Ralph Baumann

Ralph Baumann

Dienstag, 28 September 2021 10:25

Die undendliche Geschichte (Part x-1)

Dienstag

Es wird Herbst in Frankreich. Seit gestern nachmittag läuft die Standheizung. Nachts springt die Heizung ein- oder auch zweimal an. Unter Tags eher nicht. Zwischenzeitlich scheint die Heizung - dank meiner Steuerung - auch zuverlässig zu schalten und zu laufen. Keine zigfachen AN/AUS Tiraden, welche die Heizung in der Vergangenheit stark verrussen liessen. Gestern stand der Wind mit 30kn und mehr genau auf den Auspuff. Das hatte ab und an die Folge, dass es nach Abgas roch. Vorallem im Cockpit, manchmal auch im Pilothouse. Je nachdem wo und wie stark die Böen einfallen. Ab und an war Lüften angesagt. Ging soweit jedoch ganz brauchbar. Auch wird das Trinkwasser deutlich wärmer, was Ralph zu einer sehr ausgiebigen heissen Dusche nutzen durfte.

Wegen meiner senilen Bettflucht hatte ich heute morgen Zeit gefunden mir was für diesen Fall der Geruchsbelästigung zu überlegen. Doch bevor ich eine aufwändige Konstruktion betreibe war erstmal ein Versuch angesagt. Also: Schätzeisen raus und Durchmesser des Auspuffs feststellen. Bei 55mm Aussendurchmesser war die Frage: "Wo finden wir an Bord gute DIY Teilchen für einen Prototypen ?" Antwort: "In der Kühlbox !"COLAMIN am Auspuff der BELUGA Standheizung
Eine unserer 0,33ml Coladosen passt (fast) genau drauf. Das bedeutet Opfer bringen: Kurzerhand eine solche Dose (Opfer=ohne Rumzusatz) leergemacht, zugesägt und geformt. So entstand unser neuer COLAMIN (Zusammensetzung aus "COLA" und "KAMIN"). Noch bevor Sabine das Frühstück servierte war der COLAMIN fertig. Also Heizung einschalten und ausprobieren. Der COLAMIN scheint bislang gut zu arbeiten. Durch entsprechende Drehung kann der COLAMIN auf die jeweilige Windrichtung eingestellt werden. Kein Geruch mehr im Cockpit und/oder Pilothouse, Löppt ! und, wie die Norddeutschen sagen, "Nicht fummeln wenns löppt !". So geht der COLAMIN auf die "Erprobungsstrecke". Bewährt sich die Konstruktion, dann werden wir uns jemanden suchen, der das Ganze aus massivem Edelstahl herstellt. Ein wenig formverändert und wahrscheinlich ohne Coca-Cola Aufdruck :-) "Bluewater means repairing your boat in exotic places" gilt anscheinend für schwäbische Tüftler umso mehr - auch wenn der "place" Dünkirchen nicht zwingend "exotic" sein mag. So bringen wir die BELUGA jeden Tag ein wenig näher zu unserer Perfektion.

Die MiniTransat ist in der Biskaya gestartet. Die WebSite beschreibt das Thema Wetter der Biskaya wie folgt:

Entstehung eines Sturmtiefs / Hurrikanes mit 89kn WindNach der Startverschiebung um einen Tag wegen einer durchziehenden Front wurde am Montag noch einmal um eineinhalb Stunden verschoben. „Die Teilnehmer werden bei Nordwest mit 18 bis 25 Knoten in See stechen. Der Wind lässt im Laufe des Nachmittags allmählich nach und stabilisiert sich am Abend auf etwa 15 Knoten“, erklärt Christian Dumard, der Meteorologe der Regatta. Anspruchsvoll wird es dann schnell: „Die Passage der Biskaya wird voraussichtlich nicht so einfach sein“, so Dumard.

Eine erste Front soll in der Nacht von Dienstag bis Mittwoch über das Feld hinwegziehen – 35 Knoten Wind und chaotische See erwarten die Mini-Segler dann. Anschließend gilt es, so Dumard, einen Winddreher nach Nordwesten zu nutzen, um einen südlicheren Kurs entlang der spanischen Küste zwischen Kap Ortegal und Kap Finisterre einzuschlagen.

Gut, dass wir als geduldige Skipper die Zeit haben auf unser Wetterfenster warten zu können. Wie ihr nebenstehendem Bild entnehmen könnt, ist vom N-Atlantik wieder ein Sturmtief unterwegs. Mit bis zu 89kn Windgeschwindigekit und Bergen von Wellen. Das lassen wir noch durch und dann gehts los :-)) hoffentlich !

Montag, 27 September 2021 15:18

Die undendliche Geschichte (Part x-2)

Sonntag

Kaum ist nach wochenlangem Warten auf den YANMAR Angelshop unser Getriebe drin, schon besuchen uns die Ex-Hurrikanes nach und nach. Heute haben wir die ersten Vorboten: Strahlend blauen Himmel und wunderschönes Wetter mit feuchtwarmer Luft. Moderate Winde aus der selben Richtung in welche wir fahren wollen. Losfahren ist also nicht sinnvoll. Ab Montag sollen die ersten Sturmtiefs im englischen Kanal eintreffen. Warten wirs also ab ! So haben wir heute Zeit genug uns um die Restlichen der tausend Kleinigkeiten auch noch zu kümmern. Watermaker spülen, Rückschlagventile einbauen, Scharniere nachziehen .... und last but not least auch noch ausreichend Zeit für ein Bierchen zwischendurch. Grosse Freude auf die zweite Nacht bei der ich endlich wieder durchschlafen kann ... und das mache ich auch ! Allerdings scheint der Wahlsonntag auch bis tief in die Nacht spannend genug erst spät damit zu beginnen.

Heute konnten wir auch den Druckschalter unserer DOMETIC Druckwasserpumpe reparieren. Der integrierte Druckschalter wollte die Pumpe nicht mehr einschalten. Mit wackeln gings manchmal, manchmal aber auch nicht. Jedoch wollte weder Sabine noch ich so duschen: eingeseift an der Pumpe wackeln :-)) Soweit musste es dann doch nicht kommen.
Wir haben für jeden der beiden Trinkwassertanks eine separate Pumpe. Also Pumpe umschalten und die defekt Pumpe ausbauen. Diesen Teil der Übung hatten wir bereits am Mittwoch erledigt. Der Grund des Ausfalls: Der Druckschalter soll im drucklosen Zustand den elektrischen Kontakt zwischen 12V Versorgung und dem Pumpenmotor einschalten (NC) und bei Erreichen des Zieldrucks wieder abschalten. Einschalten wollte unser Schalter allerdings nicht mehr. Also das Gehäuse des Druckschalters von der Pumpe abschrauben und begutachten a) woran das liegen kann und b) was da noch zu reparieren ist. Also gut, Druckschalter als Ersatzteil aus dem Dometic-Programm suchen. Nachdem diese Pumpe aus 2019 ist, gibt es dieses "veraltete" Pumpenmodell natürlich nicht mehr und daher gibt es für derart "alte" Pumpen auch keine Erstzteile mehr. Aber für den Vorzugspreis von 95€ (statt 150€) könnte ich das neue Modell erwerben. Das alte Modell fliegt halt dann raus, weil kaputt und auch schon soooo alt :-(( Soweit solls aber nicht kommen ! Ich will hierbei über Themen wie Nachhaltigkeit bei DOMETIC nicht nachdenken. Scheint das Marketing bereits gemacht zuhaben, das sollte ausreichen um ein grünes Mäntelchen zeigen zu können.

Den Druckschalter zerlegt trifft mich schier der Schlag! Die Schaltfunktion wird von einem Microschalter aus der Möbelindustrie bewältigt. Von wassergeschützt ist dieses Teilchen Lichtjahre entfernt. IP00 steht sogar drauf. Das bedeutet gegen nichts und niemanden geschützt. Sollte selbst DOMETIC lesen können. Es scheinen jedoch die Druckschalter aller Hersteller so gebaut. Die Druckschalter meiner 30 Jahr alten Trinkwasserpumpe war noch vergossen und geht bis heute noch wie ne Eins, obwohl damals keiner mit Nachhaltigkeit und grünen Mäntelchen geworben hatte. Ein Schelm wer hinter grünen Mäntelchen Böses vermutet.

Da ich diese Microschalter aus dem Möbelbau kenne, sollte ein Lieferant zu finden sein. Bei den üblichen Verdächtigen finde ich als Hersteller unter anderem auch die Firma "ZF". Nach meiner ZF-Getriebe Erfahrung suche ich mir einen Hersteller der möglichst nicht ZF heißt. Am Ende ist noch ein Getriebe drin :-) Ich finde allerdings bei Amazon denselben Schalter, den DOMETIC verbaut für 8€ pro 5 Stück. Da es sich hierbei voraussichtlich um Chinaprodukte handelt bestelle ich erstmal 10 Stück für ca. 16€. Am Samstag nachmittag zugestellt, war heute der Tag der Wahrheit. Eingebaut und geht sofort ! Von deutschen und/oder europäischen Produkten habe ich seit ZF Getrieben nachvollziehbar erstmal genug. Ich habe diese Qualitätsware "Made in Germany" derzeit eher als umetikettierte Chinaware zum vielfachen Preis, oder wie meine WEBASTO Heizung als gut beworbene aber undurchdachte Lösung für den 15fachen Preis (2500€ statt 170€) bei einem Bruchteil der Funktionen kennen gelernt. Nun können wir anhand unserer neuen günstigen Microschalter austesten wie sich diese Chinakracher schlagen. Wenn wir im Schnitt von einer Haltbarkeit von 1-1,5 Jahre pro Schalter ausgehen, sollte uns dieser Vorrat einmal rund um Amerika ausreichen :-) Wir werden berichten.

Montag

Heute langer "Bundestagswahl-Schlaf" ... also bis 08:00. Nach dem Frühstück kommt der angekündigte Besuch vorbei: Das erste Sturmtief ! Morgens mit Regen und danach mit Wind. Altes Sprichwort sagt: "Kommt erst der Regen, dann der Wind, reff die Segel ein geschwind". So kams dann auch: Wir liegen heute bei über 30kn Wind auf den Mors - zum Glück im Hafen. In Böen auch gerne mal bis knapp 40kn. Diesmal ohne spektakuläre Welle. Losfahren am vergangenen WoEnde wäre also kein guter Rat gewesen. Hatten wir auch nicht vor. Wir sind ja schliesslich geduldig ... geworden. Danke auf diesem Weg an unseren Lieblings-Angelshop :-((

Die Biskaya zeigt sich mit über 6mtr Welle als ein Seegebiet in dem man derzeit nicht unbedingt sein möchte. Leider müssen wir dort aber noch durch. Also weiterhin geduldiges Warten, nur diesmal auf das Wetter. Hätte die letzten 6 Wochen so schön sein können, aber hätte hätte Fahrradkette. Danke auf diesem Weg nochmals an unseren Lieblings-Angelshop :-(( Wir bauen auf die gute Wetterberatung der WetterWelt und das Glück der Fleissigen :-))
WetterWelt haben wir als frühesten Abfahrtstermin den 1. Oktober genannt. Dort sollten unsere Besucher dann alle vorerst mal durch sein ... bevor die Neuen kommen. Geduld muss man echt lernen wenn man aus einem beruflichen Umfeld kommt wie ich, in welchem Fehler und Verzögerungen nicht toleriert wurden. Wie ich von Bert, einem Segler der TransOcean, gelernt habe: "Ein geduldiger Skipper hat immer guten Wind". Also üben wir uns weiter in Geduld und warten auf gutes Wetter :-)) 

Gegen 14:00 sind die Wolken allesamt weggeblasen und Sonne scheint. Echt schön hier in Dünkirchen ... wir denken schon wieder über Christbäume in Dünkirchen nach und machen eine erste Einladungsliste fürs Fest. Unser Lieblings-Angelshop steht als Begünstigter ganz oben auf dieser Liste ! In der Sitzordnung zum Festmahl neben Lepra-, Pocken- und Pestkranken. Da wir nicht nachtragend sind, sollen doch alle was vom Fest der Freude haben :-)) Danke auf diesem Weg an unseren Lieblings-Angelshop :-((

Fortsetzung folgt ...

 

Freitag, 24 September 2021 11:46

... nicht schon wieder ein Licht ...

Freitag

Bei einem unserer zwischenzeitlich täglichen Besuche bei DB Moteurs erfuhren wir, dass im allerbesten Falle bereits heute nachmittag ein Monteur vorbeikommen könnte. Wenns ihm dann noch reicht. Ansonsten sicher am Samstag vormittag ab 09:00. Vor Wochen hätten wir über eine solche Nachricht gejubelt und uns sehr gefreut. Nachdem jedoch mehrere solcher oder ähnlicher Nachrichten ohne Bescheid bzw. Zu- oder Abzusagen sämtlich erfolglos verstrichen sind, können wir uns hier mit dem Jubel "zurückhalten". Im Gegenteil: Wir witzeln, dass es wahrscheinlicher wird einen Weihnachtsbaum in Dünkirchen kaufen zu müssen als dass ein solches Versprechen eintritt. Der YANMAR Europe "Angelsportverein" hat sich bislang durch Unglaubwürdigkeit und Unfähigkeit ausgezeichnet. Ist DB Moteurs etwas verlässlicher ? Seit mehr als einer Woche kommuniziert YANMAR gar nicht mehr mit uns. Was ich als konsequentes Handeln beschreiben würde: Kunde ist sauer, ein Missgeschick nach dem nächsten, worauf Kunde noch sauerer geworden, zwischenzeitlich mit Anwalt droht. Spätestens jetzt kann ich meine Talente als YANMAR Kundenservice beweisen: Kopf in den Sand und warten ! Ist das der gewünschte YANMAR Kundenservice ?

Aber wollen wir mal nicht so negativ sein und warten gespannt ab. Handelt es sich bei diesem Versprechen doch schliesslich um DB Moteurs. Die waren bislang einigermassen zuverlässig. Für den unwahrscheinlichen Fall dass tatsächlich bereits am Freitag Nachmittag ein Monteur vor dem Schiff steht, wollen wir nicht durch Abwesenheit glänzen. So beschliessen wir heute auf der BELUGA zu bleiben.

Samstag

Ein Wunder tritt ein ! Kurz nach 09:00 taucht jener Monteur auf, welcher das Getriebe bereits entnommen und befundet hatte. Mitsamt einem Getriebe, Werkzeug und Zubehör ! Whoow ! Auf DB Moteurs scheint Verlass zu sein. So beginnt der Monteur den Einbau des Getriebes und gegen 12:00 brummt auch unser YANMAR wieder. Ich zwicke mich, ob das nun nochmals ein Traum sein sollte ? Kaum wartet man 6 Wochen schon gehts ! Der Monteur bemerkte beim Vorbereiten, dass ein Motorfundament gar nicht angezogen war. Das hat er bei der Gelegenheit auch noch gleich korrigiert. Beim Einbau des Getriebes war der kritische Punkt beim Anflanschen der Welle ans Getriebe. Muss doch die Welle wieder ins Schiff gezogen werden, was die Wellen-Dichtung streckt und somit öffnet = undicht macht. Ein grosser Schluck des Atlantiks kommt ins Schiff und die Welle war auf dem Getriebe. Nachdem die Pumpen wieder schwiegen starten wir die Maschine. Gänge gehen rein und raus. Vorwärts wie Rückwärts. Grosse Freude im Hause BELUGA ! Das Licht schien tatsächlich das Ende des Tunnels gewesen zu sein.

Leider können wir wegen der Wetterverhältnisse in den kommenden Tagen denoch nicht ablegen. Wind aus West. Teilweise sogar mit über 30kn angesagt. In der Biskay mit über 5 mtr Welle! Das wollen wir uns nicht antun. Wir hatten gestern bereits Wetterberatung bei Wetterwelt beauftragt. Die werden uns sicherlich ein gutes Startfenster vorschlagen. Allerdings erst nach dem 1.10. solange braucht der Ex-Hurrikan bis er hier vorbeigezogen ist und solange bleiben wir noch hier ... und suchen Christbäume :-)

Nach diesem sehr erfreulichen Tage haben wir uns einen Ausflug nach Dünkirchen gegönnt. Dabei durften wir einer französischen "Anti-Corona" Demo beiwohnen. Ganze 40 verlorene Personen (max) versuchen mit Megafon und viel Trara auf sich aufmerksam zu machen. Die 3 begleitenden Polizisten machten einen eher gelangweilten Eindruck. Nach ca. 30 Minuten war das Trara vorbei. Ich lästere: Gleich kommt ein Bus und bringt die Leute zurück ins Heim :-)) Ein Bus kam und lud die Leute ein. Wohin er fuhr weiss ich nicht.

Na endlich die BELUGA ist wieder fahrbereit. Leider ca. 5 Wochen zu spät, denn das Wetter wird unsere nächste Aufgabe .. es bleibt spannend.

Fortsetzung folgt ....

Donnerstag, 23 September 2021 11:24

Mitja

Mija, an Bord der Inbegriff für "Murks"

Wir haben in den alten Logbüchern der Erstbesitzer vieles an interessanten Informationen und Details gefunden. Was sich wie ein roter Faden durchzog war Mitja. Er schien sowas wie der Bootsmann der damaligen "MARION" zu sein. Jedes Jahr im Herbst war nachzulesen, was unser Vorbesitzer an Aufgaben für Mitja hatte. Diese wurden über Winter durch Mitja ausgeführt und im Frühjahr stolz vorgezeigt. Im Laufe der Saison ist nachzulesen dass alle diese Aufgaben nicht richtig oder manchmal gar nicht ausgeführt wurden. So hatten die Besitzer der Marion die Notwendigkeit diese Aufgaben unterwegs bei Fachleuten erledigen zu lassen, oder teilweise selbst zu erledigen. Was auch erfolgreich passierte. Im Herbst gabs dann neue Aufgaben für Mitja und ... siehe oben !

Highlights aus unserer Mitja Kiste:

  • Klospülung geht nur, wenn zuvor die Navigationsinstrumente eingeschaltet wurden.
    Wir hassen "Stromdiebe", kleine Clipse mit denen man Leitungen anzapfen kann.
  • Membranpumpe repariert. Leider wurde die Membran vergessen einzusetzen.
    Pumpe entleert sich somit ins Schiff.
  • etc..

Aus diesem Grund haben wir das Wort "Mitja" als Inbegriff für Murks verwendet. Wir möchten uns im Voraus bei allen Menschen die diesen Namen tragen entschuldigen. Bei der Bordverwenndung des Wortes "Mitja" ist nicht der Namensträger sondern die Art der Ausführung gemeint. Auch wir selbst haben uns mehrfach ertappt "Mitja" zu sein.

Dienstag, 21 September 2021 19:21

Another day in Paradise ...

Dienstag

Paradise: Blick nach W auf die Industriekulisse11:00 Besuch bei DB Moteur dem YANMAR Händler und ZF Center. Getriebe ist immer noch da ! Hurra ! Aber leider keine Monteure, welche dieses einbauen können. DB Moteurs will sich melden, wenn sie heute Abend mit ihren Monteuren gesprochen haben. Unser Fazit in der zwischenzeitlich 6ten Woche in Dünkirchen: Sollte jemand der Leser über intensive Selbstfindung nachdenken, können wir ihm YANMAR wärmstens empfhehlen. Man hat hierbei die seltene Chance, ohne jeglichen störenden Kontakt zur Aussenwelt in unbekanntem Gebiet zu sich selbst zu finden. In tagelanger Stille und völliger Selbständigkeit darf man das YANAMR Netzwerk inkliusive lustiger Angelshops kennenlernen. Ein Erlebnis, das man micht jeden Tag geboten bekommt !

Heute mittag war "Essen wie Gott in Frankreich" angesagt. Wir haben ein sehr ruhiges Kaffee in Dünkirchen gefunden, welches auf dem Weg zwischen BELUGA und Bäcker liegt. Hatte bislang leider immer zu. Heute nun mal offen ! Da gehen wir heute Paradise: Blick nach S auf die Fischreiflotte, die morgens ab 03:00 lautstark agiertmal rein. Mittagskarte mit "Filet Mignon". Lecker ! Dazu gibts Fritten und Salat. Hört sich gut an ... war auch gut. Ich vermute allerdings, dass das Filet statt "Mignon" eher "Min Jung" hätte heissen sollen. Das Filet schien mehrfach die weisse Fahne gehoben zu haben und dem Koch zugerufen "Min Jung, Gnade, ich gebe auf !". In den heutigen Zeiten soll ja "gut durch" en vogue sein, aber sooo gut ? Wenn Gott das in Frankreich so haben will ! Der Rest war echt lecker, kann aber gegen unsere Bordküche nicht anstinken. Zumindest waren Sabine und ich uns darüber einig.

Mittwoch

Heute morgen um 07:30 steht ein Monteur vor dem Schiff. Mit Getriebe unterm Arm. Montiert das Getriebe, findet die Ursachen der anderen Fehler auf Anhieb und kann diese direkt beseitigen. Ersatzteile hatte er bereits alle dabei. Um 12:00 ist die BELUGA wieder abfahrtbereit ! Gerade wollte ich JUHU rufen, da bin ich aufgewacht. Das Ganze war leider nur ein Traum. Wenngleich ein schöner !

Bedrohlich Lage in der Pantry !

ALARM: Abfall in der Essenqualität der Bordküche ! Heute wollen wir Gemüse "sous vide" machen und dazu Garnelen nach mediteraner Art. Alles beim Händler in sehr guter Qualität eingekauft. Danach - natürlich - noch ein Käffchen in der Stadt. Das machte die Rückkehr ein wenig später als geplant. Alles sous vide verpacken und rein in den Topf. 45min bei 60° sollten sowhl für den Blumen- als auch für den Rosenkohl reichen. 10Min vor Schluss knurrten unsere Mägen derart, dass wir beschlossen an dieser Stelle sei das auch schon ausreichend. Ein verhängnisvoller Trugschluss ! Der Blumenkohl war sehr knackig und gerade so essbar, der Rosenkohl war eher "nicht mehr ganz roh". Von gegart war der Rosenkohl noch Lichjahre entfernt. Der Smut (Ralph) befürchtet, dass Gott mit den Franzosen aufholen könnte ! Bedrohlich Lage auf höchstem Niveau :-))

Fortsetzung folgt ...

 

Montag, 20 September 2021 10:16

... und täglich grüsst ....

Montag

Heute habe ich mit Anwälten telefoniert. Einige gute Telefonate dabei, aber auch Anwälte welche im Internet recht vollmundig Werbung machen, sich aber dann - warum auch immer - nicht mehr melden. Meine Erkenntnis: YANMAR ist überall. Um 15:00 bei unserem Hoffnungsträger DB Moteurs. Tatsächlich das Getriebe ist im Hause DB Moteurs. Bezahlung der Tauschaktion ist dank der Mail der Yachtwerft geklärt - YANMAR hat sich hier noch immer nicht diesbezüglich bei DB Moteurs gemeldet ! Das scheint sich noch immer durchzuziehen wie ein roter Faden: Recht markige Sprüche, grosse Versprechungen und weder Kompetenz noch Durchsetzungvermögen. Angelshop eben !

Ich habe DB Moteur gebeten bei der Einplanung des heute Nachmittag angekommenen Getriebes meine Situation (seit Wochen keinen durchgehenden Schlaf) zu berücksichtigen und diese Woche noch einzubauen und fertig zu machen. Morgen soll ich verständigt werden, wann genau der Einbau passieren soll. Wäre am Samstag gegen Mitternacht ein gutes Wetterfenster um bis Cherbourgh zu kommen. Diese Wetterfenster werden sehr schnell weniger. Durch die Biskaya wirds immer gefährlicher aufgrund der Herbststürme, welche durchziehen. Das scheint YANMAR ziemlich am A... vorbei zu gehen. Gehts doch "nur" um Kunden, die bereits bezahlt haben. Mein innerer "Reichsparteitag" der letzten beiden Wochen: Auf Nachfrage warum ich hier so lange liege habe ich bereitwillig von Kompetenz und Dursetzungfähigkeit der YANMAR Service Organisation erzählt, von Angelshops und verlässlichen Versprechungen. Mindestens 4 Schiffe (über 15 mtr), wobei 2 davon Motorboote mit mehr als 2x350PS, haben beschlossen die Re-Motorisierung im folgenden Winter mit VOLVO oder anderen zu machen. Das Theater wollen sie sich nicht antun. Nutzt mir zwar nichts, aber Rache ist dennoch süss. Der Wassersportmarkt ist eben ein Tratschmarkt. Mal kurz in Summe knapp ne halbe Million (Aussage der Eigner) an die Konkurrenz verschenkt. Gratuliere YANMAR, verdient "gewonnen" ! Ich jedenfalls mach gerne weiter "Werbung" für Euch !

Wie bereits erwähnt: Vertrieb=Umsatz, Service=Image. Verhältnis Umsatz:Image = 1:4.

Fortsetzung folgt ...

Samstag, 18 September 2021 19:55

Relax to the max

Samstag

Heute war, mangels Getriebe und anderen Dingen eher nicht viel los. Seeeeehr gemütliches Frühstück oder aber Brunch bis 13:00.Ein wunderbarer Tag meine Raspberry Pi Probleme nochmals anzugehen. Nach vielem Nachlesen habe ich die Kabel im verdacht. So verwende ich ein einstellbares  Netzteil, welches mir eine deustche Seglerin (Saskia) vor wenigen Tagen empfohlen und weitergegeben hatte. Echtes Teamwork unter Seglern. Alles einstellbar, Spannung und Strom bis max. 6A. Das sollte dem Raspi hoffentlich reichen. Alles aufgebaut, eingestellt und los gehts ... und siehe da, mein Raspi hat nur noch seeeehr seltene Drops. Und nur unter Last. Die CPU Spannung welche der Raspi so anzeigt steigt von 0,821V auf 0,8500V. Scheint auszureichen und rennt sogar mit USB Laufwerken problemlos.

Danach gehen wir mit dem Fahrrad auf Tour nach Dünkirchen. Brot kaufen und dann ins Kaffee. Dort trafen wir seit Tagen einen sehr netten Franzosen, der hier "zu hause" scheint. Dieser war in der Nacht zwischen Freitag und heute am Steg vor uns gelegen. Er lebt ebenfalls auf seinem Schiff. Wir hatten einen sehr netten Plausch und ich Angelunterricht. Heute trafen wir ihn wieder im Stammkaffee. Ein sehr herzliches Willkommen. Macht uns langsam Angst. Werden wir doch noch Weihnachten in Dünkirchen verbringen ?

Wenns schon nichts zu tun gibt, dann essen wir halt gut. Heute gabs einen seeehr leckeren Salat mit einem Nest aus Pilzen. Das ist lecker !! Mein Hausarzt empfahl mir eindringlich eine sogenannte Mittelmeerdiät. Diese werde ich heute besonders ernst nehmen und mir einen trockenen Weisswein dazu aufmachen. Diäten finde ich gut. Von manchen mache ich auch mal gerne mehrere, da ich von einer alleine nicht satt werde  :-))

 

Sonntag

Wegen aktuellem Bordstress sehen wir uns kaum in der Lage diesem standzuhalten :-)) Wir haben in unserer aktuellen Situation die Zeit genommen darüber nachzudenken was wäre, wenn wir noch im Berufsleben stehen würden und wenige Wochen Urlaub hätten. Wir gehen aktuell in die 6te Woche Liegezeit in Dünkirchen. mindestens 3 Wochen aufkosten der YANMAR Unorganisiertheit. Das würde mglw. bedeuten unbezahlten Urlaub nehmen zu müssen, weil YANMAR einen Angelshop beliefert ! Echt bitter ! Wir werden abwarten was der Anwalt rät. So beschliessen wir lieber ein üppiges Frühstück zu uns zu nehmen. Heute gibts "Pochiertes Ei auf einem Salzkartoffelnest". Schmeckt echt lecker, sättigt jedochganz ordentlich. Wenn schon seglerisch nix geht, dann wenigstens kulinarisch.

Aus lauter Verzweiflung hat Ralph die Kamera im Maschinenraum neu angebracht. So sehen wir künftig nicht nur graue Kisten, sondern auch unsere Instrumente , die Heizung und den Motor. Dies verlief zu seiner Überraschung sehr einfach und war deshalb schnell erledigt. Also kümmern wir us um die Trinkwasserpumpe des Bb Tanks, die seit Neuestem nicht mehr einschalten will. Kurzerhand demontiert zeigt sich das Problem: Der Mikroschalter der DOMETIC PP1217 scheint defekt. Er sollte normalerweise eingeschaltet sein, isser aber nicht. Wackeln hilft ... manchmal gehts. Diese Art der Schalter werden meines Wissens im Möbelbau verwendet und haben aus meiner Sicht mit Feuchtigkeit (IP00="Undicht") auf Dauer grosse Probleme. Die Installationsempfehlung sagt: Pumpemmotor kann horizontal oder vertikal, wenn aber vertikal, dann Motor nach oben ! Somit bedeutet dies: Schalter nach unten ! Wenn also irgendwelche Feuchtigkeit entsteht, kommt diese immer beim IP00-Schalter vorbei. Eine Frage der Zeit ... offensichtlich scheinen jedoch alle Hersteller (mglw. gibts da nur Einen "für alle") mit diesem "Leichtmatrosenschalter" zu arbeiten. Das Teilchen kostet weniger als 4€ und so überlegen wir uns gleich mehrere zusenden zu lassen. Anekdote am Rande: Auch ZF scheint diese Schalter herzustellen. Im Hinblick auf unsere Getriebeerfahrung haben wir Marquart Schalter ausgewählt.

Fortsetzung folgt wie immer ...

Freitag

Wir dürfen täglich neue Höhepunkte im Leben eines YANMAR Besitzers erleben ! So auch heute. Wir setzen uns um 16:00 aufs Fahrrad und düsen - vorbei am YANMAR Angelshop ... pardon: YANMAR Netzwerk - zu DB Moteurs um zu fragen wie es unserem Getriebe denn so geht. Haben wir ja bislang nichts gehört und fürchten einen Monteur, der unverhofft vor dem Schiff steht, keiner da und dann wieder geht. Bei DB Moteurs erklärt man uns, sie hätten die Bestätigung dass das Getriebe auf einem LKW der Firma TNT sei, aber angekommen sei das Ganze noch nicht. Tracking gäbs wohl auch nicht. Frühestens Montag ab 15:00 sei damit zu rechnen. Wir hoffen, dass es nicht im südlichen China einen weiteren Angelshop im YANMAR Netzwerk gibt. Bei diesem Verlauf ... wer weiss ?

Da diese Jungs von DB Moteurs so gar nichts dafür können halte ich mich mit Schreikrämpfen zurück und nehme das Ganz so zur Kennntnis. Wir wundern uns jedoch, warum eine Weltfirma wie YANMAR es nicht schafft, bei 6 Tagebn Versandverspätung dann eine Overnight Zustellung zu beauftragen. Sabine und Ich haben den Eindruck, dass ein YANMAR Kunde dieser Firma komplett am A..sch vorbei geht sobald er bestellt hat. Vielleicht sollte man YANMAR mitteilen was der Zusammenhang zwischen Umsatz und Image ist: Vrtrieb = Umsatz, Service = Image. Heute kein Service, Morgen kein Umsatz. Ein Aufstieg geht erfahrungsgemäss mühsam, der Fall geht deutlich schneller! Um kurz nach 18:00 geht meine Mail wie angekündigt an YANMAR und die Yachtwerft raus, dass ich ab Montag einen Anwalt einschalten werde um die weitere Vorgehensweise zu kommunizieren. Eine weitere gestohlende Woche und ein Kasperle Theater hoch 20 !

Ein solches Mass an Unfähigkeit haben wir echt noch nicht erlebt. Die schaffen es nicht mal nach 6 Tagen Versandverspätung (Freitag war von YANMAR Europe zugesagt. Mittwoch gings bei YANMAR France raus) eine Expresslieferung zu organsieren. Zum Glück geht das Getriebe nicht an den Angelshop .. pardon .. YANMAR Service Dealer ! Oder ?? Naja wissen kann man es bei den Profis nicht wirklich. Geschweige denn eine Info an den Kunden zu senden, dass sich was verspätet und wenn ja um wieviel. Was für ein leistungsfähiges YANMAR Netzwerk. Immer wieder ein Spass mit solchen Profis zu arbeiten !

PS: Erlebte Anekdote aus einem vereinten Europa: Wir hatten die Aufgabe eine vergessene Sonnebrille zum Bodensee zu schicken. Gut verpackt in einem wattierten Umschlag, welcher in ein kleines Päckchen gepackt wurde. Sabine hat sich dabei echt Mühe gegeben. Auf dem Postamt erfahren wir, dass man Päckchen in Frankreich ohne französische Wohnadresse jedoch nicht versenden kann. Welcome to Europe ! Also haben wir den wattierten Umschlag aus dem geschützen Päckchen rausgekramt. Eine französische Postlerin hat uns dabei liebevoll geholfen. Als sie den wattierten Umschlag sah, sagte sie: Das kann ich so wie es ist auch so verschicken - ohne Wohnadresse in Frankreich ?!? Beim nächsten Päckchen schreiben wir uns eine beliebige Adresse (Bäcker, Metzger, Hotel ...) auf und verwenden diese als einheimische Adresse. Kontrolliert wird das nämlich nicht. Was für ein Unsinn ! Welcome to Europe. Hauptsache, die Biegung der Bananen ist einheitlich !

Heute Brotzeit, zwei Viertel Rose und dann Bettenhausen und Federnball ! ... und somit beginnt ein weiteres völlig nutzloses YANMAR Wochenende in Dünkirchen. Wer einer Reise tut, der kann ewas erzählen. Wer einen YANMAR kauft geniesst Abenteuerurlaub und kann deutlich mehr erzählen ! 

Fortsetzung folgt ...

Freitag, 17 September 2021 12:01

Die Mischung machts ...

Donnerstag

Nachdem der Mittwoch ohne Rückmeldung verging haben wir am Donnerstag beschlossen das als solches benannte "YANMAR Netzwerk" (in unserem Fall NORD YACHTING) zu besuchen. Also: Hingeradelt und geklingelt ! Ein  sehr freundlicher Franzose öffnet. Er spricht fliessend englisch und erklärt uns, dass es sich bei NORD YACHT um einen Online-Angelshop handelt. Er habe seit Anfang des Jahres keine Mechaniker mehr und von einem Getriebe im Zulauf wisse er nichts. Er scheint über unsere Frage ebenso verblüfft, wie wir über seine Antwort ! Tri Tra Trallala der Kasperle ist wieder da ...

Da sich NORD YACHTING in unmittelbarer Nähe zu den bewährten DB Moteurs befindet beschliessen wir kurzerhand dort mal anzuklopfen. Dort wurde uns erklärt dass sie ein Lieferavis für unser Getriebe erhalten hätten. Dieses hat YANMAR France am Mittwoch (YANMAR Europe versicherte uns hoch und heilig den Versand am Montag) auf den Weg gebracht! Sobald das Getriebe bei ihnen sei, werden sie uns verständigen und schnellstmöglichen Einbau veranlassen. Was immer schnellstmöglich bedeutet ... allerdings zeichnete sich DB Moteurs bislang als kompetent und zuverlässig aus. Daher glauben wir Denen ein bisschen mehr als Anderen. Skepsis bleibt. Kurz vor Ende des Gesprächs wurde uns dann noch offeriert, dass es DB Moteurs nicht klar sei, wer diese Aktion zahlen wird und die Rechnung daher an uns gehen müsse. WAAAAAT ?
Liebes YANMAR Netzwerk: Wir lieben es mit Profis zu arbeiten ...

Nach Rücksprache mit der Yachtwerft haben diese sofort eine Kostenzusage an DB Moteurs gesendet. Ich sendete die Aufgaben, welche mit YANMAR bislang kommuniziert wurden. Diese Liste wurde sogar von YANMAR näher detailliert. In der Hoffnung dass DB Moteur für die gestellten 3 Aufgaben

  1. Getriebeeinbau und Inbetriebnahme
  2. Fehler "P0094" beheben
  3. Erwärmung des Diesels

eine Lösung finden, welche in weniger als 5 Wochen abgeschlossen werden kann. Mein Ultimatum gegen YANMAR läuft: Freitag 18:00 ! Wir finden uns in berühmter Gesellschaft mit Bill Murray: Und täglich grüßt das Murmeltier ...

So langsam tun wir uns schwer, dieses angeblich so leistungsfähige YANMAR Netzwerk (dieser Begriff stammt übrigens von YANMAR) noch einigermassen ernst zu nehmen. Wir sehen das Ganze eher als Kasperleverein an, bei dem die Linke nicht weiss was die Rechte tut. Eine leistungsfähige Mischung aus unorganisiert, arrogant und dilettantisch. Bei unserer Rückkehr erreicht uns eine Mail vom YANMAR "Kundendienst" in welchem erklärt wird, dass Murphys Law zugeschlagen habe ... ich erwiedere das Mail nicht mehr, die Zeit bis zum Ultimatum läuft ! Der Anwalt steht parat ...

So schliessen wir den Tag mit einer Einkaufsrunde bei unserem Gemüsehändler und Bäcker ab. Wir machen uns ausgiebig über YANMAR lustig und versuchen die Stimmung hoch zu halten. Am Abend geniesen wir eine sehr leckere Pilzpfanne mit Spätzle. Schliesslich sind wir ja Schwaben und welcher Schwabe braucht Nudeln ! Ein wunderschöner Sonnenuntergang bei 20°C schliesst unseren Tag versöhnlich ab.

So verabschieden wir den Tag mit einem "Tri Tra Trallala der Kasperle ist wieder da ..."

Fortsetzung folgt ...

Mittwoch, 15 September 2021 11:21

... ein Wechselbad der Gefühle

Dienstag

Aus gemachter Erfahrung meinere Berufsjahre verfasste ich frühmorgens eine Mail in der ich das am Montag Besprochene und vorallem das von mir Verstandene nochmals zusammengefasst habe. Diese Mail geht an YANMAR Service und Yachtwerft. Sabine und ich fahren gegen 16:00 zu DB Moteur um zu fragen ob den das Getriebe bereits geliefert wurde. Antwort: NEIN !
Anschliessend telefoniere ich mit der Yachtwerft ob es zu meiner Mail noch Fragen gibt. Dort durfte ich erfahren, dass YANMAR bereits eine Antwort schickte in welcher sie mein Verständnis des Telefonats von Montag kommentieren und korrigieren. Da mir diese Mail nicht bekannt war, leitete die Yachtwerft diese freudlicherweise an mich weiter. War auch sofort da. Bislang ist mir unklar warum das Original von YANMAR nie bei uns ankam. Ein Schelm wer Böses denkt ...

Unter anderem war hier zu lesen, dass nicht DB Moteur das Getriebe einbauen wird, sondern Nord Yachting. Häää, klang am TEL aber anders ? Dort war dann ebenfalls zu lesen, dass der Fehler "P0094" welcher im Telefonat noch problemlos auf den Kanaren behoben werden konnte weil angeblich unkritisch, unbedingt von Nord Yachting behoben werden muss ! Aha, doch nicht so unkritisch ? Sei angeblich ein Sensorfehler. Noch einer ? War doch der Öldruck beim Einbau bereits ein Sensorfehler ! Wird dieser Sensorfehler dann auch per Firmware(FW)-Upgrade behoben, wie dies in Glückstadt durch einen YANMAR Servicedealer bereits behoben wurde ? O-Ton: "Jetzt geht wahrscheinlich ! Nix mehr Fehler, weil Firmware neu !". Ich erkante sofort: Hier spricht geballte Erfahrung und Kompetenz. Als der YANMAR Experte mitteilte dass er eine Meldung beim Auslesen sah, diese aber nach der FW-Aktualisierung nicht mehr wiederfinde bin ich mir sicher: Hier sind echte Experten am Werk !

Die Klarstellung zu meiner Mail-Zusammenfassung lautete:

... I asked them to ship the gearbox directly to OUR service partner Nord Yachting in Dunkirk and they will install and adjust and teh gearbox should probably arrive on Wednesday. Do note that we are not able to control the shipment when we put this in hands of DHL.

Neben anderen Relativierungen war dann am Ende des Textes die Anmerkung zu finden ...

... As mentioned we are trying to get the boat ready but this is also depending on the availability of our service dealer. 

Meine Leseweise: YANMAR kann die Lieferung durch DHL nicht kontrollieren. Vielleicht sollten sie einfach mal bei AMAZON nachfragen wie's geht ? Andererseits beauftragen sie ausschliesslich IHRE Servicedealer. Soweit Verständlich. Jedoch WAS der Servicedealer draus macht und vorallem WANN, scheint in IHREM YANMAR Netzwerk nicht steuerbar. Auch hier dominert Erfahrung und Kompetenz ! Echte Experten zu erleben ist nicht immer ein Vergnügen :-(( ...

Zu diesem Zeitunkt ist mir dann der Kragen geplatzt ! Ich habe YANMAR und der Yachtwerft in einer Antwortmail mitgeteilt, ...

a) dass es mir Sch..egal ist WER das Getriebe einbaut und die Fehler beseitigt. Wenn YANMAR meint sie haben einen ausreichend kompetenten und verfügbaren Servicepartner, dann kann auch dieser die Aufgaben lösen. Hauptsache: Er löst die gestellten Aufgaben ALLE in der zugesagten Zeit (O-Ton am TEL: bis spätestens Freitag könnt ihr wieder los). Zugesagt wurde am Wochenende mit der BELUGA abfahrbereit zu sein !

b) wenn die BELUGA bis Freitag Nachmittag nicht in der Lage ist ihre Reise fortzustetzen, kann die Yachtwerft als deutscher Vertragspartner und YANMAR in Folge den Rest mit unserem Anwalt besprechen. Mglw läuft das dann auf Alternative 2 raus ? Jedenfalls hab ich die Schnauze voll von dieser Mischung aus LMAA, Unfähigkeit und Arroganz.

So bleibt die Spannung bis Freitag erhalten, ob derzeit die Lok oder der Ausgang am Ende des Tunnels auftaucht. Sollte mich jemand nach einer Empfehlung für eine neue Maschine fragen (und das tun einige hier am Steg) dann kommt bei meinen Antworten YANMAR als Empfehlung eher nicht vor - dieser name dient eher als Abschreckung ! YANMAR bewirbt sich gerade #1 Kandidat auf unserer VUP Liste zu werden. Noch vor WEBASTO und das soll was heissen. Da muss man sich "seinen besten Fähigkeiten entsprechend bemühen" :-)

Fortsetzung folgt ...

Montag, 13 September 2021 19:25

... schon wieder ein helles Licht

WoEnde

Nachdem die vergangene Woche dynamisch begonnen hatte und YANMAR innerhalb kurzer Zeit den Sachverhalt klärte und ein neues Getriebe organisierte passierte aus meiner Sicht danach erstaunlich wenig. Keine Versandnachricht, keine Einbautermin ??? Mein lieber Schorsch, ich glaub ich riech den Braten ....

Daher hatte ich am Sonntag gemeinsam mit Sabine unsere Optionen durchgedacht. Diese fasste ich dann in einer Mail an YANMAR und die Yachtwerft zusammen um Kosten, Termine und Maßnahmen der für uns sichtbaren Alternativen darzustellen. Zusammengefasst sehen wir folgende Alternativen:

  1. Wir segeln weiter benötigen aber Wettercoaching durch Wetterprofis der Wetterwelt in Kiel. Mussten wir doch die letzten 5 Wochen zuschauen, wie bestes Wetter ohne uns vorbei zieht. Zwischenzeitlich sind die Ex-Hurricanes auf dem Atlantik spürbar und wir müssen die Biskay queren.  Profiwetter braucht aber ca. 2 Wochen Vorbereitungs- und Analysezeit. Das bringt uns von Mitte September schon auf Anfang Oktber. Daher muss eine Entscheidung JETZT Fallen. Erst geduldig auf das Getriebe warten und danach zu planen schiebt die Reise durch die Biskaya dann auf Ende Oktober. Da möchte allerdings keiner mehr freiwilig durch die Biskaya.
    Eine Enstcheidung muss aus diesen genannten Zeitgründen daher kommende Woche (15.9.2021) fallen !
  2. Wenn der 15.9.2021 noch kein Getriebe bringen sollte, dann werden wir eine Verlegung der BELUGA an Land veranlassen. Dort bleibt sie dann bis Ende März, wenn die Biskaya wieder ungefährdet gequert werden kann. Sabine und ich werden dann im Hotel wohnen, da der Aufenthalt auf sogeannten "a sec" Schiffen nur für Arbeiten am Schiff jedoh nicht zum Wohnen erlaubt ist. By the way: Auf hiesigen Stand-Plätzen wohnt keiner freiwillig.  Das scheint die zweifelsfrei teuerste der beiden Alternativen und auch diejenige welche wir am wenigsten bevorzugen. Aber ....

So haben wir unsere Erkenntnisse YANMAR und der Yachtwerft am Sonntag per Mail zukommen lassen und um ein Telefonat am Montag gebeten um die aktelle Lage zu besprechen.

Montag

Das Telefonat fand statt und war sehr informativ. Unser Getriebe sei am Montag Vormittag auf die Reise gegangen, um am Dienstag beim Händler vor Ort zu sein und am Mittwoch eingebaut zu werden. Juhu gute Nachrichten ! ... allein, ich bleibe skeptisch. Dennoch steruern wir offensichtlich auf die bevorzugte Alternative 1 zu, was uns sehr freut. Inwieweit Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen werden wir berichten. Leider beginnt aktuell dann auch die erste Westwindphase der Saison. Ich füge ein Bild bei was da derzeit auf uns zusteuert:

Das gelbe Boot ist nicht unsere aktuelle Position (Gott bewahre), sondern eine zeitliche Simulation eines möglichen "hoffentlich nicht Szenarios". Es soll darstellen, was ich zuvor meinte als ich "das will keiner" sagte. Übrigends dieser lila Knödel wird unser Wetter die nächsten Tage in Europa bestimmen wollen. Lazy Larry !

Wenns läuft, dann läufts eben ...

Freitag, 10 September 2021 07:04

So lazy ist Larry gar nicht

Donnerstag

Nachdem Warten zum Programm wurde, haben wir heute spät und gut gefrühstückt. Wie der Wetterbericht vorhersagte wird es sich im Laufe des Vormittags eintrüben. Das hat es auch gemacht ... und zwar binnen weniger Minuten gings von sonnig über bewölkt in einen heftigen Wolkenbruch über. Das mit Mash bestückte Cockpit wurde schnell noch mit dichten Wänden zugemacht und schon gings los.

 

Das aktuelle Entertainment-Programm unseres Wetters verdanken wir Hurricane Larry der aktuell auf den Bermudas vorbeischauen möchte. Seine Vorhut kündigt sich bei uns an. Er selbst - oder was dann davon noch übrig ist - soll uns kommende Woche besuchen. Laut Wetterbericht geht sein Besuch mit westlichen Winden ( Südseite des Tiefs ) bis Ende nächster Woche. Danach setzt sich der "Hausherr" das Azorenhoch langsam wieder durch. Mit diesen Aussichten - derzeit ohnehin nicht fahren zu können - wartet es sichs viel entspannter.

 

Das heutige Wolkenbruch-Spektakel dauerte 20 Minuten. Der Rest des Tages blieb dann trocken und sonnig. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei der Firma Lewmar für die durchweg undichten Luken bedanken. Bei ausnahmslos allen Luken tropfen die Scharniere. Bei manchen auch die Riegel. Das macht dem Fensterprogramm "Ocean" alle Ehre. Wir überlegten uns, ob wir das möglicherweise falsch verstanden hätten, ob Lewmar die Luken deswegen "Ocean" nennt, weil sie für diesen Zweck ungeeignet sind. Hätten wir vielleicht die Modellreihe "Indoor" nehmen sollen :-) oder war nur die Übersetzung dieses britischen Qualitätsproduktes der Fehler ? Diese Luken werden wir auch noch dicht bekommen ... im Laufe der Zeit. Andererseits ist es sehr ärgerlich wenn man nennenswert viel Geld an eine Firma bezahlt, die eine solche Glanzleistung abliefert. Es war es uns daher ein Vergnügen, die Firma Lewmar in unsere Empfehlungsliste der vermeidbaren Produkte aufzunehmen: unsere VUP Liste.

Bei einem schönen Fussmarsch haben wir - so meinen wir - die letzten uns unbekannten Viertel Dünkirchens auch noch erkundet. Nachdem Ralphs HP Netzteil abgeraucht ist, hat er sich dort gleich ein neues und leistungfähigeres Netzteil zugelegt. Obligatorischer Besuch in einem Kaffee und dann zurück zum Schiff. Abendessen ruft !

Zurück am Schiff war alles in Ordnung. Dicht von oben und unten, keine Alarmmeldungen, ... was für ein Zustand. Unsere Basteleien der letzten Tage scheinen sich auszuzahlen. Die BELUGA schnurrt wie ein Kätzchen und läuft zwischenzeitlich völlig fehlerfrei und durch Sabines Tuning-Massnahmen sehr funktionell. Selbst unser Bordweb (Raspberry Pi 4) scheint seinen Dienst wieder klaglos zu verrichten. Ich hab nach meinem Aufruf der Hilfe von seeehr vielen Menschen sehr gute Anregungen bekommen.Vielen Dank an alle Supporter !

Ich bin (fast) allen Tipps nachgegangen und habe folgendes festgestellt:

  • Ausgangspunkt
    • Wir betreiben ein Bordnetzwerk.
    • Hierfür gibt es einen Zugangspunkt, welcher via http:// sehr schlechte Antwortzeiten lieferte
    • Dahinter steckt ein Raspberry Pi4 (RPi 4) mit ...
    • ... SAMBA Server mit MySQL und WEB Services
    • ... 4TB Festplatte über USB3 mit SAMBA Freigaben
    • dieser Server verliert ca. 20% der PING Pakete (no response / timeout)
    • daher ist die Response der WEB Services bei bis zu 20sec (eher Lieferfrist als Antwortzeit)
  • Der Raspberry Pi 4 braucht einiges mehr an Energie als sein Vorgänger (RPi 3B+)
    • offiziell verbraucht der RPi4 2,4A bei 5,2V
    • ich gehe bei Last allerdings von etwas mehr (2,8-3A) aus
  • Das USB Netzteil aus Amazons asiatischer Glückskeks-Abteilung (3A) scheint immer am Limit gearbeitet zu haben
    • offiziell war das Limit 5,2V bei 3A
    • ich denke bei 3A Leistungsanforderung bleiben vielleicht noch 4,8V übrig, was nur bei bei asiatischer Glückskeks-Auslegung ausreicht
    • das original Raspberry 230V-Netzteil des RPi3 funktionierte bei der Entwicklung völlig problemlos
  • Nachdem ich den Chinakracher gegen ein an Bord vorhandenes Produkt (8A) austauschte gings besser
  • Beim angeschlossenen Custard Pi Relaisboard die Stromversorgung getrennt
    • Relaisboard und RPi haben nun eigene Stromversorgungen
    • Die Relais zu halten sollte der Chinakracher ganz gut hinbekommen
  • Anschliessend den Überwachungsservice (WatchDog) gestoppt
    • Dieser überwacht RPi CPU-Temp und schaltet Lüfter AN/AUS
    • Nach Stopp ist eine deutliche Verbesserung eingetreten !

Seit dem Stop des WatchDog Service sind nur noch selten Drops von IP Paketen (ping) zu erkennen. Zwischenzeitlich ist eine 20minütige PUTTY Session wieder ohne Abbruch möglich. Ich vermute dass der WatchDog kurzeitig soviel Leistung forderte, dass der Chinakracher mit Energienachschub überfordert war. Aufgrund der Architektur wirken sich Spannungsschwankungen beim RPi vorallem auf Netzadapter und USB-Interface aus. So erkläre ich zumindest die vielen IP-Drops. So lazy ist auch dieser Larry zwischenzeitlich nicht mehr, da zwischenzeitlich weniger Leistungsanforderung bei mehr Netzteil-Leistung. Das scheint deutlich besser zu laufen.

Meine Empfehlung an die Beeren-Entwickler wäre: Bei der ansprechenden Leistung des RPi4 sollte hier entweder eine Anforderung mit mehr als 3A auf den Specs stehen oder wahlweise eine 12V Stromversorgung, dann kann der RPi4 aus dem Vollen schöpfen. Im Zusammenhang mit dem Erlebten werde ich die anderen 5 Beeren nochmals prüfen müssen. Ich werde berichten.

 

Donnerstag, 09 September 2021 08:40

... die unendliche Geschichte (Part 1)

Mittwoch

Heute ist ein extrem wichtigerTag: Unser Enkel Tizi, der mit uns bis Dunkerque segelte, hat heute seinen 17ten Geburtstag. Da müssen wir als erste Handlung des Tages gratulieren. Was wir dann per Video mit viel Freude machen ! In diesem Videonat war auch sein jüngerer Bruder Emilio zu sehen. Mundbewegungen aber kein Ton. Ist die Verbindung eingebrochen ? NEIN, scherzhaft stelllen wir fest, dass Tizi zwischenzeitlich die Mute Taste bei seinem Bruder gefunden hat. Doch nach wenigen Sekunden legt das Energiebündel Emilio wieder in alter Gewohnheit los. War ne echt gute Idee um die Grosseltern auf diese Art aufs Glatteis zu führen !

So machen wir uns heute über die tausend Kleinigkeiten her, welche wir noch machen wollen. In gewohnter "Bordhektik": Nicht ohne gutes und ausgiebiges Frühstück mit einem kleinen "Besprechnungskäffchen" und anschliessendem "Nun gehts los"-Käffchen. Stress pur eben !

Wasserspiele mit dem Watermaker

Die Membranen des AquaTec Watermakers sind seit der Lieferung konserviert und halten in diesem Zustand recht lange durch - solange sie nicht austrocknen. Diesen Zustand haben wir maximal in die Länge gezogen indem wir die Membranen so lang als möglich verschlossen hielten, müssen die Membranen nach Inbetriebnahme spätestens alle 2 Wochen gespült werden. Das wollten wir erst dann starten, wenn wir auf dem Schiff leben und keine längeren unbeaufsichtigten Liegezeiten anstehen. Deswegen: Einbau im Februar und Inbetriebnahme im August. Zwischenzeitlich brauchen wir ja auch mal Wasser für die Tanks. Den Funktionstest (ohne französisches Hafenwasser) haben wir heute gemacht. Frischwasser gibts hier in ausreichender Menge wenige Meter neben der BELUGA. Also einschalten, Trinkwasserzulauf öffnen und warten. Das Warten blieb kurz, schon spritzt der Seewasservorfilter. Sch... wer hat das installiert ?! Kleinlaut stelle ich fest: die Watermaker Installation ist vollständig von mir. Na dann wars ja gar nicht so schlimm :-) Wasserzulauf stop und Filter richtig zudrehen. Schon gehts weiter.
Erwartungsgemäss lecken die Feinfilter mit 20 und 5 mikron ebenfalls. Der Eine, weil er nur 2 Gewindegänge aufgesetzt war, der Andere weil nicht fest genug zugedreht. Aber alles kein Problem, sondern eher Anlaufprobleme die sich sehr schnell beheben lassen. Kurz drauf blubbert unser Auslass am Waschbecken - und nur der ! Hurra der Rest ist dicht. So lassen wir das System erstmal laufen, spülen und entlüften. Zeit für ein "war doch gar ncht so schlimm" Käffchen. Nach ca. 30 Minuten des Betriebes ausschliesslich mit der Förderpumpe waren die Blasen weg. Das System scheint nun entlüftet. Also die Hochdruckpumpe zuschalten um aus französischem Trinkwasser deutsches Trinkwasser zu machen. Kaum an steigt der Druck und steigt und steigt ... am Druckregler war nichts aufzuhalten ... plötzlich ein lauter Knall ! Ein Schlauch war geplatzt ! Nur welcher ? Die Suche ergab, dass der Zulauf zur Konservierung das Problem war. Dort sollte jedoch das Wasser gar nicht hin ???
Des Rätsels Lösung war ein falsch beschrifteter 3-Wege Hahn für die Brine (Abwasser). Wer hat das nochmal installiert ? ... kaum den Hahn umgestellt (PS: auch die Beschriftung :-) ) schon gehts wieder. Das deutsche Wasser sprudelt munter aus dem Kontrollauslauf des Waschbeckens und das französische (Brine) geht aussenbords - so solls sein ! Den Druck noch ein bisschen höher und unser Druckwasserpumpe hört nicht mehr auf zu förden. 19-30 l/min bestes Trinkwasser laufen durch die Anlage in die Nordsee. Und das weitere 30 Minuten lang. Man könnte hier von Verschwendung reden, wenn man nicht wüsste was das Konservierungsmittel anrichtet: Mindestens einen Dünnpfiff der allerfeinsten Sorte ! Daher lieber einmalig ein bisschen "Verschwenden" und dafür nachhaltig ein sauberes System, das feinstes Trinkwasser produziert.

Man sollte meinen ein Segelboot kann auch ohne ...

Sicherlich hast Du beim Lesen des Titels festgestellt, dass eine unendliche Geschichte nicht unterteilt werden kann. Deshalb macht ein Part1 einer unendlichen Geschichte gar keinen Sinn. Apropos gar kein Sinn: Auch Douglas Adams hat fünf Teile in einer Trilogie "Per Anhalter durch die Galaxis" veröffentlicht auch dieses Werk macht keinen Sinn. Auch YANMAR hatte bislang das Zeug für lange literarische Ergüsse ohne Sinn=>Wirkungsgrad. Nachdem wir gestern einen Lichtblick in Sachen Getriebelieferzeit und -einbau hatten, wird dieser sinnhafte Lichtblick heute nochmals bestätigt. YANMAR antwortet auf meine Frage wie lange es denn dauern kann, mit der Mail: "... binnen einer Woche ...". Das hört sich doch mal besser an als das "... kann ich nicht sagen ..." der letzten Wochen. Nun warten wir ab, wie lange eine YANMAR Woche gehen mag. "YANMAR Woche" was soll das denn sein ? Naja, sicher kennst Du die Microsoft Sekunde. Diese läuft, wenn Dein Dateimanager 30 Minuten lange statiert, dass er in ca. einer Sekunde fertig wäre. Zeit ist eben relativ :-) Auf See relativ kurz, an Land (speziell ohne Getriebe) kann die zeit seeeehr lang werden. Daher rufen wir die Heiligen der Stadt Dünkirchen an. Wenns hilft ...

Fortsetzung folgt ...

Montag

Meine empörte Mail vom Freitag hatte wohl Aufmerksamkeit im Hause YANMAR erzeugt. Binnen 90 Minuten wurden per Mail Getriebe-Diagnose, Vorgehen und -Lieferfristen (zwischen 7 und 23 Wochen) ausgetauscht. Diese Lieferzeiten wurde von YANMAR dann auch als unzumutbar angesehen. Na geht doch ...
Nach den gemachten Erfahrungen sind wir jedoch ein wenig skeptisch, ob dies nur ein Strohfeuer zur Erhellung der Kundenstimmung war ? Wir werden abwarten. Gelöst ist die ganze Geschichte erst, wenn die BELUGA wieder in der Lage ist zu fahren !

Dienstag

12:00 Noch immer keine Reaktion der Beteilgten. Gestern stürmische Mails, heute totale Flaute diesbezüglich.
14:00 So versuchen wir bei einem Besuch im Hause DB Moteur etwas rauszukriegen. Dort konnten wir erfahren dass YANMAR derzeit ein Getriebe sucht, welches schnellstens zu DB Moteur geliefert werden kann. Mehr wüssten sie aber auch (noch) nicht ! Leider ! Kaum das Gebäude verlassen vibriert mein Handy. Eine Mail von YANMAR und eine der Yachtwerft gehen (fast) gleichzeitig ein. YANMAR erklärt, dass ein Getriebe im Hause YANMAR France vorrätig sei. Dieses sei bereits bestellt und würde im Laufe des Tages an DB Moteur versendet.

Na geht doch so langsam .... Skepsis bleibt, aber Hoffnung keimt :-) Wir haben einfach keine Lust auf Weihnachten in Dünkirchen, so schön das auch sein mag ...

Freitag

Am heutigen Freitag wollte sich die Yachtwerft melden wie's weiter geht. Gegen Mittag habe ich dann eine Mail (alle anderen Kanäle waren bereits ohne Erfolg) losgeschickt mit der Bitte sich bis spätestens 16:00 zu melden. In Sachen Kommunikation scheinen sowohl die deutsche als auch die französische Partei noch ein wenig Verbesserungspotential zu haben. Um 15:59 erhielten wir dann eine Mail von der Yachtwerft. Inhalt in Kurzform: Wir haben die Wahl zwischen 7 Wochen für Ersatzteile oder 23 Wochen für ein neues Getriebe zu warten, weil DB Moteur die Teile angeblich nicht schneller geliefert bekommt ! Diesen Kundenservice können wir echt weiterempfehlen :-( Danke YANMAR !

Bislang waren die Kosten eines neuen Getriebes (~2K€) immer ein Argument der Yachtwerft keine unnötigen Reparaturen zu machen, da alleine der Arbeitsaufwand die Neuanschaffung übersteigen könnte. Daher stehen sie (so die Aussage am Tel) parat im Notfall ein neues Getriebe in den Kofferraum zu packen und mitsamt einem Techniker hierher zu fahren. Nun, da es soweit zu sein scheint, entwickelt sich das offensichtich zu einem Lippenbekenntnis. Ein neues Getriebe dauert 10 Tage bis Glückstadt, und muss von dort dann durch die Yachtwerft nach Dünkirchen gesendet werden. Also weitere 20 Tage mindestens ! Aber nur, wenn DB Moteur bestätigt, dass das Getriebe getauscht werden muss und und und ...

Da unsere Antriebswelle ohne Getriebe lose im Maschineraum hängt (mit Gurten verklemmt, aber nicht dauerhaft sicher) besteht die Gefahr dass nach Abrutschen der Rumpfabdichtung (=Stopfbuchse) Wasser in grosser Menge ins Schiff kommt. Das bedeutet für uns, wir müssen diese Situation sehr engmaschig kontrollieren. Tag und auch Nachts. Ich hatte der Yachtwerft daher mitgeteilt, dass sich nicht bereit bin die nächsten 2 bis 23 Wochen eine "Stopbuchsenwache" durchzuhalten. Daher muss das Schiff beim vorgeschlagenen Zeitplan an Land - oder aber der Zeitplan ändert sich ... und zwar schnell. Ich gehe davon aus, dass eine, unter diesen Umständen notwendige, französische Kranaktion weit mehr als ein Getriebe finanzieren könnte. Abgesehen von den Folgekosten eines Standplatzes .... by the way: Wir haben immer noch das Problem einer unerfindlichen Alarmmeldung der Maschine. Dauert diese Aktion dann nochmals 23 Wochen ?

Auf diesen Schreck gabs Abends einen Schluck leckeren französischen Weisswein. Gemeinsam mit deutschen Umliegern im Cockpit der BELUGA. Als sich einer der Teilnehmer sehr interessiert an unserer Story zeigte, fand ich heraus, dass er sehr enge Verbindungen zur Redaktion der Zeitschrift YACHT hat. Gerne erzähle ich dieser Zeitschrift welch grandiosen Service ein YANMAR Kunde mit einem weltweiten Servicenetz erleben darf und (hoffentlich nicht) noch erleben wird. Wir beschliessen in Kontakt zu bleiben ...

Fortsetzung folgt ...

 

 

Donnerstag

Seit gestern fehlt uns einfach der Antrieb ! Nicht weil Sabine und ich lustlos wären, sondern weil uns der Monteur der Firma "DB Moteur" das Getriebe entnommen hat. Endlich ! So warten wir geduldig bis uns der Antrieb wieder heile wieder eingebaut wird. Zwischenzeitlich führen wir konsequent unsere "Hausmeister" Tätigkeiten fort. Pumpe hier, Schalter da, Ablage dort und zwischendrin mal ein Päuschen. Echter Bordstress also.

Wir warten heute geduldig auf eine Mail der DB Moteur aus welcher die Diagnose der ZF Experten hervorgehen soll - so gestern vereinbart. Diese Diagnose wird dann das weitere Vorgehen bestimmen: Neues oder revidiertes Getriebe ! DB Moteur hatte uns gestern mitgeteilt, dass sie uns informierem sobald die ZF sich bei ihnen gemeldet hat.

In Sachen Geduld haben wir ja bislang ausreichend Erfahrung sammeln können. Gegen 15:30 wird Ralph dann skeptisch bzw. undgeduldig weil noch immer keine Infos eingingen. Anruf bei DB Moteur. Ralph durfte dann erfahren, dass die notwendigen Ersatzteile (Kupplung & Co) ca. 7 Wochen Lieferzeit haben. Worauf Ralph erklärte, dass dies so nicht akzeptiert wird: Ein neues Getriebe muss her ! DB Moteur meinte, dass sie vielleicht mal anfragen könnten wie lange die Lieferzeiten hierfür wären. Worauf Ralph dann mit einer etwas bestimmten Mail die beiden Verantwortlichen, DB Moteur und die Yachtwerft in Glückstadt, aufforderte sich in Verbindung zu setzen, um das bereits durch die Yachtwerft optionierte und für diesen Fall zugesagte Getriebe schnellstmöglich hierher zu karren.

In einem anschliessenden Telefonat mit der Yachtwerft wollten diese gleich tätig werden, um das Ganze auf den Weg zu bringen - wir haben schliesslich schon Donnerstag. Wir bleiben gespannt ob das so klappt oder einer der Beteiligten kurz vor Schluss noch einen Rückzieher macht. Wir hoffen es nicht ! Wir müssen bei dem Schneckentempo nochmals ne Woche den Liegeplatz verlängern. Damit wären dann fast die Hälfte des Getriebepreises bereits durch Liegegebühren bezahlt. Das rechnet sich schnell und wir haben nicht vor, diese durch unkoodiniertes Vorgehen seitens YANMAR und Trödelei verursachte Liegezeit selbst zu bezahlen.

Ganz abgesehen, dass wir ein grandioses Wetterfenster für unsere Strecke nicht haben nutzen können. Ohne den ganzen Sch... wären wir sicherlich bereits in A Coruna. 10°C wärmer und bessere Winde. So langsam laufen in diesem Jahr bereits die ersten Wirbelstürme im Atlantik auf. Zwar weit ab von unserer Route, aber Sturm und Welle werden uns noch treffen. Zumindest werden die N oder NO Lagen schnell immer seltener ! Daher sind 7 Wochen (Ende Oktober) für Ersatzteile völlig ausser jeder Diskussion.

Fortsetzung folgt ...

Liste der Hersteller und Produkte, welche wir jederzeit weiterempfehlen können

oder auch VIP-Liste => "Very Important Products and Partners"

Wir versuchen an dieser Stelle unsere Erfahrungen mit Produkten, welche wir im Rahmen des Refits unserer Nauticat 52 BELUGA machen konnten, darzustellen. Es handelt sich bei dieser Darstellung nicht um fachliche Produkttests, sondern um gemachte Erfahrungen im Bordalltag. Da wir auf unserer BELUGA über eine längere Zeit leben mögen diese intensiver sein als dies bei Wochenendseglern der Fall sein mag. Wie gesagt: Kein Produkttest, sondern ein Erfahrungsbericht. Da wir nicht nur Tadeln, sondern auch loben möchten, haben wir eine Liste der aus unserer Sicht empfehlenswerten und bewährten Produkten zusammengestellt. Im Gegensatz zur VUP-Liste.

Yachtwerft Glückstadt

Sehr kompetente Yachtwerft mit sehr guten Bootsbauern und Motorentechnikern. Wir haben über 3 Jahre Refit auf dieser Werft von guten Tipps bis hin zu sehr guter Boostbaukunst alles erlebt. EIn äusserst empfehlenswerter Platz, bei dem Dein Boot in guten Händen ist. Egal ob Du selbst Hand anlegen möchtest oder solides Bootsbauhandwerk erwartest, dort kannst Du alles bekommen. In nahezu familiärer Athmosphäre.

Unsere Bewertung der Yachtwerft: Jederzeit und gerne wieder !


SOLBIAN Solarzellen

Auf unserem Dach des Pilothouses haben wir Solarzellen installiert, welche von der Firma SOLBIAN geliefert wurden. Sehr effizient ! Selbst auf dem Breitengrad Hamburgs konnten wir bei normeler Helligkeit unseren Energiebedarf weitestgehend decken. Die Module sind fexibel, aufgeklebt, sind Barfuss begehbar und taugen dank rutschfester Oberfläche auch als Deckbelag. SOLBIAN bietet an, die Zellen auf Mass (am besten per 1:1 Schablone) zu fertigen und anzuliefern. Haben wir so wahrgenommen und passte. Wir waren bei diesem Vorgehen noch sehr am Anfang des Angebotes, daher haperte es ein wenig mit der Form. Am Ende hat jedoch das unpragmatische Vorgehen seitens SOLBIAN zu einen sehr guten Ende geführt. Vorallem: SOLBIAN hat daraus gelernt und ihr Vorgehen zwischenzeitlich verbessert. Eine Lösung - wenn Du den Platz findest - um ohne Lautstärke mehr Enegerie zu produzieren als jeder Windgenerator ... und soviel Platz brauchts da gar nicht. Wir haben sehr freundliche und kompetente Beratung erlebt.

Unsere Bewertung der Solarzellen: Effizient und durabel, was will man mehr !


BOSSE Verdecke

Die Nauticat 52 BELUGA hat ein offenes Cockpit. Während des Segelns sitzt man daher sehr "im Freien" und bekommt viel Wind und auch viel Spray ab - eher ungemütlich. Wir haben daher das Cockpit mit einer Sprayhood geschützt. Diese Sprayhood kann mittels einem Bimini bei viel Sonne erweitert werden bzw. für die Liegezeiten (im Hafen und vor Anker) mittels Seitenelementen zu einer Kuchenbude umfunktioniert werden. Diese Konstruktion wurde von Bosse Verdecke auf Maß gefertigt. In sehr hoher Qualität und mit viel Verstand konstruiert. Der Chef selbst hat uns hierbei mit all seinem Wissen ausführlich beraten, Mass genommen und das ganze Verdeck in handwerklich hochwertiger Arbeit gefertigt. Mit seeehr viel Liebe und Verstand für Details. So sind die Reissverschlüsse (RV) mit grünen und roten Bändseln zur einfacheren Unterscheidung der Seiten versehen, alle RV sind abgedeckt, die Zipper gesichert und alle Seitenteile wahlweise als Mash oder festes Verdeck ausgeführt. Diese Kuchenbude ist zwischenzeitlich ein geschätzter Bereich der BELUGA, mit sehr viel Schutz bei Regen und sehr luftig bei Sonne. Ein lieb gewonnenes Verdeck, sehr gut durchdacht und handwerklich solide ausgeführt. So soll es sein ! Danke an Bosse Verdecke für diese Arbeit. Dieses Verdeck trägt bei uns den Namen "Kathedrale" statt einem abwertenden "Kuchenbude". Eine Wertschätzung dieser tollen Arbeit !

Unsere Bewertung der Kathedrale: Ein handwerklicher Traum.


 

Was Dich ebenfalls interessieren könnte:

Liste der Hersteller und Produkte, welche wir NICHT weiterempfehlen würden

oder auch VUP-Liste => "Very Unpleasant Products"

Wir versuchen an dieser Stelle unsere Erfahrungen mit Produkten, welche wir im Rahmen des Refits unserer Nauticat 52 BELUGA machen konnten, darzustellen. Es handelt sich bei dieser Darstellung nicht um fachliche Produkttests, sondern um gemachte Erfahrungen im Bordalltag. Da wir auf unserer BELUGA über eine längere Zeit leben mögen diese intensiver sein als dies bei Wochenendseglern der Fall sein mag. Wie gesagt: Kein Produkttest, sondern ein Erfahrungsbericht. Sollte sich einer dieser Hersteller auf den Schlips getreten fühlen, dann zurecht. Produkte, welche nur "so ein bisschen schlecht" sind, tauchen hier nicht auf - nur echte Highlights. Andererseits würden wir uns drüber freuen, wenn mit diesen Erfahrungen zur Verbesserung der Produkte bzw. des Kundenservice beitragen zu könnten.

Um eine Gewichtung der Erfahrungen darzustellen, haben wir "Unsere Bewertung ..." am Ende der Beschreibungen angehängt.

YANMAR

Ende April 2021 wurde der nagelneue YANMAR 4JH110 mit einem ZF30M im Bauch der BELUGA in Betrieb genommen. Erster Erlebnisse: Keine Öldruckanzeige bzw. bei 0 Bar trotz laufendem Motor. Yachtwerft kümmert sich und kam mit der Aussage: Da musste nur ein Kabel aufgelegt werden, was werkseitig wohl nicht/nicht korrekt erfolgte. BELUGA macht erste Probefahrt: Gänge gehen nicht immer rein, was aber noch besser war: nicht immer raus ! Züge neu einestellen. Ich sah das als "Einlaufphase". Das muss getestet, erlebt und behoben werden. Ich teilte der Yachtwerft mit, dass sie nun Zeit von Anfang Mai bis Mitte July haben alles in Ordnung zu bringen. Dort fahren wir dann los.
Mitte July: Wir fahren nach HH und Helgoland. Bei der Rückfahrt von Helgoland geht uns mitten in der Elbe ein Alarm der YANMAR Maschine runter. Wir ankern sicherheitshalber auf schnellsten Weg an der Seite der Elbe um die Maschine nicht zu gefährden. Maschine aus, mögliche Fehlerquellen oder -auswirkungen suchen ... keine zu finden. Sprit klar, keine Undichtigkeiten, Stecker scheinen alle dran etc .. Also Maschine wieder starten .. Alarm ist weg. Das war aber leider nur ein kurzes Vergnügen, da dieser Alarm kurz drauf wieder lärmt. Zwischenzeitlich die Yachtwerft darüber informiert. Beim Einlaufen in Glückstadt geht kein Vorwärtsgang mehr rein ... Sch ... also rückwärts durchs Tor an den Liegeplatz. Yachtwerft stellt noch am gleichen Tag die Züge neu ein und organisiert einen "Experten" welcher am nächsten Tag aufschlägt und in seiner Hilflosigkeit erstmal einen Firmware Upgrade macht. Alles wieder Palletti, so seine Aussage. Das mit dem Vorwärtsgang klappt aber immer noch nicht zuverlässig. Im Laufe der Zeit wirds immer schlimmer. Auf Höhe Dover müssen wir unsere Weiterfahrt abbrechen, da bei Strömung, Wind von Vorn und ohne verlässliche Schaltung keine sichere Weiterfahrt möglich ist. Unter Segel nach Dünkirchen. Diagnose durch französischen ZF Spezialisten: Das Getriebe ist kaputt ! In Summe bedeutete diese Entscheidung eine Odysee durch unklare Zuständigkeiten, Inkompetenz und Arroganz der YANMAR Organisation. Bislang mit einer Liegezeit von über 5 Wochen mit Potential für mehr (leider nicht: Meer)! Zeitweise auch mal mit 7 bis 23 Wochen veranschlagt ... und täglich neue Überraschungen. Die ganze Wartezeit ist umso unverständlicher, als dass ein Getriebe bei YANMAR France verfügbar war und die Zeit von Wochen dafür gebraucht wurde dieses in benachbarte Dünkirchen zum richtigen Händler zu schicken !

Unsere Erfahrung mit YANMAR: Hast Du ein Problem, dann hast Du ein richtiges Problem !


WEBASTO

Hersteller von Standheizungen. Wir haben eine DBW2016 im Einsatz. Wir wollten hierbei nicht sparen und auf "deutsche Wertarbeit" setzen. Die "Chinakracher" kosten ein Drittel und haben auch noch mehr Funktionalität. Die Frage welche wir vor dem Kauf stellten: "Wann brennt unser Schiff ab, bei einem solchen Billigheimer ?". Daher WEBASTO! Leider mussten wir (im Nachgang haben uns diese Erfahrungen auch andere Segler bestätigt) feststellen, dass es sich bei WEBASTO Warmwasserheizungen um unzureichend abgestimmte Lösungen handelt. Beispiel: Anschlüsse für Schläuche sind an der Heizung auf 19mm = 3/4 Zoll ausgelegt, bei Wärmetauschern auf 16mm, bei anderen Aggregaten auf diverse andere Durchmesser. Konsequenz ist in der Folge: Inkontinenz = Undichigkeiten bei den Schlauchanschlüssen. Ein Fehler der sehr einfach vermeidbar wäre, würde sich einer drum kümmern. Weiteres Beispiel: Jede Menge Senorik an den Heizungen. Leider sind die Sensoren nicht ausreichend auf einander agestimmt. Fällt dann einer aus, stellt die gesamte Heizung den Betrieb ein. Ein Hitzesensor misst die Temperatur der Heizung im Brennraum. Ist eine Luftblase im System, dann brennt dieser druch. Neuer Sensor: 60€ ! Das  kann allerdings auch gerne mal mehrfach in einem Winter passieren. Bei uns sogar mehrfach auch ohne Luftblase. Mögliche Lösung wäre hier ein rücksetzbarer Sensor. Kostet WEBASTO sicherlich nur im Cent Bereich, den Kudnen ein Vermögen.

Unsere Bewertung der WEBASTO Heizung: NIE MEHR WIEDER !


TECHIMPEX Edelstahl-Gasherd DELUXE

Wir haben uns den TechImpex DELUXE ausgesucht, weil wir sehr gerne frisches Brot backen. Der DELUXE hat eines der grössten Backräume. Die 2 Plattenversion hatten wir und ausgewählt, weil der alte 3 Flammenherd aufgrund der geringen Kochfläche eh nicht mit 3 Töpfen zu betreiben war. Die 2 Plattenversion ist hierbei sehr hilfreich. Leider haben beide Brenner eher keinen Dampf. Der kleine Brenner kann zum Warmhalten benutzt werden. Der grosse Brenner braucht für 1 Liter Wasser immmerhin mehrere Minuten bis das Wasser kocht. Der Backofen ist nicht zu gebrauchen. Brot ist nach 90 Minuten backen auch bei Vollgas innen noch teigig = nicht fertig gebacken. Mglw. liegt der Mangel an Leistung an den 0,4 Bar. Eine Druckerhöhung wollten wir allerdings nicht eigenmächtog ausführen, da dies explizit untersagt ist. Wir denken daher aktuell über ein Wettbwerbsmodell nach. Bislang waren wir mit Techimpex recht zufrieden. Das aktuelle Modell ist allerdings nicht wirklich sinnvoll zu gebrauchen.  Die Erfahrugen sind aber eher sehr mässig als DELUXE. Eine sehr undurchdachte Konstruktion, welche die Wärme nicht nur schlecht, sondern gar nicht verteilt. Die 270°C der Skala werden nicht mal ungefähr erreicht. Wir hatten max. 185°C messen können. Die Verarbeitung ist ausgesprochen schlampig. Nach den ersten Backversuchen fielen die Dichtungen der Backofentür raus. Um dennoch was backen zu können mussten wir einen Pizzastein einsetzen. Das bedeutet ca. eine Stunde vorheizen, bis dieser mal warm wird. Welche Energieverschwendung !

Unsere Bewertung des Herdes: Taugt nur für Daysailer, Kneipenesser oder fürs Design


QUICK Bilgenschalter EBSN

Dringender Rat: FINGER WEG !
Nicht nur dass dieser Schalter auslöst wann immer er will. Mit dem Wasserstand hat sein Verhalten jedenfalls nichts zu tun. Wir hatten 3 Stück an Bord, alle mit dem gleichen Verhalten. Scheint also kein Einzelfall des einzelnen Schalters zu sein, sondern ein genereller Fehler. Den Gipfel war dann ein Brand im Schiff, als das QUICK EBSN 20A Modell eine kleine Rule 500 (max. 3,5A) Bilgenpumpe auslösen wollte und dabei einen Kurzschluss innerhalb des EBSN Schalters verursachte. Wie bereits erwähnt, hatte der Auslösezeitpunkt mit dem Wasserstand nichts zu tun. Der QUICK Schalter stand im Trockenen, aktivierte die Pumpe und im Anschluss einen Schwelbrand. Zum Glück waren wir an Bord und konnten den Schwelbrand löschen bzw. durch Trennung der Stromversorgung weiteren Schaden vermeiden. Wir haben alle 3 QUICK Geräte unbesehen rausgeworfen. Wenn Du also einen Versicherungsfall aus Deinem Schiff machen möchtest, dann setze diese Schalter ein aber halte Dich niemals auf Deinem Schiff auf. Wenn Dir Dein Schiff allerdings was Wert ist, dann vermeide QUICK EBSN Bilgenschalter egal mit welcher Leistung! Der Bilgenschalter war übrigens mit 32A abgesichert, brannte jedoch bereits kurz vor Auslösen der Sicherung. Material ? oder waren unsere Nasen einfach schneller ?

Unsere Bewertung dieses Bilgenschalters: LEBENSGEFAHR , Finger weg von diesem lebensgefährlichen Technikschrott !


LEWMAR Luken

Wir hatten alle alten Luken wegen Undichigkeiten durch neue LEWMAR Luken ausgetauscht. Leider sind die neuen Luken (fast) alle im fabrikneuen Zustand undicht. Bei Scharnieren und Riegeln tropft es gerne mal rein. Besonders zuverlässig wenns hart auf hart kommt. LEWMAR hat der Serie den Namen "OCEAN" verpasst. Offensichtlich ein Treppenwitz. Vielleicht um zu bezeichnen wo die Luken NICHT eingesetzt werden sollten. Kosten ein Vermögen und taugen nicht was "OCEAN" suggeriert. Selbst die Luken auf dem Pilothouse (2mtr über dem Wasser) sind bei Regen und Spray undicht. Könnte es sein, dass dieses britische Hightechprodukt nicht auf das kontinentale Wasser eingestellt wurde :-) Unser Vorschlag für den Namen dieser Serie: INDOOR, oder "Money for nothing".

Unsere Bewertung der Ocean-Luken: Nur für Binnengewässer, bei Flaute und ohne Nässe !


 

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Mittwoch

Sabine und ich fallen beinahe vom Glauben ab als der Monteur um 08:30 vor dem Schiff steht. Whow, es gibt noch Zeichen und Wunder ... selbst in Frankreich !
Der Monteur hantiert am Getriebehebel um manuell zu schalten. Mit dem gleichen Ergebnis wie ich bereits gemacht hatte: Rückwärts geht, Vorwärts nicht. Also holt er sein Werkzeug und seinen Transportwagen aus dem Fahrzeug und erscheint wenige Minuten später wieder gut ausgerüstet am Schiff. Ein paar Schrauben später wuchtet er das Getriebe raus. Aufregend fand ich das Zurückschieben der Welle. Die BELUGA liegt ja im Wasser. Das bedeutet, wenn die Wellendichtung abgeht, dann will das Meer mit aller Macht ins Schiff. Mit grosser Sorgfalt hatte der Monteur die Sache aber sehr gekonnt gemeistert. 2 kurze Spritzer (max. 1 Trinkglas voll) dann war wieder alles am Platz und auch wieder dicht. Der Einbau verspricht noch mehr Spannung, da dort die Dichtung nicht zusammengeschoben, sondern auseinandergezogen werden muss. Um keine weitere Gefahr zu erzeugen sichert er die Welle dann noch zusätzlich. Nach einer guten Stunde verlässt unser Getriebe mitsamt dem Monteur den Hafen um bei DB Moteur in der Werkstatt untersucht ggf. repariert zu werden. Wir bleiben gespannt.

Auf meine Frage wie die Sache weitergehen soll, meinte der Monteur er hat bis 15:00 die Befundung soweit fertig. Ich solle zu ihnen rüber kommen, dann könne er mir mehr sagen. Dieses Angebot werden wir mit Sicheheit wahrnehmen ! Wir glauben zumindest die Richtung einer Zielflagge zu erkennen. Die Frage wird nur sein: Ist an diesem Getriebe noch was zu retten, oder muss ein neues Getriebe her ? Sollte es sich um einen "Serienfehler" handeln, dann könnte auch ein neues Getriebe das gleiche Problem haben. Daher lieber das reparierte Getriebe, wenns Sinn macht zu reparieren. Dieser Spannungsbogen soll heute Nachmittag aufgelöst werden. Immerhin DB Moteur ist ZF Center. Auch oder speziell für diese Art Getriebe. Das gibt ein bisschen mehr Vertrauen in den erwarteten Befund. An alle ZFler unter unseren Bekannten: Haltet uns und "eurem Getriebe" die Daumen !

wink

Mittwoch 15:30 bei DB Moteur: Das Getriebe wurde zerlegt und befundet. Ausser stark abgenutzer Kupplungslamellen (nach ~100 Betriebsstunden !) ist wohl nichts Auffälliges zu erkennen. Allerdings ist das Getriebeöl (~50 Betriebsstunden) sehr dunkel, was auf Metallabrieb hindeutet. DB Moteur ist nun mit der ZF bzgl. des weiteren Vorgehens in Diskussion. Je nach Ergebnis (wird morgen erwartet) kann eine weitere Vorgehensweise festgelegt werden. Entweder neues Getriebe, oder Reparatur. Neues Getriebe macht aber nur Sinn, wenn ZF keine Probleme in der Serie hat (siehe oben). Wenn doch, dann andere Charge oder Reparatur.

Fortsetzung folgt ...

Montag

Tag der Erwartung. Heute ist der benannte Motoren-Spezialist wieder aus dem Urlaub zurück. Die Yachtwerft ruft 08:00 dort an, erklärt den Garantierfall, die Aufgaben und vereinbart den nächstmöglichen Termin. Wir werden da sein ! So zumindest lautet der vereinarte Plan !

Realität:

  • 08:00 Yachtwerft ruft dort an, keiner geht ran.
  • 10:00 gleicher Zustand wie 08:00
  • 19:00 Telefonat mit der fast schon verzweifelten Yachtwerft zum Thema "Masterplan: Wie gehts weiter"

Dieser Verlauf war einer der Gründe, warum wir die BELUGA in 2016 nach Glückstadt überführten. Die LMAA Mentalität mancher Franzosen ging uns auf den Wecker. Aber warum schon wieder / oder immmer noch ? Und warum scheinen die Franzosen auch im Norden nicht wesentlich besser unterwegs zu sein als die Franzosen im Süden ? Woran liegts ? Könnte ich diese Frage beantworten fände ich möglicherweise ein "Gaspedal" für unsere Aufgaben. Hätte hätte Fahrradkette ...

Übrigens heute ist der erste Tag mit echtem Sch.. Wetter. Himmel hüllt sich in dunkelgrau und scheint von Zeit zu Zeit für einige Minuten inkontinent zu sein. Zumindest die Temperaturen bleiben (bislang) über 20°C. Dann gehts ja nochmal. Während Sabine und Ralph ihre Hausmeisterarbeiten mit gewohnter "Hektik" erledigen klopfts gegen 16:00 an der BELUGA Bordwand! Whow der Monteur wird doch nicht da sein ?

Aber nein es ist Oliver von der TURICENSIS ! Er war monatelang in Glückstadt neben uns gelegen. Ein sehr freundlicher Eidgenosse. Zuletzt waren wir auf Helgoland im Päckchen gelegen. Er musste noch nach UK um einige Dinge zu erledigen ... und heute steht er vor der BELUGA ! Was für eine angenehme Überraschung ! Dank AIS bleibt kein Standort verborgen und so fand er uns wieder. Nach einem Käffchen verbringen wir gemeinsam den Rest des Tages. Am Abend in der "Zigarrenlounge" der TURICENSIS mit grossem Genuss: Eine seeeehr gute Zigarre mit einem seeeehr guten Whiskey dazu. Kann das Leben hart sein :-) aber da muss man eben durch.

Dienstag

Den ganzen Morgen warten auf den Monteur. Anscheinend geht das sowohl YANMAR als auch in Folge den YANMAR Stützpunkten hier am A.. pardon verlängerten Steissbein vorbei.

Um 13:00 dann Rückmeldung der Yachtwerft: Sie haben beim genannten Monteur mehrfach angerufen, der scheint aber keine Lust zu haben die gestellten Aufgaben zu übernehmen. Wir vereinbaren daher dass Sabine und ich nochmals zu DB Moteur gehen und versuchen diese zu beauftragen die Befundung zu machen. Sollten auch die keinen Bock auf Arbeit haben, dann rollt ein neues Getriebe aus Glückstadt an, so zumindest der vorgeschlagene Plan. Die Yachtwerft lässt in unserem Fall nichts unversucht, uns zu helfen. Hut ab und Danke dafür !

In unserer aktuellen Gemütslage kann ich YANMAR und deren "Nicht-Organisation" nicht wirklich weiterempfehlen. "Hast Du ein Problem, dann hast Du ein Problem" jedenfalls scheint das YANMAR nicht zu interessieren was bei uns los ist. Die Firma MARX als Generalvertreter in DE zeichnet sich durch "wir bearbeiten das ..." seit 2 Wochen aus. Raus kommt allerdings gar nichts. Ich denke alle Mitarbeiter dieses Konzerns sollten mal drüber nachdenken, wer den monatlichen Scheck so finanziert ?

Um den Frust nicht festfressen zu lassen beschliessen wir mit dem Bus in einen Baumarkt zu fahren. Also rein in Linie C4, nach 25min warten am Bahnhof in die Linie 18 und weitere 30 Minuten später aussteigen beim Baumarkt. Theoretisch ! In Frankreich ist es üblich, dass die Mitfahrer eines Busses einen roten Knopf drücken um den Halt anzufordern. Kein Knopf - Kein Halt. Genau das passierte uns. Vor unserer Haltestelle drücken wir das Knöpfchen. Wie wir später feststellen war dieser Knopf allerdings kaputt. Also Bus hält nicht. Wir sehen den Baumarkt am Horizont verschwinden und fahren mit dem Bus ca. 20 Minuten durch Frankreichs schöne Landschaft. Schliesslich stranden wir in einem Gewerbegebiet. 30 Minuten warten, bis uns der Bus zurück zum Baumarkt bringt. Wenns läuft, dann läufts halt ...

Um 17:00 schaffen wirs dann kurz vor Feierabend bei DB Moteur aufzuschlagen. Nach intesiver Diskussion in Holperfranzösisch und Stolperenglisch sagt uns DB Moteur einen Spezialisten für Mittwoch morgen zu. Sogar mit Uhrzeit ! Was ist denn jetzt los ? Zwischen 08:00 und 08:30 will der Monteur kommen. Endlich kommt Bewegung in die Sache ... der Lichtblick des Tages. Anscheinend hat sich doch jemand überlegt wo der Scheck herkommt :-) Misstrauisch warten den Mittwoch ab.

Einen kleinen Umtrunk mit TURICENSIS schliesst den Tag doch noch versöhnlich ab. Oliver versucht verzweifelt in der EU einzuklarieren. Schiff und Mannschaft sind ja Schweizer und kamen aus UK - Aliens in der EU :-) Anscheinend weiss der französische Zoll aber hier nicht wie damit umgehen und verweist auf Agenten. Die Agenten rühren sich jedoch überhaupt nicht ... nicht nur Getriebe auch andere Dinge brauchen in Frankreich eben Zeit :-)

Fortsetzung folgt ...

Freitag, 27 August 2021 08:56

Am Ende wird alles gut (Part 7)...

Freitag

Warten auf Godot. Nachdem uns anscheind nichts anders übrig zu bleiben scheint, warten wir auf unseren Monteur, welcher am Montag wieder aus dem Urlaub zurück kommt.
Wir beschliessen daher noch ein paar Kleinigkeiten an Bord zu erledigen, aufzuräumen, rauszusaugen ... eben alles was a) sein muss und b) die Zeit vertriebt. So bleibt uns noch einiges an Zeit Lebensmittel einzukaufen. Wir versuchen die verschiedenen Supermärkte in Dünkirchen zu finden. Idealerweise in einfach erreichbaren Lage. So haben wir einen Carrefour gefunden, welcher die wichtigsten Lebensmittel anbietet und direkt sich an der Bushaltestelle "C3" befindet. Busse in Dünkirchen sind eine ideale Fortbewegungsmöglichkeit, da Busse hier gratis sind. Auch so kann man Menschen bewegen sich mehr mit Öffis zu bewegen. Könnte das auch ein Vorbild für Deutschland sein ?

Samstag

Nach einen ruhigen Freitag werden wir heute nochmals einen aktiven Bordalltag starten: Sabine kümmert sich um Vorschiffskabine, Stockbetten und Nasszelle. Wäsche waschen reinigen und die eine oder andere Verbesserung wie Befestigungen, Ablagemöglichkeiten und Leesegel, die aus Netz bestehen. Ralph ist hierbei ein wenig skeptisch was die Haltbarkeit betrifft. Man wird sehen, wie siche diese Idee entwickelt. Potential hat sie allemal.

Wir haben unsere Verbindung der TransOcean genutzt und um eine Quelle unserer Scheuerleisten-Reparatur gefragt. Bert von der Heimkehr hat uns sehr prompt zurück gerufen. Wir haben einiges an möglichen Quellen für Getriebeversagen ausgetauscht, waren uns aber einig, dass all die Quellen innerhalb der Garantiezeit durch YANMAR untersucht bzw. behoben werden müssen. Andererseits machen Bert und Leni derzeit die gleichen verheerenden Erfahrungen zur "Qualitätsmarke" WEBASTO. Sie haben zwar ein anderes Modell einer Warmwasserheizung an Bord, das scheint jedoch die gleiche undurchdachte Sch... pardon: Lösung zu sein. Millionen von Sensoren, macht einer von diesen Zicken, geht die gesamte Heizung aus. Leider sind die Auslösewerte der Sensoren nicht aufeinander abgestimmt. Also nur eine Frage der Zeit bis die Heizung ausfällt. Zumindest in einer Umgebung wie Norwegen sollte die Heizung zuverlässig gehen. Wahscheinlich hat WEBASTO die Heizungen ausgiebig auf den Kapverden getestet um nicht frieren zu müssen. Die wissen ja was sie entwickelt haben.

Ralph kümmert sich um die Elektronik-Spielzeuge. Die BELUGA ist mit sehr viel moderner Technik und Computerei ausgestattet. Bekanntermassen sind das aber auch keine Selbstläufer. Jedoch ist keines der Computersysteme vital für den Betrieb der BELUGA. Bordnetzwerk, Bordwiki und eine Hafennetzverbindung sind sehr angenehme Dinge, wenn man sie hat. Geht aber auch ganz gut ohne dieses Spielzeug. So hatten diese Spielzeuge bislang keine Prio und wurden installiert aber nicht eigerichtet. Zeit für die Betrachtung der Details: Die Raspberries (6 an der Zahl) sind mit USB Netzteilen von Amazon ausgestattet. Angeblich 3A Leistung pro Netzteil. Leider beklagen sich die Beeren (Kosename für Raspberry Pi) über "Undervoltage". Netzteile scheinen Chinakram zu sein. Wer nichts investieren will kann wohl auch nichts erwarten. Amazon preist diese Dinger aber vollmunig u.a. für diesen Zweck an. Die Auswirkung: Die Beeren arbeiten mit zahlreichen kurzen Network-Drops = Miniausfälle. Das bedeutet, dass beipsielsweise unser "Musikplayer" in einem 3 minütigen Song alle ca. 20-25 sec einen 5 sekündigen Aussetzer hat. So möchte aber keiner Musik hören. Die Radioprogramme der Franzosen sind jedoch nicht so schlecht. Daher mehr Radioprogramm hören und zwischenzeitlich nach vernünftigen Netzteilen suchen. Wir nehmen gerne Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !

Am Abend wurden wir mit einem Feuerwerk beglückt. Wir gehen davon aus, dass Frankreich dafür bedankt, dass wir nochmal eine Woche länger bleiben ... :-)

Sonntag

Heute steht 230V auf dem Programm. 2 Steckdosen gehen nicht so wie gewollt. Urasche suchen und beheben. Watermaker mit Frischwasser spülen um die Membran zu erhalten und die Konservierung rauszuspülen. Solange wir Frischwasser neben dem Schiff haben können wir hier ein wenig grosszügiger sein.

Auch will Ralph die Bilge nochmals sauber machen. Aufgrund der "Wasser im Schiff" Aktion aus CUX und diverser überraschender "Wasserquellen" im Schiff siehts in der Bilge nicht so sauber aus, wie Ralph sich das vorstellt. Hätte er die Bilge grau statt weiss gestrichen, dann wäre diese heute noch sauber genug :-) Das hat man nun davon.

Heute, Sonntag, werden wir nicht sehr viel Wert auf ausgehen legen. Da sind alle Franzosen unterwegs, die uns gestern das Feuerwerk widmeten :-) Danke dafür Frankreich ! Wir freuen uns auf den Monteur der morgen bei uns aufschlägt und das Getriebe, wei auch unseren Motorenalarm "P0094" behebt. Optimismus muss sein.

Fortsetzung folgt ...

Mittwoch, 25 August 2021 14:36

Am Ende wird alles gut (Part 6)...

Mittwoch

Rolf und Sigrid verlassen uns heute vormittag. Auch sie fahren mit dem Zug nach Hause. Dünkirchen Lille, dann Brüssel und dann mit der Deutschen Bahn über Köln in Richtung Hamburg bis nach Hause. Geplante Ankunft ist dann gegen 2200. 12h statt 4h Reisezeit für ca. 100km mehr als die Reise bis Strassburg ! Ob das am Streckenanteil der Deutschen Bahn liegt ? Die Antwort kannst Du selbst versuchen herauszufinden.

Heute ist Aufklaren angesagt. Sollte zumindest heute den grössten Teil des Tages in Anspruch nehmen - wir wollen unseren entspannten Tagesrhythmus ja nicht stören. Wenn am Ende der Arbeit noch Tag übrig ist, dann kann so ein Käffchen im Bistro auch kein Fehler sein. "Bordhektik" eben ...
Nach einem Telefonat mit der Yachtwerft benötigen wir unser Serviceheft der Maschine. Das Drama beginnt: Mehr als 3h mussten wir suchen, bis wir das Heft endlich gefunden hatten. Immerhin wir haben es gefunden .... phuuuu. Nun werden wir noch ca. eine Stunde anhängen, bis alles wieder zurück am Platz ist ... erstmal nen Kaffee und dann gehts los. Phuu das Leben an Bord ist einfach echter Stress :-)

Donnerstag

Großputz an Bord ! Sabine macht "nen Kessel Buntes" und Ralph kümmert sich um die Kleinigkeiten wie Pumpen, Technik und vieles mehr. Wir hatten seit unserer Wasserung in Glückstadt immer wieder Wasser in der Bilge. Nichts Beängstigendes aber unschön. Mal mehr mal weniger. Aufgrund der Wasserspuren schien das von achtern, also vom Antrieb zu kommen. "Im Auge behalten" war der naheliegende Ratschlag der Werft. Beim täglichen "Bilgenrundgang" kam der Zufall zu Hilfe: Während Sabine Zähne putzt schaut Ralph in die Bilge und sieht Wasser aus unserer Lenzpumpe plätschern. Durchaus nennenswert. Heute war der Tag diesem Umstand auf den Grund zu gehen. Dusche an, es plätschert. Die Pumpe scheint undicht, aber warum nur ? Also Pumpe raus und neue Pumpe rein. Plätschern beendet ! Die entnommene Henderson MK5 wurde an der Wartungklappe aufgeschraubt. Und siehe da: Die Lösung der Undichtigkeit und auch für das Wasser in der Bilge.

Diese Pumpe ist die einzige, welche wir noch nicht revidiert hatten, da sie immer tadellos arbeitete - vermeintlich. Unser Vorgänger "Mitja" (ein Insidername für einen Murkser, welcher das Schiff unserer Vorgänger in Kroatien wartete) hatte in dieser Pumpe vergessen die Membran einzubauen. Was nutzt also eine Membranpumpe ohne Membran ? Nichts ! und undicht ist sie auch. Das leckende Wasser ging in eine Bilge im Achterschiff. Von dort läuft die Bilge dann in die Hauptbilge und sammelt immer mehr Wasser. Dieser Überlauf geht konstruktionsbedingt vorbei an der Antriebswelle. Hatte jemand Zähne geputzt oder geduscht, wurde das Wasser in der Hauptbilge mehr. Wenn nicht, dann wurde bei Seegang das Wasser Schlückeweise in die Bilge gefördert. Unerklärliches wird so erklärt. Eben: Mal mehr, mal weniger Wasser in der Hauptbilge. Problem erkannt, Problem gebannt ! Nach Wechsel der Pumpe kommt kein Wasser mehr in die Bilge. Danke Mitja.

In Sachen Motor wirbelt die Werft im Hintergrund und versucht Gott und die Welt zu Aktionismus zu bewegen. Vielen Dank dafür. Es ist immer gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen nicht im Stich lassen. Solltest Du jemals einen Platz suchen, an dem Du Dein Schiff in guten Händen weisst, dann dort ! Am späten Nachmittag erreicht uns eine Mail der Yachtwerft. "Bitte nochmals Ölstand kontrollieren und Photo vom Ölstab machen". Ja hat denn YANMAR gar kein Vertrauen in seine Servicedealer ? Naja, dann machen wir das halt auch noch :-( Ölstab rausdrehen abwischen und reinstecken. Das Öl ist aber derart frisch und daher für die Kamera "unsichtbar", dass der Ölstand nicht aufs Photo möchte. Ich klebe daher ein Kreppband an den Ölstab und stecke diesen nochmals rein. Ergebnis: Zuviel Öl im Getriebe! War zuvor so nicht zu sehen. Anscheinend ist das Misstrauen der YANMARs nicht unbegründet. Diese Technik mit dem Kreppband werde ich mir merken. Geht supergut ! Falls jemand diese Idee aufgreift, dann bitte unbedingt berücksichigen: Das Kreppband muss danach wieder runter !
Im Internet hatten wir einige Berichte gefunden, bei denen zuviel Öl der Grund war, dass der Rückwärtsgang zwar geht, aber Vorwärtsgang eben nicht. ?!? Muss das YANMAR machen ? oder darf ich das slbst tun ? Ergebnis morgen ...

Fortsetzung folgt ...

Montag, 23 August 2021 18:47

Am Ende wird alles gut (Part 5)...

Montag

Zeit für das geplante Telefonat mit der Werft in Glückstadt. Die Werft hat bis zum Zeitpunkt des Telefonats bereits alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Klärung und Behebung einzuleiten. Vielen Dank dafür. Das Ergebnis meiner Tests am Sonntag (nämlich Vorwärtsgang geht nun gar nicht mehr rein) habe ich mit der Werft besprochen. Meine Recherchen haben ergeben, dass dieses Vorwärtsgangproblem auch bei anderen Besitzern der ZF Getriebe vorzukommen scheint. In vielen Fällen war entweder falsches Getriebeöl oder ein falscher Level die Lösung. Das wäre die am einfachsten zu behebende Möglichkeit. Könnte jedoch auch ein Problem der Schaltklaue oder ein Getriebeschaden sein, so zumindest die Aussage von YANMAR und will das einen Fachmann das Getriebe begutachtet. Danach werden die notwendigen Folgeaktionen festgelegt.

Dienstag

Heute morgen hat uns unser Enkel Tiziano in Richtung Heimat verlassen. Fast 4 Wochen auf der BELUGA haben ihn zu einem sehr verlässlichen Crewmitglied gemacht. Knoten gehen blind, die Systeme an Bord fest im Griff und Steuern klappt auch sehr gut. Danke für die schöne Zeit und bis bald auf den Kanaren.  Dünkirchen 0700 starten und um 1100 in Strassburg - und das alles sehr pünktlich. ca. 600km Strecke in 4h ist ein Wort ! Da sollte sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe abschneiden (siehe Mittwoch). Bereits am frühen Nachmittag konnten wir ihn von Zuhause per Duo in bester Laune sprechen. Vielen Dank noch für Deine Teilnahme Tiziano, wir sind echt sehr stolz auf Dich !

Wir waren, nach Absprache mit der Werft, bei der Firma DB Moteur in Dünkirchen und haben diesen unser Problem geschildert. Die Auslastung der Servicetechniker scheint jedoch enorm. "Kann bis zu 3 Wochen dauern" war die Aussicht. Aufgrund unserer Bitte einen Fachmann zu entsenden, der zumindest die weniger zeitaufwändige Begutachtung durchführt erhielten wir eine Nummer eines Technikers, der jedoch erst kommenden Montag (30.8.) aus dem Urlaub kommt. Techniker aus dem nahen Belgien dürfen unglücklicherweise in Frankreich nicht tätig werden. Soweit zum vereinigten Europa mit offenen Grenzen. Anspruch und gelebte Wirklichkeit scheinen hier auch noch ein wenige auseinander zu gehen. Naja, Geduld ist eben eine Tugend ...

Fortsetzung folgt ...

Sonntag, 22 August 2021 11:19

Am Ende wird alles gut (Part 4)...

Heute, Sonntag lief nicht viel in Sachen Problemlösungen. Daher widmete ich mich mal selbst, um mich dem Problem mit der Schaltung zu nähern. Zwischenzeitlich geht der Vorwärtsgang gar nicht mehr rein. Rückwärts geht wie ne eins. Aber wer will schon rückwärts über den Atlantik :-)Wir hatten bislang das Schaltgestänge im Verdacht. Dieses wurde druch die Werft vor der Abfahrt novhmalsd Re-Vidiert da bei der Einfahrt in den Glückstädter Aussenhafen der Vorwärtsgang erstmalig nivht mehr rein wollte. 2h Neu-Justage dann ging wieder alles. Beim Anleger in Den Helder gings wieder los, war aber am nächsten Morgen nicht mehr reproduzierbar. Beim Ableger in Den Helder ging wiedermal kein Vorwärtsgang rein, Danach gings mit Rütteln an der Schaktkullise wieder.

Ich hab daher mal alle Züge abmontiert und direkt am Getriebe geschaltet. Ergebnis: Gang Vorwärtsgang einlegen ist eher Glücksache, Rückwärts geht immer. Da dies eher ein Getriebeproblem zu sein scheint als ein Problem mit dem Gestänge beschliesse cih an dieser Stelle meine "Forschungen" abzubrechen. Ich werde ich mit der Yachtwerft Glückstadt als deutscher Ansprechpartner die Sachlage evaluieren. Anonsten gibnt es nur zu berichten, dass der Gestank brenneneder Elektronik weitestgehend aus dem Maschinenraum raus ist.

So haben wir einen sehr schönen und entspannten Tag in Dünkirchen verbracht. Hadern wollen wir sicherlich nicht: Bringt uns auch nicht weiter, löst keines der Probleme welche wir haben und versetzt uns dadurch nur noch in negative Stimmung, welche ja völlig unnötig wäre. Ausser der berichteten Dinge funktionieret die BELUGA bestens (=99% Erfolgsquote :-) ) und darüber freuen wir uns sehr. Ist besser für die Stimmung.

Am Montag werden wir uns um das Getriebe und die Maschine kümmern dann wird auch das in Ordnung kommen .... gut Ding will eben Weile haben.

Fortsetzung folgt ...

Samstag, 21 August 2021 08:54

Am Ende wird alles gut (Part 3)...

Heute haben wir den 21.8.2021. Unser Schanzkleid hat einen mächtigen Schaden und zu unserer Maschine gibts vor Montag nichts Neues von der Yachtwerft. Das Wetter ist zwischenzeitlich gut, die Sonne scheint, die Menschen freundlich und jede Menge Hafenkino. Also ist alles Bestens !?

Der Hafenmeister hat seine Kontakte durchtelefoniert um einen Holzwerker für uns zu finden, welcher unseren Schaden reparieren könnte. Leider bislang noch ohne Erfolg. Alle haben die Auftragsbücher voll und keine Zeit für uns.

Wir haben heute das Getriebe Thema nochmals in Eigenregie angegangen. Der Grund für die fehlenden Gänge scheint die Einstellung der Hebel an Schaltkulisse und Getriebe zu sein: Der Vorwärtsgang geht im kalten Zustand gerade so rein, wird das Getriebeöl dünnner dann halt nicht mehr. In einer 2 stündigen "Vorwärts - Rückwärts" Session testen wir unsere neue Schaltkulisse und deren längere Hebel. Nach vielen Versuchen stellen wir fest: Der Hebel am Getriebe muss eine Raste nach hinten gedreht werden. Das bedeutet eine weitere mehrstündige Feinjustage. Dazu haben wir aber heute keinen Bock mehr und beenden die Arbeiten des Tages.

Morgen ist ja auch noch ein Tag. Dort wollen wir das Ganze nochmals neu justieren. Also alle ab ins Cockpit und ein Feierabendbierchen öffnen. Beim anschliessenden Plausch über Gott, die Welt und unser Abendessen stellen wir "Schwimmbadgeruch" fest. Dieser wird immer intensiver. Wo kommt das denn her ? Hantiert hier jemand mit Chlor oder Schwefel ???

Bei unserer etwas schaukeligen Überfahrt kam einige male Wasser über. Soweit kein Thema. Leider scheinen die LEWMAR Luken allesamt nicht ganz dicht zu schliessen. Unter jeder Luke finden sich Wasserspuren. Scheint wohl eher für Schönwettersegler geeignet. Für einen Yachtausrüster wie LEWMAR eine echt stolze Leistung, derartigen Bockmist zu verkaufen. Keine Ahnung wie gut die anderen Marken sind. LEWMAR kann ich leider nicht weiterempfehlen.

Marina von Dunkerque 17:53 - ALAAAAARM !

Unsere Rauchmelder gehen runter. Im Pilothouse und auch im Maschinenraum. Das bedeutet dass wir - bevor wir die Feuerlöscher auslösen - erstmal schauen wo es denn genau brennt. Die Bordnetzkkamera zeigt dichten weissen Rauch aber kein Feuer im Maschinenraum. Die Nase sagt Elektrobrand statt Schwimmbadgeruch. Daher werden wir in den Maschinenraum reinschauen. Beim Öffnen der Tür ist die Quelle schnell entdeckt: Der Bilgenschalter der Firma "Quick" ist feuerrot und scheint gerade durchzubrennen. Neben der Tatsache, dass dieser sich bislang bereits durch sehr viel Unzuverlässigkeit in Sachen Auslösung auszeichnete ist das der Höhepunkt ! FINGER WEG VON QUICK PRODUKTEN ! zumindest von Bilgenschalter. Das scheint echter Schund. Wenn dann ein Bilgenschalter auch noch abfackelt, dann ist das Mass der Dinge überschritten. Wären wir nicht an Bord gewesen, hätte das gesamte Schiff abfackeln können. Der 20A Schalter scheint die 3,5A Leistung des Pümpchens wohl nicht verkraften ... spricht echt Bände über die Ernsthaftigkeit mit der man bei QUICK die Sache entwickelt.

Wir werden alle 3 vorhandenen Quick Schalter ohne Zögern entsorgen. Übrigens: Quick scheint eine Marke von Philippi zu sein. Eine gewisse Sicherheit stellt sich ein, dass diese Schalter die einzigen Philippi Produke an Bord der BELUGA sind. Die Elektronik an Bord ist von Mastervolt und lief bislang tadellos. Also: Stromversorgung des Schalters getrennt, hellrote Fläche am Schalter wird dunkel. Bilgenblower angeschaltet und nach 20 Minuten ist alles wieder in Ordnung. Dem Rauchmelder sei Dank, dass wir dies rechtzeitig entdecken und bekämpfen können. Wir beschliessen die nächsten Tage eine VIP und VUP Liste zu erstellen. Die VUP Liste soll alle Marken enthalten, vor deren Kauf wir aus unseren gemachten Erfahrungen dringend warnen möchten weil gefährlich, nicht durchdacht oder in einer anderen Form nicht für den Bordeinsatz geeignet sind. Unsere Top Favoriten bislang: WEBASTO, LEWMAR und seit heute QUICK !

Marina von Dunkerque 18:00 - Regen

Der idealer Zeitpunkt zu duschen und danach das Abendessen zu geniessen. Heute gibts schwäbischen Kartoffelsalat und Steaks bzw. Grillkäse für unsere Vegetarier.

Ein weiterer unterhaltsamer Tag geht zu Ende.

 

Fortsetzung folgt ...

 

 

 

 

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