlschrank (nachdem das Brühstück ausgekühlt ist).
Um enzymatischen Abbau und Fremdgärung zu verhindern, kann die Salzmenge des Hauptteiges mit in das Brühstück eingerührt werden.

Würden die groben Bestandteile nicht verquollen, würde der Wassergehalt im Teig sinken und der Teig durch Nachquellung zunehmend fester und trockener werden.
Üblicherweise sollte die im Brühstück zu verquellende Schrotmenge nicht mehr als 30-50% der Gesamtmenge der Getreideerzeugnisse ausmachen,
da durch das heiße Wasser bereits Stärke verkleistert und dem enzymatischen Abbau stärker ausgesetzt ist.

Neben Schrot kann z.B. auch getrocknetes und gemahlenes Brot überbrüht werden. Dieses Altbrot bindet etwa die dreifache Menge seines Eigengewichtes an Wasser.

Quellstück

Für ein Quellstück werden die festen Bestandteile im Verhältnis von ca. 1 : 1 bis 1 : 2 mit 10-30°C warmen Wasser vermischt und 4-20 Stunden quellen gelassen.
Eine noch optimalere und im Hobbybäckerbetrieb zeitlich passendere Variante ist das Verquellen über 8-12 Stunden bei 6-8°C im Kühlschrank.
Um enzymatischen Abbau und Fremdgärung zu verhindern, kann die Salzmenge des Hauptteiges mit in das Quellstück eingerührt werden.

Würden die groben Bestandteile nicht verquollen, würde der Wassergehalt im Teig sinken und der Teig durch Nachquellung zunehmend fester und trockener werden.
Üblicherweise sollte die im Quellstück zu verquellende Schrotmenge nicht mehr als 30-60% der Gesamtmenge der Getreideerzeugnisse ausmachen.

Je wärmer das Wasser, umso mehr Wasser kann gebunden werden. Quellstücke aus Körnern und Saaten bringen gegenüber Kochstücken mehr Biss ins Brot.

 
Temperaturen und Zeiten
  • Viel Zeit bei Zimmertemperatur. 

 

Zutaten

200 gr alte Brötchen oder
200 gr Toastbrot
 1 ltr Wasser
 300 gr Roggenschrot oder
  Dinkelschrot
   
   
   
   

 

 

Dienstag, 14 Januar 2020 18:40

Backmalz selbst herstellen

BELUGA's Bordrezepte

 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 40 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 3-4 Tage.

Für die Herstellung von Backmalz benötigst du eine Schüssel und ein passendes Sieb, auf das du ein paar Tage verzichten kannst. Das Sieb muss in die Schüssel passen.
Backmalz herzustellen ist nicht schwierig, höchstens etwas zeitintensiv. Das wichtigste ist, das Getreide zum Keimen zu bringen.

Schritt 1 - quellen:
Die Getreidekörner werden zusammen mit dem Sieb in eine Schüssel mit Wasser gegeben. Dort bleiben sie für mindestens 12 – 24 Stunden. In dieser Zeit saugen sich die Körner mit Wasser voll und quellen auf. Die Schüssel sollte an einem warmen Ort, aber nicht in der prallen Sonne stehen. Ideal ist etwas zwischen 18° und 22°C also Zimmertemperatur.
 
Schritt 2 - wachsen:
Danach wird das Getreide kräftig mit kaltem Wasser gespült.
Lass das Wasser gut abtropfen bevor du das Sieb zurück in die Schüssel stellst und mit einem Handtuch bedeckst.
Die Körner sollen feucht sein, damit sie keimen können – aber nicht nass – das würde dazu führen dass es schimmelt.

Das abspülen der Körner wiederholst du jetzt alle 12 Stunden bis sich lange helle Keime gebildet haben.
Die Keime dürfen nicht Grün werden, um das zu verhindern kommt das Handtuch drauf.
Wenn die Keime ca. 1cm lang sind beginnt die zweite Phase, das mälzen.

.. wie lange wiederhole ich das Ganze ?

Es sollten also deutlich viele verzweigte Triebe vorhanden sein, also ein richtiges Geflecht.
Die Getreidekörner auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen und trocknen lassen und 60 Minuten bei 70° trocknen.
Die Backofentür einen Spalt offen lassen, am besten einen Holzkochlöffel dazwischen klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Gehe nun zu Schritt 3 weiter.

Schritt 3 - mälzen:

Mälzen kling erst mal sehr kompliziert, gemeint ist damit das Trocknen der keimenden Körner bei 35° – 50 °C.
Bei dieser Temperatur bleiben die entstandenen Enzyme aktiv und könne später beim Backen die Hefe unterstützen.
Erhöht man die Temperatur, entwickeln sich stärkere Malzaromen, das Malz verliert aber auch seine Treibkraft, dafür wird der Geschmack intensiver.

Röste Dein Malz bei 170 °C für ca. 30 Minuten mit Ober- und Unterhitze und probiere zum Ende hin immer wieder ein Korn ob mir der Geschmack schon zusagt.
Die Körner sollten leicht malzig schmecken, einfach mal probieren. Ist das noch nicht der Fall, weitere 10 Min. rösten.
Abkühlen lassen und nochmal prüfen, dass sie wirklich ganz trocken sind.

Meiner Meinung nach hat auch das so geröstete Malz eine ausgewogene Balance zwischen Geschmack und Treibkraft.
Meine Brote werden seit dem ich es dazugebe noch lockerer und der Geschmack hat sich auf jeden Fall noch mal verbessert.
Die getrockneten und gerösteten Körner mahle ich mit meinem Thermomix zu feinem Mehl.
Dieses hält sich kühl und dunkel gelagert über mehrere Wochen.

 

Zutaten

30 gr als Zusatz pro Kg Mehl im Brot
  gut lagerbar und somit auch auf Vorrat möglich
600 gr Roggen oder Dinkel
kaltes Wasser
  Tupper Siebservierer oder
  Sieb mit Schüssel
   
   
   

 

 

Im Grundsatz ist eine Segelreise nichts anderes als eine Urlaubsreise in ein anderes Land. Daher solltest Du Dir die gleichen Gedanken machen, wie man das üblicherweise bei jeder Urlaubsreise tun sollte. Also eigentlich nichts Besonderes. Dennoch möchten wir Dir die wichtigsten Punkte an die Hand geben, welche Du für Dich selbst prüfen solltest. 

Da wir teilweise auch in "ungewöhnlichen" Ländern ausserhalb Europas unterwegs sind solltest Du auf Dinge wie Visa & Co achten. Auch kann es vorkommen dass wir in einem anderen Land ankommen, wie wir starteten. Hierfür ist ebenfalls zu prüfen, was für Deine Person genau zu beachten ist. Die - aus unserer Sicht - wichtigsten Fragen haben wir hier zusammengestellt. Wir erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und übernehmen keine Gewähr dass diese Punkte vollständig ausreichend für das jeweilige Land sind. Speziell unter CORONA Bedingungen solltest Du prüfen, ob und wie Du einreisen und/oder ausreisen kannst.

Was Du vor dem Reiseantritt erfragen und kontrollieren solltest:

  • Ist Dein Ausweis für das Reisegebiet gültig ?
    • GÜLTIG BIS Datum prüfen.
      Manche Ländern fordern eine Restgültigkeit zur/bei Einreise.
    • Benötigst Du für dieses Land ein Einreisevisum ?
      Wenn JA, wie lange dauert dies ?
    • Willst Du anmeldepflichtige Gegenstände (Drohne, manche Tauchausrüstungteile,..) mitnehmen ?
      Wenn NEIN: Hast Du die Einreisebestimmungen diesbezüglich überprüft ?
  • Sind Deine Versicherungen (Haftpflicht, Auslandskrankenversicherung, ..) für das Reisgebiet gültig ?
  • Benötigst Du Impfungen, wenn JA wieviel Vorlaufzeit benötigen diese
    • Speziell im CORONA Zeitalter kann diese Frage zu einer mehr oder weniger zeitaufwändigen Antwort führen.
    • Stehen noch Hausarzt, Zahnarzt oder andere Arztbesuche an ?
    • In Kombi mit den Impfungen evtl einfach zu erledigen ?
  • Ist jemand aus Deinem Bekanntenkreis über Deine Abwesenheit informiert ?
  • Hast Du einen Notfall-Kontakt für den Fall der Fälle ?
    • Wenn JA, darf dieser Kontakt auch über wichtige Sachverhalte entscheiden ?
      Beispielfragen. Deren Relevanz Du selbst beurteilen solltest ...
      ... kann der Kontakt einen Rücktransport veranlassen ?
      ... mit Deiner Versicherung (welcher auch immer) in Kontakt treten ?
      ... mit Deiner Bank in Kontakt treten, wenn beispielsweise Dein Geldbeutel weg wäre ?
      ... Deine Karten sperren, wenn diese kompromittiert oder gestohlen würden ?
  • Hast Du Deinen Eintrag für die Crewliste vervollständigt und abgeschlossen ?
  • Falls Du regelmässig Medikamente benötigst, reicht Dein Vorrat für die Reise aus ?
    • Wenn NEIN, in ausreichendem Abstand bevorraten.
    • Achte auch auf Haltbarkeiten der Medikamente ?
    • Hast Du für mögliche Notfallmedikamente (Alergien,..)  eine "Skippertasche" mit Anweisung für die Verabreichung vorbereitet ?
      Ein möglicher Umgang mit Notfallmedikamenten ist in der Mitseglerinfo beschrieben
  • ... etc, etc ...
Donnerstag, 19 Dezember 2019 09:18

Apfel-Kohlrabi-Gemüse

BELUGA's Bordrezepte

 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: ca. 12 Std.

  • Den Apfel waschen und mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln ausstechen.
  • Den Kohlrabi schälen und ebenfalls kleine Kügelchen ausstechen.
  • Nun die Butter in einer Pfanne zerlassen und den Kohlrabi hinzugeben. Für 5 Minuten leicht andünsten.
  • Dann den Apfel sowie den Saft hinzugeben und für weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
 

Temperaturen und Zeiten

  • Ca. 10 Minuten auf dem Herd

Als "Beilage" hierzu zu empfehlen:

 

Zutaten

Zutaten Apfel-Kohlrabi-Gemüse:

  • 2 saure Äpfel
  • 1 Kohlrabiknollen
  • 50 ml Apfelsaft
  • einen Spritzer Zitrone
  • 2 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer

 


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Vorlage-Rezept https://foodistas.de/sous-vide-gegarter-tafelspitz-mit-kohlrabi-apfel-gemuese/

 

 

Donnerstag, 19 Dezember 2019 09:13

grüne Meerrettich-Sauce

BELUGA's Bordrezepte

 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: --

  1. Die Schalotte häuten und fein würfeln, zusammen mit der Butter in einer Pfanne glasig andünsten.
  2. Die Milch sowie die Sahne hinzugeben und aufkochen lassen.
  3. Gemüsebrühe hinzugeben.
  4. Die Kräuter waschen, abtrocknen und fein hacken.
  5. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab fein pürieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen und warm halten.
 

Temperaturen und Zeiten

  • Ca. 20 Minuten auf dem Herd 

Als "Beilage" hierzu zu empfehlen:

 

Zutaten

Zutaten grüne Meerrettich-Sauce: 

  • 1 Schalotte
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 EL frischer Meerrettich

 

Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Rezept-Vorlage https://foodistas.de/sous-vide-gegarter-tafelspitz-mit-kohlrabi-apfel-gemuese/

 

 

Donnerstag, 19 Dezember 2019 08:40

Kalbstafelspitz (Sous Vide)

BELUGA's Bordrezepte

 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 14 Std. Ruhezeit: keine

Zubereitung Tafelspitz:

  1. Für den Tafelspitz das Fleisch parieren (nur die ganz groben Fettpartien mit einem scharfen Messer wegschneiden).
  2. Das Gemüse waschen, schälen und in feine Würfel schneiden.
  3. Dann zusammen mit dem Butterschmalz in einer Pfanne mit mittlerer Temperatur glasig dünsten.
  4. Den Weißwein in drei Schritten nach und nach zu dem Gemüse geben. Wenn er vollständig ist, das Gemüse abkühlen lassen.
  5. Anschließend das Fleisch zusammen mit dem Gemüse in einen Folienbeutel geben und vakuumieren.
  6. Den Beutel in ein Sous vide Bad geben und für 12 Stunden bei 56 Grad garen. (bei ca. 5cm Fleischstärke)

Übergaren kann man das Fleisch nicht, da es ja durch den Sous Vide Garer konstant die gleiche Temperatur hält. Gerne auch eine oder zwei Stunden länger garen lassen.

spätestens 40 Minuten vor Ende der Sous Vide Garzeit ..
  • mit der Zubereitung der Beilagen und Sossen beginnen
  • Teller vorwärmen
  • den Rest des o.g. Weissweins trinken
 
Temperaturen und Zeiten
  • Ca. 14 Stunden bei 56 °C (Sous Vide Garer) im Wasserbad. 

Als Beilage hierzu zu empfehlen:

 

Zutaten

Zutaten Tafelspitz:

  • 1,8 kg Kalbstafelspitz
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Suppengrün (eine Stange Lauch, 3 Karotten, ein Stück Sellerie)
  • 500 ml Weißwein (nicht zu säuerlich)


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Vorlage-Rezept https://foodistas.de/sous-vide-gegarter-tafelspitz-mit-kohlrabi-apfel-gemuese/

 

 

Dienstag, 17 Dezember 2019 13:34

CIRCAMERICA - eine etwas andere Inselumrundung

Die Tour in Kürze

Unsere BELUGA wurde aufgrund ihrer "bauchigen" Rumpfform und ihrer weissen bis cremeweissen Farbe nach einer Art der Gründelwale, dem Beluga benannt. Diese gelten als sehr freundlich und sozial. So sehen wir auch die BELUGA und ihre Crew im Verhalten: Nachhaltig umweltbewusst, freundlich und sozial. Die BELUGA selbst ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt, an Bord herrscht ein freundlicher Umgangston. Sehr viel Wert legen die Eigner und Betreiber auf kooperativen, teamorientierten und sozialen Umgang an Bord.

Die Route führt die BELUGA in 2021 aus der Elbe auf die Azoren. In 2022 geht der Weg über Madeira und die Kanaren zu den Kapverden und frühestens 2023 nach Brasilien. Soweit ein echter Klassiker. In Brasilien segeln wir 2023 entlang der Küste nach Süden. Durch die Magellan Strasse frühestens bis Anfang 2024 Ushuia, Port Williams und einigen Ankerplätzen der Gegend. In "Kurztörns" werden wir Rund Kap Hoorn segeln. Der Beagle Kanal und seine Gletscher warten ebenfalls bereits auf unsere Ankunft. In Patagonien machen wir uns pünktlich zum Beginn der Herbstzeit auf in Richtung Norden.

Durch den Pazifik zu den Oster- und Weihnachtsinseln gehts bis Hawaii. Nach Erkundung von Hawaii und seinen historischen Plätzen segeln wir nach San Francisco.  San Francisco ist der Start auf dem Weg in Richtung Nordwestpassage. Wir hangeln uns der US und kanadischen Küste entlang bis Anchorage. Dort werden wir den Beluga-See und Beluga-River besuchen (zu befürchten ohne die BELUGA).

Nome ist der Ausgangspunkt für einen "Early Bird" 2026 oder 2027 durch die Nordwest-Passage. Die Nordwestpassage von West nach Ost durchquert die Arktis und führt uns zurück in den Atlantik nach Grönland.

Der letzte Teil führt uns von Grönland über Jan Mayen nach Island  um nach einem Zwischenstop auf den Shettlands zurück zum Ausgangspunkt in der Elbe zu segeln.

Am Ende der Reise werden weit über 60.000 nautische Meilen und c.a. 7 Jahre in unserem Kielwasser liegen. Wir werden um zahlreiche Erinnerungen und Freundschaften, unzählige Bilder und Videos reicher. Aber auch auf die sichtbaren Zeichen der Umweltveränderung wollen wir auf dieser Route aufmerksam machen. Wir wollen vielen Menschen die Chance geben sich ein eigenes Bild zu machen und ihr Handeln danach auszurichten.

siehe auch

Freitag, 13 Dezember 2019 13:04

Facts about Greenland Ice (2019)

Greenland ice losses rising faster than expected

Greenland is losing ice seven times faster than in the 1990s and is tracking the Intergovernmental Panel on Climate Change’s high-end climate warming scenario, according to new research published in the journal Nature by an international team of polar scientists co-led by Professor Andrew Shepherd Leeds’ School of Earth and Environment.

 

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Freitag, 06 Dezember 2019 19:13

Bier

Bier selber brauen – das braucht ihr

  Malz und Hopfen
  Bierspindel, mit der man die Stammwürze des Bieres misst
  Bierhefe
  Jod
  2 große Eimer
  Kochthermometer
  ein altes Betttuch
  20 Liter Einmach- oder Glühweintopf
  40 Bierflaschen (0,5 L Fassungsvermögen) mit Bügelverschluss

Bier selber brauen: in 12 Schritten zum eigenen Bier

Habt ihr alle Hilfsmittel zusammen? Dann kann es losgehen! Ein selbst gebrautes Bier ist innerhalb weniger Stunden gemacht, bis das Bier fertig ist, braucht es aber nochmal etwas Geduld: ca. drei Wochen müsst ihr dann nochmal warten, damit euer Bier gären kann.

1. Schroten

Für 100 Liter Bier braucht ihr ca. 20 kg Malz (gekeimtes und getrocknetes Getreide). Für einen Einmachkochtopf mit 20 Liter Fassungsvermögen braucht man demnach 4 kg geschrotetes Malz. Dafür wird das Getreide grob zerkleinert, nicht gemahlen! Das Braumalz könnt ihr so kaufen.

2. Einmaischen

Nun geht es ans Maischen: Dazu werden Malz und Wasser miteinander gemischt und auf die richtige Temperatur gebracht. Durch das Maischen wandelt sich die im Malz enthaltene Stärke in Zucker um und das enthaltene Eiweiß flockt aus und bildet längere Eiweißketten. Damit beides passiert, sind drei Schritte notwendig:

Einmaischen

Die 20 Liter Wasser auf 65° Celsius aufheizen. Das Malz unter ständigem Rühren hinzugeben und weiterrühren.

Eiweißrast

Die Temperatur dabei konstant auf 63° Celsius halten.

So entstehen aus den Eiweißmolekülen Eiweißketten. Sie sorgen später für eine stabile Schaumkrone und Kohlensäure und klären das Gemisch.

Maltoserast

Nach 15 Minuten auf 71° Celsius aufheizen und weitere 15 Minuten weiterrühren. Je heller das Malz und je länger die Maltoserast, desto herber und stärker schmeckt das Bier später. Je kürzer, desto süßer und vollmundiger wird euer Bier.

In diesem Arbeitsschritt wird der langkettige Zucker in kurzkettigen umgewandelt. Das ist wichtig, damit die Hefe den Zucker (Maltose, Dextrine und Glukose) in Alkohol umwandeln (gären) kann.

Tipp: Wichtig ist, dass man die Wasser-Malz-Mischung noch rühren kann, ohne dass sie am Topfboden anbrennt.

3. Jodtest

Mit dem Jodtest überprüft ihr, ob die Enzyme richtig gearbeitet haben und noch Stärke vorhanden ist. Dafür einige Tropfen der Wasser-Malz-Mischung auf einen Unterteller geben und mit ein paar Jodtropfen mischen:

Verfärbt sich die Probe blau/rot: Die Enzyme brauchen noch etwas. Die Maltoserast noch etwas verlängern.
Bleibt die Probe braun/gelb: alles bestens

Nun alles noch einmal auf max. 77° Celsius aufheizen und dabei weiterrühren zur Endverzuckerung – auch andere Enzyme und Mikroorganismen werden so zerstört. Ganz wichtig: Nicht über 78° Celsius erhitzen!

4. Läutern

Beim Läutern trennt man das ausgekochte Malz von der Maische (der Flüssigkeit). Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten und Hilfsmittel. Am einfachsten ist es, wenn ihr das gekochte Gemisch über ein Tuch oder ein Sieb (z. B. Entsafter passend zum Einmachtopf) gießt, um die festen Stoffe von den flüssigen zu trennen. Das Ergebnis nennt man "Würze".

Alternativen wären ein Maischesack oder ein Gefäß mit Läuterboden.

5. „Überschwänzen“

Wasser mit max. 77° Celsius über den Treber, also die bereits gefilterten festen Malzreststoffe, schütten, um diese noch einmal auszuwaschen (ca. 2 - 3 Liter).

6. Stammwürze messen

Mit einer Bierspindel (für ca. 15 € im Handel erhältlich) die Stammwürze messen. Der Wert gibt an, wie viel Gramm Zucker und andere Bestandteile in einem Kilogramm Flüssigkeit gelöst sind. Die Stammwürze entspricht also NICHT dem Alkoholgehalt, sondern bezeichnet den Anteil der gelösten unvergorenen Würze, also des Malzes.

  • Pils: ca. 11%
  • Export: ca. 12%
  • Bock: mind. 16%

Ist der Wert zu hoch, müssen die zurück gebliebenen Extraktstoffe erneut mit heißem Wasser (nicht über 77° Celsius!) ausgewaschen werden.

Ist die Stammwürze zu niedrig, könnt ihr beim nächsten Schritt (Würze kochen) mehr Wasser verdampfen lassen.

7. Die Würze kochen und Hopfung

Nun die Würze ca. 60 Minuten kochen. (Bei 100° Celsius - ja das wird im Kurs oft gefragt)

Während des Kochens wird der Hopfen (das „Gelb“) zugegeben. Hier habt ihr die Wahl: Entweder ihr gebt den Aromahopfen 30 Minuten vor Kochende hinzu oder ihr teilt den Hopfen in 2 Chargen auf, gebt einen Teil zu Kochbeginn hinzu und den zweiten Teil 10 Minuten vor Kochende

  • Pils: 10 g Gelb (Alpha) pro 100 Liter geben
  • Weizen: 5 g Gelb

Achtung: Die Hopfenmenge richtet sich nach der Biermenge. Beispiel für die Berechnung:

  • Wir brauen ein Pils, also brauchen wir 10 Gramm „Gelb“ für 100 Liter. Die Endmenge Bier entspricht 20 Litern. Für unser Pils brauchen wir also 2 Gramm „Gelb“.
  • In diesem Fall haben wir einen Hopfen mit einer „Gelb“-Menge (Alpha) von 6,7 %, in 100 g Hopfen befinden sich also 6,7 Gramm „Gelb“
    (100 Gramm / 6,7 Gramm x 2 Gramm = 29,86 Gramm)
  • Wir geben also insgesamt 29,86 Gramm Hopfen hinzu. Darin sind 2 Gramm „Gelb“ enthalten.

Der Hopfen gibt dem späteren Bier seinen Geschmack und macht das Bier durch seine Gerb- und Bitterstoffe haltbar. Es gibt verschiedene Hopfenarten – die einen lassen das Bier herb und bitter schmecken, andere machen das Bier süffig. Aber nicht nur die Hopfenart und der darin enthaltene Alphasäure-Gehalt sorgen für Geschmack und Haltbarkeit. Auch die Kochzeit ist entscheidend: Je länger ihr den Hopfen mitkocht, desto mehr Gerb- und Bitterstoffe gibt er ab. Bei einer kürzeren Kochzeit bleibt dafür das Hopfenaroma enthalten.

8. Spindeln

Eine kleine Menge des Suds entnehmen und auf ca. 20° Grad Celsius abkühlen. Dann mit der Spindel den Stammwürzegehalt bestimmen. Wenn die Stammwürze zu hoch ist, könnt ihr vor der Hefe noch Eiswürfel hinzugeben. Siehe Schritt "Abkühlen und Hefe hinzufügen".

Hinweis: Die Spindel MUSS steril sein. Entweder in Alkohol lagern oder abkochen.

9. Heißtrubentfernung

Nun müsst ihr den Hopfen und feine Trubstoffe aus der Würze entfernen. Dazu den Sud wieder über ein Tuch in ein neues Behältnis geben. Das „Grüne“ muss herausgefiltert werden. Der Sud sollte nun dunkel und klar aussehen. Achtung: Hier ist es besonders wichtig, steril zu arbeiten.

10. Abkühlen und Hefe hinzufügen

Den Sud in die Badewanne stellen und kaltes Wasser rundherum einfüllen.
Wenn die Temperatur des Sudes der Hefetemperatur entspricht, kann die Hefe hinzu gegeben werden:

  • Hefetemperatur bei Pils: 9 – 15° Celsius
  • Hefetemperatur bei Weizen/Kölsch/Alt: 18 – 24° Celsius

Tipp: Wenn die Stammwürze zu hoch ist, können vor der Hefe Eiswürfel dazu gegeben werden. Diese kühlen den Sud und senken die Stammwürze. Vorher aber bitte ausrechnen, wie viele Eiswürfel hinzu gegeben werden müssen, um die angestrebte Stammwürze zu erhalten.

  • Achtung: Eiswürfel müssen steril sein, also kochendes Wasser einfrieren. Damit sind auch die Eiswürfelbehälter steril.
  • Berechung: Menge Eis = (Menge x gemessene Stammwürze / gewünschte Stammwürze) – Menge 1
    • In unserem Fall gehen wir von 16 Litern Sud mit einer Stammwürze von 15% aus.
    • Die angestrebte Stammwürze ist 12%:
      • Menge Eis = (16 Liter x 15% / 12%) – 16 Liter = 4 Liter
    • Demnach müssen wir 4 Liter Eis hinzugeben und erhalten eine Endmenge von 20 Litern.

Nicht nur Hopfen und Malz sind für den späteren Geschmack entscheidend, auch die Wahl der Hefe hat einen Einfluss darauf: Ob ihr Flüssighefe oder Trockenhefe verwendet, bleibt euch überlassen. Es funktioniert mit beiden gut. Manche Hobbybrauer berichten allerdings, dass Bier mit Flüssighefe aromatischer schmecke als Bier, das mit Trockenhefe gebraut wurde. Trockenhefe kann aber besser gelagert werden. Für 100 Liter Bier benötigen wir 0,5 Liter bis 1 Liter dickbreiige Hefe.

In unserem Fall reichen 40 g Bierhefe (Trockenhefe, untergärig für Pils) oder 0,5 - 1 L Flüssighefe. Diese nun dem Sud zugeben. In den ersten 60 Minuten solltet ihr den Sud regelmäßig umrühren, um die Hefe zu belüften. Danach sollte der Sud abgedeckt ruhen, damit die Hefe arbeiten kann.

11. Hauptgärung

Jetzt ist Geduld gefragt: Das Bier bei obigen Hefetemperaturen (für unser Pils 9-15° Celsius) gären lassen bis die Spindel 4% Würze anzeigt. Nun könnt ihr das Jungbier in Flaschen abfüllen – hier folgt die Nachgärung.

Wichtig: Wer das Bier zu früh in die Flaschen abfüllt, riskiert, dass sie platzen.

12. Abfüllen

Bierflaschen – am besten wiederverschließbare mit einem Bügelverschluss – gründlich reinigen und im Backofen sterilisieren. Die Flaschen befüllen, verschließen und bei Zimmertemperatur ca. zwei Wochen stehen lassen. Es empfiehlt sich, die Flaschen ab und zu mal zu öffnen, damit etwas Kohlendioxid, das während der Nachgärung entsteht, entweichen kann. Anschließend noch eine Woche im Kühlschrank lagern.

Achtung: Flaschen nie ganz voll machen, sonst können sie platzen!

13. Trinken

Jetzt ist es endlich soweit und ihr könnt euer selbst gebrautes Bier genießen. Prost!


Quellennachweis:

Inhalt Quelle
Rezepttext https://www.chefkoch.de/magazin/artikel/1467,0/Chefkoch/Bier-brauen-So-machen-Sie-sich-Ihr-eigenes-Pils.html

 

Mittwoch, 20 November 2019 15:23

zu früh zum sterben ....

zu früh zum sterben ...

... lass uns lieber segeln gehen !

Sabine und Ralph machen sich mit Anfang der Rentenzeit auf eine besondere Reise. Mit einem weindenden und einem lachenden Auge kehren die beiden leidenschaftlichen Oberschwaben ihrer Heimat in Meckenbeuren den Rücken und machen sich auf eine mehrjährige Reise über die Weltmeere.

Das Video zeigt Dir die wichtigsten Informationen zur Tour. Auch gibt Dir dieses Video einige Eindrücke von der BELUGA.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten haben sich die beiden Bodensee Segler auf ihr Vorhaben vorbereitet. "Die BELUGA Story" fasst die Geschichte der BELUGA zusammen. Schwäbische Liebe zum Detail und ausgetüftelte Technik machen die BELUGA zur "schwäbischen Heimat" der beiden Oberschwaben.

 

Meckenbeuren, 2019, Video von Ralph | Sabine, Quelle: ARSNavigar.org

 

Freitag, 15 November 2019 13:42

Eine unbequeme Wahrheit

Eine unbequeme Wahrheit

Mit seinem 2006 produzierten Film „Eine unbequeme Wahrheit“ wurde der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore weltweit zu einem der bekanntesten Warner vor dem Klimawandel. Der Film geht auf einen Vortrag Gores zurück, der die aktuellen Erkenntnisse der Klimaforschung zusammenfasste – darin eingebaut waren cineastische Sequenzen, mit denen der Klimawandel und seine Folgen anschaulich gemacht werden sollten. Es ging unter anderem um die Himalaja-Gletscher, den Eisverlust auf Grönland oder die Heftigkeit von Wirbelstürmen und anderen Wetterphänomenen.

aus http://www.klimafakten.de

 

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Freitag, 15 November 2019 13:30

Die grüne Lüge

The Green Lie / Die grüne Lüge

Eine Darstellung wie wir ein gutes Gewissen gegen Geld tauschen können - zumindest wenn es nach der Industrie geht.

Kathrin Hartmann und Werner Boote versuchen dieses Thema aufuzarbeiten. In meinen Augen sehr gut gelungen !

Filmkritik aus "https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-gruene-luege"

 

Filme wie dieser geraten leicht unter den Verdacht, ein preaching to the converted zu betreiben. Wer, der nicht schon skeptisch gegenüber den »Greenwash«-Kampagnen der Konzerne ist, sieht sich einen Film mit dem Titel »Die grüne Lüge« an, in dem eben dies anhand einer Reise durch die Welt von Produktion und Konsum »natürlicher« und »nachhaltiger« Dinge wie Palmöl oder Elektroautos belegt wird? Man kann dieser Falle entgehen, indem man neue Fakten recherchiert, sinnliche Eindrücke und persönliche Autorität zusammenbringt, vielleicht ein wenig formalen Thrill erzeugt und schließlich das Recherchierte in einen größeren Zusammenhang bringt. Von alledem tut Werner Boote in diesem Film etwas, der direkt an die Vorgänger »Plastic Planet« (über den Kunststoffmüll) und »Population Boom« (über Überbevölkerung und Verteilungsungerechtigkeit) anknüpft.

 

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Mittwoch, 13 November 2019 20:57

Oban => Belfast

Routen-Eigenschaften

Name   BELUGARTE_020_ANUK02_A.gpx      Beste Zeit Mai - September
Kategorie   K1
(mehr hierzu ...    Vermeide Zeit  
(DOG) - Distanz   120 nm      Seehandbücher   
(ETE) - Fahrtdauer   2 Tge      Karten  

Beschreibung

 


Kartendarstellung

In der nebenstehenden Kartendarstellung kannst Du in blau die Route erkennen. 

Da wir unsere BELUGA nicht "ferngesteuert" fahren wollen stellt dies nur die ungefähre Strecke dar. Mit nautischer Sorgfalt werden wir dieser Route unter Berücksichtigung der speziellen Bedingungen folgen. Diese Route soll Dir als Anhaltspunkt dienen, wo ungefähr wir fahren und auf welche Bedingungen wir uns einstellen müssen.

Die nebenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und können aufgrund spezieller Bedingungen zum Befahrenszeitpunkt verändert werden.

Diese Route wurde erstellt mit OpenCPN, einer freien und sehr leistungsfähigen Software von Seglern für Segler zur Vorbereitung udn Durchführung von Segeltörns.

Bitte beachte in jedem Fall die seemännischen Sorgfaltspflichten.

 

 


Wegpunkte in Kürze

Abfahrtswegpunkt /-hafen Zwischenwegpunkt Landfall Zielhafen Entfernung (ca)
Oban     Belfast 120 nm
         

 


Verknüpfungen

 

Montag, 11 November 2019 11:43

Wolkenbrot ohne Mehl

BELUGA's Bordrezepte

 Wolkenbrot

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: keine

 

Den Ofen auf 150 Grad vorheizen.
Das Eiweiß vom Eigelb trennen und das Eigelb mit dem Frischkäse (drei Esslöffel, auf Raumtemperatur) verrühren und dann das Backpulver hinzufügen.

Das Eiweiß steif schlagen. Nun beides vorsichtig mit einem Kochlöffel zusammenrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Anschließend den Honig hinzugeben.

Die Teigmasse in runden Fladen auf einem Backblech verteilen. Die angegebene Menge reicht für sechs Wolken-Brote.

Nach 15 Minuten im Backofen ist der Snack bereit zum Verzehr.

Besonders gut schmeckt er mit Rosmarin bestreut oder für diejenigen, die es scharf mögen, mit Chilipulver. Zimt passt auch sehr gut. Kann auch drunter gerührt werden.

Zutaten

3 Ei(er)
3 EL Frischkäse
¼ TL Backpulver
1 EL Honig
1 Prise(n) Rosmarin oder Chilipulver
 
   
   
   
   
   
   
   
   

 

 

BELUGA's Bordrezepte

 Naan Brot

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 3 Min./Fladen Ruhezeit: keine

  • Hefe und Zucker in die lauwarme Milch rühren. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde formen und die Hefemilch hineingießen. Mit etwas Mehl vom Rand vermischen und an einem warmen Ort 10 Minuten stehen lassen.
  • Joghurt, Salz und Backpulver mit in die Schüssel geben und den Teig gut 5 Minuten mit den Knethaken kneten. Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig ca. 1h an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Den Teig in ca. 6 gleich große Stücke teilen und Kugeln formen. Jede Kugel entweder mit den Händen (ähnlich wie eine Pizza) zu einem kleinen Fladen ziehen, der am Rand etwas dicker ist; oder klassisch auf etwas Mehl auswellen.
  • Eine beschichtete Pfanne sehr heiß werden lassen und das erste Naan hineingeben. Nach kurzer Zeit wenden, sobald es Blasen wirft, und von der anderen Seite backen. Vorsicht, die Brote werden schnell zu dunkel! Mit den restlichen Broten ebenso verfahren. Zum Servieren etwas flüssige Butter oder Ghee darübergeben.

 
Temperaturen und Zeiten
  • Eine beschichtete Pfanne sehr heiß werden lassen und das erste Naan hineingeben. Wenn verbrannt riecht, dann ein wenig zurück drehen.

 

Zutaten

1 TL Trockenhefe
 1/2 TL Zucker
 100 ml Milch
 250 gr Mehl
 100 gr Naturjoghurt
 1/2 TL Salz
 1/2 TL Backpulver
   Butter oder Ghee (zum Servieren)

 

 

Donnerstag, 26 September 2019 20:37

Himmelsgucker

BELUGA's Bordrezepte

 

Die Himmelsgucker oder Sterngucker sind eine Fischfamilie aus der Gruppe der Barschverwandten, die in Meeren mit tropischem und gemäßigtem Klima am Meeresboden in bis zu 500 m Tiefe vorkommt. Der Himmelsgucker, im englischen `Stargazer` genannt, findet man häufig in sandigen Stellen neben Korallenriffen wo er sich im Sand einbuddelt und auf seine Beute wartet. Es bedarf ein geübtes Auge um diesen Fisch zu spotten, da nur das Maul und die Augen aus dem Sand schauen.

Himmelsgucker sind begehrte feinfleischige Speisefische.

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: ca. 12 Std.

 

Am Vorabend ....

Am nächsten Morgen ..
 
Temperaturen und Zeiten
  • Ca. 20 Minuten bei 180 °C (Umluft, vorgeheizt) backen. 

 

Zutaten

500 gr  
10 g  
   
   
   
   
   
   
   

 

 

Donnerstag, 26 September 2019 19:19

Spinatwraps

BELUGA's Bordrezepte